Freitag, 5. Juni 2009

1. und 2. Freies Training in der Türkei

Trainings-Spezialist Rosberg gewinnt Türkei-Auftakt

Trainings-Spezialist Rosberg gewinnt Türkei-Auftakt
Das architektonisch reizvolle Istanbuler Otodrom ist in diesem Jahr schon zum fünften Mal Schauplatz des Türkei-GP. In den vergangenen Jahren war der Kurs am Bosporus fest in roter Hand. Nach dem Premierensieg von Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes siegte Ferrari-Pilot Felipe Massa, Felipe Massa und Felipe Massa. Gleich drei Mal in Folge stemmte der kleine Brasilianer die begehrte Siegertrophäe in die Luft.

Dass er sich auf der hügeligen Strecke, die gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird, wie in seiner Westentasche auskennt, zeigte Massa auch im 1. Freien Training zum GP 2009. Lange Zeit sonnte er sich auf Platz 1, am Ende begnügte er sich mit der 5. Position. Die Bestzeit riss sich 'Freitags-Protzer' Nico Rosberg unter den Nagel. Zuvor meist im Mittelfeld platziert, schleuderte der Williams-Pilot wie schon so häufig in dieser Saison im letzten Umlauf eine deutliche Bestzeit auf den Asphalt.

In 1:28,952 Minuten distanzierte der Deutsche den stark auftrumpfenden Weltmeister Lewis Hamilton (+0,311 Sekunden) auf den 2. Rang. Auch Sebastian Vettel erwischten einen guten Auftakt, er drehte hinter Jarno Trulli (+0,319) die viertschnellste Runde (+0,385). Die beiden Brawn-Piloten Rubens Barrichello (9./+0,573) und Jenson Button (11./+0,795) legten ihre Karten noch nicht auf den Tisch.

Während das Wetter in Deutschland derzeit zum davonlaufen ist, sind die äußeren Bedingungen in Istanbul perfekt. Bei 23 Grad Außentemperatur schien den Piloten am Morgen die Sonne aufs Visier. Da der Abtrieb auf der Strecke zu Beginn des Renn-Wochenendes noch gering war, kam es dennoch zu einigen Drehern. So kreiselten Timo Glock und Massa von der Strecke, die Ausritte blieben aber folgenlos.

Ansonsten waren prickelnde Szenen rar gesät. Den größten Aufreger gab es 19 Minuten vor Ende der Session, als sich der in den Kurven-Auslaufzonen verlegte Kunstrasen verselbstständigte. Nach einigen Minuten völliger Ratlosigkeit, in denen das Training unterbrochen war, kam den Stewards die zündende Idee: Sie entfernten das lose Stück einfach.

Eine gute Nachricht gab es für alle Toyota-Fans. Nachdem die Japaner in den vergangenen beiden Rennen hinterherfuhren, zeigten Trulli (3.) und Glock (13./schmiss seine letzte schnelle Runde weg) einen klaren Aufwärtstrend - ganz im Gegensatz zu BMW Sauber. Die Ingenieure der Blau-Weißen haben das Rätsel der fehlenden Pace offenbar nicht gelöst, Robert Kubica (16.) und Nick Heidfeld (17.) müssen sich auf ein weiteres Wochenende im tristen Mittelfeld einrichten.

'Stehender' Vettel vorne dabei

'Stehender' Vettel vorne dabei
Das 2. Freie Training zum Großen Preis der Türkei auf dem Istanbul Park Circuit wirft eine Menge Fragen auf. Sind die Fahrer auf den vorderen Rängen wirklich so stark? Was ist los bei Brawn GP? Was bringt der Doppel-Diffusor bei BMW Sauber? Aber der Reihe nach: Schnellster Mann im 2. Freien Training in Istanbul war Heikki Kovalainen mit der Tagesbestzeit von 1:28,841 Minuten. Mit nur sechs Tausendstelsekunden Rückstand auf den McLaren-Mercedes-Mann folgte Fernando Alonso im Renault. Dahinter rangiert Robert Kubica im stark modifizierten BMW Sauber (+ 0,215 Sekunden).

Sebastian Vettel beendete die 2. Session auf Platz 5 als bester Deutscher. Dieses Resultat ist umso beachtlicher, da der Red-Bull-Pilot schon sehr früh seine Arbeit einstellen musste. Nach rund 30 Minuten und nur vier gefahrenen Runden blieb sein Auto plötzlich stehen. "Es sieht nicht ganz so gut aus. Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist. Vielleicht Motor oder Getriebe“, vermutete der 21-Jährige. Er lag richtig. Red-Bull-Teamchef Christian Horner bestätigte: "Motorschaden". Nico Rosberg, im 1. Training noch Schnellster, landete im Williams auf Position sieben.

'Stehender' Vettel vorne dabei
Weltmeister Lewis Hamilton hatte zwar keine technischen Probleme, aber alle Hände voll zu tun, seinen McLaren-Mercedes auf der Piste zu halten. Der Engländer im zweiten Silberpfeil landete schlussendlich auf Position 13 , sicherte sich aber den Titel des ’Dreher-Königs’. Nach ein paar brenzligen Situationen im 1. Training leistete er sich auch in Session 2 zwei Dreher, einen Beinahe-Abflug und mehrere Verbremser.

