Sonntag, 28. Februar 2010

McLaren weiter top

McLaren weiter top

28.02.10
Ex-Weltmeister Lewis Hamilton hat zum Abschluss der offiziellen Formel-1-Testfahrten für die kommende Saison die Bestzeit erzielt. Der Engländer benötigte am Sonntag auf dem 4,655 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs nahe Barcelonas 1:20,472 Minuten. Zweitschnellster war Red-Bull-Fahrer Mark Webber aus Australien (+ 0,024 Sekunden) vor dem brasilianischen Ferrari-Piloten Felipe Massa (+ 0,067).

Auf Rang 4 folgte der beste Deutsche: Adrian Sutil ließ im Force India sowohl Vizeweltmeister Sebastian Vettel (5.), der den Red Bull am Vormittag gesteuert hatte, und Rekordchampion Michael Schumacher (6.) im Mercedes hinter sich. "Wir fahren mit einem guten Gefühl nach Bahrain, denn wir wissen auch, dass wir noch weitere Neuerungen am Auto haben werden", versicherte Schumacher. "Und vor allem wissen wir, dass unsere Aussichten auch für die ersten Rennen nun durchaus sehr vernünftig sind."

Vettel glaubt nach Abschluss der Testfahrten an ein spannendes Formel-1-Jahr: "Es wird ein langes Jahr, ein hartes Jahr. Im Moment schaut es sehr eng aus, übers Jahr gesehen wird es spannend - eine heiße Kiste." Sein Ziel: "Weltmeister werden." Favorit sei jedoch ein anderes Team. "Wenn man etwas sagen kann, dann ist es, dass Ferrari sehr stark aussieht. Dahinter wird es zwischen uns, McLaren und Mercedes eng. Ganz vorne sehe ich uns noch nicht", so Vettel.

Massa will Schumi ärgern

Massa will Schumi ärgern

Felipe Massa hat eine erste Kampfansage in Richtung Michael Schumacher abgegeben. "Ich habe eine großartige Freundschaft mit Michael. Während der Rennen wird sie allerdings ruhen. Alles, was ich von Michael gelernt habe, kann ich gegen ihn verwenden", sagte der Ferrari-Pilot der 'BamS'.

Über einen WM-Zweikampf mit Schumi würde sich Massa freuen. "Das wäre fantastisch. Ich hoffe, ich wäre vorn. Michael würde sich schrecklich ärgern", so der 28-Jährige.

Massa: "Im Auto habe ich keinen Sohn"

Seinen Horror-Unfall beim Ungarn-GP im vergangenen Jahr sieht Massa "als Riesenglück. Wäre die Stahlfeder einen halben Zentimeter weiter links eingeschlagen, wäre ich jetzt blind. Einen halben Zentimeter weiter oben und ich wäre jetzt geistig behindert", so Massa.

Angst hat er jedoch nicht: "Wenn ich ins Auto steige, habe ich keinen Sohn, keine Frau, keinen Vater und keine Mutter. Ich habe dann ein Ziel, eine Mission, die ich erfülle."

Rosberg mit Bestzeit - Vettel mit Problemen

Rosberg mit Bestzeit - Vettel mit Problemen

Nico Rosberg hat bei den Testfahrten in der Nähe von Barcelona die Tagesbestzeit erzielt. Der Mercedes-Pilot fuhr am vorletzten Testtag auf dem 'Circuit de Catalunya' in 1:20,686 Minuten die schnellste Runde. Mit 128 Runden war der Teamkollege von Rekordweltmeister Michael Schumacher auch der fleißigste Fahrer. Rosberg lag vor dem Schweizer Sebastien Buemi im Toro Rosso und Weltmeister Jenson Button im McLaren. Vize-Champion Sebastian Vettel hatte mit Problemen am Red Bull (defekte Ölpumpe) zu kämpfen und wurde hinter Adrian Sutil im Force India Achter.

"In den letzten zwei Tagen hat sich das Tuch ein bisschen gehoben, und ich denke, wir sind ganz gut dabei", sagte Vettel: "Der klare Favorit ist nach den Erkenntnissen hier Ferrari, aber ich hoffe, dass wir das relativ bald aufschließen können", so der Red-Bull-Pilot.

Für Vettel war es am Samstag wie für Rosberg der letzte Testtag vor dem Saisonstart. Am Sonntag wird sein Teamkollege Mark Webber (Australien) testen.

Samstag, 27. Februar 2010

Ferrari bleibt Favorit für Bahrain

Ferrari bleibt Favorit für Bahrain

Ausgerechnet der ehemalige Arbeitgeber von Rückkehrer Michael Schumacher geht als Favorit ins WM-Rennen. "Ferrari ist das Team, das man schlagen muss", sagt Christian Horner, Teamchef von Red Bull und Vorgesetzter des deutschen Vizeweltmeisters Sebastian Vettel zwei Wochen vor dem ersten Saisonrennen. An allen Testtagen im Monat Februar war Ferrari-Neuzugang Fernando Alonso in der 'Roten Göttin' vorn dabei - bei welchen Bedingungen auch immer. "Dieser Ferrari ist das beste Auto, das ich je gefahren bin", bekundete der Spanier bereits: "Ob es das beste im Feld ist, werde ich erst in Bahrain wissen."

Hätte in Barcelona ein Rennen stattgefunden, hätte Alonso den gleichzeitig fahrenden Vettel geschlagen. Der Ferrari war im Schnitt drei Zehntel pro Runde schneller als der Red Bull. "Wir bleiben ein bisschen zu oft stehen", monierte zudem Vettels Teamkollege Mark Webber. "Nichts Gravierendes", sagte Teamchef Horner, "aber auch Kleinigkeiten können dich stoppen."

Mercedes-Pilot Schumacher musste seinen 'Dauerlauf' am Freitag auf dem Grand-Prix-Kurs nahe Barcelonas wegen zahlreicher roter Flaggen und eines technischen Problems abbrechen. Ein Schaden am Ölkühler hielt den siebenfachen Weltmeister eine Stunde in der Boxengarage fest. "Im Moment läuft es bei uns noch nicht so, wie wir uns das gewünscht haben", lauete die Zwischenbilanz des Rekordweltmeisters.

Seine Einschätzung vom ersten Test in Valencia Anfang des Monats hat auch vier Wochen später Bestand. "Ich glaube nicht, dass wir gleich die ersten Rennen gewinnen", sagte der 41-Jährige. Schumacher gab die Devise aus: "Unser Ziel ist es, in Bahrain nicht zu weit weg von den Besten zu sein. Doch die Saison ist lang. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht um die Meisterschaft mitkämpfen sollten." Laut Teamkollege Nico Rosberg "fehlt nur noch das Feintuning".

Ob das bei McLaren-Mercedes reicht, ist fraglich. Das innovativste Auto des 2010er Modelljahrgangs kam in Barcelona erstmal gar nicht in Fahrt. Ex-Weltmeister Lewis Hamilton wäre bei seinem simulierten Grand Prix von Alonso sogar überrundet worden. "Ich weiß nicht, ob ich ein Siegerauto habe", sagte der Engländer kleinlaut. "Für Bahrain erwarte ich nicht mehr viel Neues", erzählte er mit leiser Stimme.

Das Zeug für eine Überraschung beim Grand Prix vom 12. bis 14. März in Bahrain könnten Sauber, Toro Rosso und Williams haben. Die Favoriten sind jedenfalls nicht automatisch gesetzt. Der Papierform nach müssten Ferrari sowie Red Bull, McLaren und Mercedes GP den WM- Titel unter sich ausmachen. Die Verfolger mucken aber auf. "Das Feld liegt so eng zusammen wie im letzten Jahr. Die Tagesform wird entscheiden", prophezeit der neue Renault-Pilot Robert Kubica. Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost schränkt ein: "Das gilt für die ersten paar Rennen. Dann setzen sich die großen Teams durch, weil sie mehr Geld, mehr Leute und die bessere Infrastruktur haben, ihre Autos weiterzuentwickeln."

Gibt Schumacher schon vor dem Start auf?

Schumacher gibt schon vor dem ersten Rennen auf

27.02.10
Michael Schumacher macht sich keine Hoffnungen auf einen Sieg beim Saisonstart. "Wir sind nicht in der Position, in der wir gerne sein wollen, um gleich die ersten Rennen zu gewinnen", sagte der Rekordweltmeister nach seinem ernüchternden siebten Platz am zweiten Testtag in Barcelona. Der Mercedes-Pilot hatte einen Rückstand von 1,075 Sekunden auf Nico Hülkenberg, der sensationell die Bestzeit fuhr. "Ich bin etwas überrascht: Hut ab", lobte Schumi seinen deutschen Rivalen.

Schumacher räumte nach seinen 85 Runden auf dem Circuit de Catalunya ein: "Wir sind heftig am Arbeiten und es liegt noch einiges vor uns." Ziel sei es, von den führenden Teams Ferrari, Red Bull und McLaren nicht weit weg zu sein. Es sei aber sehr schwierig zu beurteilen, wie das Kräfteverhältnis wirklich aussehe.

Hülkenberg rast zur ersten Bestzeit

Hülkenberg rast zur ersten Bestzeit

Schumacher lobt Hülkenberg

Sebastian Vettel vor Michael Schumacher und die erste Bestzeit für Neuling Nico Hülkenberg: Der zweite Testtag in Barcelona stand ganz im Zeichen der Deutschen.

Während Williams-Pilot Hülkenberg 23 Tausendstelsekunden schneller war als Ferrari-Pilot Fernando Alonso, landete Red-Bull-Pilot Vettel mit rund sechs Zehntelsekunden Rückstand auf Rang fünf. Dabei war der Vize-Weltmeister rund vier Zehntelsekunden schneller als Schumacher, der im Mercedes Tages-Siebter wurde. Als vierter Deutscher war Timo Glock unterwegs, der mit seinem Virgin-Renner aber noch hinter Jarno Trulli im Lotus auf dem letzten Platz landete.

"Platz eins ist schön, aber bedeutet nichts, um ehrlich zu sein", sagte der 22-Jährige. "Wir sind ja noch nicht in Bahrain. Aber es ist schön, zu sehen, was das Auto kann." Lob gab es aber von Rekordweltmeister Schumacher: "Wir wissen alle, dass Nico schnell ist. Hut ab. Die eigene Vorstellung hatte Schumi nicht wirklich überzeugt. "Wir waren heute nicht ganz so schnell wie wir hätten sein wollen und sollen.“ Aber man arbeite heftig, "und auch wenn noch nicht alles ganz rund läuft, werden doch noch viele Neuerungen hier und in Bahrain dazu kommen", so der 41-Jährige. Am Samstag wird Teamkollege Nico Rosberg im Silberpfeil sitzen.

Kubica und Hamilton mit Setup-Problemen

Auch Sebastian Vettel war zufrieden: "Wir sind sehr viel gefahren, hatten keine großen Probleme. Es war ein ganz guter Tag. Nach der langen Pause und den zwei verkorksten Tests im Regen war es schön, viele Runden zu drehen", so der Vize-Weltmeister, für den vor allem Ferrari im Moment einen starken Eindruck macht. Alonso schwärmt bereits vom "besten Auto meines Lebens".

Wenig auffällig waren Force India, Toro Rosso und Renault unterwegs. Renault hatte offenbar leichte technische Probleme. Robert Kubica musste immer wieder längere Pausen einlegen, am R30 wurde immer wieder ein anderes Setup ausprobiert. Auch Ex-Champion Lewis Hamilton kam im McLaren nur zu wenigen Runden. Auch hier wurde immer wieder das Setup am neuen MP4-25 verstellt.

Bis einschließlich Sonntag können die Teams ihren Boliden noch den letzten Feinschliff verpassen. Nach dem ersten Rennen sind keine weiteren Testfahrten mehr erlaubt.

1. Testag in Bildern

2. Testag in Bildern

Mittwoch, 24. Februar 2010

Letzter Test: Es gibt viel zu tun

Letzter Test: Es gibt viel zu tun

Letzte Probefahrt: 17 Tage vor dem WM-Auftakt beginnt für die Formel 1 der finale Härtetest. "Barcelona wird in dieser Hinsicht ein wichtiger Test für alle sein und uns genauere Informationen über die Performance unseres Autos geben", sagte Rekordweltmeister und Rückkehrer Michael Schumacher mit Blick auf das, was an Feintuning am neuen Silberpfeil noch geleistet werden muss.

