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Montag, 2. November 2009

Pressestimmen zum Rennen in Abu Dhabi

"Vettel verabschiedet sich mit Stil"

Vettel verabschiedet sich mit Stil
Daily Telegraph: Ein spektakuläres Ende einer wahrhaft spektakulären Saison.

The Times: Jenson Button genießt Flitterwochen-Zeit in Abu Dhabi. Es war eine anstrengende, aber faszinierende Saison.

The Guardian: Sebastian Vettel verabschiedet sich mit Stil, Jenson Button kämpft bis zum Ende.

The Independent: Red Bull genießt das Rampenlicht, Jenson Button verabschiedet sich stilvoll.

The Sun: Vettel stiehlt das Rampenlicht.

Daily Mirror: Jenson lässt langweiliges Abu Dhabi erleuchten. Jenson Button sorgte für die letzte Blüte in einer magischen Saison, musste aber ohne den erhofften Sieg nach Hause gehen.

Daily Mail: Jenson, übernehmen Sie! Sebastian Vettel sichert überlegenen Sieg, während Button versucht, dem Abu-Dhabi-Flop noch Würze zu geben.

SPANIEN: Ende einer miserablen Saison

El Pais: Der Sieg von Sebastian Vettel ist eine Warnung an die Konkurrenz. Der Deutsche will in der kommenden Saison im Kampf um den Titel ein Wörtchen mitsprechen.

El Periodico: Das Chaos ist zu Ende. Vettels Sieg markierte den Abschluss einer miserablen Formel-1-Saison.

Marca: Für Fernando Alonso beginnt nun ein neues Leben. Die Zeit bei Renault ist vorbei. Bei Ferrari beginnt für den Ex-Weltmeister nun der Countdown für die Rückeroberung des Titels.

Sport: Fernando Alonso hakt die Saison ab und denkt nur noch an Ferrari.

ITALIEN: Blamage für Ferrari

La Repubblica: Für Ferrari fällt der Vorhang. Die letzte Show ist eine Pein.

Corriere della Sera: Ferrari verpasst das Geschenk Hamiltons: Auch der dritte Platz löst sich in Rauch auf.

La Stampa: Fisichella - Mister Null-Punkte. Für Ferrari ist die Weltmeisterschaft zu Ende gegangen, wie sie angefangen hatte: Mit einer Blamage.

FRANKREICH: "Die Zukunft gehört Vettel"

Le Figaro: Vettel beendet die Formel-1-Saison in Abu Dhabi in Schönheit.

Le Parisien: Die Zukunft gehört Vettel. Die Saison endete mit dem Alleingang von Sebastian Vettel, der mit Beherrschung und Geschwindigkeit beeindruckt und eine Leistung hinlegt, die ihm den Status eines Vizeweltmeisters 2009 garantiert.

La Tribune: Die Formel 1 hat eine neue Wende genommen. Der Sieg von Sebastian Vettel in Abu Dhabi schließt eine bewegte Saison. Budgetkürzungen, Krönung von Brawn GP, Renault-Skandal, der schwere Unfall von Felipe Massa: Die Formel 1 hat eine umwerfende Saison erlebt.

L'Equipe: Vettel, das bestätigte Talent! Sebastian Vettel, die Offenbarung des Jahres 2008, hat seine erste volle Formel-1-Saison mit einem Sieg am Sonntag mit Glanz beendet, eine Saison 2009, in der jeder das Ausmaß seiner Fähigkeiten verifizieren konnte.

Sonntag, 1. November 2009

Interview mit Sebastian Vettel

Vettel: "Im nächsten Jahr weitermachen"

Vettel: Im nächsten Jahr weitermachen
Ein Sieg im WM-Finale - Sie müssen rundum zufrieden sein?

Sebastian Vettel: "Das war ein fantastischer Tag. Was kann es Schöneres geben, als die Saison hier mit einem Doppelsieg für das Red-Bull-Team zu beenden? Ich bin sehr stolz auf das, was wir in diesem Jahr erreicht haben."

Beim Start war Lewis Hamilton schneller, dann aber ist er früh ausgefallen ...

Vettel: "Mein Start war auch nicht ganz so schlecht, aber nicht gut genug, um Lewis zu überholen. Ich konnte ihm jedoch problemlos folgen. Beim Boxenstopp habe ich ihn dann überholt. Das war unser Plan, der ist voll aufgegangen. Für Lewis tut es mir leid, dass er ausgeschieden ist."

Es sah alles so locker aus. Hatten Sie wirklich alles im Griff?

Vettel: "Als Lewis ausgeschieden war, konnte ich mir schnell etwas Luft verschaffen. Ich kann dem Team nur sagen: Danke, danke, Jungs. Es war ein super Jahr, es hat wirklich Spaß gemacht."
Sie scheinen wirklich happy, auch wenn es mit dem WM-Titel nicht ganz geklappt hat ...

Vettel: "Über die ganze Saison gesehen haben Jenson Button und Brawn den besseren Job gemacht. Wir haben das Beste gegeben und das Maximum aus uneren Möglichkeiten gemacht. Es ist ein Traum, mit diesem Auto zu fahren. Unsere einzige Schwäche heute war der Topspeed.

Für Red Bull war es der dritte Sieg in Folge. Was ist nächstes Jahr von Ihnen zu erwarten?

