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Montag, 1. März 2010

Der Countdown läuft

Der Countdown läuft: Ferrari, Red Bull oder McLaren?

"Ferrari ist das Team, das man schlagen muss", lautet das zutreffende Fazit nach den Testfahrten von Red-Bull-Teamchef Christian Horner. An allen Testtagen im Monat Februar waren Ferrari-Neuzugang Fernando Alonso und Felipe Massa in der 'Roten Göttin' vorn dabei - bei welchen Bedingungen auch immer. "Dieser Ferrari ist das beste Auto, das ich je gefahren bin", bekundete der Spanier bereits: "Ob es das beste im Feld ist, werde ich erst in Bahrain wissen." Bis zum ersten Rennen in dem Wüsten-Königreich rauchen jetzt die Köpfe der Ingenieure über den unzähligen Daten, die die Fahrer in den vergangenen Wochen gesammelt haben. Allerdings standen den Teams nur 15 Tage zur Verfügung, und das immer nur mit einem Auto auf der Strecke - alles aus Kostengründen.

Bis zum Saisonauftakt in Bahrain bleiben die wahren Kräfteverhältnisse daher ein Rätsel. Nachdem im vergangenen Jahr Brawn GP die Testfahrten dominiert hatte wie selten ein Team zuvor, ist das Feld diesmal deutlich enger zusammengerückt. Hinter der favorisierten Scuderia lauert Sebastian Vettel mit Red Bull im Windschatten. "Ganz vorne sehe ich uns noch nicht, daran müssen wir noch etwas arbeiten", sagte Vettel. "Wir sind einigermaßen dabei. Sowohl mit mehr als auch mit weniger Benzin. Ferrari ist wohl etwas vorne."

Am letzten Testtag in Barcelona schob sich mit McLaren noch ein Team in die Phalanx der Favoriten, das zuvor meist hinterhergefahren war. In 1:20,472 Minuten fuhr Lewis Hamilton die mit Abstand schnellste Zeit der Woche. "Eine Zeit wie Hamilton muss man erst einmal fahren", staunte Vettel. "Kein Zweifel, McLaren ist stark", sagte auch Michael Schumacher beeindruckt.

Das Prädikat "stark" kann sich Schumis Mercedes-Team dagegen noch nicht auf die Fahne schreiben. Nach den schwachen Auftritten bei den Testfahrten lästerte sogar schon die Konkurrenz über Mercedes GP. "Mercedes ist in der zweiten Gruppe, gemeinsam mit uns, Williams und Sauber", sagte Jaime Alguersuari, Pilot des Underdog-Teams Toro Rosso. "Im Moment läuft es bei uns noch nicht so, wie wir uns das gewünscht haben", sagte Schumacher zerknirscht, schränkte aber ein: "Testen ist eine Sache, Rennfahren eine andere."

Wie alle anderen Teams haben auch die Silberpfeile noch umfangreiche Aerodynamik-Pakete im Köcher, die erst in Bahrain zum Einsatz kommen. "Wir bekommen einige Verbesserungen", gibt Schumacher die Hoffnung nicht auf, "aber ob es mehr oder weniger ist als bei den anderen Teams? Das kann man nicht wissen." In dem Wüsten-Königreich sei es in erster Linie das Ziel, "nicht zu weit weg von den Besten zu sein. Doch die Saison ist lang. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht um die Meisterschaft mitkämpfen sollten." Laut Teamkollege Nico Rosberg "fehlt nur noch das Feintuning".

Das Zeug für eine Überraschung beim Grand Prix vom 12. bis 14. März in Bahrain könnten Sauber, Toro Rosso und Williams haben. Die Favoriten sind jedenfalls nicht automatisch gesetzt. Der Papierform nach müssten Ferrari sowie Red Bull, McLaren und Mercedes GP den WM-Titel unter sich ausmachen. Die Verfolger mucken aber auf. "Das Feld liegt so eng zusammen wie im letzten Jahr. Die Tagesform wird entscheiden", prophezeit der neue Renault-Pilot Robert Kubica. Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost befürchtet aber: "Das gilt für die ersten paar Rennen. Dann setzen sich die großen Teams durch, weil sie mehr Geld, mehr Leute und die bessere Infrastruktur haben, ihre Autos weiterzuentwickeln."