"Wir haben in Barcelona noch einiges zu tun, aber insgesamt sind wir in einer guten Form für den Saisonstart", lautete der Ausblick von Mercedes-Teamchef Ross Brawn.

Nach Valencia und zweimal Jerez haben die Teams vom 25. bis 28. Februar auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona zum letzten Mal die Chance, auf der Strecke ihre Autos fit für die Saison zu machen. Vier Tage, mehr nicht, dann ist das offizielle Testen in dieser Saison vorbei. Container und Koffer werden gepackt, die Autos verschickt - auf geht's nach Bahrain zum WM-Auftakt vom 12. bis 14. März.

Ferrari gehört die Favoritenrolle

Doch vorher geben Schumacher & Co. noch mal richtig Gas. Die Wetteraussichten verheißen zwar keine Hitze wie in der Wüste von Sachir zwei Wochen später, zumindest ist aber kein Regen wie zuletzt teilweise in Jerez prognostiziert. Für Mercedes wird Nico Rosberg den letzten Test der spanischen Probewochen eröffnen, Schumacher fährt Freitag und Sonntag.

Zweifelsohne wird vor allem Fernando Alonso die Blicke der spanischen Fans auf sich ziehen. Bis dato erwies sich sein neuer Ferrari F10 als schneller 'Dauerläufer'. Der Konkurrenz ist das nicht entgangen. "Ich denke, Ferrari hat ein sehr starkes Auto", sagte bereits Weltmeister Jenson Button von McLaren-Mercedes. Und Scuderia-Neuzugang Alonso stellte den Ferrari-Mechanikern bei einer Momentaufnahme nach dem Test vor einer Woche in Jerez ein glänzendes Zeugnis aus: "Das ist das beste Auto, das ich jemals hatte."

Der zweimalige Weltmeister und sein brasilianischer Teamkollege Felipe Massa zählen zu den WM-Kandidaten. Der deutsche Vizeweltmeister Sebastian Vettel und dessen Red-Bull-Rennstallrivale Mark Webber sowie die McLaren-Piloten Button und Lewis Hamilton gehören aber auch zu den Hauptkonkurrenten von Schumacher und Rosberg im Kampf um die Krone der Königsklasse. Red-Bull-Renningenieur Ian Morgan erklärte vor dem Test auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs in Katalonien: "Wir werden uns auf die letzten Vorbereitungen für Bahrain konzentrieren, dazu gehören auch einige Rennsimulationen."

Elf der 13 gemeldeten Teams für die Saison 2010 werden am Barcelona-Test teilnehmen. Neuling Nico Hülkenberg im Williams, Adrian Sutil im Force India und Timo Glock im Virgin werden das deutsche Fahrer-Sextett komplettieren. Die beiden geplanten neuen Teams Campos (Spanien) und USF1 (USA) treten nicht an. Sie haben noch kein fertiges Auto. Besonders hinter der Zukunft von USF1steht ein sehr großes Fragezeichen.

Dienstag, 23. Februar 2010

Ferrari: Mosley führte "heiligen Krieg"

Ferrari: Mosley führte "heiligen Krieg"

23.02.10
Der italienische Traditionsrennstall Ferrari hat mit scharfer Kritik am ehemaligen FIA-Chef Max Mosley die teilweise ungeklärte Situation der neuen Formel-1-Rennställe reagiert. "Das ist das Erbe des Heiligen Kriegs, den der ehemalige Präsident der FIA geführt hat", schrieb die 'Scuderia' in einer Kolumne auf ihrer Homepage. Verwunderlicherweise besäße das amerikanische USF1-Team, das bis dato ebenso wie der spanische Campos-Rennstall weder einen Wagen vorgestellt noch einen zweiten Piloten präsentiert hat, "die Frechheit zu behaupten, dass alles in Ordnung" sei.

Auch das serbische Team Stefan GP, das auf einen Startplatz lauert, bekam sein Fett weg. Zuerst habe der Rennstall ohne Rennlizenz einen "edelmütigen" Rechtekampf mit dem Internationalen Automobilverband FIA geführt, "dann nahmen sie die Knochen vom Toten-Bett Toyotas", schrieb Ferrari.

Das Team des serbischen Geschäftsmanns Zoran Stefanovic bediente sich des Wagens der Japaner, nachdem diese Ende der vergangenen Saison ausgestiegen waren. Aber vielleicht komme ja wie schon bei Campos ein "generöser weißer Ritter" zur Rettung vorbei, orakelte Ferrari in dem Artikel mit der Überschrift 'Der Pferdeflüsterer'. Der spanische Geschäftsmann Jose Ramon Carabante hatte drei Wochen vor dem WM-Auftakt in Bahrain die Mehrheit an Campos übernommen.

Es sei darum gegangen, kleinere Teams zur Formel 1 zuzulassen, erinnerte der ungenannte Ferrari-Autor an die Hinterlassenschaft Mosleys - der der Name wurde in der Kolumne nicht genannt. "Das ist nun das Ergebnis: Zwei Teams (Lotus und Virgin) werden in die Meisterschaft hinken, ein dritter wird von einer unsichtbaren Hand in den Ring gestoßen." Die Suche nach dem vierten Rennstall ist für Ferrari so gut wie ausweglos. Derweil seien in BMW und Toyota zwei Hersteller ausgestiegen, von Renault sei nicht viel mehr übrig geblieben als der Name. "War es das alles wert?", fragte Ferrari.

Testfahrten von Stefan GP geplatzt

Stefan GP: Test in Portimao geplatzt

Eigentlich wollte das Stefan-GP-Team vom 25. bis zum 28. Februar erstmals seine Boliden auf die Piste schicken, doch der geplante Test in Portimao ist geplatzt. Grund: Dem Rennstall fehlen die Reifen: "Wir können den Test nicht durchführen und suchen noch nach einer Lösung", sagte Teamchef Zoran Stefanovic zu 'Autosport'. "Wir haben keine Reifen und werden nicht mit Reifen fahren, die nicht für einen Test mit vollem Speed geeignet sind", so der Serbe weiter.

Reifenhersteller Bridgestone ist vertraglich dazu verpflichtet, nur eingeschriebenen Rennställen Reifen zu liefern. Allerdings hat das Team noch keinen Startplatz für die Saison 2010. Stefanovic hofft, den 13. Startplatz von USF1 zu ergattern: "Wir müssen unsere Optionen ansehen und das Problem lösen."

Der Serbe ist guter Dinge, beim Saisonauftakt in Bahrain an den Start zu gehen - auch ohne einen einzigen Test absolviert zu haben. "Jeder weiß, dass einige Teams Probleme haben und wir möchten die Situation klarstellen", so Stefanovic, der sein Traum-Fahrer-Duo bereits gefunden hat. "Wir haben eine Vereinbarung mit Nakajima und erwarten, dass wir einen Deal mit (Jacques) Villeneuve abschließen. Wir glauben, dass dies eine gute Entscheidung für uns und ihn ist."

Sonntag, 21. Februar 2010

Formel 1 so ausgeglichen wie nie

Formel 1 so ausgeglichen wie nie

Drei Wochen vor dem Saisonstart präsentiert sich die Formel 1 so ausgeglichen wie selten zuvor. Auch nach dem dritten von vier Tests hat sich kein Titelfavorit herauskristallisiert. An den vier Tagen im südspanischen Jerez de la Frontera fuhren vier verschiedene Piloten die jeweilige Bestzeit: Sebastian Vettel, Rubens Barrichello, Mark Webber und zum Abschluss am Samstag Weltmeister Jenson Button. Es ist kaum anzunehmen, dass sich beim letzten Test in Barcelona an dieser Ausgeglichenheit etwas ändert.

Auf dem Circuit de Catalunya werden die Teams vom 25. bis 28. Februar ihre Karten aufdecken müssen. Danach haben sie vor dem ersten Grand Prix am 14. März in Bahrain keine Chancen mehr, unter wettbewerbsähnlichen Bedingungen Aufschlüsse über ihre wahre Stärke und Rückschlüsse über das Potenzial der Konkurrenz zu erhalten. Deshalb werden in Barcelona die meisten mit weiterentwickelten Rennwagen antreten.

Sutil überrascht im Force India

Das überwiegend schlechte Wetter in Jerez machte den Fahrern und Ingenieuren einen dicken Strich durch die Rechnung. Bei viel Regen statt Sonne satt ließ sich die in der Wüste von Sachir zu erwartende Hitzeschlacht beim Saisonauftakt Mitte März nicht simulieren. "Schade, dass das Wetter so schlecht war", sagte Vettel. Deshalb habe sein Red-Bull-Team viel Zeit verloren und nicht die Sachen testen können, die geplant gewesen seien. Trotzdem lief es für den Vize-Champion gut: Vettel fuhr zum Auftakt am Mittwoch Bestzeit und war am Donnerstag als Drittschnellster bester Deutscher. Sein australischer Teamkollege Mark Webber dominierte am Freitag. Button bewies mit der überlegenen Gesamtbestzeit am Samstag bei den besten äußeren Bedingungen, dass mit ihm im Titelrennen auch nach seinem Wechsel zu McLaren-Mercedes wieder zu rechnen ist.

Nach der dritten Test-Einheit kristallisiert sich heraus, dass die WM-Entscheidung wohl zwischen Ferrari, Red Bull, McLaren-Mercedes und Mercedes Grand Prix fallen wird. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher spulte fleißig Runden ab und zählt mit seinen bislang insgesamt 2.250 Kilometern zu den eifrigsten Testern. Der 41 Jahre alte Rückkehrer hat ein gutes Gefühl und bezeichnete den neuen Silberpfeil "als Siegauto". Teamkollege Nico Rosberg, zum Abschluss Fünfter, sprach von einem sehr guten Test: "Wir haben gute Fortschritte bei unserer Abstimmung gemacht und eine Menge gelernt."

Die Überraschung des deutschen Fahrer-Sextetts war Adrian Sutil. Er war immer gut dabei, was für die Qualität seines Force India spricht. Formel-1-Frischling Nico Hülkenberg hinterließ im Williams-Cosworth einen ordentlichen Eindruck. Dagegen stehen Timo Glock nach seinem Wechsel zu Virgin Racing schwere Zeiten bevor. "Diese Saison wird hart. Aber das war uns von Anfang an klar", sagte der Ex-Toyota-Fahrer, der wegen technischer Probleme an der Hydraulik kaum zum Fahren kam.

BVB - Hannover 96 4:1

4:1 auf neuem Rasen gegen Hannover - BVB meldet sich eindrucksvoll zurück

[20.02.] Borussia Dortmund ist der erhoffte Befreiungsschlag gelungen! Am 23. Spieltag gewann der BVB gegen Hannover 96 mit 4:1 (1:0) und stabilisierte durch den Erfolg seine Position als Tabellenfünfter der Fußball-Bundesliga.

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Es berichtet Johannes Vorspohl

Vor 73.700 Zuschauern im SIGNAL IDUNA PARK war Borussia Dortmund von der ersten Minute an das bessere Team und ging kurz vor dem Seitenwechsel durch das zweite Saisontor von Subotic verdient in Führung (43.). Ein Eigentor von Eggimann in der 60. Minute brachte die Vorentscheidung, zumal der eingewechselte Valdez in der 77. Minute auf 3:0 erhöhte. Der Anschlusstreffer von Koné blieb bedeutungslos (81.). Großkreutz beseitigte mit seinem Treffer zum 4:1 auch die letzten Zweifel am verdienten Dortmunder Sieg (88.).

Ausgangslage:
Trotz der drei Niederlagen gegen Stuttgart, Frankfurt und München belegte der BVB weiterhin Rang fünf und hatte mit 36 Zählern mehr als doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie der Tabellensechzehnte Hannover 96 (17). Die sieben auswärts gewonnenen Punkte der Niedersachsen wurden nur von Berlin (vier) unterboten. Nach sieben verlorenen Spielen in Folge schwebte Hannover in akuter Abstiegsnot.


