Posts mit dem Label Bundesliga werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bundesliga werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 25. November 2010

1. FC Köln - BVB 1:2

2:1 - Sahin schießt Borussia in der 91. Minute an die Tabellenspitze

[15.10.] Nach 3.086 Tagen steht Borussia Dortmund wieder an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga! Der BVB feierte mit dem 2:1 (1:0)-Auswärtssieg beim 1. FC Köln den siebten Bundesligasieg in Folge und belegt erstmals seit der Meisterschaft 2002 Platz eins. In einer spektakulären Partie glich Podolski in der 82. Minute Kubas Führungstreffer aus, doch Sahin traf in der Nachspielzeit für den BVB!
bild

Aus Köln berichtet Boris Rupert

Tolle Stimmung auf den Rängen! 50.000 Zuschauer im bis auf den letzten Platz ausverkauften RheinEnergie-Stadion, darunter knapp 10.000 Anhänger aus Westfalen, sahen eine rassige Partie mit zahlreichen Torraumszenen, überwiegend für die Borussia, die nach 20 Minuten durch Kubas Abstaubertor in Führung ging, es aber verpasste, die weiteren guten Chancen in einen deutlichen Vorsprung umzumünzen. Podolski traf in der 82. Minute zum 1:1, doch in der Nachspielzeit schlug Sahin zu!

Ausgangslage:
In 49 der zuvor absolvierten 74 Duelle nahm der BVB Punkte mit, seit der Jahrtausendwende hatte er nur eins von zwölf Spielen gegen Köln verloren, seit dem Wiederaufstieg des FC vor zwei Jahren sogar alle vier Partien gewonnen. Köln ging als Tabellensechzehnter ins Spiel und wartete seit vier Spieltagen auf einen Sieg.

bild
Marcel Schmelzer konnte doch auf- laufen im Gastspiel in Müngersdorf.
Personalien:
Köln musste auf die verletzten McKenna, Schorch, Freis und Ishiaku verzichten, beim BVB fehlten Owomoyela (Achillessehne), Hajnal (Faserriss), Kehl (Sehnenanriss im Hüftbeuger), Zidan (Aufbautraining) und Kringe (Mittelfußbruch). Es begann die gleiche Elf, die vor der Länderspielpause den FC Bayern mit 2:0 bezwungen hatte. Denn Marcel Schmelzer konnte nach dem Aufwärmen Entwarnung signalisieren. Der Linksverteidiger war am Donnerstag umgeknickt, bestand aber den Härtetest vor dem Spiel. Der FC wechselte ein Mal: Für Mondragon stand Varvodic zwischen den Pfosten.

Taktik:
Der FC wechselte zwischen 4-1-4-1 und 4-2-3-1. Bei Dortmunder Ballbesitz agierten vor dem "Sechser" Petit mit Lanig und Matuschyk zwei zusätzliche Abfangjäger, und Clemens (rechts) sowie Jajalo machten auf den Außen die Räume eng. War der FC im Angriff, verschob sich die Grundordnung in ein 4-2-3-1: Clemens und Jajalo unterstützten die einzige nominelle Spitze, Podolski, nach Kräften, Matuschyk rückte vor in die zentral-offensive Position, Lanig gesellte sich dann zur Absicherung an die Seite von Petit. Dem sehr variablen Kölner Spiel, in dem Podolski zudem häufig auf die Flügel auswich und vor allem links auch Ehret häufig nachrückte, begegnete der BVB aus der bekannten 4-2-3-1-Grundordnung und mit hoher Laufbereitschaft im zentralen Mittelfeld (Sahin, Bender).

bild
Einer von vielen Zweikämpfen: Sahin gegen Matuschyk.
Spielverlauf & Analyse:
Bei strömendem Regen und entsprechend schnellem Platz lieferten sich beide Teams von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Beide verzeichneten in den ersten 15 Minuten zwei Großchancen samt Lattentreffer, wobei die Borussia für die spielerischen Akzente zuständig war, und der FC mit Kontern für die Brandherde sorgte.

Dabei hätte Barrios seine Mannschaft früh in Front bringen können: Eine perfekt getimte Flanke von Kuba köpfte er in der sechsten Minute unbedrängt aus etwa fünf Metern über das Tor, 60 Sekunden später war es eine Flanke von Piszczek, die er neben den Kasten setzte. Schiedsrichter Perl hatte allerdings zuvor abgepfiffen und auf Stürmerfoul erkannt.

Barrios zum Dritten dann in der 16. Minute, als er einen Sahin-Freistoß an die Querlatte köpfte. Es war schon der zweite Alu-Treffer in dieser rassigen, kampfbetonten Partie, denn sechs Minuten zuvor hatte Podolski nach einem langen Abschlag Kagawa umkurvt und das Lattenkreuz getroffen. Direkt im Anschluss bewahrte Weidenfeller die Schwarzgelben mit einer prächtigen Parade gegen Clemens´ Nachschuss vor einem Rückstand.

Es ging hin und her in dieser Phase: Kagawa erkämpfte sich den Ball, flankte von links ans rechte Eck zu Barrios, der aus kurzer Distanz erneut an den Pfosten köpfte. Der Abpraller landete genau bei Kuba, der aus wenigen Zentimetern abstaubte (20.). Zwei Minuten später hatte Schmelzer nach toller Vorarbeit von Kuba und Kagawa das 0:2 auf dem Fuß, doch er traf nur das Außennetz. "Spitzenreiter, Spitzenreiter", skandierten die BVB-Fans, denen aber kurz darauf der Atem stockte: An Podolskis abgefälschten 18-Meter-Schuss wäre Weidenfeller nicht mehr heran gekommen. Der Ball strich knapp am rechten Pfosten vorbei (28.).

bild
Kuba bejubelt das Tor zum 0:1. Der Pole hatte blitzschnell geschaltet. [Fotos: firo]
In einer rasanten ersten Hälfte gehörten die beiden letzten Szenen wieder dem BVB: Barrios köpfte Kagawas Flanke (diesmal von rechts) knapp neben das Tor (42.), zwei Minuten später spielte Barrios Sahin im Sechzehner an, der blitzschnell weiterleitete zu Großkreutz, doch der heraus stürzende Varvodic konnte das 0:2 verhindern. 10:8 Torschüsse zur Pause für die Borussia.

Es ging verbissen weiter in dieser höchst intensiv geführten Partie. Köln öffnete die Deckung, kam zu einer sehr guten Chance durch Matuschyk, der Lanigs Kopfballablage über das Gehäuse köpfte (57.), und einer weiteren durch Petit, dessen scharfen Freistoß Weidenfeller parieren konnte (61.). Der FC gab den Borussen aber auch Raum für schnelle Gegenangriffe, die mehrheitlich über die rechte Seite, über Kuba vorgetragen wurden. Nach genialem Zuspiel Sahins blieb Kagawa doch noch hängen (62.), kurz darauf machte Großkreutz in guter Schussposition einen Haken zu viel (65.).

Die BVB-Fans spürten: Ein zweiter Treffer musste jetzt her, denn bei den tückischen äußeren Bedingungen lag der FC-Ausgleich förmlich in der Luft. Lanig zog aus 25 Metern ab, doch auf Weidenfeller war auch hier Verlass (67.). Bender schmiss sich in einen Podolski-Freistoß - es war ein toller Kampf; doch das Spielerische war mittlerweile auf der Strecke geblieben.

Knapp 20 Minuten vor Schluss brachte Klopp Götze für Kagawa, der gleich eine gute Möglichkeit für Kuba vorbereitete, aber verzog (73.). Im Anschluss köpfte Barrios einen Sahin-Freistoß über das Tor, dann rutschte Lewandowski an einer Großkreutz-Hereingabe vorbei (80.).

0:2 - oder doch 1:1? Podolski beantwortete die Frage mit einem knallharten 16-Meter-Schuss in den rechten Winkel. Der ansonsten überragende Hummels hatte einen weiten Abschlag des Kölner Keepers zu kurz abgewehrt, Weidenfeller gegen Podolskis Schuss nicht den Hauch einer Chance (82.). Doch nur zwei Minuten später hätte Lewandowski den BVB wieder in Führung bringen können, doch Varvodic rettete spektakulär. Die Borussen forcierten in den Schlussminuten noch mal das Tempo und kamen wie in der letzten Saison in der Nachspielzeit noch zum Sieg: Lewandowski bediente Götze auf dem rechten Flügel, der behielt den Durchblick, passte zu Sahin, der den starken Varvodic in der 91. Minute überwand!

Ausblick:
Nur zwei der nächsten sechs Spiele finden zu Hause statt - beide in der kommenden Woche: Am Donnerstag (19 Uhr) empfängt der BVB im Kampf um Europa-League-Punkte Paris St. Germain im Signal Iduna Park, am Sonntag (15.30 Uhr) folgt die TSG Hoffenheim.

Quelle

BVB - Bayern München 2:0

2:0 - BVB schlägt gegen Bayern eiskalt zu - Barrios und Sahin treffen beim sechsten Liga-Sieg in Serie

[3.10.] Borussia Dortmund ist zurück auf der Welle der Euphorie und des Erfolgs! Drei Tage nach der unglücklichen Niederlage gegen Sevilla besiegte der BVB am siebten Spieltag der Fußball-Bundesliga den FC Bayern München mit 2:0 (0:0) und baute den eigenen Startrekord auf 18 Punkte nach sieben Partien aus.
bild

Es berichtet Johannes Vorspohl

In dem mit 80.720 Zuschauern seit Wochen ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK entwickelte sich in der ersten Halbzeit ein intensives, von der Taktik geprägtes Fußballspiel mit wenigen Torraumszenen. In der zweiten Halbzeit schlug der BVB dann eiskalt zu. Barrios gelang mit dem ersten richtigen Torschuss die Führung (52.), Sahin konnte mit einem traumhaften Freistoß in den Winkel auf 2:0 erhöhen - zugleich Endstand der Partie (60.).

Ausgangslage:
Erstmals seit dem 4. April 1992 wurde der BVB vor einem Duell mit den Bayern in der Tabelle sieben Plätze vor dem Rekordmeister aus München gelistet (damals Dritter gegen Elfter, 3:0). Während die Borussen mit fünf Siegen aus den ersten sechs Spielen den besten Start aller Zeiten verzeichneten, traten die Bayern mit der gleichen Ausbeute wie nach der EM 2008 an (zwei Siege, zwei Remis, zwei Niederlagen; am Saisonende Platz zwei).

Alle Videos zum Spiel auf meinBVB.de

bild
Wie gegen Sevilla in der Startelf: Kuba.
Personalien:
Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp schickte die gleiche Elf wie gegen Sevilla auf den Platz, da neben Kehl, Dede, Zidan und Kringe erneut auch Owomoyela (Beschwerden am Sprunggelenk und der Achillessehne) und Götze (Muskelverhärtung und Erkältung) nicht zur Verfügung standen. Hajnal kehrte dagegen in den Kader zurück, der von Hornschuh komplettiert wurde. Die Bayern mussten auf Altintop (Adduktorenprobleme), Robben (Muskelriss), Ribery, Alaba (beide Außenbandriss) und Contento (Leisten-OP) verzichten.

Taktik:
Die Dortmunder 4-2-3-1-Grundordnung ist zementiert. Trotz des Fehlens seiner Flügelzangen Ribery und Robben hatte FCB-Coach Louis van Gaal bis zum Champions-League-Spiel in Basel an einem 4-4-2 mit offensiven Außen im Mittelfeld festgehalten. In der Schweiz (2:1) agierte Klose dann in einem 4-2-3-1 als einzige Spitze, Müller zentral dahinter in einer offensiven Dreier-Reihe. In diesem System traten die Bayern auch beim BVB an, allerdings mit Gomez anstelle von Klose.

bild
Die Zuschauer sahen im ersten Durchgang viele intensive Zweikämpfe im Mittelfeld
Spielverlauf & Analyse:
Ermüdungserscheinungen nach dem kraftzehrenden UEFA-Europa-League-Spiel gegen Sevilla waren nicht zu erkennen. Die Schwarzgelben agierten in der Anfangsphase zwar defensiver als die Gäste aus München, wirkten aber hoch konzentriert und versuchten, die sich bietenden Räume durch schnelle Gegenstöße zu nutzen. Bayern hatte in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, konnte jedoch fast nur durch Standardsituationen Gefahr entwickeln.

