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Samstag, 27. Februar 2010

Hülkenberg rast zur ersten Bestzeit

Hülkenberg rast zur ersten Bestzeit

Schumacher lobt Hülkenberg

Sebastian Vettel vor Michael Schumacher und die erste Bestzeit für Neuling Nico Hülkenberg: Der zweite Testtag in Barcelona stand ganz im Zeichen der Deutschen.

Während Williams-Pilot Hülkenberg 23 Tausendstelsekunden schneller war als Ferrari-Pilot Fernando Alonso, landete Red-Bull-Pilot Vettel mit rund sechs Zehntelsekunden Rückstand auf Rang fünf. Dabei war der Vize-Weltmeister rund vier Zehntelsekunden schneller als Schumacher, der im Mercedes Tages-Siebter wurde. Als vierter Deutscher war Timo Glock unterwegs, der mit seinem Virgin-Renner aber noch hinter Jarno Trulli im Lotus auf dem letzten Platz landete.

"Platz eins ist schön, aber bedeutet nichts, um ehrlich zu sein", sagte der 22-Jährige. "Wir sind ja noch nicht in Bahrain. Aber es ist schön, zu sehen, was das Auto kann." Lob gab es aber von Rekordweltmeister Schumacher: "Wir wissen alle, dass Nico schnell ist. Hut ab. Die eigene Vorstellung hatte Schumi nicht wirklich überzeugt. "Wir waren heute nicht ganz so schnell wie wir hätten sein wollen und sollen.“ Aber man arbeite heftig, "und auch wenn noch nicht alles ganz rund läuft, werden doch noch viele Neuerungen hier und in Bahrain dazu kommen", so der 41-Jährige. Am Samstag wird Teamkollege Nico Rosberg im Silberpfeil sitzen.

Kubica und Hamilton mit Setup-Problemen

Auch Sebastian Vettel war zufrieden: "Wir sind sehr viel gefahren, hatten keine großen Probleme. Es war ein ganz guter Tag. Nach der langen Pause und den zwei verkorksten Tests im Regen war es schön, viele Runden zu drehen", so der Vize-Weltmeister, für den vor allem Ferrari im Moment einen starken Eindruck macht. Alonso schwärmt bereits vom "besten Auto meines Lebens".

Wenig auffällig waren Force India, Toro Rosso und Renault unterwegs. Renault hatte offenbar leichte technische Probleme. Robert Kubica musste immer wieder längere Pausen einlegen, am R30 wurde immer wieder ein anderes Setup ausprobiert. Auch Ex-Champion Lewis Hamilton kam im McLaren nur zu wenigen Runden. Auch hier wurde immer wieder das Setup am neuen MP4-25 verstellt.

Bis einschließlich Sonntag können die Teams ihren Boliden noch den letzten Feinschliff verpassen. Nach dem ersten Rennen sind keine weiteren Testfahrten mehr erlaubt.

1. Testag in Bildern

2. Testag in Bildern

Mittwoch, 24. Februar 2010

Letzter Test: Es gibt viel zu tun

Letzter Test: Es gibt viel zu tun

Letzte Probefahrt: 17 Tage vor dem WM-Auftakt beginnt für die Formel 1 der finale Härtetest. "Barcelona wird in dieser Hinsicht ein wichtiger Test für alle sein und uns genauere Informationen über die Performance unseres Autos geben", sagte Rekordweltmeister und Rückkehrer Michael Schumacher mit Blick auf das, was an Feintuning am neuen Silberpfeil noch geleistet werden muss.

"Wir haben in Barcelona noch einiges zu tun, aber insgesamt sind wir in einer guten Form für den Saisonstart", lautete der Ausblick von Mercedes-Teamchef Ross Brawn.

Nach Valencia und zweimal Jerez haben die Teams vom 25. bis 28. Februar auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona zum letzten Mal die Chance, auf der Strecke ihre Autos fit für die Saison zu machen. Vier Tage, mehr nicht, dann ist das offizielle Testen in dieser Saison vorbei. Container und Koffer werden gepackt, die Autos verschickt - auf geht's nach Bahrain zum WM-Auftakt vom 12. bis 14. März.