Wir werden da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Leider ist es jetzt schon vorbei. Ich danke allen Fans für das Daumendrücken.

Stimmen zum Rennen in Abu Dhabi

Vettel: "Ich bin überglücklich"

Vettel: Ich bin überglücklich
Sebastian Vettel (Red Bull): “Ich bin überglücklich. Ich wusste, dass wir stark sein werden. Unsere einzige Schwäche war der Topspeed. Der Plan ist perfekt aufgegangen. Bis zum Schluss war es ein Traum, das Auto fahren zu dürfen. Es macht einfach Spaß über die Curbs zu brettern. Die Saison kann man nicht besser beenden. Wir werden nächstes Jahr dort anknüpfen, wo wir hier aufgehört haben.“

Nick Heidfeld (BMW Sauber): “Wir haben alles rausgeholt, was wir konnten. Der 5. Platz war ein gutes Ergebnis. Es war ein versöhnlicher Abschluss mit BMW. Wir freuen uns, dass wir Williams in der Konstrukteurs-WM überholt haben. Es ist ein komisches Gefühl im Team. Bei mir sind komische Gefühle in den letzten Runden hochgekommen, die ich verdrängen musste, um keinen Fehler zumachen. Ich hatte schöne vier Jahre mit BMW, da kommt Wehmut auf.

Nico Rosberg (Williams): “Es ging heute einfach nicht mehr. Ich habe alles gegeben. Es ist nicht spannend, wenn man merkt, nach vorne geht nicht viel. Ich hoffe, ich kann bald sagen, wo ich in der kommenden Saison fahren werde.“

Adrian Sutil (Force India): “Wir haben ein bisschen Probleme mit den Reifen gehabt. Das Rennen war früh gelaufen, auch wenn es später besser ging. Die Saison war ein hoch und runter. Wir konnten oft oben mitmischen, das hat schon ganz schön Spaß gemacht.“

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Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes): “Es ist schade, aber mit technischen Problemen hatte ich schon das ganze Rennen zu kämpfen. Ich konnte das Auto nicht mehr abbremsen. Ich konnte das Auto nicht mehr stoppen. Die Probleme traten schon in der dritten, vierten Runde auf. Da ließ sich einfach nichts mehr machen."

Mario Theissen (BMW-Motorsportdirektor): “Es gibt viele Ereignisse mit BMW, die mir in Erinnerung bleiben werden, viele emotionale Momente. Es ist ein spezieller Moment, die Mitarbeiter haben jahrelang alles gegeben.“

Christian Horner (Teamchef Red Bull): “In bin stolz auf das Team, auf Sebastian, auf Mark, alle die mitgearbeitet haben. Eine tolle Saison mit einem fantastischen Auto. Wir kommen noch stärker nächstes Jahr zurück. Sebastian ist der kommende Weltmeister.“

Ergebnis des Rennens in Abu Dhabi

Vettels Stern strahlt in Abu Dhabis Nacht

Vettels Stern strahlt in Abu Dhabis Nacht
Sebastian Vettel hat die Saison mit einem Triumph beendet und sich mit dem Gewinn der Vize-Weltmeisterschaft ein versöhnliches Ende eines aufregenden Formel-1-Jahres beschert. Der Red-Bull-Pilot gewann den Großen Preis von Abu Dhabi und trug sich als erster Fahrer in die Siegerliste dieses neuen Grand Prix ein. “Ich bin überglücklich", jubelte der Sieger. "Der Plan ist perfekt aufgegangen." Nach 55 Runden auf dem spektakulären Yas Marina Circuit kam Vettels Teamkollege Mark Webber mit einem Rückstand von 17,857 Sekunden auf Platz zwei ins Ziel. Auf den Rängen drei und vier folgten der neue Weltmeister Jenson Button (+ 18,467) und Rubens Barrichello (+ 22,738), beide im Brawn-GP-Mercedes.

Nick Heidfeld fuhr ebenfalls wie sein Landsmann ein perfektes Rennen und beendete das Rennen – das letzte seines Rennstalls BMW Sauber – auf dem 5. Platz vor dem überraschend starken Japaner Kamui Kobayashi im Toyota. “Wir haben alles rausgeholt, was wir konnten. Der 5. Platz war ein gutes Ergebnis. Es war ein versöhnlicher Abschluss mit BMW." Die Punkteränge komplettierten Jarno Trulli im zweiten Toyota und Toro-Rosso-Fahrer Sebastien Buemi. Nico Rosberg verpasste bei seinem letzten Auftritt für Williams als Neunter die Punkteränge hauchdünn. Force-India-Pilot Adrian wurde 17. und Vorletzter.

Beim Start, der weitgehend unspektakulär verlief, musste Vettel noch Lewis Hamilton den Vortritt lassen. Der Pole-Mann behauptete souverän die Führung vor Vettel, Webber, Barrichello und Button. Robert Kubica schaffte es bereits in der ersten Runde, sich an Trulli vorbeizudrücken auf Platz 6. Einen Umlauf später überholte Button seinen Teamkollegen Barrichello, der sich nach dem Start in der ersten Kurve bei einer Berührung mit Webbers Auto den Frontflügel beschädigt hatte. Heidfeld und Rosberg blieben auf den Rängen acht und neun. Sutil hatte leider schon wieder Pech: Der Force-India-Mann fiel von Platz 17 zunächst auf 19 zurück, nach der 1. Runde war er dann Letzter.