Echte Torchancen sprangen in den ersten 40 Minuten nicht heraus. Viele intensive Zweikämpfe im Mittelfeld und zahlreiche Abseitsstellungen behinderten auf beiden Seiten den Spielfluss. Wenn sie gefordert wurde, war die Dortmunder Defensive zur Stelle. So auch in der 26. Minute, als van Bommel nach einem Sololauf Gomez im Strafraum in Szene setzte, Subotic das Leder aber im Liegen aus der Gefahrenzone spitzeln konnte.

Vor der Pause gewann die Partie an Tempo, der BVB spielte nun immer öfter sein großes Offensivpotential aus. Kuba setzte sich bei einem schnellen Angriff über rechts durch und flankte scharf in die Mitte. Dort fischte Butt das Leder gerade noch vor den einschussbereiten Kagawa und Barrios aus der Luft (38.). Auf der Gegenseite bewahrte Weidenfeller sein Team vor dem Rückstand, als er einen Schuss von Gomez mit der Innenseite seines Unterschenkels über die Latte lenkte (43.). Eine Riesenparade des Dortmunder Torwarts!

bild
Zwei feine Techniker unter sich: Shinji Kagawa im Duell mit Bayerns Toni Kroos.
Im zweiten Durchgang eröffnete ein Missverständnis zwischen Lahm und Butt die erste Chance. Bei einer Rückgabe von Lahm trudelte der Ball nur knapp am Tor der Bayern vorbei (47.). Die Schwarzgelben agierten nun mit mehr Zug nach vorne. Nach einem langen Einwurf von Schmelzer konnte der eingewechselte Demichelis den Ball nur bis zur Strafraumgrenze klären, dort setzte sich Bender beherzt gegen Gomez durch, Barrios schnappte sich das Leder im Strafraum und fackelte nicht lange. Sein Schuss wurde von Badstuber noch abgefälscht und flog über Butt hinweg ins Bayern-Tor - 1:0 (52.). Der SIGNAL IDUNA PARK stand nach dem vierten Saisontor des Argentiniers Kopf.

Die Schwarzgelben setzten nach und erwiesen sich als Meister der Effizienz. Bei einem Vorstoß von Hummels konnte Demichelis den Ball nur mit der Hand abwehren. "Nuri, Nuri", forderten die Fans beim fälligen Freistoß. Sahin ließ sich nicht zweimal bitten und zirkelte das Leder aus 20 Metern über die Mauer hinweg in den rechten Winkel - ein absolutes Traumtor des jungen Türken vor den Augen von Nationaltrainer Guus Hiddink (60.)!

Während die elektrisierten Fans das Stadion endgültig in einen schwarzgelben Hexenkessel verwandelten, nutzte der BVB die größer werdenden Räume zu Tempogegenstößen. Der Pfosten wackelte bedenklich, als Barrios bei einem Konter an der Strafraumgrenze den Hammer auspackte und das Aluminium traf (69.). Bayern mühte sich gegen die aufmerksame Defensive der Schwarzgelben vergeblich. Ansatzweise Gefahr strahlte der Rekordmeister weiterhin nur bei Standardsituationen aus.

Zu Tormöglichkeiten aus dem Spiel heraus kam dagegen der BVB. Nach Vorlage von Großkreutz verfehlte der eingewechselte Lewandowski das Tor von Butt nur knapp, sonst hätte das Leder zum dritten Mal an diesem Abend im Netz der Bayern gezappelt (82.). Auf der Gegenseite bewahrte Weidenfeller sein Team mit einer tollen Parade gegen den heranstürmenden Olic vor dem Anschlusstreffer, Piszczek konnte den Nachschuss zur Ecke klären (89.). Nach 120 Sekunden Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Meyer die Partie.

Alle Videos zum Spiel auf meinBVB.de

Ausblick:
Nach dem Bayern-Spiel kann der BVB neue Kraft tanken. Wegen der DFB-Länderspiele gegen die Türkei und Kasachstan muss das Team von Cheftrainer Jürgen Klopp erst wieder in 12 Tagen beim 1. FC Köln ran (Freitag, 15.10., Anstoß 20.30 Uhr). Der Herbst wird heiß: Es folgen drei englische Wochen mit Auftritten in Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal.

Quelle

St. Pauli - BVB 1:3

3:1 - BVB baut die tolle Serie aus: Großkreutz und Kagawa treffen am Millerntor

[24.09.] Borussia Dortmund schwimmt auf einer Welle der Euphorie und des Erfolges. Am sechsten Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte der BVB mit dem 3:1 (1:1)-Auswärtssieg beim FC St. Pauli den sechsten Pflichtspielsieg hintereinander und baute den eigenen Start-Rekord auf 15 Punkte nach sechs Spieltagen aus. Zwei Mal Großkreutz sowie Kagawa trafen für Schwarzgelb. Tabellenführer bleibt aber Mainz.
bild

Aus Hamburg berichtet Boris Rupert

Tolle Stimmung und weitgehend Fairness auf den Rängen! 24.082 Zuschauer im bis auf den letzten Platz ausverkauften Millerntor-Stadion erlebten Fußball in Reinkultur. Die BVB-Hymne vor dem Anpfiff eingespielt, kaum Pfiffe gegen den Gegner bei der Ansage der Aufstellung "einer Spitzenmannschaft der Bundesliga", so der Stadionsprecher. Leider fiel eine Handvoll BVB-Anhänger durch das Zünden von Pyrotechnik unangenehm auf.

Zum Spiel: Der BVB münzte seine anfängliche Überlegenheit in eine frühe Führung (Großkreutz, 17.) um, doch nach Hennings´ 1:1 (25.) war St. Pauli drin im Spiel. Doch nach dem Wechsel stellten Kagawa in der 50. und erneut Großkreutz in der 60. Minute die Weichen auf Sieg.

Ausgangslage:
Neunter gegen Zweiter - so weit oben war das Duell zwischen den beiden Traditionsklubs, die Fußball mit totaler Hingabe leben, noch nie angesiedelt. St. Pauli hatte allerdings nur einen der bis dato sieben Punkte im eigenen Stadion errungen, der BVB dagegen auswärts bislang optimal gepunktet (Siege in Stuttgart und Schalke). Und auch die Bilanz gegen FC St. Pauli sprach für die Borussen: Gegen keinen anderen Klub war sie besser (neun Siege, drei Unentschieden, zwei Niederlagen), die letzten vier Gastspiele am Millerntor waren ausnahmslos gewonnen worden (8:1 Tore).

Alle Videos zum Spiel auf meinBVB.de

bild
Mario Götze
Personalien:
St. Pauli ohne Hain, Zambrano, Boll, Morena, Sukuta-Pasu sowie Asamoah, der für die Startelf angekündigt war, sich aber beim Aufwärmen verletzte, und mit drei Änderungen gegenüber dem 2:1-Auswärtssieg in Gladbach: Gunesch, Hennings und Bartels waren für Kruse, Boll und Morena dabei. Beim BVB spielten Owomoyela und Götze für Piszczek und Kuba. Der 18-köpfige Kader blieb gegenüber dem 5:0 gegen Kaiserslautern unverändert.


Taktik:
St. Pauli änderte das System: Weg von der Doppel-Sechs, weg vom 4-2-3-1, hin zu einer 4-1-4-1-Grundordnung, aus der Takyi und Torjäger Ebbers bei den zunächst auf Konter angelegten Angriffen in die Spitze vorstießen. In der Regel war der Aufsteiger darum bemüht, mit möglichst vielen Leuten hinter dem Ball zu stehen. Durch schnelle Ballpassagen versuchte der BVB, Lücken im engmaschigen Defensivverband des Gegners zu finden.

bild
Shinji Kagawa brachte seine Mannschaft in der 50. Minute wieder in Führung.
Spielverlauf & Analyse:
St. Pauli, das gegen keinen anderen Klub - auch nicht gegen die Bayern - mehr Heimniederlagen (5) und mehr Gegentore (28) hatte hinnehmen müssen, war zunächst darauf bedacht, sicher zu stehen und schaltete den Vorwärtsgang erst nach dem frühen Gegentor (17.) ein, was dem Spiel gut tat. Denn die erste Viertelstunde verlief zäh.

Der BVB, der in dieser Saison die meisten Chancen (53) herausgespielt, die meisten Torschüsse (95) abgegeben und die meisten Tore (13) erzielt hatte, war zu Beginn deutlich feldüberlegen, kam aber erstmals in der 14. Minute gefährlich nach vorn. Kagawa bediente Barrios, der 15 Meter vor dem Tor zum Abschluss kam, doch der aus seinem Kasten geeilte Kessler verhinderte mit einer Fußabwehr das 0:1. Keine 60 Sekunden später stolperte Oczipka in der Rückwärtsbewegung, Götze konnte von rechts unbedrängt flanken, Kagawa nahm die Hereingabe aus fünf Metern volley, schoss aber übers Tor.

Das torgefährlichste Mittelfeld der Liga (bis dahin sieben Treffer, elf Vorlagen) verbuchte in der 17. Minute zwei weitere Scorerpunkte: Sahin eröffnete das Spiel, Kagawa spielte Doppelpass mit Barrios, flankte von rechts, und Großkreutz köpfte aus etwa sechs Metern zum 0:1 ein.

St. Pauli gab die Defensivhaltung - wie schon beschrieben - jetzt auf, agierte sehr energisch in den Zweikämpfen, kam aber dann doch etwas überraschend schon nach 24 Minuten zum Ausgleich. Takyis Solo schien schon gestoppt, doch Bartels schaltete blitzschnell, spielte mit der Hacke auf Hennings, der aus etwa 15 Metern abzog und Weidenfeller keine Chance ließ. Flach im linken Eck schlug der Ball zum 1:1 ein - es war St. Paulis erster Treffer in Halbzeit eins überhaupt. Das Spiel war nun offen, und es war interessant. Thorandts Kopfball nach einer Ecke landete nicht im, sondern auf dem Netz (32.). Der BVB in der Viertelstunde vor der Pause mit Abstimmungsproblemen und einem Ballverlust (Barrios gegen Gunesch), der beinahe zum zweiten Gegentor geführt hätte, doch Ebbers konnte Bartels´ Flanke nicht verwerten (45.).

bild
Sorgte mit seinen Toren für Jubel: Kevin Großkreutz. [Fotos: Firo]
Die Kiez-Kicker verbuchten auch die erste Chance in Durchgang zwei: Takyi, der von den Borussen nur schwer zu fassen war, bediente Ebbers, der weiter zu Rothenbach: Flanke, Kopfball Ebbers, Glanzparade Weidenfeller, und Bartels versemmelte den Nachschuss (47.). Nur zwei Mannschaften nutzten in dieser Saison ihre Großchancen seltener als St. Pauli - bei Bartels´ Schuss über das leere Tor "schön" anzusehen.

War Paulis Ausgleich in der 25. Minute überraschend gefallen, traf dies auch auf den neuerlichen Führungstreffer der Borussen zu: Nach einem leichtfertigen Ballverlust nahm es Barrios mit der halben Hintermannschaft auf, bewies dabei großes Durchsetzungsvermögen und den Blick für den Mitspieler: Götze kam von hinten, stürmte bis an die Grundlinie, legte wieder zurück, und Kagawa hatte keine Mühe, zum 1:2 einzuschießen (50.).

Keine zehn Minuten später gab es eine ähnliche Situation, doch Kagawa machte es zu kompliziert, ließ die Chance zum 1:3 liegen. In der 59. Minute marschierte Sahin, zog ab - und traf aus der Distanz den Pfosten. Der BVB war nun wieder drin in der Partie. Klopps Halbzeit-Analyse hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Barrios zog knallhart ab, Kessler konnte nicht festhalten, und Großkreutz staubte ab zum 1:3 (60.).

