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Donnerstag, 4. März 2010

Offiziell: 2010 ohne USF1 und Stefan GP

Offiziell: Saison ohne USF1 - Korb für Stefan GP

04.03.10
Game over noch vor der Premiere: Das amerikanische Formel-1-Projekt USF1 hat seine Arbeit am neuen Auto eingestellt und will sein Debüt auf 2011 verschieben. Teamchef Ken Anderson bestätigte dem englischen Fachmagazin 'Autosport' einen entsprechenden Vorstoß des finanziell angeschlagenen US-Rennstalls beim Automobil-Weltverband FIA.

Wie die FIA am Mittwochabend mitteilte, wird die Formel 1 nun mit 12 anstatt den geplanten 13 Teams in die neue Saison gehen. "Wir haben verschiedene Optionen diskutiert", hieß es in dem Statement: "Aber es ist in diesem späten Stadium für ein Ersatzteam nicht mehr möglich, doch noch teilzunehmen."

Damit zerschlagen sich die Hoffnungen des Stefan-GP-Teams auf den Einstieg in die Formel 1. Der Rennstall des serbischen Geschäftsmannes Zoran Stefanovic, der sich die Rechte an den Autos von Formel-1-Aussteiger Toyota gesichert hat, hatte zuletzt mehrfach Bereitschaft signalisiert, auch kurzfristig für ein ausfallendes Team einzuspringen.

Stefan GP brüskiert

Im Gegensatz zu USF1 hat Stefan GP bereits ein fertig entwickeltes Auto, verfügt mit Jacques Villeneuve und Kazuki Nakajima über eine Fahrerpaarung und ein erster Container mit Material ist bereits in Bahrain angekommen. Gerade daher verwundert die Aussage der FIA, dass die Zeit für ein Nachrückerteam zu kurz sei.

Mit dem Aus von USF1 trat nicht mal zwei Wochen vor dem Auftaktrennen in Bahrain ein, was Experten schon lange voraussagten. Ob das US-Team von der FIA einen Aufschub gewährt bekommt, erscheint äußerst fraglich. Bis dato hat der Rennstall mit Sitz in Charlotte kein fertiges Auto. Der einzige Fahrer, Jose Maria Lopez aus Argentinien, hat seinen Vertrag aufgelöst. Seit Wochen und Monaten halten sich Gerüchte um finanzielle Engpässe der Amis, die einen von insgesamt vier neuen Rennställen (USF1, Campos, Lotus und Virgin) formieren wollten.

Dienstag, 2. März 2010

Saison 2010 ohne USF1

Saison 2010 ohne USF1

01.03.10
Der amerikanische Rennstall USF1 wird nicht nur die ersten Rennen, sondern offenbar gleich die ganze Saison auslassen. Das berichtet SpeedTV. Laut des amerikanischen Senders hat FIA-Renndirektor Charlie Whiting vergangenen Mittwoch die Teamfabrik in Charlotte besucht. Dabei soll der Rennstall die Gelegenheit ergriffen und die FIA gebeten haben, wegen großer finanzieller Probleme die komplette Saison 2010 auszulassen und erst 2011 in die Königsklasse einzusteigen. Knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart in Bahrain hat USF1 immer noch kein Formel-1-Auto fertig gestellt.

Um des guten Willens wegen sollen die Teambesitzer Ken Anderson und Chad Hurley bei der FIA einen "siebenstelligen" Dollar-Betrag als eine Art 'Reservierungsgebühr' für 2011 hinterlegt haben. Die Bitte um einen Aufschub sei das Ergebnis der geplatzten Verhandlungen mit dem anderen finanziell arg gebeutelten Neueinsteiger Campos über eine Zusammenarbeit, heißt es bei SpeedTV.

Dass die Meldung mehr als nur ein Sturm im Wasserglas ist, zeigt die enge Verknüpfung zwischen SpeedTV und USF1. Der Sender hatte im vergangenen Jahr exklusiv erste Gerüchte über einen F1-Einstieg der Amerikaner vermeldet und anschließend die Teampräsentation von USF1 live übertragen. Sportdirektor Peter Windsor ist sogar als Reporter für den Sender im Einsatz. In den vergangenen Monaten berichtete SpeedTV immer wieder aus der USF1-Fabrik und dokumentierte den Fortschritt des F1-Projekts.

Stefan GP steht als Nachfolger bereit

Des einen Leid, des anderen Freud: Sollte die FIA auf den Deal eingehen oder USF1 womöglich sogar ganz aus der Formel 1 schmeißen, schlüge die Stunde von Stefan GP. Die Serben haben, obwohl sie nicht auf der Startliste stehen, bereits ein fertig entwickeltes Auto, das sie am Mittwoch in der ehemaligen Toyota-Fabrik in Köln präsentieren wollen. Als Fahrer stehen Kazuki Nakajima und Ex-Champ Jacques Villeneuve bereit. Ein erster Container mit Material sei bereits in Bahrain angekommen, teilte das Team mit. "Wir vertrauen, dass die Formel-1-Familie die richtige Entscheidung treffen wird", heißt es auf der Homepage von Stefan GP. "Wir erkennen, dass das nur mit der Zustimmung der FIA und der FOM passieren kann."