Hamiltons Bremsen versagen den Dienst

An der Spitze fuhr der Weltmeister von 2008 fuhr eine schnellste Rennrunde nach der anderen, bewegte seinen McLaren-Mercedes aber am absoluten Limit. In der 11. Runde stockte den Silbernen der Atem, weil sich Hamilton einen kräftigen Verbremser mit einem kleinen Ausflug in die Auslaufzone leistete. Den 1. Platz büßte der Engländer jedoch nicht ein. Aber zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich schon ab, dass Hamiltons Bremsen abbauten und Vettels Druck wuchs.

Mit den ersten Boxenstopps leiteten Barrichello und Kubica nach 16 Runden die rennentscheidende Phase ein. Nur einen Umlauf später stoppte Hamilton, wodurch Vettel die Führung übernahm. Mit freier Fahrt und einem leichten Auto gab Vettel alles und fuhr sogar die schnellste Rennrunde. In der 20. Runde kam Vettel an die Red-Bull-Box zum Service. Die Crew arbeitete perfekt und der 22-Jährige behauptete die Führung vor Hamilton. Aber es kam noch dicker für den Mann im Silberpfeil. Im 21. Umlauf musste er erneut die Box ansteuern und seinen McLaren-Mercedes wegen Bremsproblemen abstellen. "Es ist schade, aber mit technischen Problemen hatte ich schon das ganze Rennen zu kämpfen", sagte der entthronte Champion.

Vorne fuhr Vettel wie entfesselt: Nach 33 Runden betrug der Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger und Teamkollegen Webber schon zehn Sekunden. Button fehlten auf Rang drei zu diesem Zeitpunkt mehr als 20 Sekunden. Auch bei Vettels zweitem Boxenstopp in der 43. Runde ging nichts mehr schief und der Red-Bull-Pilot fuhr unaufhaltsam seinem vierten Saisonsieg entgegen. Eng wurde es nur für Webber, beinahe in der letzten Runde seinen 2. Platz an Button verloren hätte.

Vettels vierter Saisonsieg war souverän, doch den Erfolg hätte um Haaresbreite ausgerechnet ein Fahrer aus der Red-Bull-Familie zunichte gemacht: Toro-Rosso-Pilot Jaime Alguersuari steuerte versehentlich die Red-Bull-Box an, wurde jedoch geistesgegenwärtig durchgewunken, denn unmittelbar dahinter kam schon Vettel. Kurz darauf ging Alguersuari das Benzin aus und er blieb auf der Piste liegen. Vettel hingegen ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen und bilanzierte nach dem Rennen: "Was kann es Schöneres geben, als die Saison hier mit einem Doppelsieg für das Red-Bull-Team zu beenden? Ich bin sehr stolz auf das, was wir in diesem Jahr erreicht haben."

Samstag, 31. Oktober 2009

Stimmen zum Qualifying in Abu Dhabi

Vettel: "Wird schwer, mitzuhalten"

Vettel: Wird schwer, mitzuhalten
Sebastian Vettel (Red Bull): “Wir sind beide überrascht, dass Lewis so schnell und der Abstand so groß war. Es wird schwer, mit ihm mitzuhalten. Aber ich freue mich sehr, dass es hier so gut läuft und hoffe auf die Strategie. Es wird ein interessantes Rennen. Ich freue mich auf morgen. Das Auto läuft sehr gut und auf die lange Distanz kann man einiges erwarten.“

Nick Heidfeld (BMW Sauber): “Ich glaube, ich bin schwerer als einige andere. Insofern ist der 8. Platz okay, auch wenn ich in der letzten Runde etwas aufgehalten wurde. Die Reifen halten ausnahmsweise sehr gut. Ich hoffe, wir können mit der Strategie einiges gut machen. Auf der Strecke können viele Unfälle passieren. Das haben die letzten Rennen gezeigt. Die Lichtverhältnisse sind nicht optimal, aber es geht ganz in Ordnung.“

Norbert Haug (Mercedes-Motorsportchef): “Eine Bilderbuchrunde von Lewis. Wir haben uns sehr gut berappelt in den letzten Rennen. Fahrer und Auto passen wieder zusammen. Die Kombination aus allem stimmt.“
Christian Horner (Teamchef Red Bull): “Wir sind sehr zufrieden und haben wir eine gute Strategie für morgen. Bei den Reifen treffen wir eine konservative Wahl. Das KERS hat sich heute für Mercedes ausgezahlt. Sebastian ist der beste Fahrer der Saison, er hat nur die WM nicht gewonnen. Aber heute hat er wieder eine super Runde hingelegt.“

Adrian Sutil (Force India): “Ich hatte keinen Grip. Ich war sehr langsam. Ich weiß nicht warum, es hat einfach nichts geklappt. Irgendwo gab es mit dem Auto ein großes Problem. Die Reifen haben überhaupt nicht funktioniert. Wir müssen morgen unbedingt zulegen, aber dafür scheint es zu spät zu sein. Vielleicht kann man bei den Reifen noch was machen. Ich bin sehr enttäuscht.“

Ergebnis des Qualifyings in Abu Dhabi

Vettel nur von Hamilton geschlagen

Vettel nur von Hamilton geschlagen
In der Nacht von Abu Dhabi hat Sebastian Vettel die Pole Position beim Premieren-Grand-Prix im arabischen Scheichtum knapp verpasst. Mit seiner letzten schnellen Runde im Qualifying auf dem neuen Yas Marina Circuit katapultierte sich Ex-Weltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes noch an Vettel vorbei und sicherte sich Startplatz 1 beim letzten Rennen der Saison. Mit einer Zeit von 1:39,873 Minuten distanzierte Hamilton seinen deutschen Rivalen im Red Bull am Ende um mehr als eine halbe Sekunde.