Ferrari gehört die Favoritenrolle

Doch vorher geben Schumacher & Co. noch mal richtig Gas. Die Wetteraussichten verheißen zwar keine Hitze wie in der Wüste von Sachir zwei Wochen später, zumindest ist aber kein Regen wie zuletzt teilweise in Jerez prognostiziert. Für Mercedes wird Nico Rosberg den letzten Test der spanischen Probewochen eröffnen, Schumacher fährt Freitag und Sonntag.

Zweifelsohne wird vor allem Fernando Alonso die Blicke der spanischen Fans auf sich ziehen. Bis dato erwies sich sein neuer Ferrari F10 als schneller 'Dauerläufer'. Der Konkurrenz ist das nicht entgangen. "Ich denke, Ferrari hat ein sehr starkes Auto", sagte bereits Weltmeister Jenson Button von McLaren-Mercedes. Und Scuderia-Neuzugang Alonso stellte den Ferrari-Mechanikern bei einer Momentaufnahme nach dem Test vor einer Woche in Jerez ein glänzendes Zeugnis aus: "Das ist das beste Auto, das ich jemals hatte."

Der zweimalige Weltmeister und sein brasilianischer Teamkollege Felipe Massa zählen zu den WM-Kandidaten. Der deutsche Vizeweltmeister Sebastian Vettel und dessen Red-Bull-Rennstallrivale Mark Webber sowie die McLaren-Piloten Button und Lewis Hamilton gehören aber auch zu den Hauptkonkurrenten von Schumacher und Rosberg im Kampf um die Krone der Königsklasse. Red-Bull-Renningenieur Ian Morgan erklärte vor dem Test auf dem 4,655 Kilometer langen Kurs in Katalonien: "Wir werden uns auf die letzten Vorbereitungen für Bahrain konzentrieren, dazu gehören auch einige Rennsimulationen."

Elf der 13 gemeldeten Teams für die Saison 2010 werden am Barcelona-Test teilnehmen. Neuling Nico Hülkenberg im Williams, Adrian Sutil im Force India und Timo Glock im Virgin werden das deutsche Fahrer-Sextett komplettieren. Die beiden geplanten neuen Teams Campos (Spanien) und USF1 (USA) treten nicht an. Sie haben noch kein fertiges Auto. Besonders hinter der Zukunft von USF1steht ein sehr großes Fragezeichen.

Sonntag, 21. Februar 2010

Formel 1 so ausgeglichen wie nie

Formel 1 so ausgeglichen wie nie

Drei Wochen vor dem Saisonstart präsentiert sich die Formel 1 so ausgeglichen wie selten zuvor. Auch nach dem dritten von vier Tests hat sich kein Titelfavorit herauskristallisiert. An den vier Tagen im südspanischen Jerez de la Frontera fuhren vier verschiedene Piloten die jeweilige Bestzeit: Sebastian Vettel, Rubens Barrichello, Mark Webber und zum Abschluss am Samstag Weltmeister Jenson Button. Es ist kaum anzunehmen, dass sich beim letzten Test in Barcelona an dieser Ausgeglichenheit etwas ändert.

Auf dem Circuit de Catalunya werden die Teams vom 25. bis 28. Februar ihre Karten aufdecken müssen. Danach haben sie vor dem ersten Grand Prix am 14. März in Bahrain keine Chancen mehr, unter wettbewerbsähnlichen Bedingungen Aufschlüsse über ihre wahre Stärke und Rückschlüsse über das Potenzial der Konkurrenz zu erhalten. Deshalb werden in Barcelona die meisten mit weiterentwickelten Rennwagen antreten.

Sutil überrascht im Force India

Das überwiegend schlechte Wetter in Jerez machte den Fahrern und Ingenieuren einen dicken Strich durch die Rechnung. Bei viel Regen statt Sonne satt ließ sich die in der Wüste von Sachir zu erwartende Hitzeschlacht beim Saisonauftakt Mitte März nicht simulieren. "Schade, dass das Wetter so schlecht war", sagte Vettel. Deshalb habe sein Red-Bull-Team viel Zeit verloren und nicht die Sachen testen können, die geplant gewesen seien. Trotzdem lief es für den Vize-Champion gut: Vettel fuhr zum Auftakt am Mittwoch Bestzeit und war am Donnerstag als Drittschnellster bester Deutscher. Sein australischer Teamkollege Mark Webber dominierte am Freitag. Button bewies mit der überlegenen Gesamtbestzeit am Samstag bei den besten äußeren Bedingungen, dass mit ihm im Titelrennen auch nach seinem Wechsel zu McLaren-Mercedes wieder zu rechnen ist.

