Mittwoch, 15. April 2009

Urteil der FIA

Brawn jubelt: Diffusoren sind regelkonform

Im Aerodynamik-Streit der Formel 1 haben die Berufungsrichter des Automobil-Weltverbands FIA den umstrittenen Doppel-Diffusor für legal erklärt. Damit dürfen die Rennställe Brawn GP, Toyota und Williams die von vier Rivalen angezweifelte Lösung am Unterboden ihrer Autos weiter verwenden und ihre Punkte aus den ersten beiden Saisonrennen behalten. Dieses Urteil gab die FIA in Paris bekannt. Ferrari, BMW Sauber, Renault und Red Bull hatten gegen das Diffusor-Modell Protest eingelegt.

"Basierend auf den gehörten Argeumenten und den vorherigen Beweisen ist das Gericht zu dem Schluss gekommen, dass die Kommissare richtig gehandelt haben, als sie entschieden, dass die Autos den Regularien entsprechen", hieß es in der ersten FIA-Erklärung.

Das Bauteil soll den drei Konkurrenten einen deutlichen Vorteil verschaffen. Die Rede ist von einer halben Sekunde pro Rennrunde. Brawn-GP- Pilot Jenson Button hatte die beiden Auftaktrennen gewonnen.

Meilenstein für Brawn auf dem Weg zum WM-Titel

Für den Großen Preis von China am Sonntag (live bei RTL) gilt das Honda-Nachfolgeteam nach der Entscheidung der FIA-Richter erneut als Favorit. Toyota-Pilot Timo Glock und Williams-Fahrer Nico Rosberg profitieren ebenfalls von dem Urteil und dürfen in Schanghai dank des Doppel-Diffusors wieder auf vordere Platzierungen hoffen.

Dagegen hat bei den anderen Teams längst der Entwicklungs-Wettlauf begonnen, um so schnell wie möglich die Lücke vor allem zu Brawn GP zu schließen. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen hatte schon vor dem Urteil gewarnt, dass die Zulassung der Doppel-Diffusoren die Sparbemühungen in der Formel 1 torpedieren würde.

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