"Eine Bilderbuchrunde von Lewis. Fahrer und Auto passen wieder zusammen. Die Kombination aus allem stimmt", freute sich Mercedes-Sportchef Norbert Haug über die Pole-Fahrt Hamiltons. Vettel zeigte sich dagegen überrascht, "dass Lewis so schnell und der Abstand so groß war. Es wird schwer, mit ihm mizuhalten", sagte Vettel. "Ich denke, wir sind um einiges schwerer. Und uns fehlt ein bisschen der Schwung auf der Gerade." Während die Silberpfeile mit dem Energierückgewinnungssystem KERS ausgestattet sind, fehlen den Red Bulls die 82 Zusatz-PS für 6,6 Sekunden pro Runde. Auf der mit 1.173 Metern längsten Gerade im Formel-1-Zirkus ein nicht wettzumachender Nachteil.

"Aber ich freue mich sehr auf das Rennen und hoffen auf die Strategie. Das Auto läuft sehr gut und auf die langen Distanz kann man einiges erwarten", sagte Vettel, der sich mit dem Platz in der ersten Startreihe ein gute Ausgangsposition sicherte, um seinen 2. Rang in der Fahrer-Wertung gegen Rubens Barrichello zu verteidigen. Der brasilianische Brawn-GP-Pilot, der vor dem Saison-Finale am Sonntag (14:00 Uhr live bei sport.de und RTL) in der Fahrerwertung mit 2 Punkten Rückstand auf Vettel auf Position 3 rangiert, landete hinter Mark Webber im zweiten Red Bull auf Position 4.

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Der frisch gekürte Weltmeister Jenson Button erreichte im Flutlicht-Qualifying von Abu Dhabi hinter seinem Stallgefährten Platz 5. DasRennen wird ebenso wie das Qualifying um 17.00 Uhr Ortszeit bei Tageslicht gestartet. Danach geht es bei immer noch drückender Hitze von mehr als 30 Grad Celsius in den malerischen Sonnenuntergang und anschließend direkt in die Nacht hinein. Während Toyota-Pilot Timo Glock nach seinem Unfall in Japan die Veränderungen der Lichtverhältnisse nur als Zuschauer verfolgen konnte, schlugen sich die anderen deutschen Fahrer mehr oder weniger gut.

Nick Heidfeld schaffte nach einer verkorksten Saison zum Abschluss mit Platz 8 hinter seinem Stallgefährten Robert Kubica ein einigermaßen versöhnliches Qualifying-Ergebnis für sein BMW-Sauber-Team, das in Abu Dhabi seinen letzten Grand Prix in der Königsklasse bestreitet. Heidfeld sieht sogar noch Luft nach oben: "Ich glaube, ich bin schwerer als einige andere. Insofern ist der 8. Platz ok, auch wenn ich in der letzten Runde etwas aufgehalten wurde", sagte 'Quick Nick'. "Ich hoffe, wir können mit der Strategie einiges gut machen."

Auch Nico Rosberg schaffte den Sprung in die Top 10. Bei seinem letzten Einsatz für das Williams-Team stellte der 24-Jährige seinen Dienstwagen auf Rang 9. Bereits nach 20 Minuten vorbei dagegen war das letzte Qualifying der Saison für Adrian Sutil. Der 26-Jährige fand mit seinem Force India kein Grip auf der 5,54 Kilometer langen Strecke und erreichte in der ersten K.o.-Runde nur den 18. Platz. "Ich hatte keinen Abtrieb und war sehr langsam. Ich weiß nicht warum, es hat einfach nichts geklappt", musste Sutil enttäuscht feststellen.

Mit Sutil schieden auch Ex-Weltmeister Fernando Alonso in seinem letzten Qualifying für Renault und Giancarlo Fisichella bei seinem letzten Einsatz als Ferrari-Stammfahrer aus. Alonso wurde 16., Fisichella landete auf dem letzten Platz. Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen, dessen Platz Alonso bei Ferrari vom kommenden Jahr an übernehmen wird, verpasste als Elfter ebenfalls die Top Ten. Und das alles vor den Augen von Ferrari-berater Michael Schumacher und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo.

Da hatte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche, der ebenfalls zum Finale der Formel 1 gereist ist, in der McLaren-Mercedes-Box doch deutlich mehr Grund zur Freude. Hamilton was das Maß der Dinge auf dem 5,554 Kilometer langen Kurs, den die Piloten im Rennen 55 Mal umrunden müssen. "Das war eine ziemlich saubere Runde", stellte der 24-Jährige zufrieden fest. Schon am Freitagmittag und am Samstag im Training vor der Qualifikation war der Brite Bestzeit gefahren. Für den Titelträger von 2008 war es die 17. Pole seiner Karriere, die vierte in dieser Meisterschaft.