Nach der dritten Test-Einheit kristallisiert sich heraus, dass die WM-Entscheidung wohl zwischen Ferrari, Red Bull, McLaren-Mercedes und Mercedes Grand Prix fallen wird. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher spulte fleißig Runden ab und zählt mit seinen bislang insgesamt 2.250 Kilometern zu den eifrigsten Testern. Der 41 Jahre alte Rückkehrer hat ein gutes Gefühl und bezeichnete den neuen Silberpfeil "als Siegauto". Teamkollege Nico Rosberg, zum Abschluss Fünfter, sprach von einem sehr guten Test: "Wir haben gute Fortschritte bei unserer Abstimmung gemacht und eine Menge gelernt."

Die Überraschung des deutschen Fahrer-Sextetts war Adrian Sutil. Er war immer gut dabei, was für die Qualität seines Force India spricht. Formel-1-Frischling Nico Hülkenberg hinterließ im Williams-Cosworth einen ordentlichen Eindruck. Dagegen stehen Timo Glock nach seinem Wechsel zu Virgin Racing schwere Zeiten bevor. "Diese Saison wird hart. Aber das war uns von Anfang an klar", sagte der Ex-Toyota-Fahrer, der wegen technischer Probleme an der Hydraulik kaum zum Fahren kam.

Testfahrten in Jerez

Button hängt Rosberg ab

Nico Rosberg hat zum Abschluss der viertägigen Testfahrten in Jerez den 5. Platz belegt. Der Mercedes-Pilot war damit 1,1 Sekunden langsamer als Weltmeister Jenson Button im McLaren. Der Brite holte seine erste Bestzeit. "Wir hatten einen sehr positiven Tag und sind viele wertvolle Kilometer gefahren. Das war ein großartiger Abschluss des Tests. Wir haben viel gelernt, das für unsere Vorbereitung auf den letzten Test in Barcelona nützlich sein wird", sagte der Teamkollege von Michael Schumacher. Neben Rosberg waren auch noch Nico Hülkenberg und Timo Glock im Einsatz.

Williams-Pilot Hülkenberg landete auf Rang 9, fuhr mit 137 Runden aber fast zwei komplette Renndistanzen. Glock schaffte wegen Hydraulikproblemen an seinem Virgin dagegen nur 28 Runden und wurde Vorletzter.

1. Testtag in Jerez

2. Testag in Jerez

3. Testtag in Jerez

4. Testtag in Jerez

Donnerstag, 11. Februar 2010

Schumi Sechster - Glock im Pech

Schumi Sechster - Glock im Pech

11.02.2010, 18:16 Uhr
Michael Schumacher nutzte wie seine Rivalen das schöne Wetter von Jerez und strahlte selbst auch nach seinem dritten Testtag im neuen Silberpfeil. "Ich fühle mich genau so wie in der Vergangenheit auch", sagte der 41 Jahre alte Rekordweltmeister am Donnerstag nach seinen 124 Runden auf dem 4,428 Kilometer langen Circuito de Jerez. Der alte Michael Schumacher sei wieder "aus der Kiste gesprungen, der ist wieder voll da".

Unterm Strich erzielte der Mercedes-Pilot jedoch nur die sechstbeste Zeit und nutzte die Proberunden vor dem angekündigten Regen am Freitag vor allem für längere Ausfahrten. "So viele Kilometer wie möglich" seien das Ziel gewesen, fast 550 waren es. Priorität hat derzeit, das Auto für den Saisonstart am 14. März in Bahrain zuverlässig zu machen.