Um 17 Uhr dann eine "Wunderheilung": Asamoah konnte dann doch noch spielen, und beim BVB kam Lewandowski in den letzten 20 Minuten für Kagawa ins Spiel. In der 79. Minute hätte der Pole alles klar machen und sein drittes Tor in Folge schießen können, doch er scheiterte frei vor und an Kessler.

Ausblick:
Am Donnerstag, 30. September (19 Uhr), gastiert der FC Sevilla im Signal Iduna Park, drei Tage später, am Sonntag, 3. Oktober (17.30 Uhr), folgt der FC Bayern München. Karten für das Heimspiel in der UEFA Europa League können Sie hier bequem online bestellen.

Quelle

Mittwoch, 24. November 2010

BVB - Kaiserslautern 5:0

5:0 gegen Kaiserslautern: Startrekord und Platz zwei für den BVB!

[22.09.] Borussia Dortmund schwimmt auf einer Welle der Euphorie und des Erfolges. Am fünften Spieltag der Fußball-Bundesliga feierte der BVB mit dem 5:0 (2:0)-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern den sechsten Pflichtspielsieg hintereinander, stellte mit zwölf Punkten aus fünf Spielen einen neuen Startrekord auf und schob sich in der Tabelle auf Rang zwei vor. Zwei Mal Barrios sowie Großkreutz, Hummels und Lewandowski erzielten die Tore für einen wieder großartig aufspielenden BVB.
bild

Es berichten Boris Rupert und Dennis Gottschlich

Vor 70.100 Zuschauern hatte der BVB zunächst Mühe, ins Spiel zu finden. Das 1:0 durch Barrios fiel in der 31. Minute noch etwas überraschend, doch dann lief´s. Großkreutz (38.), Hummels (65.), Lewandowski (75.) und zum Schluss noch einmal Barrios (88.) schossen einen hoch verdienten Sieg heraus - und die Borussia zum achten Sieg im neunten Pflichtspiel der Saison!

Ausgangslage:
Dritter gegen Sechster: So weit oben in der Tabelle angesiedelt war dieses Duell zuletzt im April 2002 (Zweiter gegen Sechster). Nach optimalem Start mit sechs Punkten aus den Begegnungen gegen Köln und München holte Kaiserslautern aus den folgenden Partien gegen Mainz und Hoffenheim lediglich einen Zähler. Der BVB legte mit neun Punkten den besten Saisonstart seit 2001/2002 hin (damals vier Spiele, vier Siege).

Alle Videos zum Spiel finden Sie auf www.meinbvb.de

bild
Auf der Bank: Owomoyela
Personalien:
Mit Kehl, Dede, Hajnal, Zidan und Kringe fehlten auf Dortmunder Seite fünf Akteure, Kaiserslautern trat ohne Simunek, Amri sowie Rivic an - und in der gleichen Formation wie beim 2:2 gegen Hoffenheim. Gegenüber dem 3:1 vom Sonntag in Gelsenkirchen nahm Jürgen Klopp zwei Wechsel vor: Piszczek und Kuba kamen für Owomoyela und Götze in die Mannschaft.

Taktik:
Dem Dortmunder 4-2-3-1 stand eine 4-4-2-Grundordnung der Lauterer gegenüber. Bei Dortmunder Ballbesitz rückten Kirch und Ilicevic auf den Außenpositionen auf eine Höhe mit der "Doppel-Sechs" Tiffert und Bilek. Sahin und Bender hatten mit fortschreitender Spieldauer immer mehr Freiheiten und konnten schalten, wie sie wollten.

bild
Kevin Großkreutz bejubelt das 2:0. Nuri Sahin hat die ersten drei Tore vorbereitet.
Spielverlauf & Analyse:
Der BVB kam eher schleppend in die Partie. Die Pfälzer traten zu Anfang offensiv auf, setzten die Borussen früh unter Druck und kamen so bereits in den ersten zehn Minuten mehrmals gefährlich vor das Tor der Schwarz-Gelben. Doch Weidenfeller konnte den Ball sowohl beim Schuss von Lakic (6.) als auch bei einer gefährlichen Hereingabe von Jessen (9.) souverän abfangen. Die erste Chance für den BVB resultierte dann aus einem Konter. Einen langen Abschlag von Weidenfeller konnte Schmelzer auf der linken Seite gut mitnehmen, seine Flanke gelangte zu Barrios, der den Ball aber aus aussichtsreicher Position über den Kasten von Sippel köpfte.

In der Folge nahm der BVB immer mehr das Heft in die Hand, gewann die Zweikämpfe im Mittelfeld und präsentierte sich mit Zug zum Tor. Doch Kagawas Kopfball aus gut elf Metern (18.) sowie Großkreutz´ platzierter Schuss von der Strafraumlinie (27.) konnte Torwart Sippel noch gut parieren. In der 31. Spielminute sah dies dann allerdings anders aus: Nach einem "Zuckerpass" von Sahin aus dem Mittelfeld konnte Barrios den Ex-Dortmunder Amedick abhängen, kam alleine vor Sippel zum Abschluss und spitzelte das Leder mit dem Außenrist durch die Beine des Keepers ins Tor - 1:0 für den BVB.

Und auch danach ließ Borussia nicht locker. Kaiserslautern nunmehr ohne Chance, sah einen schwarz-gelben Angriff nach dem anderen auf das eigene Tor rollen. Nachdem Sippel sowohl Schmelzers Schuss vom Strafraumeck (34.) als auch Sahins Schuss aus gut 16 Metern (35.) noch halten konnte, klingelte es kurz drauf zum zweiten Mal im Kasten der "Roten Teufel", die sich bis dahin, mit Ausnahme der
bild
Schock nach 40 Sekunden: Bender liegt regungslos am Boden.
ersten zehn Minuten, gar nicht "teuflisch" präsentierten. Der gut aufgelegte Sahin sah den freistehenden Großkreutz´ auf der linken Seite. Dieser ließ Kaiserslauterns Dick mit einer Finte stehen und brachte den Ball hart und platziert aufs Tor, Sippel konnte das Leder zwar mit den Fingerspitzen noch erreichen, lenkte den Ball allerdings nur gegen den Innenpfosten, von wo er ins Tor sprang (38.). Binnen sieben Minuten machte Borussia also klar, wer Herr im SIGNAL IDUNA PARK ist.

Und die zweite Hälfte begann genau so, wie die erste aufgehört hatte. Der BVB mit viel mehr Spielanteilen, drückte weiter auf das Tor der Pfälzer, die vor allem Probleme hatten, das Dortmunder Mittelfeld um den bärenstarken Sahin in den Griff zu bekommen. So strich Benders strammer Schuss aus 20 Metern nur knapp am rechten Winkel des Tores vorbei (47.), Sahins Abschluss von der Strafraumgrenze hielt Sippel sicher (49.).

Chancen für den BVB nun im Minutentakt. In der 54. Minute setzte sich Großkreutz wiederum gegen den völlig indisponierten Dick im Strafraum durch, passte in die Mitte, wo Kagawa völlig unbedrängt zum Abschluss kam, jedoch an Sippel scheiterte. Nur wenige Sekunden später kam Piszczek rechts im Strafraum zum Schuss, dieser ging nur knapp am Gehäuse der Lauterer vorbei. Benders (57.) und Kagawas (59.) Kopfbälle konnte Sippel ebenfalls parieren.

In der 60. Minute dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, die nächste halbwegs gefährliche Situation vor dem Tor der Schwarzgelben, doch den Freistoß von der rechten Seite konnte Weidenfeller in seinem 199. Bundesligaspiel souverän vor den herannahenden Stürmer abfangen.

bild
Shinji Kagawa zauberte mal wieder - hier gegen Bilek. [Fotos: firo]
Nur drei Minuten später jedoch wieder der BVB im Angriff - und wie: Sahin bringt einen Freistoß von der linken Seite hoch in den Sechzehner der Gäste, wo Torwart Sippel am Ball vorbei fliegt. Dahinter setzt sich Hummels im Zweikampf durch und bugsiert den Ball mit dem Kopf zum 3:0 für Borussia in die Maschen (64.).

Doch wer dachte, der BVB ließe es ruhiger angehen und schone sich mit diesem komfortablen Vorsprung für die bevorstehenden englischen Wochen, der hatte falsch gedacht. Nachdem Jürgen Klopp in der 70. Minute zunächst mit Götze und Lewandowski für die bis dahin großartig aufspielenden Kagawa und Großkreutz zwei frische Spieler aufs Feld brachte, rappelte es kurz darauf schon wieder im Kasten der Pfälzer. Kuba hatte scharf in die Mitte gepasst, wo Barrios uneigennützig für den "Neuen" Lewandowski durchließ, der den Ball locker über Sippel hinweg ins Tor lupfte (75.) - 4:0 für Borussia Dortmund.

Barrios komplettierte in der 88. Minute den Dortmunder Kantersieg, als er nach Hereingabe von Piszczek in der Mitte völlig frei zum Abschluss kam und mit seinem zweiten Tor den 5:0-Endstand markierte. Alles in allem also ein absolut überzeugender Auftritt der Mannschaft von Jürgen Klopp, die die Euphorie nach dem Derbysieg am vergangenen Sonntag mit in die Partie nahm, Kaiserslautern die meiste Zeit des Spiels völlig ausschaltete und teilweise grandiosen Fußball zelebrierte. Ein, auch in dieser Höhe, vollkommen verdienter Sieg der Borussen, der mit Sicherheit viel Selbstbewusstsein für die anstehenden Aufgaben geben wird.

Ausblick:
Nach dem Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim FC St. Pauli wartet ein Heimspiel-Doppelpack auf die Fans. Am Donnerstag, 30. September (19 Uhr), gastiert der FC Sevilla im Signal Iduna Park, drei Tage später, am Sonntag, 3. Oktober (17.30 Uhr), folgt der FC Bayern München. Karten für das Heimspiel in der UEFA Europa League können Sie hier bequem online bestellen.

Quelle

Ergebnisse des 5. Spieltages

BVB - Kaiserslautern 5:0
Hamburg - Wolfsburg 1:3
Mainz - Köln 2:0
Leverkusen - Frankfurt 2:1
Hoffenheim - Bayern München 1:2
Nürnberg - Stuttgart 2:1
Mönchengladbach - St. Pauli 1:2
Freiburg - Schalke 1:2
Hannover - Bremen 4:1

Schalke - BVB 1:3

3:1 - Kagawa schießt Borussia zum Derbysieg -
Drei Mal Latte durch Subotic, Großkreutz und Sahin

[19.09.] Ein Sahnehäubchen krönt den Traumstart in die Saison 2010/2011: Borussia Dortmund gewann das 136. Revierderby hoch überlegen mit 3:1 (1:0), kletterte in der Tabelle auf Rang drei und sorgte dafür, dass die "Rote Laterne" des Tabellenletzten vorerst in Gelsenkirchen leuchtet. Kagawa mit einem Doppelpack sowie Lewandowski machten den ersten Derbysieg seit 2007 und den ersten Triumph in der Arena seit 2005 perfekt.
bild

Aus Gelsenkirchen berichtet Boris Rupert

60.069 Zuschauer in der erstmals seit zehn Jahren nicht ausverkauften Arena sahen eine Fußball-Demonstration in Schwarz und Gelb, das zur Pause aber höher hätte führen müssen als mit 1:0 durch Kagawa (20.). Subotic und Großkreutz trafen jeweils die Querlatte, Benders Treffer zählte wegen Abseits nicht. Zwölf Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Kagawa auf 2:0, und Schalke spielte nach Plestans Platzverweis (61.) nur noch zu zehnt. Dortmunds dritter Lattentreffer in diesem einseitigen Derby ging auf das Konto von Sahin (65.). Den Schlusspunkt setzte Lewandowski in der 86. Minute. Huntelaar betrieb in der 89. Minute Ergebniskosmetik.