3. Freies Training in Abu Dhabi

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Button und Hamilton

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Button und Hamilton
An Mercedes scheint beim ersten Grand Prix von Abu Dhabi kein Weg vorbei zu führen. Nachdem McLaren-Mercedes-Mann Lewis Hamilton am Freitag bereits Tagesbestzeit auf dem neuen Yas Marina Circuit gefahren war, gaben Mercedes getriebene Autos auch im 3. Freien Training den Ton an. Die Bestzeit auf dem 5,554 Kilometer langen Kurs holte sich jedoch nicht Hamilton, sondern Weltmeister Jenson Button im ebenfalls Mercedes befeuerten Brawn GP.

In 1:40,625 Minuten verwies der frisch gekürte Champion seinen britischen Landsmann Hamilton um lediglich 2 Tausendstelsekunden auf Platz 2. Mit 0,282 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen Button sicherte sich Rubens Barrichello Rang 3. Der Brasilianer, einziger verbliebener Rivale von Sebastian Vettel im Kampf um den Vize-Weltmeistertitel, war damit rund eine halbe Sekunde schneller als sein deutscher Konkurrenzt, der sich in 1:41,403 Minuten mit Platz 1 begnügen musste.

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Bester deutscher Fahrer bei wolkenlosem Himmel und heißen 33 Grad im Schatten war Nick Heidfeld (+ 0,616 Sekunden) als Fünfter. Der 32-Jährige nährte damit die Hoffnungen seines BMW-Sauber-Teams, sich mit einem guten Ergebnis aus der Königsklasse zu verabschieden. Zumal Robert Kubica im zweiten BMW Sauber auf Platz 6 landete. BMW beendet mit dem Großen Preis von Abu Dhabi sein Formel-1-Engagement.

Force-India-Pilot Adrian Sutil (+ 0,747) schaffte als fünfter 'Mercedes-Pilot' neben Heikki Kovalainen, der im zweiten McLaren 6. wurde, den Sprung in die Top 10. Sutil lag damit auch noch vor Kimi Räikkönen, der im Ferrari nicht über Platz 10 hinaus kam. Teamkollege Giancarlo Fisichella landete nur auf dem vorletzten Platz. Der fünfte Pilot aus der schwarz-rot-goldenen Formel-1-Armada, Nico Rosberg (+0.874), fuhr bei seinem letzten GP-Einsatz für das Williams-Team hinter Vettel auf Rang 12.

Ergebnis des 2. Freien Trainings in Abu Dhabi

Kovalainen schnappt Hamilton die Bestzeit weg

Kovalainen schnappt Hamilton die Bestzeit weg
Heikki Kovalainen hat sich die erste Tagesbestzeit bei der Premiere auf dem neuen Yas Marina Circuit in Abu Dhabi gesichert. Mit einer perfekten Runden kurz vor Ende des 2. Freien Trainings auf der 5,554 Kilometer langen Strecke verdrängte der Finne seinen Teamkollegen Lewis Hamilton noch um 0,197 Sekunden auf Platz 2. Sebastian Vettel, der eine Minute vor Ende der Session noch auf Platz 2 lag, musste sich am Ende mit einem Rückstand von 0,284 Sekunden mit Platz 4 begnügen.

Weltmeister Jenson Button war nach seinem Feier-Marathon nach der Triumphfahrt von Sao Paulo offenbar kein bisschen müde und belegte im Brawn GP vor Vettel Rang. Dessen Teamkollege und einziger Rivale von Vettel beim Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft, Rubens Barrichello, landete mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand auf die Bestzeit hinter Mark Webber (+ 0,377) im zweiten Red Bull nur auf Platz 8.

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Hinter dem Brasilianer fuhr Nico Rosberg (+ 0,624), der sein letztes Rennen für Williams bestreitet, bei 30 Grad Celsius unter sternenklarem Himmel auf Rang 9 und war damit zweitbester Deutscher. Force-India-Mann Adrian Sutil handelte sich 0,873 Sekunden Verspätung ein und kam damit nicht über Rang 11 hinaus. Zwei Plätze dahinter wurde Nick Heidfeld im BMW Sauber mit fast einer Sekunde Rückstand Dreizehnter. Pech hatte Teamkollege Robert Kubica. Beim letzten Auftritt von BMW in der Königsklasse stoppte den Polen ein Motorschaden, Kubica landete abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Nach dem ersten Nachtrennen im vergangenen Jahr in Singapur erlebte die Formel 1 in Abu Dhabi erneut eine Premiere: Gestartet wurde das 2. Freie Training als Generalprobe für das Rennen bei Tageslicht, dann ging es unter Flutlicht in den Sonnenuntergang und schließlich in die Nacht hinein. Als Kovalainen zu seiner Bestzeit raste, schimmerte sein Silberpfeil im Schein der Flutlichtscheinwerfer, überstrahlt nur vom rötlichblau erleuchteten Fünfsterne Yas-Marina-Hotel, das wie ein futuristisches Raumschiff im saudischen Nachthimmel über der Strecke thronte. Schon vor dem Rennen am Sonntag (14:00 Uhr live bei sport.de und RTL) steht fest: Die Königsklasse ist wieder um eine Attraktion reicher.