Sonntag, 30. August 2009

Williams will Schumi-Comeback verhindern

"Nicht mit mir" - Rollstuhl-General will Schumis Comeback verhindern

Nicht mit mir - Rollstuhl-General will Schumis Comeback verhindern
Für Michael Schumacher will Ferrari sogar die Regeln ändern. Nach dem gescheiterten Comeback des Rekordweltmeisters in dieser Saison wollen die Italiener den Automobil-Weltverband FIA dazu bringen, 2010 Grünes Licht für ein drittes Auto zu geben. Dieses freie Cockpit könnte dann laut Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali für Schumacher reserviert werden.

"Wenn alles in Ordnung ist, warum sollten wir Michael nicht in einem unserer Autos sehen?", sagte Domenicali der Londoner 'Times'. Allerdings müsste Schumacher seine Kopf- und Nackenprobleme, die eine Rückkehr schon in diesem Jahr unmöglich machten, erstmal vollständig überwunden haben.

Teamchef Sir Frank Williams will Schumachers Rückkehr offenbar mit aller Macht verhindern. Der Brite, an dessen Veto bereits eine Sondererlaubnis für Testfahrten des 40-Jährigen scheiterten, will nun auch die Ferrari-Pläne ablehnen. "Drei Autos? Das würde ich blockieren. Nicht mit mir", sagte Williams der 'Bild am Sonntag'.

Auch Toro-Rosso-Boss Franz Tost ist nicht gerade begeistert, auch wenn sein Team in diesem Jahr mit Ferrari-Motoren über die Runden kommt. "Bei 13 Teams wären das 39 Autos. Dafür sind die meisten Rennstrecken ja gar nicht ausgerichtet", sagte der Österreicher.

Die Woche der Entscheidung steht beim Ferrari-Heimspiel am 13. September in Monza an. Dann will Schumachers Manager Willi Weber zuerst einmal den Berater-Vertrag seines Schützlings verlängern. Dafür kassiert Schumacher angeblich fünf Millionen Euro pro Jahr. Sollte Schumacher dem italienischen Traditionsrennstall in dieser Funktion erhalten bleiben, scheint auch ein Comeback im Rennauto 2010 durchaus möglich.

Domenicali denkt aber nicht nur an Schumacher, sondern auch an die Formel 1. "Es ist einfach besser, wenn die größten Teams drei Autos haben, denn das ist es, was die Leute wollen", sagte der Italiener. Domenicali kann den Einwand von Williams nicht verstehen. "Mit allem Respekt gegenüber den kleineren Teams: Der Wert der Formel 1 besteht aus den guten Fahrern, großen Persönlichkeiten und einer großen Marke", meinte der Ferrari-Teamchef.

Es gibt auch Schumi-Fürsprecher

Einen mächtigen Fürsprecher könnte Ferrari im Oktober erhalten, wenn Jean Todt, der ehemalige Rennleiter der Roten, zum Präsidenten des Automobil-Weltverbandes FIA gewählt würde. Der Franzose könnte dann Abtrünnige wie Williams und Tost von der Notwendigkeit eines dritten Autos überzeugen.

Unterstützung erhält Ferrari ausgerechnet vom Erzivalen. Er sei der Drei-Auto-Idee nicht abgeneigt, sagt McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh dem Fachmagazin 'auto, motor und sport'. Allerdings müsse man zuerst die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Kleinere Teams dürften nicht auf der Strecke bleiben, nur damit das Spektakel verbessert wird. Whitmarsh: "Wir wollen sicherstellen, dass alle Teams gesund sind."

Whitmarsh nannte es ein "interessantes Konzept". Vor allem die Möglichkeit junge Nachwuchsfahrer einzusetzen sei verlockend: "Aber wenn es nur darum geht, die besten drei Fahrer in den besten drei Autos fahren zu lassen, bin ich mir nicht sicher, ob es der Show dient."