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Roman Weidenfeller
Personalien:
Borussia Dortmund musste weiterhin auf Kehl, Tinga, Feulner und Rangelov verzichten. Valdez stand nach einer Gelbsperre wieder im Kader. Weidenfeller (Foto) kehrte nach überstandener Verletzung für Ziegler ins Tor der Borussen zurück. Der Wechsel zwischen den Pfosten war im Vergleich zum starken Auftritt der Mannschaft in München die einzige Änderung in der Startelf. Bei Hannover fehlten zehn Akteure, darunter Leistungsträger wie Vinicius, Forssell, Bruggink, Haggui, Cherundolo, Rosenthal und Ya Konan.

Taktik:
Seit dem neunten Spieltag agiert der BVB aus einer 4-2-3-1-Grundordnung heraus, an der Jürgen Klopp auch im Duell mit Hannover festhielt. Die von Mirko Slomka trainierten Gäste traten ebenfalls in einem 4-2-3-1 an, interpretierten das System aber äußerst flexibel. Schlaudraff rückte mit zunehmender Spieldauer immer öfter aus dem Mittelfeld zu Koné in den Sturm.

Direkt nach Abpfiff die ganze erste Halbzeit sehen, kurz danach die zweite.
Am Abend folgen Spielbericht und Interviews - alles auf meinBVB.de

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Der agile Lucas Barrios brachte Hannovers Defensive oft in große Bedrängnis.
Spielverlauf & Analyse:
Auf dem frisch verlegten Rasen im SIGNAL IDUNA PARK sahen die Zuschauer, wie der BVB aus einer kompakten Ordnung mit jeder Minute besser ins Spiel fand. Die Kombinationen waren messerscharf und rissen Lücken in Hannovers Defensivverbund. Keine sieben Minuten waren gespielt, als Barrios nach Pass von Kuba im Strafraum gegen Fromlowitz vergab. In der 11. Minute stand der argentinische Goalgetter erneut im Fokus, als er nach Vorlage von Zidan nicht über den Ball kam und das Leder aus vier Metern über das Tor der Gäste köpfte - eine Riesenchance!

Der BVB war in dieser Phase klar spielbestimmend und brachte Hannover immer wieder in Bedrängnis. Erneut Barrios (12.) und Zidan nach einer Traumkombination (14.) konnten aber weitere gute Möglichkeiten nicht nutzen. Auch ein Schuss von Sahin aus rund 25 Metern fand nicht den Weg ins Tor (18.). Von Hannover war bis auf einen harmlosen Distanzschuss nichts zu sehen.

Nach rund 25 Minuten verflachte die Partie. Der BVB hatte zwar weiterhin mehr Ballbesitz als die defensiven Gäste, fand aber offensiv kaum noch die Mittel, sich entscheidend in Szene zu setzen. Zudem erschwerten einige unnötige Ballverluste im Mittelfeld den Spielaufbau. Bitter: Der agile Barrios sah nach einem Foul gegen Schulz in der 37. Minute seine fünfte Gelbe Karte und wird am kommenden Freitag im Derby gegen Schalke fehlen.

Sahin läutete mit einem Distanzschuss die Schlussoffensive ein (40.). Mit einer Riesentat bewahrte Fromlowitz sein Team drei Minuten später noch vor dem Rückstand, als er den Ball vor dem einschussbereiten Kuba ins Toraus beförderte. Doch in der sich anschließenden Szene war auch Hannovers Torwart machtlos. Die von Sahin getretene Ecke drückte Subotic aus fünf Metern zum 1:0 über die Torlinie (43.). Der Innenverteidiger bejubelte sein zweites Saisontor, indem er seine frisch gestutzte Haarpracht streichelte. Die Führung hatte er allerdings mit der linken Schulter erzielt - sie war hochverdient.

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Die Botschaft der Südtribüne war eindeutig. Erneut bot Hummels eine erstklassige Leistung.
Nach dem Seitenwechsel dominierten die Borussen weiterhin das Spielgeschehen, fanden aber noch nicht zu zwingenden Aktionen. Die Gäste aus Hannover, die bis zu diesem Zeitpunkt des Spiels in der Offensive fast ausnahmslos durch Abwesenheit geglänzt hatten, wurden etwas munterer. Subotic verschätzte sich bei einem Befreiungsschlag, der Ball kam zu Schlaudraff, der mit Tempo in den Dortmunder Strafraum eindrang. Dort hatte Weidenfeller aufgepasst und schnappte sich das Leder (57.). Zwei Minuten später probierte es Ex-Nationalspieler Schlaudraff mit einem Distanzschuss, der knapp am linken oberen Toreck vorbei strich.

Die Antwort der Borussen folgte postwendend. Zidan brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld hoch in den Strafraum. Dort stieg Owomoyela hoch zum Kopfball, das Leder flog auf das Haupt von Eggimann und von dort zum 2:0 ins Tor (60.). Auch wenn im Stadion Owomoyela als Torschütze verkündet wurde, wird der Treffer als Eigentor von Eggimann in die Annalen der Fußball-Bundesliga eingehen. Subotic´ Treffer mit der Schulter in der ersten Halbzeit eingerechnet, war es Hannovers zwölftes Kopfballgegentor in der laufenden Saison - Ligahöchstwert!

Der BVB hatte gegen die verunsicherten Gäste nun leichtes Spiel und versuchte nachzulegen. Nachdem Subotic (71.) sowie Kuba und Hummels (77.) noch knapp am dritten Treffer gescheitert waren, schlug der eingewechselte Valdez eiskalt zu. Eine tolle Vorarbeit von Owomoyela vollendete der Stürmer mit seinem vierten Saisontor zum 3:0 (77.).

Der 3:1-Anschlusstreffer von Koné in der 81. Minute nach einem Stellungsfehler in der BVB-Abwehr blieb bedeutungslos. Der BVB nutzte weiterhin konsequent die Lücken in Hannovers Abwehr, Großkreutz vertrieb mit seinem Treffer zum 4:1 nach toller Vorarbeit von Hummels jegliche Zweifel am verdienten Dortmunder Sieg (88.).

Ausblick:
In sechs Tagen ist Derby-Zeit: Am Freitag (26.02., Anstoß 20.30 Uhr) tritt Borussia Dortmund beim FC Schalke an. Ein nicht minder interessantes Duell erwartet die Zuschauer acht Tage später (Samstag, 06.03, Anstoß 18.30 Uhr), wenn es zwischen Borussia Dortmund und Mönchengladbach zu einem echten Bundesliga-Klassiker im SIGNAL IDUNA PARK kommt.

Quelle

Ergebnisse des 23. Spieltages

Nürnberg - Bayern München 1:1
1. FC Köln - Stuttgart 1:5
Freiburg - Hertha 0:3
Wolfsburg - Schalke 1:2
Bremen - Leverkusen 2:2
Dortmund - Hannover 4:1
Hamburg - Frankfurt 0:0
Mainz 05 - Bochum 0:0
Hoffenheim - Mönchengladbach 2:2

Erkenntnisse dieser Woche

Montag, 15. Februar 2010

Ich habe mir am Wochenende eine Mappe zusammengestellt, in welcher sich Quellentexte zum Schreiben befinden. Sofern ich Entwürfe schreiben möchte, kann ich dies nun im Zug oder im Büro tun - ich kann die Entscheidung also selbst treffen.

Dienstag, 16. Februar 2010

Nein, mit Karneval habe ich nichts zu tun. Und darüber bin ich auch sehr froh.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Die Idee mit der Mappe zum Schreiben scheint ganz gut zu funktionieren. Ich muss halt nur schauen, dass diese immer ausreichend gefüllt ist.

Donnerstag 18. Februar 2010

Beim Winterwetter kann es immer passieren, dass es draußen auch mal glatt wird. Das war heute Morgen definitiv der Fall. Es war sogar so glatt, dass ich ausgerutscht bin. Wie immer war es Zeit zum Bahnhof zu kommen. Natürlich habe ich aufgepasst und bin vorsichtig gegangen. Nur in dem winzigen Moment dann aber doch nicht. Das Ausrutschen konnte ich nicht mehr verhindern, nur dass ich nicht komplett gefallen bin. Ich musste mich dann erst einmal orientieren und hab es gerade noch so geschafft meinen Zug zu erwischen. Später im Büro habe ich mich auch noch am Papier geschnitten.

Freitag, 19. Februar 2010

Manchmal ist viel eben nicht genug.

Haben Sie das schon von der Ela gehört?


Die Ela war im Kino! Im Kino? Ja, im Kino! Durch meine Aufräumaktion habe ich meine kleine Sammlung von Kinokarten wiedergefunden. Ich hatte schon befürchtet, dass der letzte Film, den ich im Kino gesehen habe, "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" im Dezember 2003 gewesen ist. Aber ist dann doch "Sakrileg" im Mai 2006 (?) gewesen - sofern meine Sammlung vollständig ist.

Dieser Post soll nun kein jammernder und bemitleidenswerter Post darüber sein, was ich alles nicht im Kino gesehen habe. Stattdessen möchte ich erst einmal berichten, welchen Film ich am 12. Januar gesehen habe:
Haben Sie das schon von den Morgans gehört?

Eine romantische Kinokomödie mit Sarah Jessica Parker und Hugh Grant in den Hauptrollen. Die TV Movie schrieb hierzu:
Beim hippen Vorzeige-Ehepaar Paul und Meryl kriselts gewaltig. Doch die bevorstehende Scheidung ist schon bald das geringste Problem. Denn zufällig wird das Paar Zeuge eines Mordes. Zu ihrem Schutz schickt das FBI die Großstädter ins Winzkaff Wyoming - ein Desaster für die eingefleischten New Yorker! Ohne Luxus, Handys und Job-Stress kommen sich Paul und Meryl jedoch unerwartet wieder näher ...

Mir hat der Film gut gefallen, allerdings fehlte mir das gewisse Etwas. Meiner Meinung nach hätte man vielleicht aus dem einen oder anderen Charakter noch mehr machen können. Von der Story her konnte man schon ungefähr erahnen, wie es ausgehen würde. Aber was wäre auch ein Hollywood-Film ohne Happy End!?



Listen

Ein gutes Beispiel dafür, dass Getting Things Done auch etwas mit Gewohnheiten ändern und Ansichten ändern zu tun hat, sind Listen.

David Allen meint, wenn er von "Listen" spricht, nach wie vor nichts weiter als eine Zusammenstellung von Positionen, die irgendetwas gemeinsam haben.

Nachdem ich mit GTD angefangen hatte, ergaben sich lange Listen. Dies fand ich zunächst sehr erschreckend, weil sie sofort die Frage nach sich zogen "Wann soll ich das denn alles machen?" Das dürfte auch der Grund gewesen sein, warum ich - wenn überhaupt - immer nur Listen geschrieben habe, auf denen sich einige Punkte befanden; gerade so viel "dass man das auch schaffen konnte".

Wenn man allerdings seinen Blickwinkel ändert, indem man Listen nicht mehr als Verpflichtung ansieht komplett erledigt zu werden, sondern stattdessen als eine Übersicht dessen, was man noch tun möchte, bekommen Listen eine ganz andere Bedeutung.

Bei GTD geht es darum, all seine Verpflichtungen aus dem Kopf zu bekommen und in einem verlässlichen System unterzubringen. Listen halten das fest, was ich noch tun möchte - mein Unterbewusstsein muss mich also nicht ständig daran erinnern. Für mich bieten Listen eine Auswahl dessen, was ich noch machen möchte. Je nach verfügbarer Zeit und verfügbarer Energie suche ich mir das aus, was ich in dem Moment erledigen möchte. Ich habe es mir abgewöhnt, Positionen auf einer Liste nach Prioritäten zu ordnen. Ich habe festgestellt, dass dies für mich nicht funktioniert.
Ein weiterer Vorteil ist, dass ich keine Zeit und Energie dafür verwenden muss, um nach einem entsprechenden To Do zu suchen.