Zwei Weltmeister zum Auftakt vorne

Zwei Weltmeister zum Auftakt vorne

Zwei Weltmeister zum Auftakt vorne
Beim 1. Freien Training auf dem neuen Yas Marina Circuit in Abu Dhabi haben die Favoriten ihre Extraklasse unter Beweis gestellt und sich durchgesetzt. Lewis Hamilton war im McLaren-Mercedes mit einer Bestzeit von 1:43,939 Minuten der Schnellste. Bei Temperaturen von 35 Grad Celsius und strahlend blauem Himmel kam der neue Weltmeister Jenson Button im Brawn-GP-Mercedes mit 0,096 Sekunden Rückstand auf den 2. Platz vor Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel (+0,214).

Neben Vettel überzeugten auch die Deutschen Nick Heidfeld und Adrian Sutil bei ihrer ersten Fahrt auf dem nagelneuen Kurs in dem Arabischen Emirat. Hinter Rubens Barrichello raste BMW-Sauber-Pilot Heidfeld auf den 5. Rang (+ 0,728). Sutil landete in seinem von einem Mercedes-Motor angetriebenen Force India auf einem starken 7. Platz.

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Nico Rosberg hingegen platzierte sich im Auftakt-Training ungewohnt weit hinten. Der 24-Jährige, der in Abu Dhabi seinen letzten Einsatz für Williams hat, belegte mit 1,710 Sekunden Rückstand Position 13. Damit lag der Williams-Fahrer aber immerhin noch vor den Ferrari-Fahrern. Kimi Räikkönen, der ebenfalls seinen letzten Grand Prix für seinen Arbeitgeber bestreitet, wurde nur 15. Giancarlo Fisichella schaffte nur Platz 18 vor Toyota-Ersatzfahrer Kamui Kobayashi und Romain Grosjean im Renault.

Toyota-Mann Timo Glock ist wegen den Folgen seines Unfalls in Suzuka in Abu Dhabi nicht dabei.

Die Formel-1-Welt ist schwer beeindruckt

Die Formel-1-Welt ist schwer beeindruckt

Die Formel-1-Welt ist schwer beeindruckt
Die Königsklasse kommt aus dem Staunen nicht heraus. "Die Strecke übertrifft wirklich alles, was bisher da war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das noch mal getoppt werden kann", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Abu Dhabi hat einen neuen Standard in der Formel 1 gesetzt. Es ist absolut unglaublich", betonte Brawn-GP-Teamchef Ross Brawn. Und selbst Formel-1- Geschäftsführer Bernie Ecclestone konnte das "Wunder", das auf Yas Island Wirklichkeit wurde, kaum fassen. "Ich hätte nie gedacht, dass es so würde wie jetzt", sagte der 79 Jahre alte Brite.

Die Wüste ist im PS-Wahn. Ein 800 PS starker Formel-1-Bolide als Polizeiwagen - kein Problem. Eine Rennstrecke durch ein Fünf-Sterne- Hotel - kein Problem. Ein Tunnel als Boxenausfahrt - auch kein Problem. Abu Dhabi macht es möglich. "Beeindruckend", ist wohl eines der meistgebrauchten Worte der Fahrer, wenn sie auf die neue Strecke, entworfen vom deutschen Formel-1-Architekten Hermann Tilke, angesprochen werden. Entstanden ist sie auf Yas Island. Die Insel soll für angeblich insgesamt 27 Milliarden Euro in einen gigantischen Freizeitpark verwandelt werden.

Boxenausfahrt durch den Tunnel

Was die Scheichs auf Sand haben bauen lassen, sprengt alles bisher Dagewesene. 5,55 Kilometer lang ist der Kurs, passenderweise muss er im Rennen an diesem Sonntag (14.00 Uhr live bei RTL und sport.de) 55 Mal umrundet werden. 1,173 Kilometer lang ist die Gerade. Vom einen Ende sehen die Piloten nicht mal das andere. Weltmeister Jenson Button und die Kollegen-Karawane werden ihre rasenden Kisten dort auf bis zu 320 km/h beschleunigen. "Auf der Geraden muss ich mir eine Zeitung mitnehmen", scherzte schon Williams-Pilot Nico Rosberg. Es ist der längste Geradeaus-Abschnitt im Formel-1- Kalender.

Kurz danach rasen die Fahrer unter einer Brücke durch, die die beiden Teile der spektakulären Fünf-Sterne-Nobelherberge Yas Hotel verbindet. Ein Prunkbau zwischen Münchner Allianz-Arena und gläsernem Wal, der abends blau und violett leuchtet. Ebenfalls ein Novum: Die Boxenausfahrt führt durch einen Tunnel. Nach Tanken und Reifenwechsel geht es leicht bergab, dann gibt es in der Zone mit Geschwindigkeitsbegrenzung einen scharfen Linksknick, ab durch den Tunnel, dann leicht nach rechts und einen ordentlichen Anstieg hoch zurück auf die Piste. Sebastian Vettel, der im Red Bull den zweiten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft beim Finale in der Wüste klarmachen will, hält die Boxenausfahrt für die wahrscheinlich "schwierigste Kurve".