Schumacher wollte eigentlich vor zwei Wochen in Valencia den verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa (Brasilien) ersetzen. Nach seiner Absage schloss er zwar eine Rückkehr in dieser Saison aus, einen erneuten Versuch möglicherweise 2010 allerdings nicht. Er fühle sich nicht in der Lage, schon jetzt über die Zukunft nachzudenken, meinte der 40-Jährige nur.

Schumacher steht bei Ferrari aber weiterhin hoch im Kurs. "Wenn alles gut gelaufen wäre, hätte ich Michael auch gerne für 2010 in einem dritten Auto bei Ferrari gehabt", hatte Ferrari-Boss Luca di Montezemolo schon nach gescheiterten ersten Anlauf des siebenmaligen Weltmeisters gesagt.

Freitag, 24. Juli 2009

Alguersuari besteht ersten Härtetest

Alguersuari besteht ersten Härtetest

Alguersuari besteht ersten Härtetest
Nach seinen ersten 82 Runden in einem Formel-1-Auto hat Neuling Jaime Alguersuari ein dickes Lob von seinem Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost kassiert. "Wir sind überzeugt, dass wir den richtigen Fahrer ausgewählt haben. Er ist hier 82 Runden ohne Fehler gefahren und seine Zeiten waren beeindruckend", sagte Tost. Alguersuari war im freien Training zum Großen Preis von Ungarn in Budapest zwar Letzter, aber direkt hinter seinem Teamkollegen Sebastien Buemi. Sein Rückstand betrug knapp acht Zehntelsekunden.

Zuvor hatte der Start von Grand-Prix-Greenhorn Alguersuari auf dem Hungaroring bei etlichen Formel-1-Fahrern Skepsis und Sorge ausgelöst. Am drastischsten formulierte Mark Webber sein Unverständnis darüber, einen unerfahrenen Jungspund in ein Cockpit in der Königsklasse zu setzen. "Die Formel 1 sollte keine Fahrschule sein, in der man noch lernen darf", polterte der 32 Jahre alte Routinier. "Fahrer, die hier antreten, sollten schon bereit sein, wenn sie herkommen. Aber vielleicht haben sich die Zeiten geändert."

Jüngster GP-Pilot der Geschichte

Webbers unverblümte Kritik ist umso bemerkenswerter, da der Australier für das A-Team Red Bull und Alguersuari für das B-Team Toro Rosso des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz fährt. Teamkollege Sebastian Vettel, mit 22 Jahren der gleichen Generation wie Alguersuari angehörend, zeigte mehr Verständnis für den Spanier, zumal er bei seinem Debüt nur wenige Monate älter war: "Ich wünsche Jaime alles Gute. Bei ihm ist es noch mal ein bisschen schwieriger als bei mir damals, er ist noch nie richtig gefahren."

Alguersuari besteht ersten Härtetest
Vettel betonte, es sei wichtig, dass Toro Rosso dem Talent genügend Zeit gebe. Bezogen auf das Testverbot wies der WM-Kandidat darauf hin, dass der Einstieg für junge Fahrer in die Formel 1 nicht einfach sei. "Man wird nach mehreren Rennen sehen, ob er sich gut macht oder nicht." Unabhängig von seinem Abschneiden ist Alguersuari ein Rekord sicher: Mit 19 Jahren und 125 Tagen wird er am Rennsonntag (Start: 14.00 Uhr live bei sport.de und RTL) den Neuseeländer Mark Thackwell (19 Jahre und 183 Tage) als bislang jüngsten Piloten der Grand-Prix-Geschichte ablösen. Vettel war bei seiner Premiere am 17. Juni 2007 in den USA, wo er im BMW Sauber als Achter einen Punkt holte, 19 Jahre und 350 Tage alt.

Glock: Vielleicht ist er ja ein Supertalent

Bis auf zwei kurze Aerodynamik-Tests hatte Alguersuari vor seiner ersten Trainigsausfahrt keine Erfahrung mit einem rund 730 PS leistenden Grand-Prix-Geschoss. "Ich benötige auf jeden Fall noch Kilometer", räumte der Formel-1-Frischling vor dem Großen Preis von Ungarn ein. "Aber deshalb bin ich ja auch hier." Laut Tost war die Entscheidung für Alguersuaris Debüt in Ungarn bereits vor einigen Wochen gefallen, da er von einem vorherigen Rennen "diese Strecke schon kannte". "Ein Einstieg in Valencia oder Spa wäre für ihn schwieriger geworden", sagte der Toro-Rosso-Teamchef.