Alle Videos zu diesem Spiel finden Sie auf meinBVB

Die Fan-Artikel zum Derbysieg finden Sie im BVB-Onlineshop

Ausgangslage:
Nach den Samstagspielen war es das Duell Letzter gegen Siebter - doch sowohl die Tabelle als auch die Statistik (Schalke seit 17. April und damit seit fünf Monaten ohne Heimsieg, Borussia in dieser Saison mit vier Siegen in vier Pflichtspielen auf des Gegners Platz) zählte vor dem 136. Revierderby nichts, denn für dieses Duell gilt mehr als für jedes Pokalspiel: Es hat seine eigenen Gesetze.

bild
Grünes Licht für Einsatz: Götze.
Personalien:
Schalke ohne Hoogland, Metzelder, Pander, Uchida und Kenia, Borussia ohne Kehl, Zidan, Dede sowie Hajnal und in der gleichen Formation wie beim 4:3 in Lwiw: Götze, der wegen einer leichten Gehirnerschütterung am Freitag und Samstag nur Lauftraining absolvieren konnte, erhielt von Mannschaftsarzt Dr. Braun grünes Licht für einen Einsatz im Derby.

Taktik:
Schalke in diesem Spiel in einer 4-4-2-Grundordnung mit Raul und Huntelaar in der Spitze sowie Farfan und Deac rochierend, rechts wie links, auf den Außenpositionen des Mittelfelds, bei Dortmunder Ballbesitz auf einer Höhe mit der "Doppel-Sechs" Kluge und Rakitic. Der BVB agierte wie immer aus einer 4-2-3-1-Grundordnung mit dem Offensiv-Trio Götze, Kagawa und Großkreutz hinter Stoßstürmer Barrios.

Spielverlauf & Analyse:
Totenstille in den Schalker Blöcken wechselte sich nach Ballverlusten der eigenen Mannschaft mit Unmutsbekundungen ab. "Absteiger, Absteiger!", höhnte es aus dem BVB-Block. Eine vor Selbstvertrauen strotzende Borussen-Elf hielt in der ersten Hälfte das Zepter so fest in der Hand wie selten in einem Derby. Schalkes erster Torschuss datierte aus der 19. Minute (Huntelaar). Einziges Manko im Dortmunder Spiel war die Chancenverwertung. Mitte der ersten Halbzeit hätte es 3:0 oder 4:0 stehen können, stehen müssen - angesichts eines Torschussverhältnisses von 10:1 sowie 6:0 Ecken und 8:0 Chancen zu diesem Zeitpunkt (24. Minute) mehr als verdient.

bild
Die 20. Minute: Kagawa zieht ab und trifft zum 0:1.
Zwei Mal lag der Ball bis dahin auch im Schalker Netz, doch auf der Anzeigetafel stand "nur" ein 0:1, weil Benders Treffer nach Sahin-Freistoß wegen einer Abseitsstellung nicht zählte (10.). Für den überfälligen Führungstreffer sorgte Kagawa erst in der 20. Minute, als er nach Götzes Zuspiel Höwedes umkurvte und aus 15 Metern unhaltbar für Neuer einschoss. In allen (Pflicht-)Spielen mit Dortmunder Beteiligung gewann in dieser Saison immer die Mannschaft, die das erste Tor erzielte.

Glück für Schalke, als Subotic nach einer Götze-Flanke die Querlatte traf (12.), Kagawa aus spitzem Winkel den besser postierten Götze übersah und stattdessen Neuer den Ball in die Arme schoss (15.), der Japaner nach einer tollen Kombination über Großkreutz an der Fußspitze des Schalker Schlussmanns scheiterte (16.), dieser anschließend spektakulär gegen Barrios parierte (23.) und kurz darauf auch Owomoyela stoppte (25.). Dazwischen gab es noch einen Hummels-Kopfball, der haarscharf übers Tor ging.

In dieser Phase hätte der BVB die Weichen auf Sieg stellen müssen. Stattdessen ließ man den Gegner gegen Ende des ersten Durchgangs kurzzeitig etwas besser ins Spiel kommen. Doch in den Schlusssekunden stockte den Zuschauern nochmals der Atem: Zunächst wehrte Neuer einen Barrios-Schuss zur Ecke ab, dann traf Großkreutz die Latte, Subotic scheiterte mit dem Nachschuss an Neuer. Es war die zehnte Torchance der Borussen in diesem höchst einseitigen Spiel. Ein gellendes
bild
Das Motiv täuscht: Die Borussen - hier mit Sahin - hatten vollen Durchblick im Derby. [Fotos: firo]
Pfeifkonzert der Schalke-Fans zur Pause war das größte Kompliment, das die Borussen für ihre überragende Leistung ernten konnten.

Götze, der Sarpai Knoten in die Beine gespielt hatte, blieb zur Pause verletzungsbedingt in der Kabine. Kuba kam. Und die Kräfteverhältnisse verschoben sich kurzzeitig. Schalke wurde aktiver, die Dortmunder Dominanz, die Leichtigkeit im Spiel, war zunächst dahin. Der erste gelungene Angriff, der erste Torschuss in Durchgang zwei, brachte dann aber das 0:2. Kuba schlug eine Flanke mit viel Effet in den Strafraum, Kagawa kam wie ein Kung-Fu-Kämpfer von hinten und drückte den Ball im Sprung mit gestrecktem Bein ins Tor (58.).

Mit gestrecktem Bein zur Sache ging auch Plestan, doch dies regelwidrig. Vier Minuten zuvor nach einem Foul an Bender mit Gelb verwarnt, holte der Schalker Abwehrspieler den durchgebrochenen Barrios von den Beinen: Schiedsrichter Gräfe zückte erst Gelb (61.), dann Rot. Den "Sack" zu machen können hätten kurz darauf Sahin und Kuba. Nach Barrios Rückgabe nagelte Borussias Nummer acht den Ball aus zwölf Metern ans Lattenkreuz (65.), noch in der selben Minute drang Kuba von rechts in den Strafraum ein, zog wuchtig ab, doch Neuer bekam gerade noch die Fäuste hoch.

Schalkes erste Torchance notierte aus Minute 73, als Höwedes und Matip den Anschlusstreffer auf dem Fuß hatten. Doch es brannte nichts mehr an. Klopp konnte es sich angesichts der Überlegenheit sogar leisten, Kagawa (74.) und Barrios (81.) vom Feld zu holen und ihnen angesichts des Mammutprogramms in diesen Wochen eine kleine Pause zu gönnen. So durften andere ran: Lewandowski köpfte in der 86. Minute eine Sahin-Ecke zum 0:3 ein. Auf der anderen Seite schönte Huntelaar mit seinem Treffer in der Schlussminute das Resultat für Königsblau.

Alle Videos zu diesem Spiel finden Sie auf meinBVB

Die Fan-Artikel zum Derbysieg finden Sie im BVB-Onlineshop

Ausblick:
Am Mittwoch trifft der BVB im Signal Iduna Park auf den 1. FC Kaiserslautern. Anstoß ist um 20 Uhr. Tickets können Sie hierbequem online bestellen.

Quelle

Ergebnisse des 4. Spieltages

Schalke - BVB 1:3
Bremen - Mainz 0:2
Leverkusen - Nürnberg 0:0
Bayern München - Köln 0:0
Stuttgart - Mönchengladbach 7:0
St. Pauli - Hamburg 1:1
Wolfsburg - Hannover 2:0
Frankfurt - Freiburg 0:1
Kaiserslautern - Hoffenheim 2:2

BVB - Wolfsburg 2:0

2:0 - Sahin und Kagawa schießen die "Wölfe"
ab - BVB springt in der Tabelle auf Platz sechs

[11.09.] Borussia Dortmund feiert in der Liga den zweiten "Dreier" in Serie! Am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga gewann der BVB gegen den VfL Wolfsburg mit 2:0 (0:0). In einer kampfbetonten Partie brachte Sahin die Schwarzgelben kurz nach dem Seitenwechsel mit einem wunderschönen Treffer aus der Distanz auf die Siegerstraße.

bild

Es berichtet Johannes Vorspohl

73.600 Zuschauer sahen eine kampfbetonte erste Halbzeit mit wenigen Strafraumszenen, in der dem BVB nach einem Handspiel von Barzagli der fällige Strafstoß versagt blieb (17.). Zudem hätte Diego wegen Nachtretens die Rote Karte sehen müssen (45.). Im zweiten Durchgang brach Sahin den Bann mit einem Traumtor aus 25 Metern (50.). Kagawa machte den insgesamt verdienten 2:0-Sieg für den BVB mit seinem ersten Bundesligator perfekt (67.).

Ausgangslage:
Vier der fünf Pflichtspiele der noch jungen Saison hatte Borussia Dortmund gewonnen. Die einzige Niederlage hatte es im Liga-Auftaktspiel gegen Leverkusen (0:2) gegeben - gleichzeitig das dritte Heimspiel in Folge, das nicht gewonnen werden konnte. Obwohl Vorjahresmeister Wolfsburg mit zwei Niederlagen gegen München und Mainz in die Saison gestartet, nahm niemand das Duell auf die leichte Schulter. Im Gegenteil: "Der VfL", betonte BVB-Cheftrainer Jürgen Klopp, "ist ein Mitfavorit auf die Deutsche Meisterschaft."

Alle Videos zu diesem Spiel finden Sie auf meinBVB

bild
Im Team: Kuba.
[Fotos: firo]
Personalien:
Jürgen Klopp vertraute personell mit einer Ausnahme der gleichen Elf, die vor zwei Wochen 3:1 in Stuttgart gewonnen hatte. Einzige Änderung war die Hereinnahme des genesenen Kuba, der für Götze ins Team rückte. Verzichten musste der BVB-Coach weiterhin auf Zidan und Kringe. Bei den Gästen aus Niedersachsen fehlte lediglich Nationalspieler Riether. Neuzugang Diego hatte nach einer Belastungsprobe am Donnerstag grünes Licht für einen Einsatz gegeben.

Taktik:
Das beim BVB schon seit geraumer Zeit etablierte 4-2-3-1-Spielsystem setzt sich bei immer mehr Mannschaften in der Bundesliga durch, auch in Wolfsburg. Einen Sonderbewacher für Diego, der in der Grundordnung der "Wölfe" hinter Weltklassestürmer Dzeko agierte, hatte Klopp nicht vorgesehen. Je nach Spielsituation mussten sich die Innenverteidiger Hummels und Subotic oder die beiden "Sechser" Kehl und Sahin um den offensivstarken Brasilianer kümmern.

bild
Ließ Wolfsburgs Spielmacher Diego kaum zur Entfaltung kommen: Mats Hummels.
Spielverlauf & Analyse:
Der BVB hatte in der Anfangsphase zwar deutlich mehr Ballbesitz und konnte das Geschehen oft in die gegnerische Hälfte verlagern, fand jedoch kaum Lücken in der Defensive der kompakt gestaffelten Wolfsburger. Die Partie war von vielen intensiven Auseinandersetzungen im Mittelfeld geprägt, da auch die auf Konter lauernden Niedersachsen offensiv wenig zustande brachten. Die beste Chance der Gäste in den ersten 44 Minuten resultierte aus einem Fehler der Dortmunder Defensive. Dzekos Schuss im Strafraum konnte aber von Subotic abgeblockt werden (6.).

Wolfsburg war im Glück, als Schiedsrichter Aytekin ein Handspiel von Barzagli im Strafraum nicht ahndete (17.). Der BVB kam durch zwei Kopfbälle seiner Innenverteidiger Subotic und Hummels (19. und 23.) zu ersten Möglichkeiten, die VfL-Torwart Benaglio aber nicht ernsthaft in Bedrängnis brachten. Die geringe Anzahl guter Torchancen nach 35 Minuten spiegelte den Verlauf einer kampfbetonten Partie wider, die den Zuschauern kaum Strafraumszenen bot, zumal beide Teams das letzte Risiko (noch) scheuten.

