Montag, 10. August 2009

Ela zockt ... Hotel Dusk (DS)

Achtung! Spoilergefahr! Diese Rubrik enthält Spoiler. Wer das Spiel noch nicht gezockt hat und noch zocken möchte, überspringt am besten diesen Post!

Tja, Ela zockt - allein das ist ja schon eine kleine Sensation. Ja, ich habe mir vorgenommen mehr zu daddeln. Mal schauen wie lange das anhält. Für den Wiedereinstieg habe ich mich ein Spiel für den Nintendo DS ausgesucht. Die Wii folgt später. Ich habe nämlich die Befürchtung, dass ich, wenn ich die Wii einschalte, sofort anfange Tetris zu spielen. Nicht falsch verstehen - ich liebe Tetris. So sehr, dass ich gar nicht aufhören kann, wenn ich einmal angefangen habe. Ist also eher etwas für meinen Urlaub :-)

Momentan passt eher "Hotel Dusk Room 215", denn das Spiel ist praktischerweise in kleine Kapitel eingeteilt. Somit dürfte es kein Problem sein, den einen oder anderen Abend noch ein Kapitel zu "lesen".

Genau. Denn "Hotel Dusk Room 215" ist eigentlich ein interaktives Buch. Ein interaktiver Krimi um genau zu sein. Passend dazu hält man Nintendos Handheld auch wie ein Buch.

Trailer



Die Musik gefällt mir richtig gut. Auch die handgezeichneten Charakter-Porträts und -Animationen sind richtig gut. Doch genug der Vorfreude. Los geht´s!

Erst in die Formel 1, dann ins All

Schumi wieder im Cockpit

Schumi wieder im Cockpit
Michael Schumacher wird diese Woche einen zweitägigen Härtetest auf der Rennstrecke von Mugello absolvieren. 11 Tage nach seiner ersten Fahrt im Ferrari F2007 kehrt der 40-Jährige ins Cockpit des 2 Jahre alten Boliden zurück. "Momentan geplant ist, dass Michael Dienstag und Mittwoch in Mugello fahren wird. Er kann wieder das 2007er Auto der F1 Clienti benutzen, auf eigene Initiative und eigene Kosten. Dies wird ein nicht-öffentlicher Test sein", sagte Schumachers Sprecherin Sabine Kehm.

Nach der ersten Ausfahrt am 31. Juli hatte Schumacher über Schmerzen im Nackenbereich geklagt, Nachwirkungen eines Motorrad-Sturzes im Februar, und seitdem auf weitere Tests im Formel-1-Renner verzichtet. Stattdessen bereitete sich der Rekord-Weltmeister im Kraftraum und auf der Kart-Bahn auf seine Mega-Rückkehr in die ‚Königsklasse’ vor. Schumi nimmt erneut in der alten ‚Roten Göttin’ Platz, da Testfahrten im aktuellen Boliden untersagt sind.

Noch kein Okay von den Ärzten

Schumacher soll beim Großen Preis von Europa in Valencia am 23. August den verletzten Felipe Massa ersetzen. Der Brasilianer ist beim GP von Ungarn von einer Metall-Feder am Helm getroffen worden und hatte sich schwere Kopfverletzungen zugezogen. Bevor die F1-Ärzte Schumi Grünes Licht für die Rückkehr geben, werden sie seinen Nacken ganz genau unter die Lupe nehmen.

'Major Schumi' ready for take-off

'Major Schumi' ready for take-off
Michael Schumacher wandelt auf den Spuren von Thomas Reiter, Buzz Aldrin und Neil Armstrong. Bereits vor seinem Comeback in der Formel 1 sucht der 40-Jährige nach der nächsten großen Herausforderung und ist bei 'Virgin Galactic’ fündig geworden: Für 140.000 Euro lässt sich Schumacher von dem Unternehmen des englischen Milliardärs Richard Branson ins Weltall schießen.