Schnellster am zweiten der vier Tage auf dem südspanischen Kurs war Kamui Kobayashi. Der Japaner benötigte am Donnerstag im Sauber 1:19,950 Minuten für seine schnellste Runde und verwies damit Sebastien Buemi aus der Schweiz im Toro Rosso und Weltmeister Jenson Button aus England im McLaren-Mercedes auf die Ränge. Schon in Valencia vor einer Woche hatte sich Sauber in guter Verfassung präsentiert.

Ebenfalls als Kilometerfresser erwies sich der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso von Schumachers Ex-Team Ferrari. Mit 129 Runden drehte der von seinen Fans lautstark gefeierte Spanier die meisten aller zehn Fahrer. Alonso reihte sich als Siebter ein.

Die viertbeste Zeit erzielte in Jerez Nico Hülkenberg im Williams. Für Landsmann Timo Glock war der Testtag nach einem frühen Defekt vorzeitig beendet. Er konnte nur elf Runden im Auto des neuen Virgin-Rennstalls drehen, ehe sich ein Teil des Frontflügels löste. "Der Grund wurde bereits erkannt", teilte Glocks neues Team mit: "Unglücklicherweise fehlen uns ein, zwei Teile."

Sebastian Vettel wird im Red Bull erst am Freitag in die Testreihe einsteigen. Der Vizeweltmeister wird den neuen RB6 dann auch noch am Samstag fahren - somit kommt es erstmals zur Begegnung auf der Strecke mit Schumacher im Mercedes.

Nico Rosberg hatte am Mittwoch die Tagesbestzeit erzielt und wird auch an diesem Freitag wieder den neuen Silberpfeil steuern. Teamkollege Schumacher bilanzierte schon mal: "Ein neues Auto, ein neues Team, neue Gegebenheiten, da muss unser Ziel zunächst einmal sein, das Auto zuverlässig zu machen. Tage wie dieser bringen uns in dieser Hinsicht voran ­ vor allem, weil die Wetteraussichten für die nächsten Tage nicht ganz so rosig sind", meinte er.

Schumi gibt in Jerez Gas

Mittwoch, 10. Februar 2010

Probleme bei Red Bull - Rosberg schnell

Probleme bei Red Bull - Rosberg schnell

.., : Uhr
Am ersten Tag der Tests in Jerez war so ziemlich alles dabei: Premieren, Regen, Ausfälle und Überraschungen. Für Red Bull, das Team von Vize-Weltmeister Sebastian Vettel, begann der Tag mit der Vorstellung des neuen RB6 und endete mit einem Defekt. Nach 50 Testrunden blieb der Red Bull von Mark Webber liegen. Öl war aus dem Fahrzeug ausgetreten.

Zufrieden war dagegen Nico Rosberg. Der Mercedes-GP-Pilot war nach 57 Runden mit einer Bestzeit von 1:20,927 Minuten der Tagesschnellste vor Sebastien Buemi im Toro Rosso (+ 0,104 Sekunden). Auf Platz drei landete Nico Hülkenberg im Williams. Nach 118 Runden stand für den Formel-1-Neuling eine Zeit von 1:22,243 Minuten auf dem Tableau.

Über den gesamten Testtag herrschten feuchte Bedingungen. Zwischenzeitlich war der Regen so heftig, dass die Teams die Gelegenheit bekamen, Regenreifen auszuprobieren. Auch Timo Glock nutzte trotz Regens die Chance, mit seinem neuen Virgin VR01 fünf Mal den Kurs zu umrunden. Die Zeit war dabei nebensächlich. Hauptsache das Auto funktioniert.

Vollgas in Jerez

Mittwoch, 3. Februar 2010

Hülkenberg will vor Schumacher bleiben

'Hulk' will vor Schumacher bleiben

.., : Uhr
Ein fester Händedruck, ein entschlossener Blick und ungeschminkte Worte: Neuling Nico Hülkenberg fährt in der Formel 1 einen klaren Kurs. "Einfach Gas geben. Man muss aber immer auch mit der gebotenen Vernunft fahren. Unvernünftige sind in der Formel 1 nicht lange da", sagte der 22-Jährige. Und was passiert, wenn Michael Schumacher im Rückspiegel auftaucht? "Nichts, dann hab ich was richtig gemacht", antwortete der F1-Neuling und lächelte verschmitzt.