Kurz vor dem Seitenwechsel zog der BVB das Tempo an. Nach einer Flanke von Schmelzer konnte Benaglio einen Kopfball von Barrios, der zuvor minutenlang außerhalb des Platzes behandelt worden war, gerade noch über die Querlatte lenken. Auch den Versuch von Hummels nach der anschließenden Ecke konnte Wolfsburg Torwart entschärfen (39.). Der BVB drückte. Einen wunderschönen Abgriff über Kehl und Kuba schloss Barrios mit einem wuchtigen Kopfball ab, der aber knapp einen Meter am Tor der "Wölfe" vorbeiflog. Dieses Mal wäre Benaglio chancenlos gewesen (41.). Auf Gegenseite stockte den BVB-Fans kurz vor dem Halbzeitpfiff der Atem: Quasi aus dem Nichts donnerte Dzeko den Ball aus rund 20 Metern gegen die Latte des Dortmunder Tores. Doch auch die "Wölfe" hatten Glück, als Diego nach rotwürdigem Nachtreten gegen Kehl mit einer Gelben Karte glimpflich davonkam (45.).

bild
Patrick Owomoyela im Zweikampf mit Mandzukic.
Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel war der Bann gebrochen. Nach einem Doppelpass mit Kehl fasste sich Sahin aus rund 25 Metern Entfernung ein Herz und schoss den Ball platziert in Richtung VfL-Tor. Benaglio kam mit den Fingerspitzen noch dran, blieb aber machtlos. Gnadenlos schlug das Leder im Winkel ein (50.). Das 1:0 war ein Traumtor, das den SIGNAL IDUNA PARK zum Beben brachte. Die Führung beflügelte nicht nur die Fans. Vier Minuten später hätte Barrios fast nachgelegt, Benaglio konnte den Drehschuss des Torjägers aber abwehren (54.).

"Scharfschütze" Sahin brachte die "Wölfe" immer wieder in Bedrängnis. Ein Freistoß des 22-Jährigen ging knapp am Tor der Gäste vorbei (63.). Der BVB war nun haushoch überlegen und durfte in der 67. Minute erneut jubeln. Von Großkreutz in der Nahtstelle der gegnerischen Viererkette in Szene gesetzt, vollstreckte Kagawa gegen den heraus stürmenden Benaglio eiskalt zum 2:0 ins linke Eck - sein erstes Tor in der Bundesliga, das der Publikumsliebling ausgiebig vor der Südtribüne feiern konnte.

Wolfsburg war nach den beiden Gegentoren geschlagen und hatte Glück, als Owomoyela mit einem wunderschönen Schuss aus dem Hintergrund nur die Latte traf (71.). Der BVB spielte den Rest der Partie nun souverän herunter, Wolfsburg wollte oder konnte nichts mehr hinzusetzen. Nach kurzer Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Aytekin die Partie.

Alle Videos zu diesem Spiel finden Sie auf meinBVB

Ausblick:
Auf Borussia Dortmund wartet eine echte "Knallerwoche". Am Donnerstag (16.09., Anstoß 21.05 Uhr) tritt der BVB zunächst in der Europa League beim ukrainischen Vertreter Karpaty Lwiw an. Nicht einmal 69 Stunden später (Sonntag, 19.09., Anstoß 17.30 Uhr) steigt das Revierderby beim FC Schalke 04.

Quelle

Ergebnisse des 3. Spieltages

Hoffenheim - Schalke 2:0
BVB - Wolfsburg 2:0
Hamburg - Nürnberg 1:1
Hannover - Leverkusen 2:2
Mönchengladbach - Frankfurt 0:4
Freiburg - Stuttgart 2:1
Bayern München - Bremen 0:0
Mainz - Kaiserslautern 2:1
Köln - St. Pauli 1:0

Stuttgart - BVB 1:3

3:1 - BVB holt drei Big Points beim VfB Stuttgart

[29.08.] Borussia Dortmund hat auch in der Fußball-Bundesliga in die Erfolgsspur gefunden: Nach den Siegen in den nationalen und internationalen Pokalwettbewerben gewann der BVB am zweiten Spieltag beim VfB Stuttgart mit 3:1 (3:0) und machte in der Tabelle einen großen Sprung fast bis ins obere Drittel. Schmelzer, Barrios und Götze schossen schon vor der Pause eine 3:0-Führung heraus. Cacau konnte im zweiten Durchgang nur noch verkürzen.

konnte im zweiten Durchgang nur noch verkürzen.

bild

Aus Stuttgart berichtet Boris Rupert

Vor 40.500 Besuchern in der bis auf rund 500 Plätze ausverkauften Mercedes-Benz-Arena bestätigte der BVB in der ersten Halbzeit die guten Leistungen in beiden Pokalwettbewerben, geriet aber in der letzten halben Stunde arg in Bedrängnis.

Ausgangslage:
Mit dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund trafen zwei Klubs aufeinander, die am Donnerstag in der Europa League gefordert waren und den Einzug in die Gruppenphase schafften. Während der BVB mit 1:0 bei FK Qarabagh siegte, musste der VfB gegen Bratislava - wie schon eine Runde zuvor gegen Molde - einen 0:2-Rückstand im eigenen Stadion aufholen, um ein 2:2 zu erzielen. Dies sprach gegen die bekannte Heimstärke der Schwaben, die unter Trainer Gross sieben der neun Bundesliga-Heimspiele gewonnen hatten. Historisch war Stuttgart ohnehin kein gutes Pflaster für die Borussen: Gegen kein anderes Team kassierte der BVB mehr Niederlagen als gegen den VfB.

Alle Videos zu diesem Spiel finden Sie auf meinBVB

bild
Wieder in der ersten Elf: Mario Götze
Personalien:
Mit einer Änderung gegenüber dem Europapokalspiel am Donnerstag in Baku trat der BVB beim VfB an: Götze ersetzte Piszczek, der ebenso wie Hajnal auf der Bank Platz nahm. Für den Ungarn war diesmal Rangelov zu Hause geblieben - ebenso wie die verletzten Kuba (Faserriss im Oberschenkel), Dede (Anriss Syndesmoseband), Zidan (Kreuzbandriss) und Kringe (Mittelfußbruch). Stuttgart musste auf Celozzi, Degen, Delpierre und Audel verzichten und brachte Defensivmann Niedermeier für den offensiven Didavi.

Taktik:
4-4-2 bei den Gastgebern, 4-2-3-1 bei den Gästen: Mit unterschiedlichen Systemen, die sich aber nur im Angriff bemerkbar machten, gingen beide Mannschaften in dieses Spiel. Während die Dortmunder Innenverteidiger Subotic und Hummels mit der Bewachung der Stuttgarter Spitzen Marica und Cacau klare Aufgaben hatten, wurden die offensiven Mittelfeld-Außen der Schwaben, Gebhart und Gentner, abwechselnd von Sahin und Kehl oder von den Außenverteidigern Schmelzer und Owomoyela übernommen - mitunter auch "gedoppelt". Gentners Rolle war zudem die eines Wanderers zwischen Defensive und Offensive: Bei Dortmunder Ballbesitz rückte er häufig zu Träsch und Kuzmanovic ins defensive Mittelfeld, so dass Stuttgart gegen den Ball aus einer 4-3-2-1-Grundordnung mit Marica auf der linken Seite agierte.

Sahin und Kehl schalteten sich bemerkenswert häufig ins Aufbauspiel ein, Kagawa rückte wiederholt mit nach vorn, um Barrios, der es wechselweise mit Tasci oder
bild
Souverän beim VfB: Mats Hummels.
Niedermeier zu tun hatte, zu entlasten. Großkreutz attackierte wie gewohnt über die linke Seite, Götze erstmals auf dem rechten Flügel.

Beim VfB waren die Positionen gegenüber dem 2:2 gegen Bratislava neu gemischt worden: Boulahrouz machte im Abwehrzentrum Platz für Niedermeier und rückte auf die rechte Verteidigerposition, so dass Träsch zu Kuzmanovic auf die Doppelsechs rochierte und Gentner auf links auswich.

Spielverlauf & Analyse:

Gegen die beste Mannschaft der Rückrunde 2009/2010 (39 Punkte) spielte der BVB frech und forsch auf und ging "hökscht" engagiert in die Zweikämpfe, wie es Joachim Löw formulieren würde. Die Borussen bestimmten in der ersten Halbzeit ebenso eindeutig wie eindrucksvoll das Spielgeschehen. Sahin und Kehl gaben im Zentrum Takt und Tempo vor, Kagawa wirbelte im Zentrum, und die Außen Götze, Großkreutz und Schmelzer setzten immer wieder Nadelstiche.

Die Schwaben fanden überhaupt keinen Zugriff auf das bemerkenswert reife Spiel der Westfalen, die beim Führungstreffer allerdings eine Portion Glück für sich reklamieren mussten: Sahin schlug einen präzisen Pass weit raus auf den linken Flügel, Schmelzer kam von hinten mit Tempo und wollte vors Tor flanken, doch der heute als Rechtsverteidiger aufgebotene Boulahrouz fälschte das Spielgerät unglücklich ab. Ulreich, der in Erwartung einer Flanke sein Tor verlassen hatte, blieb nur das Nachsehen (5.).

20 Minuten später lag der VfB im dritten Pflicht-Heimspiel der Saison mit 0:2 hinten: Erneut war es Sahin mit einem langen Ball, diesmal Niedermeier am Elfmeterpunkt mit einer schlechten Abwehr, die Großkreutz am linken Flügel erlief, klug zurücklegte auf Barrios, der aus exakt 16 Metern flach ins rechte Eck traf (26.). Für den Torjäger war es bereits Treffer Nummer fünf im fünften Pflichtspiel der Saison.

bild
Mario Götze bejubelte sein erstes Bundesligator. [Fotos: firo]
Doch es kam noch besser. Sahin - wer sonst? - unterband einen Stuttgarter Aufbaupass. Sein Rettungsversuch landete bei Großkreutz, der blitzschnell weiterleitete zu Kagawa. Ulreich wollte dessen Flanke aufnehmen, aber Niedermeier köpfte ihm den Ball weg - genau zu Götze, der locker einköpfen konnte (37.).

Der VfB kam mit zwei neuen Leuten (Harnik und Didavi für Marica und Niedermeier) aus der Kabine; Träsch rückte auf die Rechtsverteidiger-Position und Boulahrouz zu Tasci ins Abwehrzentrum. Doch abgesehen von einer Schrecksekunde direkt nach Wiederbeginn, als Didavi von der Torauslinie nach innen passen konnte, Harnik aber einen Schritt zu spät kam, spielte zunächst nur der BVB. Sahin setzte Kagawa in Szene, der leitete weiter zu Barrios, doch Ulreich war einen Tick schneller (49.). Keine 60 Sekunden später düpierte Kehl Stuttgarts Abwehrverband mit einem Klasse-Pass, Barrios schoss mit dem Außenrist aufs VfB-Tor, abemals Ulreich verhinderte mit einer Fußabwehr das 0:4.

Auf der anderen Seite hätte eine Unkonzentriertheit nach einem von Harnik schnell ausgeführten Freistoß beinahe zum Anschlusstreffer geführt, doch Hummels klärte im allerletzten Moment vor drei einschussbereiten Stuttgartern. Und gut, dass Schiedsrichter Gagelmann kurz darauf nicht auf eine Schwalbe Gebharts herein fiel. Der Stuttgarter war schon im ersten Durchgang mit Fouls gegen Schmelzer und Kehl unangenehm aufgefallen und im zweiten mit einem versuchten Nachtreten gegen Kehl.

Der BVB büßte in dieser Phase die bis dahin gezeigte Souveränität ein und konnte sich bei Weidenfeller bedanken, der einen wuchtigen und tückischen Cacau-Schuss mit einer tollen Parade zur Ecke ablenkte (63.). Sechs Minuten später war aber auch er geschlagen. Kuzmanovic sprintete über den rechten Flügel, Cacau war in der Luft nicht zu stellen und köpfte ein zum 1:3 (69.).

Stuttgarts Druck nahm zu. Harnik knallte aus 20 Metern drauf, Weidenfeller wehrte ab und rettete anschließend spektakulär vor Cacau (71.). Die Stuttgarter provozierten und übernahmen die Spielkontrolle. Dennoch gab es Konterchancen wie für Götze, der in der 79. Minute das 1:4 verpasste oder Kehl, der drei Mal an Ulreich scheiterte (82./83./85.).