Dabei wird der Speed- Junky in zweierlei Hinsicht in für ihn unbekannte Sphären vorstoßen. Das 'SpaceShipTwo' (SS2) entfernt sich mit seinen zwei Piloten und sechs Passagieren 110 Kilometer von der Erde und erreicht dabei eine Reise-Geschwindigkeit von knapp 4.000 Km/h. 5 Minuten des 6 stündigen Trips werden Schumi und seine Begleiter die Schwerelosigkeit am eigenen Leib erfahren. Das SS2 wird zunächst mit einem Trägerflugzeug auf 15.000 m chauffiert. Dann zünden ihre Triebwerke und "in wenigen Sekunden erreichen sie eine Geschwindigkeit von fast 4000 km/h. Sie werden sofort in Ihren Sitz gedrückt, überwältigt, aber gleichzeitig fasziniert vom Lärm des Raketenmotors und der enormen Beschleunigung, die Ihnen das Wasser in die Augen treibt“, beschreibt ‚Virgin Galactic’ ihre Space-Misson - eine Erfahrung, die auch dem F1-Rekord-Champ neu sein wird.

Laut Manager Willi Weber ist Schumacher Feuer und Flamme von der Vorstellung, nach den Sternen zu greifen. "Michael sollte mal für seinen Sponsor Omega mit einem Flugzeug in die Schwerelosigkeit. Er war schon total begeistert von der Vorstellung und hatte sich sehr drauf gefreut. Aber das ist natürlich noch mal etwas ganz anderes.“

Schumi ist nicht allein

Neben dem Ferrari-Piloten will sich eine ganze Reihe Prominenter ihren Kindheitstraum erfüllen. Niki Lauda, der französische Designer Philippe Starck, Regisseur Bryan Singer, der Physiker Stephen Hawking und Schauspielerin Victoria Principal haben sich all Aushilfs-Astronauten geoutet. Andere halten ihren Herzenswunsch noch geheim. "Wir haben einige Politiker auf der Liste. Aber die wollen im Moment noch nicht genannt werden", sagte Firmen-Chef Will Whitehorn im 'Arabian Business’. Die Interessenten müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden. 2011 soll das SS2 zu seinem Jungfern-Flug starten.

Eine gute Nachricht hatte Whitehorn für den Nacken-lädierten Schumacher im Gepäck. Sollte er den Medizin-Check vor dem Flug nicht bestehen, gibt es die Anzahlung von 14.000 Euro wieder zurück.

Sonntag, 9. August 2009

Von der Kunst des Schreibens: Morgenseiten

Der nachfolgende Text folgt im Buch erst etwas später. Ich will ihn dennoch vorziehen, denn das Schreiben von Morgenseiten halte ich für wichtig und ist mittlerweile ein Teil meines Alltags geworden.

Zeugnis ablegen: Initiation

Die Übung, die ich Ihnen jetzt anbiete, ist das tiefgreifendste Hilfsmittel für einen Schriftsteller. Ich habe es selbst ersonnen und erprobt. Das Schreiben von Morgenseiten ist das Kernstück des Schriftstellerlebens. Morgenseiten legen nämlich Zeugnis über unser Leben ab. Sie verschaffen uns bewussten Zugang zu spiritueller Führung. Sie ordnen unser Leben nach Prioritäten, verringern die Macht unseres inneren Zensors, helfen uns, freier und effektiver zu schreiben.

Was genau also sind die Morgenseiten?

Morgenseiten schreiben heißt, drei Seiten zu füllen, ohne abzusetzen und dabei streng dem Bewusstseinsstrom zu folgen. Auf diesen drei Seiten hat absolut alles Platz, was Ihnen in den Sinn kommt. Das Ergebnis kann hübsch, jämmerlich, langweilig und wütend sein oder fröhlich, aufschlussreich, verständnisvoll und von Selbsterkenntnis geprägt. Es gibt nichts, was man beim Schreiben von Morgenseiten falsch machen kann. Sie setzen einfach den Stift aufs Papier und schreiben drauflos, was Ihnen in den Sinn kommt: "Papas Husten wird schlimmer ... Ich habe vergessen, Katzenstreu zu besorgen ... Ich bin dem Verlauf der Konferenz gestern nicht zufrieden ...".