Hülkenberg ist beim Williams-Rennstall vom Test- und Ersatzfahrer zum Stammpiloten aufgestiegen. Am letzten Testtag in Valencia durfte er seinen neuen Dienstwagen endlich zum ersten Mal fahren. "Ich musste die Zeit absitzen", meinte er. Doch die Wartezeit quälte ihn. "Was man liebt und was man am besten kann, kann man einfach nicht ausüben. Das ist ein blödes Gefühl", betonte Hülkenberg. An seinem ersten Testtag drehte er deshalb gleich zu Beginn um 10.00 Uhr seine erste Runde auf dem Circuit Ricardo Tormo. Am Montag und Dienstag hatte sein 37 Jahre alter Teamkollege Rubens Barrichello die Proberunden absolviert.

Hülkenberg träumt vom WM-Titel

Hülkenberg, der Fan von Tennis-Superstar Roger Federer ist, zählt zur jungen Generation der Formel 1. Ehrgeizig und zielorientiert, den Blick fürs Wesentliche. Der Glamour-Faktor der Formel 1 interessiert ihn nicht. Hülkenberg will Rennen fahren. Und das möglichst erfolgreich. Ein Williams-Auto allerdings gewann zuletzt 2004 in Brasilien einen Grand Prix. So ist nicht damit zu rechnen, dass Hülkenberg seine bis dato glänzende Erfolgsbilanz in den Nachwuchsklassen auch in der Formel 1 sofort ausbauen kann.

"Man muss sich immer wieder ins Gewissen rufen, dass man in der Formel 1 ist mit den 25 besten Fahrern der Welt und auch den besten Teams der Welt", erklärte Hülkenberg, wie er die eigene Erwartungshaltung dämpft. "Man muss auch schauen, wie gut das Paket ist und was man damit erreichen kann. Bestimmt wird diese Situation kommen und ich werde mich ärgern", räumte er schon mal ein.

Als Referenz bringt 'Hulk' (oder 'Hülki') Titel in der GP2- Kategorie, der Formel 3 Euroserie und der A1-Serie mit. Einen Etappenplan für seine weitere Karriere hat Hülkenberg aber nicht aufgestellt. Vorerst nur das: "In der Formel 1 etablieren und das über lange, lange Jahre." Und dann freilich auch: "Weltmeister werden auf jeden Fall."

Messen kann er sich in den kommenden drei Jahren auch mit Rekordchampion Schumacher. Beide haben in Willi Weber denselben Manager. Für die Duelle mit dem siebenmaligen Weltmeister auf der Strecke gab Hülkenberg auch schon den Kurs vor. "Wenn man den Jahrhundert-Rennfahrer hinter sich hat, will man ihn nicht vorbeilassen."

Samstag, 30. Januar 2010

Neuer William FW32 enttarnt

Neuer Williams FW32 enttarnt

30.01.2010, 11:33 Uhr

Der Williams-Rennstall wird auf eine pompöse Präsentation seines neuen Autos verzichten. Statt den neuen Williams mit einer großen Show im Stile von Mercedes GP, Ferrari oder McLaren der Öffentlichkeit vorzustellen, wollte das Team den neuen Renner von Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello bei den Tests in Valencia am 1. Februar zum ersten Mal zeigen. Ein Foto, das beim Shakedown mit Hülkenberg in Silverstone geschossen wurde, zeigt jedoch schon, wie der neue Williams aussehen wird.

Der FW32 hat mit seinem Vorgänger-Modell nur noch wenig gemeinsam. Deutlichste Neuerung ist die hohe Nase, mit der Red Bull in der vergangenen Saison sehr erfolgreich war. Anders sind auch die Seitenkästen gestaltet. Sie setzen vorne höher an und fallen nach hinten sehr stark ab.

Barrichello macht die Jungfernfahrt
Bei den Tests in Valencia darf Barrichello die Jungfernfahrt machen. "Ich kann es kaum erwarten, das neue Rennauto zu fahren", sagte der Williams-Neuzugang, der an den ersten beiden Tagen testen wird. Teamkollege Hülkenberg wird am Mittwoch Testrunden im FW32 drehen.