Ausblick:
Nach der Länderspielpause geht es für den BVB mit sieben Spielen in 23 Tagen weiter. Zum Auftakt dieser "Wochen der Wahrheit" gastiert am 11. September der Vorjahres-Meister VfL Wolfsburg im Signal Iduna Park. Anstoß ist um 15.30 Uhr. Tickets können Sie hier bequem online bestellen.

Quelle

Ergebnisse des 2. Spieltages

Kaiserslautern - Bayern München 2:0
Bremen - Köln 4:2
Schalke - Hannover 1:2
Wolfsburg - Mainz 3:4
Frankfurt - Hamburg 1:3
Nürnberg - Freiburg 1:2
St. Pauli - Hoffenheim 0:1
Leverkusen - Mönchengladbach 3:6
Stuttgart - BVB 1:3

Sonntag, 29. August 2010

BVB - Bayer Leverkusen 0:2

0:2 - Fehlentscheidung von Schiedsrichter Meyer ebnet Bayer Leverkusen den Weg

[22.08.] Nach den Erfolgen in DFB-Pokal und UEFA Europa League muss Borussia Dortmund zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison 2010/2011 einen Dämpfer verkraften. Der BVB unterlag am ersten Spieltag Bayer Leverkusen mit 0:2 (0:2). Die Gäste, für die Barnetta und Renato Augusto trafen, wurden von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters begünstigt, der einen regulären Treffer von Kehl nicht anerkannte.

bild

Es berichtet Johannes Vorspohl

Vor 73.300 Zuschauern gingen die Gäste aus Leverkusen in einer intensiven Partie durch ein Tor von Barnetta in Führung (19.). Kehls regulären Ausgleichstreffer unmittelbar nach Wiederanstoß erkannte das Schiedsrichtergespann um Florian Meyer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht an (21.). Bitter: Im direkten Gegenzug erhöhte Renato Augusto für die Gäste auf 0:2 (22.) - zugleich auch Endergebnis der Partie.

Ausgangslage:
Beide Vereine hatten die erste Hürde im DFB-Pokal souverän genommen: Der BVB siegte beim Drittligisten Burghausen mit 3:0, Leverkusen beim Fünftligisten Pirmasens gar mit 11:1. Am Donnerstag hatten beide die Play-Off-Hinspiele zur UEFA Europa League im eigenen Stadion mit 4:0 bzw. 3:0 gewonnen.

Direkt nach Abpfiff die ganze erste Halbzeit sehen, kurz danach die zweite.
Am Abend folgen Spielbericht und Interviews - alles auf meinBVB.de

bild
Mario Götze
Personalien:
Beim BVB fehlten Kuba (Faserriss im Oberschenkel), Dede (Syndesmoseband angerissen), Kringe und Zidan (beide im Aufbautraining). Im Vergleich zum Spiel gegen Qarabagh gab es zwei Änderungen in der Startelf. Für Kuba rückte Götze in die Startelf, die Position des Rechtsverteidigers übernahm nach auskuriertem Magen-Darm-Infekt Owomoyela wieder von Piszczek. Leverkusen musste auf die Dienste von Helmes (Muskelfaserriss), Sam (Rückenprobleme), Rolfes und Jörgensen (beide im Aufbautraining) verzichten.

Taktik:
Jupp Heynckes hat der für Kreativität und Angriffsfußball bekannten Werkself die nötige Balance zwischen Offensive und Defensive verpasst. In Leverkusens 4-4-2-System, in dem die Mittelfeldaußen Barnetta und Renato Augusto häufig ins Zentrum zogen, sicherten mit Ballack und Vidal zwei Defensive die Vorstöße ihrer Vorderleute ab. Cheftrainer Jürgen Klopp ließ den BVB aus der gewohnten 4-2-3-1-Grundordnung agieren. Kubas Position im rechten Mittelfeld übernahm Großkreutz, Götze rückte dafür auf die linke Seite.

bild
Bittere Minuten für den BVB: Leverkusen bejubelt im SIGNAL IDUNA PARK das 0:2.
Spielverlauf & Analyse:
Die Zuschauer erlebten im verregneten SIGNAL IDUNA PARK eine intensive Partie mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, in der sich beide Teams auf Augenhöhe duellierten. Die erste Chance erspielte sich der BVB in der 10. Minute. Nach schöner Seitenverlagerung durch Hummels setzte Großkreutz seinen Teamkollegen Kagawa mit dem Kopf im Strafraum in Szene. Der flinke Japaner kam gegen Adler nur einen Schritt zu spät an den Ball. Die Gäste aus Leverkusen versteckten sich keineswegs. Derdiyok donnerte einen Distanzschuss von der Strafraumgrenze an den linken Pfosten. Weidenfeller streckte sich, wäre aber ohne Chance gewesen (14.).

Es folgten turbulente, äußerst bittere Minuten für den BVB. Zunächst setzten sich Vidal und Castro auf der linken Seite gegen drei Borussen durch. Vidal drang in den Strafraum ein und legte quer zu Barnetta, der den Ball aus halbrechter Position zum 0:1 ins Tor schoss - 0:1 (19.).

Fast unmittelbar nach Wiederanstoß gelang dem BVB der Ausgleich - dachten alle Zuschauer richtigerweise. Nach Kopfballvorlage von Götze war Kehl alleine vor Adler aufgetaucht und hatte den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen gedrückt. Doch das Schiedsrichtergespann erkannte den Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung des Dortmunder Kapitäns nicht an. Eine Fehlentscheidung, wie die TV-Bilder belegten, da sich Kehl auf Höhe seines Gegenspielers bewegt hatte. Es kam noch bitterer. Im direkten Gegenzug waren es Renato Augusto und Derdiyok, die sich mit einer schnellen Kombination gegen die komplette Dortmunder Abwehr durchsetzten. Renato Augusto drang in den Strafraum ein und schoss den Ball aus rund 15 Metern ins linke untere Eck - 0:2 (22.).

Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken zog sich Leverkusen mehr in die eigene Hälfte zurück und überließ den Borussen die Spielgestaltung.
bild
Großkreutz und Götze sind nach der Fehlentscheidung der Unparteiischen ratlos. [Fotos: firo].
Die taten sich gegen die kompakte Defensive um Routinier Hyypiä nun zunehmend schwer, zwingende Spielsituationen vor dem gegnerischen Tor zu erzeugen. Ausnahme war ein Schussversuch von Großkreutz nach Ablage von Barrios, der allerdings weit über das Leverkusener Tor flog (39.).

Der BVB kam mit mehr Elan aus der Kabine und probierte es in Person von Barrios und Kagawa auf nassem Untergrund nun zwei Mal aus der Distanz (48. und 50.). Kurz darauf verfehlte Owomoyela im Strafraum eine Vorlage von Kagawa nach schönem Doppelpass nur knapp. Beste Möglichkeit in dieser Phase war ein Freistoß von Sahin, den Adler in letzter Sekunde über die Latte lenken konnte (57.).

Klopp versuchte, in der Offensive Impulse zu setzen, indem er Neuzugang Lewandowski für Kehl einwechselte und zu seinem Bundesligadebüt verhalf (63.). Kurz darauf kam in Person von Piszczek auch noch der zweite polnische Neuzugang für den BVB aufs Feld (für Großkreutz). Der BVB war weiterhin bemüht, schaffte es aber zu selten, sich gegen die aufmerksame Leverkusener Defensive in Szene zu setzen.

Ein Fehlpass der Gäste vor dem eigenen Strafraum brachte Schmelzer in Position, der Adler mit einem Gewaltschuss aus knapp 20 Metern prüfte. Leverkusens Keeper konnte den wuchtigen Schuss gerade noch zur Seite abblocken (80.). Schmelzers Aktion blieb in der Schlussphase die beste Möglichkeit. Nach 92 Minuten beendete Schiedsrichter Meyer die Partie.

Direkt nach Abpfiff die ganze erste Halbzeit sehen, kurz danach die zweite.
Am Abend folgen Spielbericht und Interviews - alles auf meinBVB.de

Ausblick:
Am Donnerstag (26.08., Anstoß 18.00 Uhr) tritt Borussia Dortmund zum Play-Off-Rückspiel im Rahmen der Qualifikation zur Gruppenphase der UEFA Europa League gegen FK Agdam Qarabagh in Aserbaidschan an. Keine drei Tage später geht es für die Borussen in der Bundesliga weiter. Am Sonntag (29.08., Anstoß 17.30 Uhr) muss der BVB beim VfB Stuttgart ran.

Quelle

1. Spieltag der Fußball-Bundesliga

Bayern München - Wolfsburg 2:1
Mönchengladbach - Nürnberg 1:1
Köln - Kaiserslautern 1:3
1899 Hoffenheim -Werder Bremen 4:1
SC Freiburg - St. Pauli 1:3
Hannover 96 - Frankfurt 2:1
Hamburg - Schalke 2:1
Mainz - Stuttgart 2:0
Dortmund - Leverkusen 0:2

Sonntag, 20. Juni 2010

SC Freiburg - BVB 3:1

1:3 in Freiburg - Sportclub dreht das Spiel Drei Gegentore in den letzten 30 Minuten

[8.05.] Borussia Dortmund beendet die Saison 2009/2010 mit einer Niederlage. Am 34. und letzten Spieltag unterlag der BVB mit 1:3 (0:0) beim Sportclub Freiburg. Dabei war der BVB 60 Minuten lang das bessere Team und führte durch den Treffer von Barrios auch verdient mit 1:0. Doch in der letzten halben Stunde drehte der SC noch das Spiel.
bild

Aus Freiburg berichtet Boris Rupert

24.000 Zuschauer im kleinen, aber stimmungsvollen Stadion an der Dreisam, darunter Bundestrainer Joachim Löw, sahen einen überlegenen BVB mit einem sehr spielfreudigen Kevin Großkreutz, der 56 Sekunden nach Wiederanpfiff auch das 0:1 durch Lucas Barrios vorbereitete. Doch innerhalb von zehn Minuten drehten die Gastgeber das Spiel und gingen durch Tore von Idrissou (60.) und Cissé (70.) mit 2:1 in Führung. Den Schlusspunkt setzte Cissé in der vierten Minute der Nachspielzeit.

Ausgangslage:
In der Hinrunde war der Sportclub noch das schwächste Heimteam der Liga - in der Rückrunde avancierte das Badenova-Stadion zu einer kleinen Festung: keines der letzten vier Heimspiele war verloren gegangen (drei Siege, ein Remis), während die Borussen in der Rückrunde auswärts wechselhafte Auftritte zeigten und lediglich zwei der letzten sieben Auswärtsspiele gewinnen konnten. Dennoch war der BVB als Tabellenfünfter gegenüber dem Vierzehnten
favorisiert: 25 Punkte trennten beide Klubs. Auch der direkte Vergleich sprach für die Schwarzgelben, die nur das erste der bis dato zehn Gastspiele im Breisgau verloren hatten.

bild
Von Beginn an dabei: Dede
Personalien:
Während Freiburg mit Ausnahme von Bechmann und Flum alle Mann an Bord hatte, nach gesichertem Klassenverbleib aber sechs Wechsel gegenüber dem 2:2 in Köln vornahm, fehlten beim BVB neben Spielmacher Zidan mit Bender, Kehl, Tinga und Owomoyela vier Defensivkräfte. Für Owomoyela (eingeklemmter Nerv) kam Dede in die Mannschaft.