Im Warum-Blog fand ich dazu einen passenden Eintrag "Todo-Listen sagen mir, was ich gerade nicht tun muss", welcher mit den Worten endet:

"Es geht nicht darum, alles zu erledigen, sondern zu wissen, was man gerade nicht erledigt und sich dabei gut zu fühlen!"

Wie man schnell Texte schreibt

Auf imgriff.com fand ich den Artikel "Schnell schreiben - so geht´s". In diesem Artikel wird auf einen weiteren Artikel von Dustin Wax verwiesen, der für den Blog Lifehack.org schreibt.

Um einen Text innerhalb kürzester Zeit schreiben zu können, ist es am wichtigsten, seinen "inneren Lektor" zu ignorieren. Der nämlich will permanent diesen Tippfehler und jenes plump gewählte Wort korrigieren und behindert so den Schreibfluss. Zunächst kommt es darauf an, einen Text roh runterschreiben, danach erst kommt der Feinschliff.

Dies und auch die aufgeführten Tipps von Herrn Wax machen deutlich, dass das ganze eigentlich hauptsächlich eine Sache der Einstellung ist. Es gibt also keinen Grund sich mit allem so schwer zu tun.

Ich habe schon sehr oft interessante Sachen in den weiten Welten des Internets gefunden. Vieles hätte ich auch sofort posten können. Allerdings hat mich dann doch etwas davon abgehalten und es ist beim Setzen des Lesezeichens geblieben. So passiert es recht schnell, dass sich einiges ansammelt. Aber damit ist jetzt Schluß!

Schaut man sich die sechs Tipps an, stellt man fest, dass man das eine oder andere auch schon anwendet:

1. Einen Plan haben

Es ist nie verkehrt zu wissen, was man eigentlich will.

2. Ein Formular haben

Ich verstehe Dustin so, dass man für viele wiederkehrende Texte eine Art selbst erstelltes Schema verwenden kann.

3. Nicht Anhalten wegen Unwissenheit

Wenn einem ein Begriff oder ein Name in dem entsprechenden Moment nicht einfallen will und man diesen erst nachschauen muss, soll man deswegen seinen Text nicht unterbrechen. Stattdessen könnte man eine Beschreibung in eckige Klammern setzen. Sobald man seinen Text fertig hat und diesen durchsieht, kann man anschließend das Gesuchte nachschauen.

4. Nicht ablenken lassen

5. Einen Timer setzen

Das hört sich für mich zunächst nach "Das brauche ich nicht" an. Allerdings ist die Idee gar nicht mal so schlecht. Erinnert mich an die Pomodoro Methode. Mal schauen, ob dies auch im Bereich Schreiben funktioniert.

6. Tools nutzen, die man kennt

... und die einem vertraut sind. Später ist immer noch genug Zeit, um etwas neues auszuprobieren.

Testfahrten in Jerez

Button hängt Rosberg ab

Nico Rosberg hat zum Abschluss der viertägigen Testfahrten in Jerez den 5. Platz belegt. Der Mercedes-Pilot war damit 1,1 Sekunden langsamer als Weltmeister Jenson Button im McLaren. Der Brite holte seine erste Bestzeit. "Wir hatten einen sehr positiven Tag und sind viele wertvolle Kilometer gefahren. Das war ein großartiger Abschluss des Tests. Wir haben viel gelernt, das für unsere Vorbereitung auf den letzten Test in Barcelona nützlich sein wird", sagte der Teamkollege von Michael Schumacher. Neben Rosberg waren auch noch Nico Hülkenberg und Timo Glock im Einsatz.

Williams-Pilot Hülkenberg landete auf Rang 9, fuhr mit 137 Runden aber fast zwei komplette Renndistanzen. Glock schaffte wegen Hydraulikproblemen an seinem Virgin dagegen nur 28 Runden und wurde Vorletzter.

1. Testtag in Jerez

2. Testag in Jerez

3. Testtag in Jerez

4. Testtag in Jerez

Freitag, 19. Februar 2010

Kehrt Jacques Villeneuve zurück?

2010 mit 5 Weltmeistern - Stefanovic bestätigt Kontakt

19.02.10
Jacques Villeneuve steht vor einem Comeback in der Formel 1. Laut übereinstimmenden Medienberichten ist sich der Kanadier mit dem Team Stefan GP des Geschäftsmanns Zoran Stefanovic über einen Vertrag als Fahrer einig. Dabei hat der Rennstall noch gar keinen Startplatz für die neue Saison. Stefanovic bestätigte, dass das Team kurz vor der Verpflichtung des Kanadiers stehe. "Wir sind sehr nah an einem Vertrag mit Jacques Villeneuve", so der Serbe zu 'Autosport'.

Möglicherweise rückt das Team noch nachträglich in das Starterfeld. Denn noch immer - selbst drei Wochen vor dem Auftakt in Bahrain - ist nicht klar, mit wie vielen und vor allem mit welchen Teams die Formel 1 in die Saison startet. Auf dem Papier steht geschrieben, dass die FIA 13 Rennställe bestätigt hat. Doch um zwei Teams ranken sich wilde Gerüchte: USF1 und Campos Meta. Den beiden Rennschmieden fehlt schlichtweg das Geld, Campos hat noch nicht einmal ansatzweise ein rennfähiges Auto entwickelt. Auch USF1 will angeblich erst beim 5. Rennen, dem Europa-Auftakt in Barcelona, erstmals an den Start gehen.

Stefan GP ist sich aber sehr sicher, in drei Wochen in Manama an den Start gehen zu dürfen und zu können. Geschäftsmann Stefanovic hat mehr oder minder das komplette Toyota-Equipment und -Team übernommen und schon einen 12 Meter langen Container nach Bahrain verschifft. Für den 25. Februar plant Stefan GP die Präsentation des Autos, dem Stefan S-01. Anschließend sind dreitägige Testfahrten in Portimao geplant. Und das Fahrer-Duo steht nun auch fest. Neben Villeneuve soll Kazuki Nakajima schon länger die Zusicherung haben, für Stefan GP zu fahren. Stefanovic bestätigte jedenfalls, dass einer seiner beiden Fahrer ein Japaner ist.

Villeneuve sticht Schumi II aus

Sollte der 38-jährige Villeneuve wirklich in die Formel 1 zurückkehren, wäre er der fünfte Weltmeister im Fahrerfeld. Neben Titelverteidiger Jenson Button, Lewis Hamilton und Fernando Alonso wird auch Rekordchampion Michael Schumacher nach drei Jahren Pause bei Mercedes in den Grand-Prix-Zirkus zurückkehren. Brisanz pur: Villeneuve hatte 1997 gegen Schumacher den Titel geholt. Die Formel-1-Fans würde die Rückkehr des Schumi-Feindes sicherlich freuen.

Nur bei einem wird keine Freude ausbrechen: Ralf Schumacher. Der Deutsche war vor kurzem mit Stefan GP in Verbindung gebracht worden. Nun scheint er von Villeneuve ausgestochen worden zu sein. Keine schöne Niederlage – schließlich versuchte sich Villeneuve zuletzt relativ erfolglos in der NASCAR-Serie in den USA. Dass er an eine Rückkehr in die 'Königsklasse' glaubt, gab er in einem Interview zu. "Das wäre eine großartige Gelegenheit. So wie das Team angeblich von Bernie Ecclestone unterstützt wird, muss man davon ausgehen, dass sie es in die Startaufstellung schaffen", sagte der 38-Jährige zu 'auto motor und sport'. "Mit dem Material von Toyota könnten sie das beste neue Team werden", so der Kanadier weiter.

Donnerstag, 18. Februar 2010

Barrichello mit Bestzeit - Vettel Dritter

Barrichello mit Bestzeit - Vettel Dritter

18.02.10
Sebastian Vettel hat am zweiten Tag der Testfahrten in Jerez de la Frontera die drittbeste Zeit erzielt. Der Vizeweltmeister benötigte am Donnerstag für seine schnellste Runde auf dem 4,428 Kilometer langen Kurs 1:28,162 Minuten. Erneut machten den insgesamt zwölf Fahrern die wechselnden Witterungsbedingungen mit reichlich Regen zu schaffen. Am Mittwoch hatte Vettel fast sechs Sekunden weniger benötigt. Der Niederschlag in Andalusien bremste aber nicht nur den Red-Bull-Piloten. Auch der Tagesschnellste, Rubens Barrichello aus Brasilien, war im Williams in 1:27,577 Minuten deutlich langsamer als Vettel am Vortag.

Auf Rang 2 in der Zeitentabelle landete am zweiten der vier Testtage in Jerez der Russe Vitali Petrov im Renault. Nico Rosberg wurde im Mercedes Vierter vor Ferrari-Fahrer Felipe Massa aus Brasilien. "Es war sehr schwierig und frustrierend wegen des Wetters", sagte Rosberg, dessen Mercedes-Teamkollege Michael Schumacher am Freitag wieder auf die Strecke gehen wird: "Wir können derzeit einfach nicht so viel lernen wie wir es auf einer trockenen Strecke könnten. Aber es sind eben für alle dieselben Bedingungen, und wir hoffen, dass wir uns in den nächsten Tagen etwas verbessern können."

Timo Glock kam im Auto des neuen Virgin-Teams auf Platz 8, Ex-Weltmeister Lewis Hamilton aus England im McLaren-Mercedes auf den 10. Rang.

Auch abseits der Strecke läuft bei Virgin noch nicht alles glatt. Den Vertrag mit dem portugiesischen Testfahrer Alvaro Parente löste Glocks Team auf, nachdem ein geplanter Sponsorenvertrag mit dem portugiesischen Tourismus-Institut nicht zustande gekommen war. Als Ersatzfahrer hinter Glock und Lucas di Grassi steht jetzt noch der Brasilianer Luiz Razia zur Verfügung.

Eine Schrecksekunde durchlebte Heikki Kovalainen: Der Finne war am frühen Nachmittag von der Strecke abgekommen und heftig in die Barrieren gekracht. So konnte er im Lotus auch nur 30 Runden drehen und wurde am Ende Letzter des Zeittableaus.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Zweite Technik: Tagebuch

Sie schreiben nun also jeden Tag Ihre Morgenseiten, aber natürlich werden Sie noch viel öfter zur Feder greifen als nur in der Früh. Den ganzen Tag über schreiben Sie absolut jedes Mal, wenn Sie essen - und auch immer, wenn Sie Lust auf etwas zu essen bekommen. Es geht bei dieser Technik nicht darum, ein Urteil zu fällen. Es geht um Exaktheit.

Viele Leute wissen nicht genau, was sie an einem bestimmten Tag zu sich nehmen. Wir fühlen uns entmutigt, weil wir zunehmen, obwohl wir uns so anstrengen, an Gewicht zu verlieren.

Führen wir ein Tagebuch, bleibt in unserem Leben kein Raum für Ratespiele und Wunschdenken mehr. Wir haben stattdessen Fakten vor uns: Wir wissen, was wir gegessen haben. Und sobald wir das Tagebuch immer sinnvoller zu handhaben verstehen, wird uns auch klar, aus welchem Grund wir etwas Bestimmtes gegessen haben.

So ein Tagebuch ist einfach und klar. Sie notieren darin nun also jeden Happen, den sie zu sich genommen haben. Und Sie schreiben auf, was sie empfunden haben, als sie sich versucht fühlten etwas zu essen.

Sehr oft werden Sie feststellen, dass Sie essen, anstatt etwas Kreatives zu tun.

Es muss gar nichts Großartiges sein. Es kann sich um etwas so simples handeln, wie das Zimmer aufräumen. Aber es kann natürlich auch etwas komplizierteres sein, wie zum Beispiel ein schwieriges Telefonat, das man führen muss.

Egal worum es sich handelt: Sie werden sicher oft feststellen, dass Sie essen, um sich Ihre Klarheit zu trüben und Ihr Handeln zu unterbringen.

Wer könnte, wenn der Blutzuckerspiegel in die Höhe geschossen ist und man regelrecht high ist, schon noch genau sagen, was als Nächstes zu tun ist?

Wie oft hat ein dickes Eis schon eine Handlung in Ihrem Leben ersetzt?