Zuletzt fuhr Alguersuari in der Formel Renault 3.5, die leistungsmäßig zwischen der Formel 3 und der GP2 einzustufen ist. Nach dem klassischen Karrierestart im Kart wechselte er 2005 mit 15 in den Formel-Sport und durchlief da verschiedene Klassen. "Zwischen den Nachwuchsserien und der Formel 1 liegen Welten", sagte Toyota-Kollege Timo Glock aus eigener Erfahrung. Toro Rossos Wahl sei gewagt. "Aber vielleicht ist Jaime ja ein Supertalent."

Theissen: Alguersuari ist ein Risiko

Nick Heidfeld, der seine zehnte Formel-1-Saison bestreitet, tun die Einsteiger etwas leid. "Das Reglement bietet zu wenig Testmöglichkeiten für Neulinge. Es ist unglaublich schwer für sie", sagte der BMW-Sauber-Pilot. "Wir werden ihn aber mit offenen Armen empfangen." Fernando Alonso machte seinem Landsmann Mut. "Die Freitagstrainings sind ja heute Testsessions. Er wird im ersten Rennen noch nicht 100 Prozent erreichen, aber es ist eine große Chance für ihn", sagte der zweimalige Weltmeister. Für BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen bleibt der Alguersuari-Start indes "ein Risiko, da er null Chancen hat, sich mit dem Auto einzufahren".

Sonntag, 19. Juli 2009

Frieden in Sicht (?) / Alguersuari jüngster Pilot aller Zeiten

F1-Frieden entgültig in Sicht

F1-Frieden entgültig in Sicht
Der seit Monaten andauernde Machtkampf in der Formel 1 geht offenbar zu Ende. Nach Informationen von 'auto motor und sport' soll bereits in der kommenden Woche ein "Friedensvertrag" zwischen der Teamvereinigung FOTA und dem Automobil-Weltverband FIA unterzeichnet werden.

Die Anwälte haben das von den Teams vorgelegte Concorde Agreement, die Verfassung der Formel 1, geprüft und mit der FIA sämtliche Änderungswünsche besprochen. Sobald FIA-Präsident Max Mosley grünes Licht gibt, kann das Dokument dem FIA-Weltrat vorgelegt werden.

Eines steht schon jetzt fest: Einen deutschen FIA-Präsidenten wird es nicht geben. ADAC-Motorsportchef Hermann Tomczyk (Foto unten) hat eine Kandidatur bei der Wahl am 23. Oktober endgültig ausgeschlossen. "FIA-Präsident zu werden, ist für mich defintiv kein Thema. Ich habe gesagt, dass ich nicht zur Verfügung stehe, und daran hat sich nichts geändert", sagte Tomczyk.

Damit sind Michael Schumachers früherer Ferrari-Teamchef Jean Todt (Frankreich) und der ehemalige Rallye-Weltmeister Ari Vatanen (Finnland) bislang die einzigen Kandidaten. Und wen unterstützt Deutschland? Tomczyk: "Der Deutsche Motor Sport Bund und der ADAC sind dabei, sich die Programme anzuschauen. Wir werden in absehbarer Zeit entscheiden, welchem Programm man sich an ehesten anschließen kann. Aber man weiß ja auch noch nicht, ob nicht noch weitere Kandidaten folgen werden."