Taktik:
Bei Ballbesitz im 4-4-2 mit Valdez als "hängender Spitze", gegen den Ball aus einer 4-2-3-1-Grundordnung (Valdez zentral im Mittelfeld) trat der BVB zum letzten Saisonspiel an. Schmelzer wechselte auf die rechte Abwehrseite, Dede übernahm seinen Platz hinten links in der Viererkette. Freiburg spielte in einem 4-1-4-1-System und somit einem sehr massierten Mittelfeld.

bild
Banovic gegen Sahin - der Freiburger stand kurz vor einem Platzverweis, wurde ausgewechselt.
Spielverlauf & Analyse:
Der BVB, der sich in den voran gegangenen 19 Partien dem Sportclub nur ein Mal hatte geschlagen geben müssen (Oktober 2001), begann furios: Unter den Augen von Bundestrainer Löw setzte sich Großkreutz nach Sahins klugem Zuspiel am linken Flügel durch, brachte das Spielgerät Richtung Elfmeterpunkt, doch bevor Valdez zum Schuss kommen konnte, klärte Bastians zur Ecke (1.). Die schlug Sahin nach innen, Barrios köpfte aufs Tor, doch Abdessadki konnte mit dem Kopf auf der Torlinie klären.

Auch die zweite Großchance gehörte den Gästen, die von über 5.000 Fans unterstützt wurden: Subotic spielte steil auf Großkreutz, und der schlenzte das Leder aus 17 Metern gefühlvoll ins lange Toreck. Baumann, für Pouplin zwischen den Pfosten, machte sich lang und länger und kam tatsächlich noch mit den Fingerspitzen dran (10.).



Nach 15 Minuten zählten die Statistiker 59 Prozent Ballbesitz für die Gäste. Erst jetzt kamen die Badener etwas besser ins Spiel, meist über die linke Seite mit Bastians und/oder Idrissou, aber während der ersten Halbzeit nicht einmal zwingend zum Abschluss. Der BVB kontrollierte das Geschehen, war in der Spielanlage deutlich reifer als der Aufsteiger, konnte die neuformierte und dementsprechend nicht eingespielte Hintermannschaft des Gegners aber zunächst nicht weiter entscheidend in Bedrängnis bringen.

bild
Nelson Valdez leitete den Dortmunder Führungstreffer ein.
Der Aufsteiger, der nur eins der letzten sieben Saisonspiele verloren hatte, kam zu Beginn des zweiten Durchgangs zu einem Déjá-Vu-Erlebnis: Valdez erkämpfte sich den Ball, Großkreutz passte in den Strafraum, und diesmal fand sein Zuspiel einen Abnehmer: Barrios zog aus 15 Metern mit rechts ab und traf flach ins lange, rechte Toreck - sein 19. Saisontreffer (47.).

Zu diesem Zeitpunkt war der BVB Vierter. Doch mit einem Doppelwechsel (Schuster und Cissé kamen) kippte das Spiel. Zunächst musste Subotic in Bedrängnis zur Ecke klären, und die führte zum Ausgleich: Der Ball sprang im Strafraum von einem Borussen zum anderen. Letztlich war es Hummels, der unfreiwillig vorlegte für Idrissou, und der schoss aus sechs Metern zum 1:1 ein (60.). Für den SCF war es das fünfte Tor nach einer Standardsituation in den letzten sechs Partien.

Freiburg, das zuvor noch nie nach einem Rückstand gegen den BVB hatte gewinnen können (drei Remis, sieben Niederlagen), war nun präsent und drehte das Spiel: Jäger konnte von der linken Seite unbedrängt flanken, Cissé setzte sich in der Mitte durch und markierte das 2:1 (70.). Die Borussen zeigten aber, dass sie keinesfalls als Verlierer vom Platz gehen wollten. Sie kämpften, hatten auch das 2:2 auf dem Fuß, doch Valdez schoss ans Außennetz anstatt den Weg ins (freie) lange Eck zu wählen (77.).

Die Gastgeber nutzten die Räume: Idrissou schoss aus zwölf Metern über das Tor (86.). Besser machte es Cissé in der Nachspielzeit: Am langen Pfosten lauernd, köpfte er eine Jäger-Flanke unhaltbar für Weidenfeller zum 3:1-Endstand ein.

Ausblick:
Noch zwei Freundschaftsspiele sowie ein Regenerationstrainingslager stehen für die BVB-Profis bis zur Sommerpause an. Trainingsstart zur kommenden Saison ist am 4. Juli.

Ergebniss des 34. Spieltages

Hertha - Bayern München 1:3
Hoffenheim - Stuttgart 1:1
Bremen - Hamburg 1:1
Freiburg - Dortmund 3:1
Mainz - Schalke 0:0
Mönchengladbach - Leverkusen 1:1
Bochum - Hannover 0:3
Nürnberg - 1. FC Köln 1:0
Wolfsburg - Frankfurt 3:1

Deutscher Meister: FC Bayern München

Sonntag, 2. Mai 2010

BVB - Wolfsburg 1:1

1:1 - BVB mit toller Leistung im letzten Heimspiel - Stiepermann trifft sechs Minuten nach Einwechslung

[1.05.] Borussia Dortmund muss seine Hoffnungen auf die Champions League zwar aufgeben, hat sich aber mit einer tollen Vorstellung im letzten Heimspiel von den Fans verabschiedet. 1:1 (0:0) stand es am 33. Spieltag der Fußball-Bundesliga nach 90 Minuten gegen den VfL Wolfsburg. Da Werder Bremen gleichzeitig in Schalke gewann, ist der dritte Platz für den für die Europa League qualifizierten BVB nur noch theoretisch erreichbar.
bild

Es berichtet Johannes Vorspohl

Vor 80.300 Zuschauern im fast ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK war Borussia Dortmund im letzten Heimspiel der Saison das dominierende Team, versäumte es aber, in der ersten Halbzeit trotz zahlreicher guter Chancen in Führung zu gehen. Die beste Möglichkeit in den ersten 45 Minuten hatte Sahin, dessen Elfmeter von Benaglio pariert werden konnte (35.). Nach dem Seitenwechsel ging Wolfsburg durch ein Tor von Dzeko in Führung (69.). In seinem zweiten Bundesligaspiel gelang dem eingewechselten Stiepermann in der 81. Minute der verdiente Ausgleich.

Ausgangslage:
Drei Plätze, aber zehn Punkte trennten den Tabellenfünften Borussia Dortmund (56) vom Achten aus Wolfsburg (46), der keine Chance mehr auf Platz sechs und damit die Europa League hatte. Dennoch war der BVB gewarnt: Der noch amtierende Meister hatte auswärts nur vier Mal verloren und mehr Punkte (26) als zu Hause (20) geholt. Der BVB hatte trotz der drei Heimniederlagen in dieser Saison schon jetzt genauso viele Heimpunkte (33) auf dem Konto wie im letzten Jahr, als man vor eigenem Publikum ohne Niederlage geblieben war.

Direkt nach Abpfiff die ganze erste Halbzeit sehen, kurz danach die zweite.
Am Abend folgen Spielbericht und Interviews - alles auf meinBVB.de

bild
In der Startelf: Tamas Hajnal.
Personalien:
Borussia Dortmund musste auf die verletzten Kehl, Zidan, Le Tallec und Bender verzichten. Wie schon in der zweiten Halbzeit in Nürnberg wurde Youngster Bender von Hajnal vertreten - die einzige personelle Änderung der Startelf im Vergleich zur Vorwoche. Beim Gegner fehlte nur der Gelb gesperrte Josué. Die Fragezeichen hinter Dzeko (Hüfte) und Misimovic (Wade) hatten sich aufgelöst. Beide standen in der Startelf der Wölfe.

Taktik:
Trotz des Ausfalls von Bender hielt Jürgen Klopp am bewährten 4-2-3-1-System fest. Den zweiten Platz vor der Abwehr neben Sahin nahm Hajnal ein. Das Duo sollte gegen Wolfsburgs geballte Offensivpower die defensive Stabilität im Mittelfeld garantieren und gleichzeitig für Impulse im Spiel nach vorne sorgen. Die Gäste aus Niedersachsen traten wieder in einer 4-4-2-Grundordnung mit einer Raute im Mittelfeld an. (Jonathan) Santana vertrat den gesperrten Josué auf der "Sechs".

bild
Valdez (Bildmitte) setzte diesen Kopfball knapp am Tor der Gäste vorbei.
Spielverlauf & Analyse:
Am Tag der Arbeit ging Borussia Dortmund mit viel Engagement in die Partie. Die Schwarzgelben waren das aktivere der beiden Teams und versuchten, den Gegner aus einer kompakten Ordnung heraus unter Druck zu setzen. Keine sieben Minuten waren gespielt, als Barrios im Strafraum um Zentimeter an einer präzisen Hereingabe von Großkreutz vorbeischrammte und das Leder von einem Wolfsburger Abwehrspieler ins Toraus geklärt werden konnte. Hajnals Distanzschuss nach der anschließenden Ecke konnte Benaglio entschärfen (8.).

Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gäste besser ins Spiel und fuhren vor allem über die linke Seite brandgefährliche Konter in Richtung Dortmunder Tor. Hummels musste zwei Mal in höchster Not vor dem einschussbereiten Dzeko klären (11.). Die bis dato beste Chance der Niedersachsen hatte aber Innenverteidiger Barzagli, der nach Sololauf und Doppelpass den Ball aus aussichtsreicher Position einen Meter über den Kasten von Weidenfeller bugsierte (28.).

Nach dieser kurzen Sturm-und-Drang-Phase der Gäste gelang es den Borussen wieder, das Geschehen unter Kontrolle zu bringen und dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Nach Zuspiel von Sahin wurde Großkreutz von Pekarik im Strafraum am Knie touchiert und zu Fall gebracht. Ohne zu zögern deutete Schiedsrichter Dr. Brych auf den Elfmeterpunkt. Sahin trat zu seinem vierten Strafstoß in der laufenden Saison an - und vergab zum ersten Mal. Seinen strammen Schuss ins halbhohe rechte Eck konnte Benaglio ins Toraus parieren (35.).

Der BVB ließ sich von dem vergebenen Elfmeter nicht beeindrucken und setzte nach. Das Team erspielte sich Chancen fast im Minutentakt: Valdez setzte einen Kopfball nach Flanke von Owomoyela knapp am Tor der Gäste vorbei (38.). Eine
bild
Kuba gewinnt in dieser Szene das Kopfballduell gegen Wolfsburgs Schäfer.
Hereingabe von Hajnal konnte von Barzagli im letzten Moment auf der Linie geklärt werden (42.). Keine zwei Minuten später scheiterte Valdez am überragenden Benaglio (44.). Die Dortmunder Führung lag in der Luft, wollte aber nicht fallen.

Auch in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel bestimmte der BVB zumindest optisch das Spielgeschehen, die zündenden Ideen fehlten jedoch gegen die dicht gestaffelte und aufmerksam agierende Abwehrreihe der Gäste. Die Wölfe wurden immer stärker und nutzten den sich bietenden Raum zu Gegenstößen. Mit einer spektakulären Abwehraktion verhinderte die Dortmunder Defensive in der 58. Minute (noch) den Gegentreffer: Zunächst konnte Subotic dem alleine aufs Tor zustürmenden Grafite den Ball vom Fuß spitzeln, dann blockte Weidenfeller den Nachschuss des Brasilianers mit einer Glanzparade zur Ecke ab.

Erneut stellte Grafite seine Torgefahr unter Beweis, als er einen Schussversuch um Zentimeter am linken Pfosten des BVB-Tors vorbeizog (63). Die nächste Chance ließ sich der noch amtierende Meister nicht nehmen: Hasebe konnte unbedrängt von der rechten Seite flanken, Subotic rutschte an der Hereingabe vorbei, Dzeko nahm den Ball an und drückte ihn per Hacke durch die Beine von Weidenfeller ins Tor - 0:1 (69.). Es war bereits der 46. Wolfsburger Treffer nach der Pause - Ligabestwert.

Mit den Einwechslungen von Dede für Kuba (72) und Stiepermann für Großkreutz (75.) versuchte Jürgen Klopp dem Dortmunder Offensivspiel neue Impulse zu geben. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Der erst 19-Jährige Stiepermann war gerade einmal sechs Minuten auf dem Platz, als er eine Ablage von Valdez in den Rücken der Wolfsburger Viererkette eiskalt nutzte und das Leder zum 1:1-Ausgleich über die Torlinie schob (81.). Der SIGNAL IDUNA PARK stand nach dem ersten Bundesligatreffer (im zweiten Bundesligaspiel) des Nachwuchstalentes Kopf.