Abnehmen ist ein Prozess. Am besten verläuft er allmählich und sanft - und zwar so sanft, dass er kaum wahrnehmbar ist. Eines Tages sind wir dann "plötzlich" schlanker. Unsere Kleidung sitzt lockerer. Wir haben mehr Energie. Wir fühlen uns authentischer.

Wir haben abgenommen - wir haben es nach wiederholten, erfolglosen Versuchen nun wirklich geschafft. Wir haben schließlich den richtigen Dreh gefunden, der uns hilft, unsere überflüssigen Pfunde loszuwerden. Der Dreh, der bei mir und meinen Studenten den besten Erfolg zeigt, basiert auf Worten.

Zwischen einen Fressanfall und uns stellen wir Worte.
Wir geben unserem Gefühlschaos Worten.
Wir benennen unsere innere Landschaft.
Und dieser Prozess einer exakten Selbstdefinition ist spannend!

Dazu führen wir nun also ein Tagebuch, das allerdings erheblich mehr enthält als nur unsere Essgewohnheiten - oder unseren Kampf, eben nichts zu essen. Beim ersten Anzeichen einer Snack-Attacke wenden wir uns den Seiten zu. Den Stift in der Hand erkunden wir unsere beunruhigenden Gelüste. "Ich will etwas essen", schreiben wir auf das Blatt. Und dann schreiben wir weiter. Es hagelt die Offenbarungen nur so aufs Papier. Egal wann wir essen wollen und was, wir halten es schriftlich fest.

"Ich will etwas essen" übersetzt sich bald zu etwas konkreterem. Zum Beispiel: "Ich habe gerade an John gedacht, und da wollte ich meine Verlustgefühle zustopfen. Mir fehlt John noch immer." Oder: "Dieser neue Job ist aufregend, aber ich stehe so im Rampenlicht, dass ih das ein bisschen bedrohlich finde."

Wenn wir die Schatten, die auf unsere innere Landschaft fallen, zulassen, verlieren sie die Macht, uns Angst einzujagen oder zu sabotieren. Wir können dann damit leben, dass John uns fehlt. Wir können auch mit dem Stress in unserem neuen Job leben - und zwar ohne uns ein dickes Eis zu genehmigen.

Nicht alle Gefühle, die uns zur Keksdose greifen lassen, sind negativ. Manchmal bringen uns auch gute Nachrichten total durcheinander.

Stress fördert Essen als eine Art der Selbstverteidigung, und dieser Stress kann durch etwas Neues, Positives im Leben kommen, jedoch auch durch Altes, Negatives. Uns "fehlt" John ja vielleicht noch immer, aber es ist ebenso wahrscheinlich, dass unser neuer, anspruchsvoller Job uns nervös macht und dass die Nerven dann eine Snack-Attacke auslösen.

Sehen wir uns mit Selbstsabotage konfrontiert, würden wir alle am liebsten losheulen, aber wir können auch etwas erheblich Produktiveres tun: Wir können schreiben. Gleich früh am Morgen können wir unsere Morgenseiten verfassen. Mittags können wir anstatt nach einem gewaltigen Mittagessen zu unserem Tagebuch greifen und darin die Ereignisse und Gefühle festhalten, die sich an diesem Tag bislang eingestellt haben.

Auch wenn sich das Tagebuchschreiben anfangs fremd und irgendwie aufdringlich anfühlt, wird es bald zu einer natürlichen und unverzichtbaren Quelle, die uns Mut macht; außerdem avanciert das Tagebuch zu unserem ständigen Begleiter.

Für mich selbst wurde mein Tagebuch zu meinem ständigen Begleiter, zu meinem besten Freund, dem ich meine intimsten Gedanken anvertraute - vor allem, wenn ich beruflich unterwegs war. Wenn ich zu meinem Tagebuch griff anstatt nach etwas Essbarem, stellte ich fest, dass ich über eine enorme Gefühlspalette verfügte, die ich zuvor nicht gewürdigt hatte.

Ich kam zu dem Schluss, dass ich mich auf Lesereisen mittags überesse, weil ich oft gelangweilt bin wegen der immer neuen Hotelzimmer und weil mir der Tag "zu lang" vorkommt. Indem ich meine Gefühle in das Tagebuch schrieb, wurde mir bewusst, dass mir ein wirklich gutes Buch als Gegenmittel gegen meine Melancholie zur Mittagszeit helfen könnte. Ich las etwas Köstliche, anstatt es zu essen. Ich konnte es kaum erwarten, jeden Tag ein Stück weiterzulesen. Ich kam zu dem Schluss, dass mein Appetit auf Worte größer war als mein Hunger auf üppiges Mittagessen. Das Tagebuchschreiben lehrte mich, dass ich aus Langeweilge zum Essen griff: Wenn ich nicht gelangweilt war, hatte ich auch keinen Hunger.

Für viele ist das Tagebuch ein erster Schritt in Richtung Abenteuer. Wenn wir unsere Gedanken und Wahrnehmungen aufzeichnen, stellen wir fest, dass wir viel interessanter sind, als wir gemeint haben. Sobald wir erkennen, dass jeder Tag voll von winzig kleinen Situationen ist, die uns vor die Wahl stellen, wir wir handeln wollen, reagieren wir auf das Leben eher in der Art und Weise, wie wir uns das selbst wünschen, und nicht mehr als unglückselige Opfer.

Erste Technik: Morgenseiten (3)

Alan begann mit seinen Morgenseiten, als er einen Kurs zum Thema "Der Weg des Künstlers" belegte. Zwölf Wochen lang schrieb er jeden Morgen und beobachtete mit gewisser Erfurcht, wie sich sein normales Leben veränderte. Viele Jahre lang hatte er davon geträumt, als Dramaturg zu arbeiten. Aufgrund der drängenden Morgenseiten versuchte er sich nun an ein paar kurzen Monologen - um sie dann mit großem Erfolg öffentlich vorzulesen.

Nun würde man annehmen, dass Alan bei einem derartigen Erfolg sicher an seiner neuen Errungenschaft festhalten würde. Doch weit gefehlt, als der Kurs zu Ende war, gab Alan seine Morgenseiten auf.

Doch mit den Morgenseiten gab Alan auch sich selbst auf. Er hörte nicht länger auf die Anleitung, die aus ihnen kam, sondern nahm einen neuen einflussreichen Job in einem Bereich an, den er nicht sonderlich schätzte. Das Einzige, was ihm daran gefiel, war eigentlich das Gehalt.

Frustriert und etwas beschämt, fing Alan an, mehr zu essen, als ihm guttat. Er hatte einen ständigen Vorrat an Snacks in seiner Schreibtischschublade im Büro, und immer wenn sein Gewissen an ihm nagte, griff er nach etwas zum Naschen.

Bevor ihm klar wurde, was da eigentlich lief, hatte Alan bereits fünfundzwanzig Pfund mehr auf den Rippen. Er war schon immer ein bulliger Typ gewesen, aber jetzt war er ein Brocken. Als Alan und ich uns über den Weg liefen, schlug ich ihm vor, seine Morgenseiten wieder aufzunehmen; vielleicht könnte er damit ja herausfinden, was ihn auffraß und weshalb er die Notwendigkeit empfand, sich zu überessen.

"Ich weiß nicht, warum ich je damit aufgehört habe", antwortete Alan rasch. Innerhalb von nur drei Wochen, als er sich wieder seinen Morgenseiten widmete, bekam er seine Essgewohnheiten wieder in den Griff. Er hörte auf, seine Schreibtischschublade zu einer Art Außenstelle seines Kühlschranks zu machen. "Ich hasse diesen Job wirklich", gab er zu. "Ich glaube, ich habe mich selbst verkauft, als ich ihn angenommen habe." Auf Drängen seiner Morgenseiten reichte Alan seine Kündigung ein; er war entschlossen, sich eine neue Stelle zu suchen, die mit seinem Wertesystem besser in Einklang stand. Er fing auch wieder an zu schreiben, und erneut hatte seine Monologe Erfolg beim Publikum.

"Ich glaube, ich habe den Dreh jetzt raus", sagte Alan bescheiden zu mir. Ich schlug ihm vor, sich einen neuen Job zu suchen, der ihm genügend Energie ließ, um abends seinen schriftstellerischen Ambitionen nachgehen zu können.

Es dauerte nicht lang, und Alan bekam eine Stelle angeboten, die ihm perfekt zu sein schien. Er glaubte an die Firma und an ihre Ziele, und er stellte fest, dass ihn die Arbeit nicht stresste oder auslaugte wie in dem üblen Job zuvor, denn er arbeitete ja in Einklang mit seinen eigenen Wertvorstellungen. Da er in keine Interessenkonflikte geriet, kam Alan zu dem Schluss, dass er durchaus beides konnte: untertags im Büro arbeiten und abends schreiben.

Es sollte nicht lang dauern, bis er dann den Mut hatte, sich an ein ganzes Theaterstück zu wagen - ein langjähriger Traum. "Ich glaube, ich habe meine Lektion gelernt", sagt Alan jetzt. "Ich brauche die Ehrlichkeit und die Selbstreflektion, die die Morgenseiten mir liefern."

"Ich bin kein spiritueller Mensch, aber wie mir scheint, lebe ich jetzt mehr nach spirituellen Gesichtspunkten. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass mir das so gefällt."

"Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass mir das so gefällt" ist vielleicht für viele von uns die Grundaussage bei ihrer Arbeit mit den Morgenseiten.

Wenn wir unsere Ängste, unseren Stress und unsere Frustration freisetzen, beginnt sich eine neue Gelassenheit einzustellen. Wir fühlen uns anders und sehen dann auch anders aus. "Was ist denn mit dir passiert", lautet ein Witz, "hast du dir das Gesicht liften lassen oder hattest du Sex?"

Wenn ich so vor meiner Lerngruppe stehe, sind die Wandlungen, die mit den Morgenseiten einhergehen, schon recht erstaunlich. Selbst nach fünfundzwanzig Jahren bin ich noch immer platt, wie sich Menschen unmittelbar vor meinen Augen verändern. Ich bezeichne diesen Prozess als "spirituelle Chiropraktik", denn die Veränderungen erfolgen in genau der notwendigen Richtigung.

Aus meiner Perspektive vorn im Unterrichtsraum ist der verbesserte Gesundheitszustand schnell ersichtlich. Und alles, was meine Studentinnen und Studenten tun ist: Schreiben.

Schreiben korrigiert. Aussichtslose Jobs werden gekündigt. Das Gleiche gilt für aussichtslose Beziehungen. Die Energie wird auf Neues, Produktiveres gelenkt. Träume, die zuerst nicht greifbar waren, liegen plötzlich im Bereich des Möglichen.

Je mehr sich unsere Blockaden lösen, desto mehr blüht unser Leben auf. Nur wenn wir mit uns selbst im Reinen sind, dann leben wir ein Leben, das zu uns passt.

Zu ihrer großen Überraschung fühlen die Menschen sich glücklich beim Schreiben. Sobald wir uns daran gewöhnt haben, ist Schreiben etwas ebenso Natürliches wie Atmen - und fast genauso lebensnotwendig.

Wenn wir unseren Stift über die Seite führen, richten wir den Fokus auf uns selbst. Lang gemiedene Gefühle werden uns vertraut. Die Wahrnehmung wird klarer. Begrenzungen werden aufgehoben. Geführt von unserer Hand - ohne eine jahrelange kostspielige Therapie -, durchbrechen wir ungesunde Verhaltensmuster und Abhängigkeiten. Wir werden wirklich wir selbst - und anderen gegenüber authentischer.

Die Morgenseiten sind ein Weg, um glücklich zu sein.

Und für viele Menschen drückt sich dieses Glück darin aus, dass sie Gewicht abnehmen.

Erste Technik: Morgenseiten (2)

Viele von uns meinen, dass wir beim Schreiben von Morgenseiten anscheinend in Kontakt mit einer Quelle der Weisheit gelangen, die größer ist als wir selbst. Antworten tauchen in unserem Bewusstsein auf, die erheblich klüger sind als unser individuelles Denkvermögen.