USF1: Lopez beendet Vertrags-Theater

USF1: Lopez beendet Vertrags-Theater

02.03.10
Jose Maria Lopez hat seinen Vertrag mit dem USF1-Team aufgelöst. "Es war eine komplexe Situation, aber jetzt sind wir frei und können alle Möglichkeiten evaluieren, damit Jose als Fahrer in der Formel 1 bleiben kann", sagte Lopez Senior zu 'Ultima Vuelta' (ARG). Lopez Junior ist als Pilot beim Campos-Team im Gespräch. Sein Vertrags-Theater mit USF1 wurde zum Politikum, weil er mit der Unterstützung der argentinischen Regierung schon 600.000 Euro an den Rennstall gezahlt hatte.

Nun müssen die USF1-Bosse Ken Anderson und Peter Windsor 'die Suppe auslöffeln'. "Anderson und Windsor werden nach Argentinien reisen, um die Sache zu erklären, denn sie haben uns diese Situation eingebrockt. Diese Leute haben Verträge gebrochen", schimpft Lopez Senior.

Zuvor hatte der amerikanische Rennstall den Weltverband FIA gebeten, wegen großer finanzieller Probleme die komplette Saison 2010 auszulassen und erst 2011 in die 'Königsklasse' einzusteigen.

Freitag, 19. Februar 2010

Kehrt Jacques Villeneuve zurück?

2010 mit 5 Weltmeistern - Stefanovic bestätigt Kontakt

19.02.10
Jacques Villeneuve steht vor einem Comeback in der Formel 1. Laut übereinstimmenden Medienberichten ist sich der Kanadier mit dem Team Stefan GP des Geschäftsmanns Zoran Stefanovic über einen Vertrag als Fahrer einig. Dabei hat der Rennstall noch gar keinen Startplatz für die neue Saison. Stefanovic bestätigte, dass das Team kurz vor der Verpflichtung des Kanadiers stehe. "Wir sind sehr nah an einem Vertrag mit Jacques Villeneuve", so der Serbe zu 'Autosport'.

Möglicherweise rückt das Team noch nachträglich in das Starterfeld. Denn noch immer - selbst drei Wochen vor dem Auftakt in Bahrain - ist nicht klar, mit wie vielen und vor allem mit welchen Teams die Formel 1 in die Saison startet. Auf dem Papier steht geschrieben, dass die FIA 13 Rennställe bestätigt hat. Doch um zwei Teams ranken sich wilde Gerüchte: USF1 und Campos Meta. Den beiden Rennschmieden fehlt schlichtweg das Geld, Campos hat noch nicht einmal ansatzweise ein rennfähiges Auto entwickelt. Auch USF1 will angeblich erst beim 5. Rennen, dem Europa-Auftakt in Barcelona, erstmals an den Start gehen.

Stefan GP ist sich aber sehr sicher, in drei Wochen in Manama an den Start gehen zu dürfen und zu können. Geschäftsmann Stefanovic hat mehr oder minder das komplette Toyota-Equipment und -Team übernommen und schon einen 12 Meter langen Container nach Bahrain verschifft. Für den 25. Februar plant Stefan GP die Präsentation des Autos, dem Stefan S-01. Anschließend sind dreitägige Testfahrten in Portimao geplant. Und das Fahrer-Duo steht nun auch fest. Neben Villeneuve soll Kazuki Nakajima schon länger die Zusicherung haben, für Stefan GP zu fahren. Stefanovic bestätigte jedenfalls, dass einer seiner beiden Fahrer ein Japaner ist.

Villeneuve sticht Schumi II aus

Sollte der 38-jährige Villeneuve wirklich in die Formel 1 zurückkehren, wäre er der fünfte Weltmeister im Fahrerfeld. Neben Titelverteidiger Jenson Button, Lewis Hamilton und Fernando Alonso wird auch Rekordchampion Michael Schumacher nach drei Jahren Pause bei Mercedes in den Grand-Prix-Zirkus zurückkehren. Brisanz pur: Villeneuve hatte 1997 gegen Schumacher den Titel geholt. Die Formel-1-Fans würde die Rückkehr des Schumi-Feindes sicherlich freuen.