Ja, klar, Morgenseiten schreibt man morgens. Den meisten Leuten reichen dazu fünfundzwanzig bis fünfundvierzig Minuten. "Julia, dafür habe ich keine Zeit!", rufen viele meiner Kursteilnehmer. Ich fordere sie - und Sie - auf, es dennoch zu probieren. Stellen Sie sich den Wecker eine halbe Stunde früher. Benutzen Sie DIN-A4-Papier - kleinere Blätter engen leicht unsere Gedanken ein und größere bringen uns zu rasch voran und verschlingen zu viel Zeit.

Ja, Morgenseiten muss man morgens schreiben. Sie ordnen den Tag, den wir gerade beginnen, nach seinen Prioritäten. Schreiben wir am Abend, dann wird daraus ein Rückblick auf den vergangenen Tag, an dem wir nichts mehr ändern können. Morgenseiten sind hilfreich, weil sie uns beschwichtigen, ermuntern, trösten, inspirieren. Morgenseiten sind für uns westliche Menschen eine einzigartige wirkungsvolle Abwandlung der Meditation. Sie gestattet es uns, unseren Kopf und unser Herz von störenden Ablenkungen zu leeren, und öffnen Kopf und Herz zugleich für tiefere Betrachtungen.

Es ist wichtig, mit der Hand zu schreiben. Die Hand besitzt eine Energie, die unsere Gedanken an tiefere Orte führt, als dies beim Schreiben am Computer der Fall wäre. Es ist wahr, am Computer kann man schneller schreiben, aber es geht nicht immer um Schnelligkeit, auch wenn unsere Kultur uns das scheinbar glauben machen will. Schreiben Sie also Ihre drei Seiten mit der Hand, und tun Sie es, wenn es irgend geht, morgens.

Sie wollen Ihren Geist abpassen, bevor er sein Abwehrsystem aktiviert hat. Sie wollen ihn überraschen, solange es noch dicht an Ihrem Traumbewusstsein ist. Sie wollen nicht, dass Ihre Morgenseiten im Karree marschierenden Soldaten ähneln oder den sorgsam fabrizierten Produkten, die Ihr rationales Berufs-Ich tagtäglich hervorbringt. Sie wollen sich überraschen lassen, damit Sie die Dinge festhalten können, von denen Sie kaum ahnen, dass Sie sie denken. Also bewegen Sie einfach die Hand über die Seiten und schreiben Sie auf, was Ihnen in den Sinn kommt. Tun Sie dies täglich drei Seiten lang.

"Das Schreiben von Morgenseiten hat mein Leben verändert", wird mir von Kursteilnehmern häufig berichtet. Dies gilt für mein Leben wie für das vieler, vieler meiner Schüler. Ob ich mich nun in einem Vorlesungssaal bei den Studenten der Northwestern University befand oder in einem Kurs über Kreativität bei Fünfzigjährigen in Connecticut, immer wieder habe ich es erlebt, dass das Schreiben von Morgenseiten im wahrsten Sinne des Wortes bei vielen ein Licht hat aufgehen lassen. In Kalifornien habe ich Leute darüber witzeln hören, dass Morgenseiten Schönheitsoperationen im Gesicht ersetzen können und dass man sie schon aus Eitelkeit nicht ausfallen lassen sollte. In Wirklichkeit sorgen sie dafür, dass man sich besser fühlt, und wer sich besser fühlt, der sieht auch oft so aus. Probieren Sie es also aus.