Aus diesem Grund bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Morgenseiten eine effiziente Form der Meditation sind - vor allem für die hyperaktiven Menschen im Westen. Die meisten von uns haben ihre Schwierigkeiten mit Meditation im konventionellen Stil. Es fällt uns sehr schwer, uns ruhig hinzusetzen und zwanzig Minuten lang nichts zu tun. Bei den Morgenseiten sitzen Sie ruhig da und tun trotzdem etwas. Dieses Etwas, das Bewegen der Hand über die Seite Papier, ist, was Meditierende als das Aufspüren von "Gedankenwolken" bezeichnen.
Wenn uns Gedanken durchs Bewusstsein gehen, halten wir sie auf den Seiten fest. Es ist seltsam, doch allein der Akt, unsere Anliegen niederzuschreiben, hilft uns schon, diesen Anliegen die richtige Perspektive zu geben.

Wir reduzieren unsere irrationalen Sorgen. Wir betonen unsere legitimen Anliegen. Die Morgenseiten sind ein Prozess des Auslotens. Wir bekommen zuerst auf der Seite und dann in unserem Leben die Dinge in den Griff. Mit den Morgenseiten als Verbündeten konfrontieren wir uns mit schwierigen Themen.

Einige von uns sehen sich plötzlich einem lang geahnten Alkoholproblem gegenüber. Andere geben zu, dass sie das Fernsehen wie ein Narkotium nutzen. Viele stellen fest, dass Essen ihr bevorzugtes Blockademittel ist.

Die Morgenseiten weisen uns die Richtung für unser Wachstum. Sie bringen uns uns selbst nah, und erst das erlaubt uns, echte Nähe mit anderen herzustellen.

Wenn wir bei unseren Seiten das Risiko eingehen, uns ehrlich zu äußern, fällt es und leichter, auch anderweitig ehrlicher zu sein.

Mehr Intensität und Bedeutung sind gängige Erfahrungen von Menschen, die sich entschließen, mit Morgenseiten zu arbeiten. Die Erfahrungist so ähnlich, wie wenn man sich verliebt - doch das Objekt unserer Zuneigung ist jetzt unser Selbst.

Wir werden für uns selbst interessant. Unsere Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen zählen plötzlich. Einen Tag nach dem anderen, Seite um Seite werden wir uns selbst vertrauter, und diese Intimität ist oft ebenso bedrohlich wie spannend. Die Morgenseiten lehren uns, was wir sind - und was uns nicht passt. Zeile für Zeile bringen sie uns unserem authentischen Selbst näher. Bei unseren Morgenseiten hören wir auf, uns zu verstecken. Wir kommen offen zum Vorschein - zumindest auf dem Papier.

"Ich würde wirklich gern einmal versuchen zu ..." schreiben wir. Und dann versuchen wir es! Lang aufgeschobene Träume realisieren sich Schritt für Schritt. Wir entdecken, während wir unsere Hand über die Seite führen, dass eine anderen Hand uns durch unser Leben leitet. Für viele sind die Morgenseiten somit eine spirituelle Erfahrung, wenn wir mit einer höheren Macht in Kontakt kommen.

Für viele Menschen ist dieses Obenaufsein etwas sehr Brüchiges. Wir sehnen uns nach Stabilität, aber wir wissen nicht, wie wir sie erlangen sollen. Die Morgenseiten können als erste effiziente Möglichkeit genutzt werden, uns dorthin zu geleiten. Wir kommen in Kontakt mit etwas, was wir als unseren inneren Mentor bezeichnen. Unser seiner Anleitung sind wir in der Lage, Stabilität zu erlangen, aber auch Risiken einzugehen.

Erste Technik: Morgenseiten (1)

Die erste Technik, wenn Sie sich schlank schreiben wollen, ist ein Verfahren, das ich schon viele Male unterrichtet habe. Es handelt sich dabei um die Grundtechnik schlechthin, um kreative Blockaden aufzulösen wie auch um eine langfristige Gewichtsabnahme zu erreichen.

Sie schreiben jeden Morgen drei Seiten, eine Übung, die ich als "Morgenseiten" bezeichne.

Diese Seiten müssen streng in Form eines Gedankenstroms verfasst sein - also keine "hohe Kunst". Sie lassen einfach Ihre Hand über das Papier gleiten und schreiben nieder, was Ihnen gerade durch den Kopf geht. Auch "Nicht-Gedanken" sind in Ordnung. Erwarten oder fordern Sie keinen Schreibstil von sich. Jeder Stil ist recht.

Lammentieren Sie, meckern Sie, schimpfen Sie, bringen Sie Ihre Sorgen zu Papier - oder feiern Sie. Bei den Morgenseiten können Sie gar keine Fehler machen.

Ihre Seiten hören sich vielleicht griesgrämig oder weinerlich an im Stil von "Ich bin schon wach und möglichte lieber noch zwei Stunden schlafen. Ich hasse meinen Job. Ich hasse meinen Chef. Ich hasse mein Leben, wie ich es momentan eingerichtet habe."

Ihre Seiten klingen vielleicht sorgenvoll und konfus. Vielleicht stellen Sie ja fest, dass Sie verärgert oder traurig sind. Das ist schon in Ordnung. Es ist wirklich in Ordnung.

Ihre Aufgabe besteht lediglich darin, zu Papier zu bringen, wie es gerade um sie steht.

Was Sie mir Ihren Seiten erreichen wollen, lässt sich in der Zwölf-Schritte-Terminologie als in "Fluss geraten" bezeichnen. Sie sind sich auf der Spur, um exakt festzustellen, was Sie empfinden und denken. Allein schon die Redewendung "in Fluss geraten" ist interessant. Weil wir nämlich genau das tun. Wir zapfen den Energiefluss in unserem Leben an, den Strom dessen, was und wer wir sind.

Wenn ich in Fluss gerate, fühle ich mich lebendiger. Ich weiß, wer ich bin, wovon ich mir mehr wünsche und wovon ich weniger brauche. Wenn ich meine Morgenseiten schreibe, zapfe ich eine kreative Energie an, die wie ein unterirdischer Fluss durch mein Leben strömt.

Eine der ersten Früchte, die die Morgenseiten abwerfen, ist ein Anstieg der Kreativität in vielerlei Hinsicht. Wohnungen werden gestrichen. Vorhänge werden aufgehängt. Längst überfällige Briefe werden geschrieben. Kunstformen, die uns abhanden gekommen sind oder die wir vergessen haben, kommen mit erhöhter Dringlichkeit wieder auf uns zu.

Die Morgenseiten werfen einen scharfen Blick auf unsere Tage. Sie helfen auch Prioritäten zu setzen. Schreiben wir unsere Morgenseiten, sehen wir, dass sich jeder Tag aus einer Fülle von Wahlmöglichkeiten zusammensetzt und dass wir über die große Freiheit verfügen, uns auszusuchen, wie wir leben wollen.

Die Morgenseiten machen uns bewusst, welche unserer Aktivitäten uns in eine Sackgasse führen und welche uns ein Gefühl von Gesundheit und Wohlbefinden vermitteln. Wie ein wohlmeinender Freund geben Sie uns einen Schubs in Richtung auf eine notwendige Veränderung hin.

Die Morgenseiten bringen uns in Kontakt mit unseren Gefühlen. Diese Gefühle werden oft zugestopft, unter dem Gewicht unserer geschäftigen Tage begraben, Tage, die von Arbeit erfüllt sind, von Beziehung und - ja - von Essen.

Zu oft haben wir an unsere Gefühle gerührt und sind dann zurückgezuckt, als hätten wir einen heißen Ofen berührt. Wir waren oft ärgerlich und hatten das Gefühl, dass unser Ärger tabu ist. Wir waren traurig und haben uns irgendeiner anspruchslosen Fernsehsendung zugewandt, um das Gefühl zu ignorieren. Und wir haben uns sogar dem Essen zugewandt, wenn wir uns gefreut haben. Jedes Intensive Gefühl kann einen Fressanfall auslösen.

Schreiben wir unsere Morgenseiten, lassen wir unser anspruchsloses Leben hinter uns. Einen Tag nach dem anderen, Seite um Seite werden wir anspruchsvoller, stellen wir uns auf unsere Gefühle ein.

Die Morgenseiten untersuchen alle unsere Beziehungen, nicht zuletzt unsere Beziehung zum Essen.

Die Morgenseiten fegen das Haus unseres Bewusstseins. Sie stochern in sämtlichen Winkeln unserer Gedanken herum. Sie sind ein Auffangbecken für viele kleine Einfälle, die dann größere Durchbrüche nach sich ziehen.
Man braucht Mut, um Morgenseiten zu schreiben, doch den bekommen wir durch die Seiten. In der Intimität unseres Tagebuchs geben wir unsere Geheimnisse preis. Und sobald sie enthüllt sind, verlieren sie die Macht, uns zu tyrannisieren.

Unser Stift ist das Skalpell, mit dem wir die psychischen Infektionen, die wir mir uns herumgeschleppt haben, aufschneiden.

Sobald wir ein Problem ins Visier nehmen, präsentieren uns unsere Seiten rasch auch Lösungen. Sie erinnern uns, dass wir nicht in der Falle sitzen. Wir haben stets die Wahl. Manchmal ist diese Wahl schwierig zu treffen.

Wir hassen unsere Arbeit vielleicht, aber das Gehalt sagt uns durchaus zu. Die Morgenseiten ermuntern uns, eine akkurate Bestandsaufnahme unserer Situation vorzunehmen. Wir können uns dafür entscheiden, die Kündigung einzureichen, oder wir können bleiben. Die Seiten helfen uns, unsere Alternativen auszuloten.

Bayern München - BVB 3:1

1:3 - Starker BVB unterliegt unverdient - nur Zidan trifft - Bayern schlägt eiskalt zu

[13.02.] Borussia Dortmund hat das Auswärtsspiel in München verloren. Am 22. Spieltag unterlagen die Schwarzgelben dem FC Bayern nach toller Leistung und einem Chancenplus mit 1:3 (1:1). Zidan brachte den BVB früh in Führung, doch van Bommel (abgefälscht), Robben (nach nicht geahndetem Foulspiel) und Gomez (Abseits) wendeten das Blatt.

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Aus München berichtet Johannes Vorspohl

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena ging ein stark aufspielender BVB durch ein Tor von Zidan verdient in Führung (5.). Der BVB hatte einige gute Chancen, doch Bayern gelang durch van Bommel der Ausgleich (21.). Auch nach der Pause war Borussia Dortmund mindestens ebenbürtig, doch beste Chancen blieben ungenutzt. Die Bayern verwerteten ihre Möglichkeiten dagegen eiskalt: Robben (50.) und Gomez (66.) brachten den Rekordmeister mit ihren Treffern auf die Siegesstraße.

Ausgangslage:
Bayern München gegen Borussia Dortmund - das Duell des Tabellenzweiten (45 Punkte) gegen den Fünften (36) - das Topspiel in der Fußball-Bundesliga. Der BVB war nach zwei Niederlagen gegen Stuttgart und Frankfurt auf der Suche nach jener Form, die das Team nach zwölf Spielen ohne Niederlage zwischenzeitlich auf Platz vier der Tabelle katapultiert hatte. In München waren die Schwarzgelben jedoch Außenseiter. Die Bayern gingen nach acht Liga-Siegen in Serie mit breiter Brust in die Partie.

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Zurück in der Startelf: Sven Bender.
Personalien:
Borussia Dortmund musste zwar weiterhin auf die Verletzten Kehl, Öztekin, Tinga, Rangelov sowie den gelb-gesperrten Valdez verzichten. Auch für Weidenfeller kam ein Einsatz noch zu früh. Im Vergleich zur Vorwoche lichtete sich das BVB-Lazarett aber merklich: Kuba und Bender kehrten in die Startelf auf ihre angestammten Positionen zurück. Dem FC Bayern fehlte mit Klose nur ein Spieler.

Taktik:
Jürgen Klopp schickte sein Team in der bewährten 4-2-3-1-Grundordnung auf den Platz, worin Bender wieder den Platz vor der Abwehr neben Sahin einnahm. Kuba rückte zu Großkreutz und Zidan in das offensive Mittelfeld. Beim FC Bayern hat Trainer Louis van Gaal beim FC Bayern nach einigen Experimenten zu Beginn der Saison ein 4-4-2 ohne Raute etabliert. Gegen den BVB konnte van Gaal seine "Ideallösung" aufbieten: mit Ribery und Robben auf den Flügeln.