Nur bei einem wird keine Freude ausbrechen: Ralf Schumacher. Der Deutsche war vor kurzem mit Stefan GP in Verbindung gebracht worden. Nun scheint er von Villeneuve ausgestochen worden zu sein. Keine schöne Niederlage – schließlich versuchte sich Villeneuve zuletzt relativ erfolglos in der NASCAR-Serie in den USA. Dass er an eine Rückkehr in die 'Königsklasse' glaubt, gab er in einem Interview zu. "Das wäre eine großartige Gelegenheit. So wie das Team angeblich von Bernie Ecclestone unterstützt wird, muss man davon ausgehen, dass sie es in die Startaufstellung schaffen", sagte der 38-Jährige zu 'auto motor und sport'. "Mit dem Material von Toyota könnten sie das beste neue Team werden", so der Kanadier weiter.

Montag, 8. Februar 2010

Campos & USF1 werden drei Rennen auslassen

Campos & USF1 werden drei Rennen auslassen

08.02.2010, 12:43 Uhr
Bernie Ecclestone hat die großen Probleme der Teams Campos und USF1 bestätigt. In den ersten Rennen werde man "Campos nicht sehen und die Amerikaner auch nicht", sagte Ecclestone dem 'Daily Express'. "Sie werden darum bitten, drei Rennen auslassen zu dürfen", so Ecclestone. Laut dem neuen Concorde Agreement sei es erlaubt, "drei Rennen auszulassen", erläuterte der Brite. Erst wenn Campos und USF1 auch beim vierten Saisonrennen in China nicht antreten können, dürfte ihnen die Startlizenz entzogen werden.

Es ist kein Geheimnis, dass Ecclestone anstelle von Campos, das in dem umstrittenen Ex-A1GP-Boss Tony Teixeira einen neuen Hoffnungsträger hat, lieber Stefan GP in der Königsklasse sehen würde. Im Gegensatz zu Campos ist Geld ist bei dem Rennstall von Teamchef Zoran Stefanovic (Milliardär aus der Rüstungsindustrie) kein Thema. "Das Geld kommt von der Regierung. Ich habe mit dem Premierminister gesprochen", sagte Ecclestone und fügte an: "Die übernehmen Toyota komplett, samt Motorhomes."

Ecclestone: Lieber Stefan GP statt Campos

Obwohl sein Team über keinen Startplatz verfügt, hat Stefanovic bereits einen Container voll mit Equipment für den Saisonstart nach Bahrain geschickt. Am 25. Februar soll das Auto präsentiert werden, gefolgt von dreitägigen Testfahrten in Portimao. "Sie sind bereit", weiß Ecclestone. In Bahrain können die Serben aber nur an den Start gehen, wenn Campos oder USF1 sich freiwillig zurückziehen.

Dienstag, 26. Januar 2010

Jose Maria Lopef fährt für US-Rennstall

Gaucho für US-Rennstall

26.01.2010, 10:30 Uhr

Der neue Rennstall USF1 hat den Argentinier Jose Maria Lopez als ersten Stammpiloten für die neue Saison verpflichtet. Offiziell bekanntgegeben wurde der Vertrag des US-Teams mit dem ehemaligen Renault-Testfahrer von Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner im Casa Rosada. "Die argentinische Regierung ist sehr glücklich, hinter diesem neuen aufregenden Projekt zu stehen und wir wünschen Jose Maria und dem Team das Beste für die Saison 2010", sagte sie. Lopez wird der 24. Argentinier in der Formel 1 sein - der berühmtest war der fünfmalige Weltmeister Juan Manuel Fangio.

Damit steht nun bei allen 13 Teams mindestes ein Pilot für die WM 2010 fest. Bis dato war USF1 der einzige Rennstall, der noch gar keinen Fahrer benannt hatte.

"Das ist ein denkwürdiger Tag für mich, meine Familie und die Menschen in Argentinien", sagte Lopez, der nach USF1-Angaben auf der Homepage des Teams schon mehr als 6.000 Testkilometer in einem Formel- 1-Wagen absolviert hat. Natürlich stelle ein neues Team viele Herausforderungen dar, aber "unser Ziel ist es, uns mit jedem Rennen zu verbessern", so Lopez. Spekulationen zufolge bringt der Argentinier einige Millionen an Sponsorengeldern mit.

Dabei ranken sich nach wie vor hartnäckig Gerüchte, dass das Neueinsteiger-Team zum Saisonauftakt am 14. März in Bahrain nicht an den Start gehen wird. Nach Informationen von 'Motorsport aktuell' warten zahlreiche Zulieferer seit langem auf ihr Geld. Eigentlich wollte das amerikanische Team Mitte Februar an den offiziellen Testfahrten teilnehmen. Das Problem liegt nur darin, dass der Rennstall das Auto bis dahin möglicherweise noch gar nicht fertiggestellt hat. Angeblich wird USF1 die ersten vier Saisonrennen aus Zeit- und Geldmangel sausen lassen müssen. Dass der neuverpflichtete Lopez zwar als schnell, jedoch auch als akut unfallgefährdet gilt, trägt sicher nicht zur finanziellen Stabilität des Teams bei.