Was den Piloten unterm Strich mehr zu schaffen machen könnte als der Kurs, ist allerdings die Startzeit. Wenn um 17.00 Uhr Ortszeit die roten Ampeln erlöschen, geht die Sonne schon langsam unter. Spätestens eine halbe bis dreiviertel Stunde danach wird es dunkel sein - die Strecke jedoch im gleißenden Licht der Scheinwerfer strahlen. Zuvor könnte die Sonne die Piloten noch blenden. "Es wird sicher nicht ohne sein", meinte Rosberg.

Freitag, 30. Oktober 2009

Rosberg fährt letztes Rennen für Williams

Rosberg sagt in Abu Dhabi "Servus"

Rosberg sagt in Abu Dhabi Servus
Nico Rosberg hat seinen Abschied bei Williams endlich offiziell gemacht, für welches Team er im kommenden Jahr Gas geben wird, verriet er aber noch nicht. Vor den deutschen Medienvertretern wand sich der 24-Jährige im Fahrerlager des Yas Marina Circuit von Abu Dhabi wie ein Aal um eine Aussage und wettete sogar gegen seinen Abschied. Vor britischen Kollegen ließ er dann die Katze aus dem Sack. "Das ist mein letztes Rennen für Williams", sagte Rosberg drei Tage vor dem Großen Preis von Abu Dhabi: "Und das ist es wirklich", betonte er.

Wohin der 69-malige Grand-Prix-Starter geht, verriet er jedoch nicht. Nur soviel: Rosberg - beste Platzierung war Rang zwei 2008 in Singapur - will in einem siegfähigen Auto sitzen. Kein Wunder, dass alle damit rechnen, dass er bei Konstrukteursweltmeister BrawnGP einsteigt und dafür Rubens Barrichello zu Williams wechselt. Möglichkeit zwei wäre ein Engagement bei McLaren-Mercedes.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hatte jüngst die Spekulationen angeheizt, als er meinte, Rosberg sei im nächsten Jahr auf jeden Fall in der Formel 1. Prompt wurde gemutmaßt, das Haug Bescheid wisse. Und da ebenfalls spekuliert wird, dass Mercedes aus der Exklusiv-Kooperation mit McLaren aussteigen und mit Brawn quasi ein Werksteam aufbauen will, scheint Rosbergs Weg zur zweiten Formel- 1-Station seiner Karriere vorgezeichnet.
Am Wochenende der Abschiede der Formel 1 sagt Rosberg dem Williams-Team auch mit einem "komischen Gefühl" Goodbye. "Ich kann diese Gelegenheit nur nutzen, dem Team zu danken, denn alles in allem denke ich, dass es viel Gutes für meine Karriere getan hat", sagte Rosberg. Er bedankte sich ausdrücklich bei Teamchef und Mitbesitzer Frank Williams und dessen engsten Mitarbeitern. "Sie haben meine Karriere all die Jahre unterstützt", so der Wiesbadener mit Wohnsitz Monaco.

Warum der Pilot in der deutschen Medienrunde keine Antworten auf die Frage nach seinem Verbleib bei Williams geben wollte, indes mit einem Vertreter der Zunft sogar um ein Bier wettete, dass er bleibe, ist Rosbergs Geheimnis. Seit Brasilien weicht er den Fragen nach seiner Zukunft aus: Dazu sage ich nichts, so sein zum Standard gewordener Satz - bis Donnerstag in Abu Dhabi. Der Brasilianer Barrichello hatte indes immerhin schon Kontakte zu Williams bestätigt. Da bei dem britischen Team aber auch der Japaner Kazuki Nakajima keine Zukunft mehr haben dürfte, ist zudem ein Cockpit für GP2-Champion Nico Hülkenberg frei. Der Pilot aus Emmerich würde dann vom Test- und Ersatzpiloten zum Stammfahrer aufsteigen.

Und aus deutscher Sicht eventuell für einen Rekord in der Historie der Formel 1 sorgen: Erstmals könnten nämlich sage und schreibe sechs Piloten mit Kennzeichen D im Jahr 2010 am Start sein. Während Sebastian Vettel seinen ohnehin 2010 gültigen Vertrag bei Red Bull bereits verlängerte, müssen Nick Heidfeld, Timo Glock und Adrian Sutil ihre Zugehörigkeit zur PS-Eliteliga aber erst noch klären.

Die Strecke in Abu Dhabi

Eine Strecke der Superlative

Eine Strecke der Superlative
Der deutsche Formel-1-Architekt Hermann Tilke hat die neue Rennstrecke in Abu Dhabi entworfen. An Geld und Superlativen wurde nicht gespart. Der 5,554 Kilometer lange Kurs führt sogar durch ein Hotel am Hafen von Yas Island, einer vorgelagerten Insel in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Infrastruktur wurde komplett neu geschaffen. Edle Hotels, Restaurants und weitere Freizeitmöglichkeiten sollen den Zuschauern den Besuch so angenehm wie möglich machen.

"Innovation. Schönheit. Komfort. Ob für Fahrer, Teams oder Zuschauer, der Yas Marina Circuit wurde entworfen für eine unvergessliche Erfahrung", wird auf der Homepage des Kurses geworben. Die Strecke bietet eine 1.173 Meter lange Gerade, die Fahrer werden ihre Rennwagen auf bis zu 320 Stundenkilometer beschleunigen. 50 000 Zuschauer haben Platz; das Rennen war eine Woche vor dem Start bereits ausverkauft.