Beginnen Sie, ab sofort und bis Sie dieses Buch durchgearbeitet haben, Ihre Morgenseiten zu schreiben. Eine tief greifende Bewusstseinsveränderung ist nach neunzig Tagen spürbar (so lange braucht das Gehirn, um ein neues neurologisches Muster anzulegen), doch oft nimmt man sie bereits viel früher wahr. Achten Sie auf Ihre Prozesse und Ihren Fortschritt beim Schreiben der Seiten. Seien Sie der Zeuge, der Zeugnis über Ihr Leben ablegt.

Mein Kommentar:

Ich habe für mich bereits festgestellt, dass mir meine Morgenseiten helfen. Da diese also irgendwie in meinen Alltag mit reinmüssen, klingelt mein Wecker seitdem eine halbe Stunde früher.

Was ich noch nicht so richtig verstanden habe ist, dass man nur drei Seiten schreiben soll. Oft ist es bei mir so, dass ich noch viel mehr schreiben kann als drei Seiten. Ich habe das Gefühl, dass ich voller Wörter bin und dass diese irgendwie raus müssen.

Auch im Notizbuchblog gibt es einen Eintrag zu Morgenseiten
Die "Morning Pages" - Das Notizbuch als Container für kreatives Schreiben

Von der Kunst des Schreibens: Der Beginn


Noah war so freundlich gewesen, schon einmal meine derzeitige Lektüre vorzustellen.

"Von der Kunst des Schreibens ... und der spielerischen Freude, Worte fließen zu lassen" ist wieder so ein Buch, von dem man meinen könnte, dass es nur für mich geschrieben wurde. Julia Cameron drückt das aus, was ich zurzeit auch empfinde, aber nicht so recht in Worte fassen kann.

Dieses Buch ist nun einmal kein Roman, welchen man sich einfach so durchliest. Man liest zwar Kapitel für Kapitel, nur leider gehen dabei viele schöne und auch wichtige Aussagen nach einiger Zeit wieder "verloren". Deswegen möchte ich einige dieser Sätze hier einmal festhalten. Zum einen um mir das spätere Suchen zu ersparen und zum anderen will ich ja schließlich nicht mit einem Textmarker in meinen Büchern herummalen ;-). Durch das Schreiben von Morgenseiten sammle ich immer mehr Erfahrung. Manchmal denke ich nicht an die einfachsten Sachen und mache es mir dadurch nur noch schwerer. Deswegen hoffe ich, dass mir die Übersichten helfen werden. Los geht´s:

Schreibend die Welt erobern

Das Schreiben ist seit mehr als dreißig Jahren mein unentwegter Gefährte, mein Geliebter, mein Freund, meine Arbeit, meine Leidenschaft - also das, was ich mit mir in meiner Welt anfange. Mit dem Schreiben bestreite ich mein Leben, und manchmal könnte man meinen, es sei der Grund für meine Existenz.

Ich schreibe einfach.

Warum sollen wir schreiben?
Wir sollen schreiben, weil es zum Wesen des Menschen gehört. Mit dem Schreiben erobern wir uns die Welt. Erst das Schreiben macht sie direkt und ausdrücklich zu unserem Eigentum. Wir sollen schreiben, weil Menschen spirituelle Wesen sind und weil Schreiben eine kraftvolle Ausdrucksform des Gebets und der Meditation ist. Es verbindet uns sowohl mit unseren eigensten Erkenntnissen als auch mit einer höheren und tiefgehenden Ebene unserer inneren Orientierung.

Wir sollen schreiben, weil Schreiben das Leben mit Klarheit und Leidenschaft erfüllt. Schreiben ist sinnlich, beruht auf Erfahrungen und hat eine erdende Wirkung. Wir sollen Schreiben, weil es gut für die Seele ist. Wir sollen schreiben, weil Schreiben uns ein greifbares Werk einbringt und uns einen Weg durch die Welt weist, in der wir leben.

Vor allem aber sollen wir schreiben, weil wir Schriftsteller sind, ob wir uns nun so bezeichnen oder auch nicht.