Finanzvertrag regelt Sparkurs und Budgetgrenze

F1-Frieden entgültig in Sicht Finanzvertrag regelt Sparkurs und Budgetgrenze
Mosley, seit 1993 FIA-Präsident, hatte nach dem erbitterten Machtkampf mit der Formel-1-Teamvereinigung FOTA seinen Rücktritt angekündigt und Todt als seinen Nachfolger vorgeschlagen.
Seinem Nachfolger will Mosley ein intaktes Haus hinterlassen. Schon bis Mitte nächster Woche könnten die 26 Weltratmitglieder ihre Zustimmung für die Unterschrift der FIA unter den Vertrag für das neue Concorde Agreement geben. Dieser Vertrag würde die Teams, den Verband und die kommerziellen Rechteinhaber zu einem Verhaltenskodex in Bezug auf Regeländerungen und Berufungsverhandlungen verpflichten. "Ich hoffe, dass das nun endlich geschieht", sagte Tomczyk: "Es gab lange genug Verhandlungen, alles ist ausgehandelt, nun sollte man auch mal zum Abschluss kommen."

Die neue Formel-1-Verfassung soll bis 2012 für alle Parteien gültig sein. Danach wollen die Rennställe von den Rechteinhabern bessere Konditionen aushandeln, berichtet 'ams'. Ein Teil dieses Abkommens ist der sogenannte Finanzvertrag, in dem sich die 13 Teams untereinander auf einen Sparkurs verpflichten, bei dem ab 2011 Budgets von der Größe der 90er Jahre herauskommen. Also rund 50 Millionen Euro im Jahr.

Beim Treffen von FIA und FOTA am vergangenen Mittwoch, bei dem Mosley seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur am 23. Oktober bekräftigte, sind die meisten strittigen Punkte geklärt worden. Die Privatteams fordern angeblich größere Sicherheiten dafür, dass die von der FOTA vorgeschlagenen Ressourcenbeschränkungen von allen eingehalten werden.

Mein Kommentar:

Ich bin mal gespannt, ob dieser Vertrag wirklich unterschrieben wird. Mich würde es nicht wundern, wenn demnächst die Meldung kommt, dass wieder irgend jemand etwas zu meckern hätte.

Fix: Alguersuari jüngster F1-Pilot aller Zeiten

Fix: Alguersuari jüngster F1-Pilot aller Zeiten
Nun ist es amtlich: Der Spanier Jaime Alguersuari übernimmt beim Formel-1-Team Toro Rosso erwartungsgemäß das vakante Cockpit des entlassenen Franzosen Sebastien Bourdais. Nach Angaben des Rennstalles kommt der 19-Jährige erstmals beim bevorstehenden Großen Preis von Ungarn in Budapest zum Einsatz. Alguersuari wird am Sonntag mit 19 Jahren und 125 Tagen der jüngste Fahrer in der Formel-1-Geschichte. Seit ich mit dem Rennsport begonnen habe, war das mein Traum", sagte Alguersuari.

Bislang war Mike Thackwell der jüngste Formel-1-Fahrer. Der Neuseeländer war bei seiner Premiere in Kanada 1980 19 Jahre und 183 Tage alt. Jüngster deutscher Grand-Prix-Pilot ist Sebastian Vettel aus Heppenheim. Der heute 22 Jährige ersetzte 2007 in den USA bei BMW Sauber im Alter 19 Jahren und 350 Tagen den verletzten Polen Robert Kubica. Vettel hatte schon zuvor mit 19 Jahren und 53 Tagen in der Türkei 2006 ein offizielles Training bestritten.

Wegen des Testverbots kann sich Alguersuari für den zehnten Saisonlauf in Budapest nicht an ein Grand-Prix-Auto gewöhnen. "Ich bin mir klar bewusst, dass die nächsten Monate für das Team und Jaime eine große Herausforderung werden, speziell wegen des Testverbots", sagte Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost. Er erwarte deshalb von seinem Schützling während der nächsten drei Rennen nichts, außer dass dieser sich an das Auto, das Team und das Formel-1-Umfeld gewöhne.

Alguersuari macht sich trotz aller Freude über den Aufstieg in die 'Königsklasse' und seinen Platz neben Toro-Rosso-Pilot Sébastien Buemi aus der Schweiz keine Illusionen. "Mir ist klar, dass dies ein sehr harter Kampf wird, da es niemals leicht ist, in die Formel 1 zu kommen. Ein Einstieg mitten in der Saison ist noch schwieriger, und dann auch noch ohne jeglichen Test."