Direkt nach Abpfiff die ganze erste Halbzeit sehen, kurz danach die zweite.
Am Abend folgen Spielbericht und Interviews - alles auf meinBVB.de

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Kuba hier im Duell mit Ribery. Der BVB hatte den Franzosen über weite Strecken im Griff.
Spielverlauf & Analyse:
Der BVB brannte trotz eisiger Temperaturen in den Anfangsminuten ein Feuerwerk ab. Das Team stand kompakt in der eigenen Hälfte, um immer wieder überfallartige Angriffe zu fahren. Keine vier Minuten waren gespielt, als ein Schuss von Bender durch van Buyten von der Linie gekratzt wurde. Auch Benders Kopfball nach der sich anschließenden Ecke konnte Bayerns Abwehr in Person von van Bommel erst kurz vor der Linie stoppen. Es ging in diesem Takt weiter, die Bayern-Abwehr wirkte vom Dortmunder Angriffswirbel überfordert.

Nach einem langen Abschlag von Ziegler setzte sich der quirlige Zidan gegen van Buyten durch und hämmerte den Ball aus zehn Metern ins rechte Eck - 1:0 für den BVB durch das dritte Saisontor des Ägypters (5.). Ein Traumstart - die Führung der Borussen war zu diesem Zeitpunkt hochverdient! Und die Schwarzgelben wollten mehr. Erst wurde Barrios in aussichtsreicher Position in letzter Sekunde am Abschluss gehindert (13.), dann konnte Butt einen Distanzknaller von Großkreutz nur abklatschen lassen (18.). Nach 20 Minuten stand es nach Torchancen 5:0 für den BVB!

Doch der Druck der Bayern nahm zu. Zwei Mal (20. und 21.) musste Ziegler in höchster Not gegen Gomez und Müller retten. Beim anschließenden Eckball kam van Bommel halbrechts an den Ball und konnte unbedrängt abziehen. Der Schuss wurde von Barrios noch leicht abgefälscht und schlug rechts neben dem Pfosten ein - 1:1 (21.). Bayern versuchte nachzusetzen, der BVB kam in dieser Phase kaum noch zu Entlastungsangriffen. Müller scheiterte mit einem Kopfball knapp (27.).

In der Viertelstunde vor der Pause konnte der BVB das Spiel wieder beruhigen und agierte nun offensiver. Unter Druck offenbarte die Bayern-Abwehr wiederholt Schwächen. Barrios konnte zwei Riesenchancen kurz vor dem Seitenwechsel nicht verwerten (42. und 43.). Zur Halbzeit stand es nach Torschüssen 8:7 für den BVB, allerdings sprach die Zweikampfbilanz mit 68 Prozent gewonnenen direkten Duellen zugunsten des Gastgebers.

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Lucas Barrios im Duell mit seinem Landsmann Martin Demichelis.
Die zweite Halbzeit begann aus Dortmunder Sicht äußerst unglücklich. Müller zog über links an die Strafraumgrenze und steckte zu Ribery durch. Der Franzose setzte sich gegen Subotic durch und legte den Ball maßgeschneidert für Robben auf, der im Fünfmeterraum nur noch einschieben musste - 1:2 (50.). Der Treffer fiel zu diesem Zeitpunkt nicht nur überraschend, sondern war auch umso ärgerlicher, da Schiedsrichter Kircher zuvor ein klares Foul von Demichelis an Zidan im Mittelfeld nicht geahndet hatte.

Die Führung war nicht unbedingt verdient, da der BVB die besseren Szenen hatte. Sahin setzte einen Freistoß knapp über das Tor (61.). Drei Minuten später konnte Butt einen Kopfball von Bender nur abprallen lassen. Auch beim Kopfball von Barrios nach der sich anschließenden Ecke musste Butt in höchster Not die Arme hochreißen. Der BVB war in dieser Phase das bessere Team, der Ausgleich wäre mehr als verdient gewesen, doch das Tor erzielten die Bayern. Nach abseitsverdächtigem Pass von Ribery setzte sich Gomez gegen Subotic vorbei und legte den Ball an Ziegler vorbei zum 1:3 ins Netz (66.).

Mit der 3:1-Führung im Rücken ließen es die Bayern noch ruhiger angehen. Der BVB drängte auf den Anschlusstreffer. Großkreutz hätte eine Nachlässigkeit von Demichelis fast genutzt, scheiterte aber vom rechten Fünfereck an Butt (78.). In der 84. Minute spitzelte Subotic dem einschussbereiten Olic in letzter Sekunde den Ball vom Fuß. Die anschließende Ecke köpfte van Buyten an die Latte. Trotzdem war die Niederlage unnötig: 16:11 Torschüsse zugunsten der Schwarzgelben wiesen die Statistiken am Ende der Partie aus.

Ausblick:
Für den BVB geht es am kommenden Samstag (20.02., Anstoß 15.30 Uhr) weiter, wenn Hannover 96 im SIGNAL IDUNA PARK gastiert. Sechs Tage später ist Derby-Zeit (Freitag, 26.02., Anstoß 20.30 Uhr): Borussia Dortmund tritt beim FC Schalke an.

Quelle

Ergebnisse des 22. Spieltages

Leverkusen - Wolfsburg 2:1
Frankfurt - Freiburg 2:1
Bayern München - Dortmund 3:1
Bochum - Hoffenheim 2:1
Hertha - Mainz 05 1:1
Mönchengladbach - Nürnberg 2:1
Hannover - Bremen 1:5
Schalke - 1. FC Köln 2:0

Dienstag, 16. Februar 2010

Erkenntnisse dieser Woche

Montag, 08. Februar 2010

Heute Morgen hatte ich echt "so einen Hals" - im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habe Halsschmerzen, Schnupfen und vor allen Dingen Kopfschmerzen. Ich fühle mich kraftlos. Aber es muss weitergehen.

Dienstag, 09. Februar 2010

Es geht mir immer noch nicht besser. Um es noch schlimmer zu machen, muss ich feststellen, dass ich zu wenig geschrieben habe. Zwar geht es mir nicht so schlecht, dass mein Magen rebelliert, aber dann sollte ich mich doch wenigstens "auf dem Papier auskotzen".

Mittwoch, 10. Februar 2010

Heute Morgen war ich beim Arzt, weil es immer noch nicht besser ist. Ich habe nun drei Tage + Wochenende Zeit, um wieder gesund zu werden. Also heißt es Medikamente nehmen, DVD (LOST) schauen und schlafen.

Donnerstag, 11. Februar 2010

siehe gestern

Freitag, 12. Februar 2010

siehe vorgestern

Heute fand die Eröffnungsfeier der 21. olympischen Winterspiele in Vancouver statt.

Das Beschriftungsgerät

Wenn ich mich mit neuen Methoden und Vorgehensweisen beschäftige, dann geht es mir bei manchen Dingen oft so, dass ich mir denke "Das brauche ich nicht. Das kann ich weglassen." Allerdings bin ich hier bereits (mal wieder) eines besseren belehrt worden.

David Allen schreibt in seinem Buch "Wie ich die Dinge geregelt kriege", dass man sich für die Grundausstattung eines Arbeitsplatzes ein Beschriftungsgerät kaufen soll. Hierzu schreibt er:

"Für unsere Arbeit ist dieser Apparat ein erstaunlich wichtiges Werkzeug. Tausende von Führungskräften, Berufstätigen und Hausfrauen, mit denen ich gearbeitet habe, besitzen mittlerweile ihr eigenes Beschriftungsgerät, und meine Archive sind voll mit Kommentaren von der Art: "Unglaublich - ich hätte nie gedacht, dass es so viel bringen kann!"

Mit dem Gerät ettikettieren Sie Mappen, Ordner, Rücken gebundener Schriftstücke und vieles andere.


Derzeit (während ich an dem vorliegenden Buch arbeite) empfehle ich das Beschriftungsgerät von Brother - es ist das benutzerfreundlichste. Beschaffen Sie sich das preiswerteste Modell, das auf einem Schreibtisch aufgebaut werden kann und über einen Netzadapter verfügt (so müssen Sie sich nicht um Batterien kümmern). Außerdem sollten Sie viele Etikettenbänder vorrätig haben - schwarze Lettern auf weißem (statt auf durchsichtigem) Band sind viel leichter lesbar und ermöglichen es, Ordner und Mappen, die Sie wiederverwenden wollen, neu zu etikettieren.

Es gibt auch Software und passendes Druckerpapier, um Etiketten vom Computer aus zu erstellen, aber ich persönlich ziehe ein separates Gerät vor.
Wenn Sie darauf warten müssen, bis Sie Ihre Ablage oder Ihre Etikettierungen gebündelt durchführen können, werden Sie höchstwahrscheinlich zögern, Ordner für einzelne Papierbögen anzulegen, und das bringt formelle Zwänge ins Spiel, die Sie nur behindern."
(Quelle: David Allen, Wie ich die Dinge geregelt kriege, Seite 122)

Vor einiger Zeit gab es im Supermarkt bei mir um die Ecke ein solches Beschriftungsgerät zu kaufen. Ich habe dann auch direkt zugeschlagen. Es ist von Brother das Modell "P-touch 1000".

Schon kurz nachdem ich die ersten Mappen beschriftet hatte, sah ich den Effekt: Es macht einen riesengroßen Unterschied, ob man etwas handschriftlich beschriftet oder ob man ein Beschriftungsgerät verwendet. Auch meine Ordner mit allen wichtigen Unterlagen habe ich zwischenzeitlich neu beschriftet und optisch macht das ganze schon etwas her.

Leider gabe es keine Etikettenbänder zu dem Gerät zu kaufen. Wenn man nämlich anfängt zu beschriften, kann es am Anfang zunächst einmal viel sein, was es zu beschriften gibt. Auch wenn die Kassetten nicht ganz billig sind, lohnt es sich doch.

Interessanterweise benutze ich im Büro ein ähnliches Gerät, um die Handakten zu beschriften. Auf die Idee, so ein Gerät auch für Zuhause zu benutzen, bin ich nicht gekommen.

Vettel: Rosberg muss Schumi bügeln

Vettel: Rosberg muss Schumi bügeln

16.02.2010, 10:24 Uhr
Sebastian Vettel tut es nicht leid, dass Nico Rosberg durch den 'Schumacher-Hype' bei Mercedes GP in den Hintergrund gerückt ist. "Ich habe kein Mitgefühl mit Nico. Das Wichtigste aus seiner Sicht wird sein, vorne mitzufahren und seinen Teamkollegen zu bügeln", sagte der Red-Bull-Pilot zu 'Motorsport aktuell'. Dass sich Rosberg im Duell mit dem siebenmaligen Weltmeister warm anziehen muss, ist für den 22-Jährigen klar. "Eins steht fest: Michael fährt nicht aus Spaß mit. Er hat sich entschieden zurückzukommen. Und das hat er nur, weil er auch überzeugt ist, dass er ganz vorne mitmischen kann", so Vettel weiter.

Für den Vize-Weltmeister gibt es in der neuen Saison nur ein Ziel: "Weltmeister. Da muss ich nicht lange überlegen. Das stand schon am Ende der letzten Saison fest."

Allerdings muss sich Vettel durch diverse Regeländerungen erstmal eingewöhnen, denn vieles wird sich im Vergleich zum Vorjahr ändern. Denn in der Formel 1 wird es endlich wieder mehr Überholmanöver geben. Das Nachtankverbot macht taktische Sperenzien in der Boxengasse unmöglich. So stellt sich zumindest Vettel die Saison vor. "Man muss - so schätze ich das im Moment ein - wieder mehr auf der Strecke überholen", sagte der 22-Jährige. Andere Fahrer in der Box zu "kassieren", sei nicht mehr so einfach möglich. Ob die Rennen aber auch wirklich spannender werden, "müsse man abwarten", so Vettel weiter.