Das Recht zu schreiben erhält jeder Mensch mit seiner Geburt. Es ist eine spirituelle Morgengabe, in der sich der Schlüssel zum Königreich verbirgt. Höhere Kräfte offenbaren sich uns durch das Schreiben. Nennen Sie sie Inspiration, die Musen, Engel, Gott, Ahnungen, Intuition, Orientierung oder einfach eine gute Geschichte - welchen Namen Sie diesen Kräften auch geben, in jedem Fall verbinden sie uns mit etwas, das größer ist als wir selbst und uns zu einer leidenschaftlicheren und optimistischeren Lebensführung befähigt.

Ich habe für mich herausgefunden, dass das Leben als Schriftsteller positiv, belebend, spirituell verbindend und auf jeden Fall machbar ist.

Kommentar von Hamilton zu Schumis Rückkehr

Hamilton warnt "Legende" Schumi

Hamilton warnt Legende Schumi
Der junge Champ fiebert dem Comeback des Altmeisters entgegen: Lewis Hamilton freut sich "tierisch" über die Rückkehr von Michael Schumacher in die Formel 1. "Er ist eben einer der größten Protagonisten dieses Sports - eine Legende", sagte Hamilton der 'Daily Mail'. "Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen, freue mich aber schon sehr darauf, ihn an der Rennstrecke zu treffen."

Allerdings verspricht er Schumacher einen heißen Tanz. "Michael wird einen Nachteil haben, weil er erst in dieser Phase der Saison zusteigt", so der Brite. KERS, den verstellbaren Frontflügel, eine komplett veränderte Aerodynamik, Slicks - Schumi wird beim Europa-GP in Valencia völliges Neuland betreten. Doch Michael habe einfach mehr Erfahrung als jeder andere hier, so Hamilton. "Wir alle wissen, was er kann. Ich denke, er wird keine Probleme damit haben, vorne mitzumischen."

Seine Gedanken gelten aber in erster Linie dem schwer verunglückten Felipe Massa und dessen Familie. "Ich habe im Internet verfolgt, welche Fortschritte er gemacht hat und dass die Dinge von Tag zu Tag ermutigender werden. Ich weiß aus Erfahrung, wie viel Kampfgeist Felipe in sich trägt, weil wir uns im vergangenen Jahr einen schönen Kampf um den WM-Titel geliefert haben", betonte der Weltmeister. "Ich möchte Felipe wissen lassen, dass wir alle auf ihn warten. Michael mag vielleicht seinen Sitz warmhalten, doch ich bin mir sicher: Felipe wird bald zurück sein."

Mein Kommentar:

Ich hoffe, dass Schumi "allen um die Ohren fährt". Ich bin mal gespannt, ob "Michael nur den Sitz von Felipe warmhält". Wenn alles gut läuft in Valencia, kann ich mir nicht vorstellen, dass Ferrari Michael Schumacher einfach sagt, dass es das gewesen ist.

Der Nacken hält

Nach jedem Training geht's zum Arzt

Nach jedem Training geht's zum Arzt
Das große Comeback von Michael Schumacher rückt immer näher. Wie ein Besessener schuftet der siebenmalige Weltmeister für seine Rückkehr in die Formel 1 am 23. August beim Großen Preis von Europa in Valencia. Sorgen bereitet Schumacher, der Scuderia Ferrari und allen Fans jedoch der Nacken, der nach einem Motorrad-Sturz vor Monaten immer noch zwickt. “Michael macht alle Trainingseinheiten unter medizinischer Beobachtung. Das heißt, er macht seine Einheiten, dann gibt es einen medizinischen Test“, verriet Willi Weber, Schumachers Manager, im ’Express-Interview’.