Allerdings besitzt Alguersuari seit fünf Jahren Erfahrung in verschiedenen Formel-Nachwuchsserien. Dort gelangen dem Talent in 118 Rennen 17 Siege. In dieser Saison fuhr der in Barcelona geborene Katalane bislang für Carlin Motorsport in der Formel Renault 3.5. Seit 2006 ist er Mitglied des Red Bull Junior Teams. Deshalb erhielt Alguersuari nun auch den Zuschlag für das Cockpit.

Toro Rosso hatte sich am vergangenen Donnerstag nach dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring von Bourdais getrennt. Der 30-Jährige war in seinem zweiten Jahr bei Toro Rosso mit nur zwei Punkten aus neun Rennen auf Rang 16 der Fahrerwertung deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im Vorjahr hatte Bourdais in der WM mit vier Zählern den 17. Platz belegt.

Mein Kommentar:

Joah, das schafft der Jaime schon, auch ohne Testfahrten. In diesem Artikel steht, dass er für Toro Rosso drei Rennen fahren wird. Zuvor hatte ich noch gelesen, dass er zwei Rennen fahren wird. Na ja, je mehr desto besser. Ich wünsche ihm jetzt schon mal alles Gute für sein erstes Rennen.

Die Formel 1 Kurve

Achtung! Hinweis! Um die Archivübersicht für die jeweilige Woche ein wenig zu strukturieren, befindet sich alles zum Thema Formel 1 ab dieser Woche am Anfang der Archivübersicht. Die Berichte zum Qualifying und zum Rennergebnis gibt es wie gewohnt an aktueller Stelle.

De La Rosa vor Comeback bei Campos

De La Rosa vor Comeback bei Campos
Der Spanier Pedro de la Rosa steht im Alter von 38 Jahren vor einem Formel-1-Comeback. Der McLaren-Mercedes-Testfahrer soll nach Informationen der spanischen Zeitung 'AS' in der kommenden Saison beim neuen Team Campos zum Stammpiloten aufsteigen. Laut 'AS' erhält de la Rosa einen Zweijahresvertrag. Der Wechsel soll beim Formel-1-Rennen am 23. August in Valencia offiziell verkündet werden. De la Rosa hat bislang 84 Grand Prix bestritten.

Das Auto des neuen spanischen Rennstalls Campos wird derzeit im Windkanal von Dallara verfeinert. Für Mitte Januar sind die ersten Testrunden geplant. De la Rosa soll dabei im Cockpit sitzen. Wer zweiter Campos-Pilot werden soll, steht derzeit noch nicht fest. Angeblich gilt der Brasilianer Bruno Senna als heißer Kandidat.

Mein Kommentar:

Mittlerweile darf man einen Fahrer nicht mehr nach seinem Alter bewerten. Es ist nachvollziehbar, dass Campos nach einem Piloten mit Erfahrung sucht und die hat De La Rose auf jeden Fall. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Testfahrer immer nur Testfahrer bleiben will. Mal sehen, ob dies in Valencia wirklich bekannt gegeben wird.

Buemi bleibt ein roter Stier

Buemi bleibt ein roter Stier
Während sein Teamkollege Sebastien Bourdais gefeuert wurde, darf sich Sebastien Buemi darauf einstellen, dass er auch im kommenden Jahr für Toro Rosso fährt. Teamchef Franz Tost bestätigte dem 20-Jährigen ein gutes Debüt in der Formel 1, und das trotz des Testverbots während der Saison. "Durch das Testverbot sparen wir Geld, doch die jungen Fahrer müssen leiden", sagte der Österreicher.
"2010 wird Buemi ein kompletterer Fahrer sein", ist Tost überzeugt.

Mein Kommentar:

Testfahrten gibt es keine mehr. Daher ist es umso schwieriger für die neuen Fahrer. Ich finde es gut, dass Toro Rosso weiter auf Buemi setzt. Wichtig ist es, Erfahrung zu sammeln. Was mit Toro Rosso alles möglich ist, hat letztes Jahr schon Sebastian Vettel gezeigt. Buemi würde ich ähnliches in der kommenden Saison durchaus zutrauen.