Montag, 15. Februar 2010

Schumi macht auf Kumpel

Schumi macht auf Kumpel

15.02.2010, 12:37 Uhr
Michael Schumacher geht nicht davon aus, dass es mit seinem Teamkollegen Nico Rosberg Probleme geben wird. "Im Moment ist es sehr konstruktiv und ich erwarte nicht, dass sich das ändert", sagte der Rekordweltmeister in einem Interview auf der offiziellen Formel-1-Homepage. Bei den bisherigen gemeinsamen Auftritten der beiden Teamkollegen des neuen Rennstalls Mercedes Grand Prix galt die öffentliche Aufmerksamkeit fast ausschließlich dem siebenmaligen Weltmeister. Daran müsse er sich sich erst noch gewöhnen, hatte Rosberg bereits kundgetan.

Der Deutsche will in diesem Jahr endlich seinen ersten Sieg in der Formel 1 schaffen. Schumacher tritt dagegen mit der beeindruckenden Bilanz von 91-Grand-Prix-Erfolgen an und will um seinen achten WM-Titel kämpfen. "Ich glaube an das Team und der Glaube an die Herausforderung ist genug für mich", sagte Schumacher. Er sei vollkommen überzeugt, dass "wir ein Auto haben, mit dem wir um die WM fahren können", sagte der 41-Jährige, der im neuen Silberpfeil bislang rund 1.500 Kilometer zurücklegte.

Am Mittwoch gehen die Testfahrten in Jerez de la Frontera in die nächste Runde, zum Monatsabschluss stehen noch die Proberunden auf dem Grand-Prix-Kurs nahe Barcelona an. Die Saison startet mit dem Großen Preis von Bahrain, das Rennen steigt am 14. März. Für Schumacher wird es die 251. Grand-Prix-Teilnahme sein, seine letzte liegt rund dreieinhalb Jahre zurück: "Wir alle müssen uns daran gewöhnen, mich wieder fahren zu sehen - mich eingeschlossen."

Sonntag, 14. Februar 2010

Agent 00Schumi

Agent '00Schumi': Feindbeobachtung in Jerez

.., : Uhr
Nicht etwa die Rundenzeiten oder die Zuverlässigkeit des Mercedes' standen für Michael Schumacher bei der ersten Testwoche in Jerez im Mittelpunkt. Nein, was den Rekordchampion wirklich interessierte, war etwas anderes. "Die Feindbeobachtung ist essenziell, wenn man genau wissen will, wo man steht und wie die anderen Teams aufgestellt sind", entlarvte sich der 41-Jährige nach seinem zweiten Auftritt in Jerez als Spion. Auf die Spitze trieb es Schumi am Mittag, als er es sich für einen Teller Pasta bei seinem Ex-Arbeitgeber Ferrari im Motorhome bequem machte.

"Man kann derzeit mit den Benzinmengen und auch der Gewichtsverteilung so herumspielen, dass es auch für uns noch immer schwierig ist, das wahre Kräfteverhältnis zu kennen", sagte Schumacher: "Für mich sieht es derzeit so aus, dass die erwarteten vier Teams - wir, Ferrari, Red Bull, McLaren - vorne sind, aber auch Sauber wirkt bis jetzt sehr gut."

Auch Vettel nutzte bei den Testfahrten jede Gelegenheit, mal den einen oder anderen Blick schweifen zu lassen. Dabei kam es ihm nicht einmal ungelegen, dass er - wie auch Schumacher - zwischenzeitlich mit leerem Tank liegen geblieben war. "Wenn man selbst nicht fahren kann, muss man sich irgendwie beschäftigen. Da nutzt man auch mal die Zeit, ein bisschen rumzugucken und zu schauen, was die anderen unter der Haube haben", gestand Vettel. "Man kann schon das eine oder andere sehen, was vielleicht interessant ist."

Auch der Red-Bull-Pilot kann noch nicht wirklich einschätzen, "wo wir genau stehen, weil jeder ein bisschen was anderes macht und die Rundenzeiten aufgrund der neuen Regeln mit dem großen Tank zwei, drei, vier Sekunden rauf und runter gehen".

Samstag, 13. Februar 2010

4. Testtag in Jerez

4. Tag: Hamilton mit Bestzeit - Schumi & Vettel bleiben liegen

.., : Uhr
Lewis Hamilton hat bei den Testfahrten in Jerez ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Der Brite fuhr zum Abschluss der ersten Testwoche auf der spanischen Strecke in 1:19,583 Minuten die mit Abstand schnellste Zeit der vier Tage. Die vorherige Bestzeit hatte am Vortag Jaime Alguersuari (Toro Rosso) in 1:19,919 aufgestellt. Nachdem Ferrari die Testfahrten in Valencia dominiert hatte, stand in Jerez am Ende eines jeden Tages jeweils ein Pilot aus einem anderen Team ganz oben auf dem Zeitentableau.

Dabei war McLaren-Fahrer Hamilton lange Zeit gar nicht auf Zeitenjagd gewesen und hatte stattdessen 113 Runden in mehr oder weniger gemächlichem Tempo absolviert. Erst als die am Morgen noch feuchte Strecke am Nachmittag vollends getrocknet war, drückte er aufs Gaspedal. Sein Tageswerk wirkte allerdings geradezu mickrig im Vergleich zu Felipe Massa. Unvorstellbare 160 Runden spulte der Brasilianer in seinem Ferrari ab. Dabei wurde er sogar noch zwei Mal vom Fehlerteufel gestoppt. Am Morgen blieb er auf dem Weg zur Box liegen, weil ihm das Benzin ausgegangen war. Mittags parkte er den Ferrari am Streckenrand, da die Elektronik einen Defekt vermeldet hatte. Am Nachmittag räuberte er mit dem F10 zudem durchs Kiesbett. Am Ende reichte es für Massa nur zur siebtschnellsten Zeit (+1,902 Sekunden).

Deutlich schneller unterwegs war Adrian Sutil, der 84 Runden drehte und als Zweitschnellster (+0,597) einmal mehr zeigte, wozu der Force India in diesem Jahr fähig ist. Rubens Barrichello (Williams/+0,758) und Robert Kubica (Renault/ +0,775) folgten auf den Plätzen 3 und 4. Erst dahinter platzierten sich die beiden deutschen Heroen Michael Schumacher (+1,030) und Sebastian Vettel (+1,620). Für beide lief es am vierten Tag nicht gerade rund.

Schumacher absolviert am Morgen ein paar Runden und stand sich anschließend stundenlang in der Mercedes-Box die Beine in den Bauch, ehe er sich zum Mittagessen ins Ferrari-Motorhome verdrückte. Insgesamt brachte er es dann aber doch noch auf 84 Umläufe, auch wenn er zwischenzeitlich mit leerem Tank liegen geblieben und eine Rotphase verursacht hatte. "Jeder Kilometer hilft uns, das Auto besser zu verstehen. Man kann derzeit mit den Benzinmengen und auch der Gewichtsverteilung so herumspielen, dass es auch für uns noch immer schwierig ist, das wahre Kräfteverhältnis zu kennen", sagte Schumacher: "Für mich sieht es derzeit so aus, dass die erwarteten vier Teams - wir, Ferrari, Red Bull, McLaren - vorne sind, aber auch Sauber wirkt bis jetzt sehr gut."

Das gleiche Schicksal wie Schumacher ereilte Vettel, der seinen Boliden am Vormittag am Streckenrand abstellen musste. Für den Red-Bull-Piloten standen am Ende des Tages 90 Runden zu Buche. Auch Vettel kann noch nicht wirklich einschätzen, "wo wir genau stehen, weil jeder ein bisschen was anderes macht und die Rundenzeiten aufgrund der neuen Regeln mit dem großen Tank zwei, drei, vier Sekunden rauf und runter gehen". Trotz der Probleme war er insgesamt zufrieden. "Wir haben zwei, drei Sachen probiert, das Auto in meine Richtung gebracht. Das passt schon", sagte er.

Der neue Lotus

Lotus enthüllt T127 im Traditions-Kleid

13.02.2010, 10:36 Uhr
Im Traditionslook früherer Zeiten schickt das neue Formel-1-Team Lotus seinen Rennwagen in der kommenden Saison auf die Strecke. "Worte können nicht ausdrücken, was ich heute fühle", sagte Team-Besitzer Tony Fernandes bei der Präsentation des T127 am Freitag in Londons Royal Horticultural Hall. Der neue Wagen ist Lotus-typisch in schwarz und grün mit gelben Streifen gehalten. Es ist das erste Mal seit 16 Jahren, dass wieder ein Team Lotus in der Formel 1 an den Start geht. Als Ziel gab Fernandes aus, dass die Lotus-Autos bei jedem Saisonrennen das Ziel erreichen.

Als Piloten bietet das malaysische Team den ehemaligen Toyota-Fahrer Jarno Trulli aus Italien und Heikki Kovalainen auf. Der Finne stand in der vergangenen Saison in Diensten von McLaren-Mercedes. Fernandes, ein malaysischer Geschäftsmann und Besitzer der Billig-Fluglinie Air Asia, belebt die ursprünglich englische Marke Lotus wieder, die zwischen 1958 und 1994 79 F1-Rennen und 7 Konstrukteurs-Titel gewonnen hatte, ehe das Team aus finanziellen Gründen aufgelöst wurde. Die berühmtesten Lotus-Piloten waren Jim Clark und Graham Hill.

In diesem Jahr ist Lotus eins von vier neuen Teams. Während auch Virgin sein Auto bereits vorstellte und erste Testrunden absolvierte, steht hinter Campos aus Spanien und USF1 aus den USA nach wie vor ein Fragezeichen.

Fotos

Freitag, 12. Februar 2010

How to make a Moleskine PDA

David Allen: Getting Things Done

How David Allen Gets Things Done

Vettel-Debüt fällt ins Wasser

Vettel-Debüt fällt ins Wasser

.., : Uhr
Sebastian Vettel muss sich an seinen neuen Red Bull offenbar erst noch gewöhnen. Bei seinem Debüt in seinem neuen Dienstwagen, dem RB6, fuhr der 22-Jährige am 3. Testtag in Jerez nur die fünftbeste Zeit. Am schnellsten war Toro-Rosso-Pilot Jaime Alguersuari mit einer Zeit von 1:19,919 Minuten. Auf den weiteren Plätzen folgten Sauber-Fahrer Pedro de la Rosa (+ 0,817 Sekunden) und Adrian Sutil im Force India (+ 1,509 Sek.).

Mercedes-Pilot Nico Rosberg, der anstelle von Michael Schumacher den Silberpfeil steuerte, wurde Siebter vor Rubens Barrichello im Williams. Die Zeiten sind jedoch nur bedingt aussagekräftig, da es den ganzen Tag über heftig regnete. Gerade mal eine Stunde konnte die Fahrer auf der Strecke testen, ehe gegen Mittag der Regen einsetzte. Am Nachmittag wurden die Bedingungen noch schlechter, so dass keine Zeitenverbesserungen mehr gelangen.

Außerdem wurde die Trainingssession einige Male unterbrochen, weil es diverse Abflüge gab. Sowohl Rosberg als auch 'Rubinho' kamen von der Teststrecke ab. Am Nachmittag blieb Sutil mit Verdacht auf Elektrikschaden auf der Strecke stehen. Gravierendes ist allerdings nicht passiert.

Virgin enttäuscht weiter

Ebenso unmöglich wie das Fahren angemessener Zeiten war das Testen der Intermediates und Regenreifen von Bridgestone. Der Regen fiel mal stärker, mal leichter, so dass die Teams auch hier keine wichtigen Erkenntnisse gewinnen konnten.

Derweil setzte sich das Testdebakel von Timo Glocks Virgin-Team auch am 3. Tag fort. Das Vormittagstraining musste der Rennstall sausen lassen, weil die erforderlichen Ersatzteile für den Frontflügel, der sich tags zuvor verselbstständigt hatte, noch nicht geliefert wurden. Später kam immerhin Luca di Grassi zum Einsatz, er enttäuschte jedoch als Langsamster auf der Strecke. Schon am 1. Tag war Virgin wegen zu spät gelieferter Teile nicht über fünf absolvierte Runden hinausgekommen.

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