Und fast hätte Stiepermann den Fußballtempel endgültig zum Explodieren gebracht, doch Barrios scheiterte nach einer Vorlage des 19-Jährigen an Benaglio. Es ging nun rauf und runter. Auf der Gegenseite wurde ein Treffer von Misimovic wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt - eine absolut richtige Entscheidung des Schiedsrichtergespanns (84.). Der BVB kämpfte und war alles nach vorne. In buchstäblich letzter Minute scheiterte Valdez an Benaglio.

Direkt nach Abpfiff die erste Halbzeit sehen, kurz danach die zweite.
Am Abend folgen Spielbericht und Interviews - alles auf meinBVB.de

Ausblick:
Im Rahmen des 34. und letzten Spieltags der Bundesliga-Saison 2009/2010 gastiert Borussia Dortmund am kommenden Samstag (08.05., Anstoß 15.30 Uhr) beim SC Freiburg.

Quelle

Ergebnisse des 33. Spieltages

Dortmund - Wolfsburg 1:1
Leverkusen - Hertha BSC 1:1
Frankfurt - Hoffenheim 1:2
Schalke - Bremen 0:2
Bayern München - Bochum 3:1
Hannover - Mönchengladbach 6:1
1. FC Köln - Freiburg 2:2
Stuttgart - Mainz 2:2
Hamburg - Nürnberg 4:0

Montag, 26. April 2010

Nürnberg - BVB 2:3

3:2 - Barrios schießt BVB zum Auswärtssieg in Nürnberg

[24.04.] Borussia Dortmund hat den Angriff des VfB Stuttgart abgewehrt! Am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga siegte der BVB beim 1. FC Nürnberg mit 3:2 (1:1) und wahrte seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf die Schwaben. Nach zuletzt zwei torlosen Auswärtsspielen hintereinander war Lucas Barrios, der alle drei Dortmunder Tore erzielte, der umjubelte Held.
bild

Aus Nürnberg berichten
Boris Rupert und Bastian Bergmann


48.548 Zuschauer im ausverkauften easyCredit-Stadion sahen bei sommerlichen Temperaturen eine tempoarme erste Hälfte, in der beide Mannschaften ihre jeweils erste Torchance nutzen konnten: Barrios köpfte in der 27. Minute das 0:1, Frantz glich nur 180 Sekunden später aus. Nach dem Wechsel nahm der BVB Fahrt auf und ging durch zwei weitere Treffer des Argentiniers mit 3:1 in Führung (62./78.). Eiglers Anschlusstreffer in der 84. Minute leitete eine turbulente Schlussphase ein.

Ausgangslage:
Durch den Stuttgarter Auswärtssieg in Bochum hatte sich die Situation für beide Teams vor dem Anpfiff leicht verändert: Der BVB war nur noch punktgleich mit den Schwaben, Nürnberg konnte nur noch bei einer sehr hohen Niederlage auf den Relegationsplatz abrutschen. Der FCN, der mit der Heimniederlage gegen Wolfsburg vor 14 Tagen eine Serie von vier ungeschlagenen Partien auf eigenem Platz beendet hatte, startete von Platz 14 in die Partie, der BVB, der nur eines der letzten sechs Auswärtsspiele gewinnen konnte, von Rang fünf. Für die
Westfalen sprach die Bilanz im Frankenland: Nur jedes dritte Gastspiel (neun von 27) hatten sie verloren; seit 1992 gab es nur eine Niederlage beim "Club".

bild
Valdez spielte von Beginn an.
Personalien:
Mit Wolf und Bayern-Leihgabe Breno fehlte den Gastgebern die "erste Innenverteidigung". Maroh und Nordtveit hieß der Ersatz. Außerdem war Nürnbergs letzter Siegtorschütze gegen den BVB (2007), Charisteas, nicht dabei. Der BVB - mit Schmelzer für Dede - musste neben Kehl (Adduktoren) auf Zidan (Kreuzbandriss) verzichten. Für ihn kam Valdez in die Mannschaft ...

Taktik:
... so dass es bei den Schwarzgelben zu einer leichten Systemverschiebung kam. Valdez agierte als "hängende Spitze" hinter Barrios und setzte bei Ballverlust die gegnerischen Aufbauspieler früh unter Druck. Der Spielaufbau auf Seiten der Borussen verlagerte sich nach Zidans Ausfall mehr auf Sahin, der nach gebrochenem Nasenbein mit einer Karbonmaske spielte, während Bender deutlich mehr Defensivaufgaben übernahm und sich in erster Linie um Nürnbergs zentralen offensiven Mittelfeldspieler Gündogan kümmerte. Die Franken agierten in dem vom BVB bis letzte Woche gewohnten 4-2-3-1-System, während sich die taktische Formation der Dortmunder dann doch eher Richtung 4-4-2 verschob, was die Aufgabe für Barrios - bislang einzige Spitze, immer allein gegen zwei Innenverteidiger - etwas leichter machte. Nach dem Seitenwechsel agierte der BVB - mit Hajnal für Bender - aus einer 4-1-3-2-Grundordnung. Aber auch Nürnberg im zweiten Durchgang noch offensiver mit Bunjaku häufig als zweiter Spitze.

bild
Sven Bender im Kopfballduell mit Albert Bunjaku.
Spielverlauf & Analyse:
Es war ein enorm wichtiges Spiel für beide Mannschaften an diesem 32. Spieltag. Und genau das zeigten sie gut 20 Minuten lang auf eindrucksvolle Art und Weise auf dem grünen Rasen. Die Devise, vor allem auf Nürnberger Seite, war klar: Bloß keinen Fehler machen und ins Hintertreffen geraten.

Borussia Dortmund agierte in seiner taktischen Grundordnung zwar offensiver als gewohnt, in guten Torchancen schlug sich das aber zunächst nicht nieder. Im Gegenteil: Das war nicht die Borussia, die man diese Saison in Auswärtsspielen schon so oft gesehen hatte. Kaum Pressing gegen den Ball führenden Spieler, viele ungenaue Zuspiele und daher wenig flüssige Kombinationen kennzeichneten das Spiel des BVB in den ersten 20 Minuten. Doch Nürnberg stand in nichts nach. Eine Flanke von Tavares segelte durch den Strafraum an Freund und Feind vorbei - ein minimaler Hauch von Torgefahr (12.). Da musste schon ein tückischer Aufsetzer her. Diekmeiers viel zu langer Pass in die Spitze konnte nur Weidenfeller als Adressaten gehabt haben, doch unmittelbar vor Dortmunds Schlussmann sprang der Ball unnatürlich auf und sorgte für einen kleinen Moment für Aufregung.

Aufregend wurde es dann ab der 25. Minute. Und zwar, weil die Nürnberger Spieler und Zuschauer mit den Entscheidungen des Schiedsrichters Kircher immer unzufriedener wurden. Das Ganze schaukelte sich von Minute zu Minute hoch und hatte seinen vorläufigen Höhepunkt in einer berechtigten Gelben karte für Pinola. Der musste Kuba ziehen lassen und konnte den Polen nur noch mit einem Foul am Eindringen in den Strafraum hindern. Pinola wetterte und schimpfte, als Kircher mit der Hand an der Brusttasche auf dem Weg zu ihm war, um ihm Gelb zu zeigen. Daraufhin drosch Pinola aus Frust den Ball noch gegen die Werbebande. Mit etwas Pech wäre für den Nürnberger die Partie bereits nach 26 Minuten beendet gewesen.

Doch die Strafe folgte auf dem Fuße. Sahin hob den fälligen Freistoß gefühlvoll über den Fünfmeterraum und die indisponierte Nürnberger Abwehr hinweg auf den Kopf von Barrios, der am zweiten Pfosten in einem kleinen Pulk einnickte und damit seine Torflaute von über sechs Stunden mit dem symbolischen Jubel des Last-Abstreifens beendete (27.).

Doch anstelle das Heft nun in die Hand zu nehmen, ließ man nur drei Minuten später Frantz gewähren. Der bedankte sich mit einem feinen Solo und einem Lupfer über die BVB-Abwehr, um dann aus knapp 16 Metern trocken ins rechte Eck zu vollstrecken - 1:1 (30.). Die gute Ausgangsposition war mit einem Male wieder dahin.

bild
Lucas Barrios lauerte auf seine Chance und nutzte sie drei Mal.
Verständlicherweise tat der Ausgleich dem Spiel des BVB nicht in Ansätzen gut. Zwar wollte die Mannschaft nach vorne spielen und war bemüht. Doch mehr als eine halbe Chance durch Hummels nach einem Freistoß von Sahin war nicht drin (32.). Stattdessen waren alle Offensivbemühungen von mangelnder Präzision geprägt. Es konnte in Halbzeit zwei eigentlich nur besser werden.

Das hatte der Trainer ebenfalls erkannt und stellte sein System um. Hajnal kam für Bender, und Klopp verordnete seiner Mannschaft eine 4-1-3-2-Grundordnung mit Sahin als alleinigem Sechser und insgesamt fünf offensiven Akteuren. Die erste Gelegenheit hatte aber Nürnberg, als Choupo-Moting Weidenfeller mit einem Seitfallzieher prüfte (54.).

Die Schlagzahl war in der ersten Viertelstunde nach der Pause deutlich höher als noch im ersten Durchgang. Trotzdem brauchte der BVB eine weitere Standardsituation. Ecke Sahin, Kopfball Subotic - und Schäfer mit einem klasse Reflex auf der Linie verhinderte die neuerliche Dortmunder Führung (55.). Denn langsam griffen die einzelnen Rädchen des schwarz-gelben Systems ineinander. Bestes Beispiel war der mittlerweile nicht unverdiente 2:1-Führungstreffer nach 62 Minuten: Sahin spielte einen genialen Pass aus dem Mittelfeld auf den frei stehenden Barrios, und der überwand Nürnbergs Schlussmann Schäfer.

Und dieses Mal machte der BVB rechtzeitig den Sack zu. Valdez verpasste zwar nach einer Kuba-Flanke noch knapp. Doch auf Barrios war an diesem Nachmittag einfach Verlass. Ein toller Angriff, über Schmelzer und Großkreutz eingeleitet, fand
bild
Umjubelt: Lucas Barrios (l.)
Sahin im Strafraum, der Schäfer zu einer Glanzparade zwang. Barrios setzte nach, scheiterte erneut an Schäfer - und der Ball lag drei Meter vor dem leeren Nürnberger Tor... Barrios reagierte am schnellsten und kam fast von der Grundlinie zurück und drosch das Leder zum 3:1 in die Maschen (77.). Das 18. Saisontor von "El Pantera" machte den sechsten Auswärtssieg des BVB perfekt.

Oder etwa doch nicht? Die Borussia zog sich zu weit zurück. Eigler ließ sich nicht bitten, und der erst dritte Nürnberger Torschuss der zweiten Halbzeit saß (84.). Eine spannende Schlussphase war garantiert. Auch die drei Minuten Nachspielzeit überstand die Borussia mit etwas Zittern und sicherte sich einen 3:2-Sieg in Nürnberg und klettert vorerst wieder auf den vierten Tabellenplatz.

Ausblick:
Im letzten Heimspiel der Saison trifft Borussia Dortmund am Samstag, 1. Mai (15.30 Uhr) auf den noch amtierenden Deutschen Meister VfL Wolfsburg. Die wenigen noch erhältlichen Karten für diese Partie können Sie bequem online bestellen

Quelle

Ergebnisse des 32. Spieltages

Freiburg - Wolfsburg 1:0
Mönchengladbach - Bayern München 1:1
Bochum - Stuttgart 0:2
Hoffenheim - Hamburg 5:1
Nürnberg - Dortmund 2:3
Hertha BSC - Schalke 0:1
Leverkusen - Hannover 3:0
Bremen - 1. FC Köln 1:0
Mainz - Frankfurt 3:3