Samstag, 31. Oktober 2009

Formel 1 2010 mit sechs deutschen Fahrern?

Formel 1 2010 mit sechs deutschen Fahrern?

Formel 1 2010 mit sechs deutschen Fahrern?
Aus fünf mach sechs: Die Formel 1 steht möglicherweise vor einer deutschen Rekordquote im kommenden Jahr. Am Montag will Williams seine Fahrerpaarung für 2010 bekanntgeben. Zweifel, dass Nico Hülkenberg dann zum Stammpiloten in der Königsklasse ernannt wird, gibt es eigentlich kaum. Auch dass Nico Rosberg zu einem Mercedes-Team wechseln wird, gilt als sicher. Sebastian Vettel ist bei Red Bull bis mindestens 2011 gesetzt, und Timo Glock, Nick Heidfeld und Adrian Sutil geben sich vor dem letzten Rennen der laufenden Saison in Abu Dhabi zuversichtlich, auch im kommenden Jahr wieder in der Formel 1 Gas geben zu können.

Sechs deutsche Stammpiloten - das gab es noch nie. Vorerst ist das Fahrerkarussell aber wieder in Halteposition. 26 Cockpits soll es 2010 geben. Aber erst sechs Fahrer sind offiziell bestätigt: Ex-Weltmeister Lewis Hamilton bei McLaren-Mercedes, Neuzugang Fernando Alonso und dessen künftiger Teamkollege Felipe Massa bei Ferrari, Vettel und der zweite Red-Bull-Pilot Mark Webber sowie Robert Kubica, der von BMW-Sauber zu Renault als Alonso-Nachfolger wechselt.

Heidfeld-Manager: Wir haben verschiedene Optionen

Während Ex-Champion Kimi Räikkönen eine Rückkehr von Ferrari zu McLaren-Mercedes als einzige Option für ein neues Team nannte, sich ansonsten aber auch ein Sabbatjahr oder einen Wechsel in den Rallye-Sport vorstellen kann, arbeiten die deutschen Fahrer und deren Manager abseits des Asphalts mit Hochdruck an der nahen Zukunft.

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Und so ist der Stand der Dinge bei Heidfeld, Glock und Sutil: Heidfeld und sein Manager Andre Theuerzeit sind mit mehreren Teams in Kontakt. "Wir haben verschiedene Optionen und führen Gespräche", sagte sein Manager. Die vier geplanten Neueinsteiger Manor, Campos, USF1 und Lotus sind für Heidfeld keine Option. Aus seiner Sicht scheinen auch die Verhandlungen um die Zukunft des BMW-Sauber-Teams "ein bisschen länger zu dauern, als ich erhofft hatte". Spekuliert wurde auch schon, dass Heidfeld zu Renault wechseln könnte, um dort wie schon bei BMW-Sauber mit Kubica das Fahrerpaar zu bilden.

Glock bei Renault im Gespräch

Glock und sein Manager Hans-Bernd Kamps sind ebenfalls in Gesprächen mit mehreren Teams. Raus aus dem Rennen ist aber praktisch Toyota, der Noch-Arbeitgeber. "Toyota kann keine Entscheidung vor dem 15. November treffen. Das ist daher der Hauptgrund, warum es so aussieht, dass ich nicht wieder für Toyota fahren kann", sagte Glock in Abu Dhabi. Werbung in eigener Sache kann er auf der Strecke nicht betreiben, wegen der Verletzungen durch den Unfall am 3. Oktober in Japan. Bis in anderthalb Wochen wollen Glock, der von Medien ebenfalls mit Renault in Verbindung gebracht wurde, und sein Manager Klarheit haben. Kamps hatte zuletzt bestätigt, dass neben Toyota mit zwei etablierten Teams und zwei Neueinsteigern geredet werde.

Sutil, der von Manfred Zimmermann gemanagt wird, strebt ein weiteres Jahr bei Force India an. "Im Moment ist noch nichts bestätigt, aber wir sprechen mit Force India. Es wäre gut, noch einmal eine Saison hier zu fahren", erklärte der 27-Jährige, der im März 2007 sein Debüt in der Formel 1 gegeben hatte. Beide Seiten seien an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert.

