Montag, 28. September 2009

Heidfeld bangt um seine Zukunft

Heidfeld bangt um seine Zukunft

Heidfeld bangt um seine Zukunft
So angefressen hat man Nick Heidfeld noch nie erlebt. Stinksauer machte der BMW-Sauber-Pilot noch während des Singapur-GP seinem Ärger über Landsmann Adrian Sutil Luft: "Vielleicht sollten wir ihm ein Hirn kaufen", polterte Heidfeld im Streckenfernsehen. Grund für den Wutausbruch: In Runde 22 fährt Sutil mit seinem Force India ins Heck des BMW Sauber von Heidfeld und ruiniert damit das Rennen von 'Quick Nick' und auch sein eigenes.

"Es war sehr dumm, was er da gemacht hat", legte Heidfeld nach. Der Aktion vorausgegangen war ein Angriff von Sutil auf den vor ihm fahrenden Jaime Alguersuari. Sutil versucht in Kurve 14 innen an dem Toro Rosso des Spaniers vorbeizuschlüpfen, berührt das Auto leicht und dreht sich. Offenbar ohne auf den von hinten kommenden Verkehr zu achten, fährt Sutil sofort wieder an und rasiert dabei dem vorbeifahren Heidfeld das Heck.

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"Es ist einfach total bescheuert, wieder auf die Strecke zu fahren und in mein Auto hinein", polterte Heidfeld. "Es ist klar, dass er nicht der Einzige auf der Strecke ist. Da kommen halt noch andere Autos. Für mich war es eindeutig Adrians Fehler." Das sahen die Rennkommissare genauso und brummten Sutil 20.000 Dollar Strafe auf. Kein Trost für Heidfeld, dem Sutil die Chance raubte, sich auf dem Marina Bay Circuit für einen Arbeitsplatz im kommenden Jahr zu empfehlen.

Das dürfte auch der eigentliche Grund für 'Quick Nicks' Ausraster gewesen sein. Denn nach dem beschlossenen BMW-Ausstieg steht Heidfeld drei Rennen vor Ende der Saison für 2010 noch ohne Cockpit da. Der 32-Jährige braucht dringend ein Erfolgserlebnis, um sich bei potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu bringen. Stattdessen kommt ihm Sutil in die Quere. Da verlor selbst der ansonsten so ruhige Heidfeld die Beherrschung und offenbarte: Seine Nerven liegen blank, Heidfeld bangt um seine Zukunft.

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