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Spektakulär: Der Kurs schlängelt sich durch das Yas Hotel, einen modernen Bau, der sich aus der Vogelperspektive wie ein riesiger Wal vom Hafen ins Inselinnere erstreckt. Von einer Brücke aus, die die Hotelabschnitte verbindet, haben die Besucher freien Blick auf die Boliden. Ebenso ungewöhnlich: ein Tunnel am Ende der Boxengasse.

Die Strecke, die vertraglich vorerst bis 2016 Schauplatz der Formel 1 sein wird, ist zum einen Stadtkurs, zum anderen besteht sie aus einem fixen Parcours. Für die Automobilbauer ist Abu Dhabi ein weiterer willkommener Werbeort für die neuesten technischen Errungenschaften der höchsten Rennklasse. Ferrari hat sogar einen eigenen Themenpark aus dem Sand gestampft. Berater Michael Schumacher wird für die Scuderia ebenfalls vor Ort sein.

BMW sagt leise servus

BMW sagte leise servus

BMW sagte leise servus
Sebastian Vettel will den Vize-Titel, BMW sagt Servus. Während sich der bayerische Automobilbauer beim emotionalen Formel-1-Finale traurig aus der 'Königsklasse' verabschieden muss, will sich der Red-Bull-Pilot bei der Premiere in Abu Dhabi wenigstens mit der Vize-Weltmeisterschaft trösten. Von Schaulaufen keine Spur, obwohl Jenson Button und sein Brawn-GP-Team bereits seit Brasilien als Weltmeister feststehen. Vettel setzt beim Großen Preis im Wüstenstaat trotzdem voll auf Angriff: "Was mich angeht, will ich versuchen, den zweiten Platz zu festigen. Also volle Attacke noch mal zum Schluss."

Während Vettel im nächsten Jahr Button die Krone entreißen will, heißt es für BMW nach 70 Grands Prix Schluss, Ende, Aus. "Wir fahren mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Abu Dhabi", sagte Motorsportchef Mario Theissen. Freude, weil die Piloten und Teams ein spektakuläres Ambiente am neuen Formel-1-Standort Yas Marina Circuit mit seinem 5,554 Kilometer langen Kurs erwartet. "Aber wir werden natürlich auch mit Wehmut dorthin aufbrechen", räumte Theissen ein. Bislang sei die Abschiedsstimmung bei ihm "irgendwie noch nicht angekommen", sagte Nick Heidfeld. "Aber das wird sich in Abu Dhabi sicher ändern und wahrscheinlich heftig werden." Der 32 Jahre alte Rennfahrer ist noch auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber.

Alle Deutschen Piloten außer Vettel ohne Vertrag

Unterschiedlicher könnten die Stimmungen nicht sein. Die Formel 1 freut sich auf das Debüt in Abu Dhabi. "Es wird ein historisches Rennen", kündigte der Geschäftsführer des Yas Marina Circuit, Richard Cregan, an. Mit 1.173 Metern bietet der Kurs die längste Gerade im WM-Kalender. Die Strecke des deutschen Architekten Hermann Tilke führt sogar durch eine Hotelanlage. Mit 50 000 Zuschauern am Sonntag (14.00 Uhr/RTL) ist der 17. und letzte Grand Prix der Saison bereits ausverkauft. Gestartet wird bei Tageslicht um 17.00 Uhr Ortszeit und in den Sonnenuntergang hineingefahren. "Das wird eine neue Erfahrung", sagte Vettel.

Beim ersten Lauf in Abu Dhabi heißt es aber andererseits nicht nur für BMW Abschied nehmen. Während Button nach Ansicht von Teamchef Ross Brawn "zu 99 Prozent" seinen Vertrag - angebliches Angebot: acht Millionen Euro pro Jahr - verlängern wird, sagen unter anderem Fernando Alonso Renault 'au revoir' und Kimi Räikkönen Ferrari 'arrivederci'. Zudem stehen alle deutschen Piloten außer Vettel vor dem Finale ohne neuen Vertrag da.

Heidfeld, Nico Rosberg (Williams) und Adrian Sutil (Force India) können sich in der heißen Phase der Verhandlungen wenigstens noch einmal empfehlen. Nicht so Timo Glock. Der 27-Jährige muss passen. Die Verletzungen (Rücken und Kniekehle) vom schweren Unfall am 3. Oktober in Japan lassen einen Start des Toyota-Piloten nicht zu. Vertragsklarheit erhofft sich sein Manager Hans-Bernd Kamps dennoch in den kommenden 14 Tagen.

Vettel will in Abu Dhabi noch einmal zuschlagen. Drei Siege gelangen dem 22-Jährigen in diesem Jahr. Nach der vorzeitigen Titelentscheidung in Sao Paulo zu seinen Ungunsten musste er erstmal den Frust verdauen. "Der schlimmste Moment war nach dem Rennen, einfach zu wissen, dass man aus der Titelentscheidung raus ist", gestand Vettel. Auf die neue Wüstenstrecke bereitete sich der Red-Bull-Pilot im Simulator vor. Vettel (74) hat auf den drittplatzierten Button-Teamkollegen Rubens Barrichello (72) im zweiten Brawn-Mercedes zwei Punkte Vorsprung. "Ich bin topmotiviert, zuerst fürs Rennen in Abu Dhabi und auch für nächstes Jahr", sagte er.