Williams fährt mit Cosworth-Motoren

Williams fährt mit Cosworth-Motoren

Williams fährt mit Cosworth-Motoren
Was schon lange als Gerücht durch die Boxengasse geisterte ist jetzt amtlich: Williams trennt sich von Motorenpartner Toyota und fährt ab der kommenden Saison mit Cosworth-Aggregaten. "Wir wechseln zum britischen Hersteller Cosworth, mit dem wir in der Vergangenheit viele Weltmeisterschaften gewonnen haben", verriet Teamchef Frank Williams in den 'Gulf News' "Sie haben ihren Sitz nur 50 Meilen von unserem entfernt, was sehr praktisch ist."

Williams erhofft sich von dem Wechsel einen noch besseren Motor und mehr Unabhängigkeit. "Nicht dass uns Toyota jemals herumgeschubst hätte, aber wir haben uns einfach für den privaten und unabhängigen Weg entschieden", begründete der Teamchef.

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Auch bei der Cockpitbesetzung will Williams Klarheit schaffen. "Wir werden unsere Fahrer am Montag bekannt geben", sagte er vor dem Großen Preis von Abu Dhabi. Es gilt jedoch als sicher, dass Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello in der kommenden Saison die aktuellen Piloten Nico Rosberg und Kazuki Nakajima ersetzen werden.

Samstag, 19. September 2009

Fährt Hülkenberg für Williams?

Hülkenberg 2010 Stammfahrer bei Williams

Hülkenberg 2010 Stammfahrer bei Williams
Deutschland bekommt einen neuen Formel-1-Piloten. Nach Informationen von 'Auto Bild Motorsport' wird Nico Hülkenberg ab der kommenden Saison für Williams fahren. Der britische Rennstall habe die Option auf den 22-Jährigen gezogen, berichtet das Blatt. Offiziell bestätigt hat Williams Hülkenberg aber noch nicht.

Hülkenberg ist seit zwei Jahren Testfahrer bei Williams. In diesem Jahr war er sogar als Praktikant angestellt. Sein neuer Kontrakt als Stammpilot soll angeblich bis 2013 laufen. "Klar fahre ich nächstes Jahr Formel 1", hatte der junge Deutsche schon vergangenes Wochenende nach seinem vorzeitigen Titelgewinn in der Nachwuchsklasse GP2 gesagt.

Neben Sebastian Vettel (Red Bull), Nico Rosberg (noch Williams; im Gespräch bei McLaren und Brawn), Timo Glock (Toyota) und Adrian Sutil (Force India) wäre Hülkenberg der fünfte deutsche Starter in der kommenden Saison. Auch der nach jetzigem Stand zum Saisonende arbeitslose Nick Heidfeld (derzeit BMW Sauber) wird vermutlich bei einem Team unter kommen.

Freitag, 28. August 2009

Vier deutsche Fahrer noch ohne Vertrag

Deutsches Quartett pokert um neue Verträge

Deutsches Quartett pokert um neue Verträge
Zwischen Hoffen und Bangen, Zuversicht und Optimismus: Vier der fünf deutschen Formel-1-Fahrer stehen derzeit noch ohne Vertrag für die kommende Saison da. Die Zeit der Ungewissheit mit drei zumindest geplanten Neueinsteiger-Teams, der schleichenden Angst vor weiteren Aussteigern nach BMW und reichlich Fahrern mit auslaufenden Kontrakten geht an keinem spurlos vorbei. "So extrem wie dieses Jahr habe ich es noch nicht erlebt", sagt BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld, der notgedrungen auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber ist. "Generell ist die momentane Lage nicht so einfach", meint Timo Glock und hofft, dass Toyota die Option auf ihn zieht.

Selbst Nico Rosberg, der nicht zuletzt dank eigener Koketterie als heißer Kandidat für ein Cockpit bei McLaren-Mercedes gehandelt wird, spricht davon, dass es trotz Optionen auch "sehr schwer" ist. "Es ist ja nicht so, dass alle auf mich warten", sagt der 24-Jährige, dessen Kontrakt bei Williams ebenso ausläuft wie der von Landsmann Adrian Sutil bei Force India. Fest im PS-Sattel sitzt einzig Sebastian Vettel. Die deutsche WM-Hoffnung verlängerte den Vertrag mit Red Bull vor einer Woche vorzeitig um ein Jahr bis Ende 2011 plus Option für 2012.