Aber Weber hat keinerlei Bedenken: “Ich habe keine Zweifel, dass die ganzen Checks nur bestätigen, was ich vermute: Wenn Michael in Valencia ins Auto einsteigt, wird er bereit und hundertprozentig fit sein.“ Dass Schumi keine Erfahrung mit dem Ferrari F60 und KERS hat, die Strecke in Valencia und die neuen Slick-Reifen nicht kennt, bereitet Weber ebenfalls kein Kopfzerbrechen. “Bei jedem anderen würde ich sagen: ’Bist du bescheuert? Tu dir das nicht an!’ Aber wir reden hier von Michael Schumacher, dem besten Formel-1-Piloten der Welt.“

Weber: Alle profitieren von Schumi

Seit der Comeback-Ankündigung Schumachers steht bei Weber das Telefon nicht mehr still und es ist eine neue Formel-1-Euphorie entstanden. “Es gibt 25.000 Camper-Anfragen in Spa, und an einem Tag wurden in Valencia so viele Tickets verkauft wie vier Wochen vorher zusammen. Das ist sensationell. Alle profitieren von Michael“, freut sich Weber, der sich eine Spitze gegen die Konkurenz-Teams Williams, Red Bull und Toro Rosso nicht verkneifen kann.

Es sei für Weber “unverständlich, dass man ihm Steine in den Weg wirft“, womit der umtriebige Manager auf das Veto der drei Teams gegen einen Test Schumachers im Ferrari F60 anspielt. “Die Formel 1 war in letzter Zeit nicht gerade auf Rosen gebettet, was das Image betrifft. Jetzt kommt Michael und sorgt wieder für positive Schlagzeilen. Deshalb habe ich kein Verständnis für die Blockade.“

Mein Kommentar:

"Der Nacken hält" - eine interessante Aussage. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Michael Schumacher zugesagt hätte, wenn es wirklich so ein großes Problem wäre. Es sind noch zwei Wochen bis zum Start in Valencia, bis dahin ist das Problem mit den Nacken hoffentlich ganz behoben. Schließlich soll Schumi ja noch ein paar Rennen mehr fahren.

Mosley: “Schumacher ist ein Sieger-Typ“

Mosley: “Schumacher ist ein Sieger-Typ“
FIA-Präsident Max Mosley ist hoch erfreut über Michael Schumachers Rückkehr in die Formel 1 und traut dem Rekord-Weltmeister Großtaten zu. “Das ist großartig. Das gibt der Formel 1 einen riesigen Schub“, freute sich der Chef des Automobil-Weltverbandes im Interview mit der ’Bild’. Mosley ist absolut sicher, dass Schumacher auf Anhieb schnell sein wird. “Er wird großartige Leistungen zeigen, so wie wir es von ihm gewohnt sind. Ein Michael Schumacher kann gar nicht langsam fahren.“

Dass Ferrari dem 40-Jährigen kein Siegauto zur Verfügung stellen kann, ist für Mosley kein Grund, nicht auf Schumacher zu setzen. Der FIA-Boss glaubt sogar: “Er kann gewinnen“, sagte der 69-Jährige, der sich an Schumachers Anfänge in der Formel 1 erinnert: “Michael Schumacher ist ein Sieger-Typ, das hat er oft bewiesen. Er holt das Beste aus jedem Auto raus, oft mehr als jeder andere Fahrer. Erinnern wir uns an 1991, an den Großen Preis von Belgien in Spa: Da saß er zum ersten Mal in einem Formel-1-Auto, im Jordan. Es war ein langsames Auto – und trotzdem stellte er es auf Anhieb auf Startplatz 7.“

Inzwischen sind zwar 18 Jahre vergangen, aber auch in Schumachers Alter sieht Mosley kein Problem: “Na und? Der große Juan Manuel Fangio war 46 und wurde noch Weltmeister.“ Vielleicht hängt Schumi sogar noch eine Saison dran. “Ich würde bei Michael nichts ausschließen. Das hängt natürlich auch stark davon ab, ob sein Auto siegfähig ist. Aber wenn ein Schumacher wieder vom Rennvirus infiziert ist – wer weiß?“