Hülkenberg drängt mit Macht in die Formel 1

Möglicherweise verlängern wird auch Sutil seinen Vertrag bei Force India. Die Option sei "sehr groß". "Wir werden uns ganz lange zusammensetzen", kündigte der Pilot an, der in seinem dritten Jahr in der 'Königsklasse' des Motorsports unterwegs ist und seinen bislang einzigen Punkt 2007 beim Regenrennen in Japan einfuhr. Er habe eine "starke Verbindung" zu dem Team, das 2011 bei der geplanten Indien-Premiere am liebsten groß auftrumpfen würde.

So lange will Rosberg nicht warten. Der 24-Jährige, in seiner vierten Formel-1-Saison und im vierten Jahr bei Williams, will endlich im WM-Rennen mitmischen. "Ich möchte in den kommenden Jahren an der Spitze mitfahren. Das ist das entscheidende Kriterium", sagte Rosberg in Spa-Francorchamps vor dem Großen Preis von Belgien am Sonntag (ab 14.00 Uhr live bei RTL und sport.de). Aber selbst für den smarten und polyglotten Piloten, zudem dreimal Fünfter und zweimal Vierter in den zurückliegenden fünf Rennen, ist das kein Selbstläufer. "Das passiert dann vielleicht, wenn du vierfacher Weltmeister bist."

Das trifft allerdings auf keinen der fünf deutschen Piloten zu, zu denen sich im kommenden Jahr auch noch Nico Hülkenberg gesellen will. "Ich denke, wir haben eine realistische Chance auf ein Stammcockpit nächstes Jahr", sagte Hülkenberg bereits. Mit dem sich abzeichnenden Gesamtsieg in der Nachwuchsserie GP2 würde der 22-Jährige aus Emmerich ein weiteres As im Poker um einen Formel-1-Vertrag als Stammpilot haben - Test- und Ersatzfahrer ist er bereits beim Rosberg-Rennstall Williams. Wie auch immer, sobald das Fahrerkarussell in Fahrt kommt - möglicherweise mit dem von allen trotz Dementi erwarteten Wechsel von Fernando Alonso zu Ferrari - müssen auch die deutschen Piloten die Karten auf den Tisch legen und hoffen und bangen um das beste Blatt.

Mein Kommentar:

Entscheidende Fahrer im Fahrerkarussel sind für mich Fernando Alonso und Nico Rosberg. Ich hoffe für Nico, dass er das Cockpit beim McLaren Mercedes bekommt. Fernando zählt nicht gerade zu meinen Lieblingsfahrer, allerdings könnte sich Ferrari keinen besseren Fahrer holen. Ferrari wird seine Fahrer mit Sicherheit in Monza bekannt geben. Dann weiß man schon mal etwas mehr. Wäre noch die Frage, ob und wo Kimi Räikkönen fährt. Bei Renault?

Ich bin mal gespannt, wie sich die drei neuen Teams, die im nächsten Jahr dazukommen, entscheiden werden. Verpflichten sie Fahrer mit viel Erfahrung oder doch eher jemanden, der seine erste Saison fahren wird? Ich hoffe vor allen Dingen für Nick Heidfeld, dass er ein gutes Cockpit bekommt und somit die Chance hat, noch einmal vorne mitzufahren.

Vor einigen Rennen hätte ich noch eher gesagt, dass Adrian Sutil besser das Team wechseln sollte. Jedoch ist bei Force India ein deutlich Aufwährtstrend zu sehen. Sie werden es bestimmt diese Saison noch schaffen Punkte zu holen.

Ich fands überraschend, dass sich Sebastian Vettel so früh und so schnell entschieden hat. Aber ich denke, dass es gut ist, wenn er noch etwas länger bei Red Bull bleibt.

Auf jeden Fall kommt das Fahrerkarussel so langsam in Fahrt. Es bleibt spannend.