Warum es bei Hamiltons Teamkollegen Kovalainen so gut lief, bei ihm selbst aber sehr mäßig, gibt ebenso Rätsel auf wie das Abschneiden der Brawn-GP-Piloten Rubens Barrichello und Jenson Button. Barrichello wurde Achter (+ 0,464), WM-Dominator sogar nur Zwölfter (+ 0,589). Alles deutet jedoch darauf hin, dass Brawn GP - wie immer an Freitagen - mit vollgetankten Autos unterwegs war. Das stärkste Team der Saison kann sich auf solche Pokerspielchen beruhigt einlassen. Das gilt hoffentlich auch für Ferrari, das im 1. Training einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Felipe Massa begnügte sich im 2. Training mit Platz 11, Kimi Räikkönen wurde 15.

Hinter Button und Hamilton platzierte sich Toyota-Pilot Timo Glock auf Rang 14. Noch zwei Plätze dahinter landete Nick Heidfeld im BMW Sauber. Unter normalen Umständen müssten die Platzierungen als Enttäuschung gewertet werden. Da jedoch die Teamkollegen Jarno Trulli (Toyota, Platz 6) und Kubica (BMW, Rang 3) weit vorne landeten, scheinen die Autos zu funktionieren. Es riecht auch hier nach taktisches Spielchen. Komplettiert wird das deutsche Quintett durch Adrian Sutil, der im Force India 17. wurde.

Rosberg im Kopf bei McLaren

Rosberg im Kopf bei McLaren
Ein Williams unter dem Hinterm, ein McLaren-Mercedes im Kopf: Nico Rosberg liebäugelt mit einem Wechsel zu den 'Silberpfeilen'. In seinem Kopf könne er sich schon vorstellen, künftig für McLaren zu fahren, sagte Rosberg einem TV-Sender.

Bereits im Vorfeld des Türkei-GP in Istanbul hatte er gesagt, er "schaue sich derzeit um". Man könne kaum einschätzen, welches Team für das kommende Jahr die besten Möglichkeiten biete, sagte er, "aber mein Vertrag läuft aus, und im Moment bin ich ganz klar in der Phase, wo ich mich ein bisschen umhöre. Aber ich konzentriere mich auch voll auf diese Saison."

Einen Verbleib bei Williams schließt er nicht völlig aus, obwohl ihn neben McLaren-Mercedes auch BMW Sauber als Neuzugang auf dem Zettel hat. "Williams ist eine gute Option für nächstes Jahr. Ich befinde mich im Moment in Verhandlungen mit ihnen. Wir werden sehen", sagte der 21-Jährige.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug hatte schon vor einigen Tagen sein grundsätzliches Interesse an Rosberg bekräftigt. "Wir kennen Nico lange genug. Er ist ein Mann, den man auf der Liste hat - und den haben viele Teams auf der Liste. Das steht fest", sagte Haug: "Nico und ich haben schon vor langer, langer Zeit über so ein Thema gesprochen. Das ist auch kein Geheimnis mehr. Damals hat es eben nicht geklappt, weil ein bestehender Vertrag da war." Den gibt es nun nicht. Da der Finne Heikki Kovalainen bei den 'Silberpfeilen' vor dem Abschuss steht, wäre der Weg für Rosberg frei.

Button blockt Vertragsgespräche ab

Button blockt Vertragsgespräche ab
Der souveräne WM-Spitzenreiter Jenson Button will sich auf den Titelkampf in der Formel 1 konzentrieren und hat alle Vertragsgespräche abgeblockt. "Das interessiert mich nicht. Ich bin zum Rennfahren hier und will nicht über Geld sprechen", sagte der 29-Jährige in Istanbul: "Ich werde über diese Dinge erst später in der Saison mit dem Team reden. Viel, viel später in der Saison."

Nach seiner bisher beeindruckenden Saison mit fünf Siegen in sechs Rennen soll rund die Hälfe der Teams Interesse am derzeit für Brawn fahrenden Briten bekundet haben.

FOTA nur noch eine Farce: Force India schert aus

FOTA nur noch eine Farce: Force India schert aus
Force India hat sich als zweites Formel-1-Team nach Williams ohne Bedingungen für die neue Saison eingeschrieben. Dies berichtet das Magazin 'auto, motor und sport'. Ein Vertreter des Rennstalls, für den Adrian Sutil fährt, bestätigte dem Fachmagazin in Istanbul die Entscheidung, ohne namentlich genannt werden zu wollen. Toyota-Teampräsident John Howett sprach in seiner Funktion als Vize-Präsident der FOTA jedoch Klartext. Mallya habe vor ihm die Einschreibung eingestanden. "Wir werden am Samstag in einem direkten Gespräch mit ihm entscheiden, ob wir Force India aus der FOTA ausschließen werden", sagte Howett.

Damit bröckelt die Front der Teamvereinigung FOTA eine Woche vor der Deadline weiter. Der Internationale Automobil-Verband FIA will am 12. Juni das Starterfeld für 2010 bekanntgeben, das laut Reglement maximal 13 Rennställe umfassen kann. Die verbleibenden acht Teams, die in diesem Jahr fahren, hatten sich am vergangenen Freitag nur unter Vorbehalt eingeschrieben.

Hauptstreitpunkte zwischen dem Dachverband und der FOTA sind die von FIA-Präsident Max Mosley geforderte Budgetobergrenze von etwa 45 Millionen Euro sowie das Reglement. Zudem fordert die Teamvereinigung, dass bis zum 12. Juni ein neues Concorde Agreement, das den Ablauf und die Verteilung der Gelder in der Formel 1 festlegt, beschlossen wird. Die FOTA hatte in Monaco einen umfassenden Katalog vorgelegt, der unter anderem einen Stufenplan für die Reduzierung des Etats enthält.

"Der jüngste Vorschlag der Teams macht sehr viele Zugeständnisse an die FIA. Das Resultat unserer Vorschläge wäre das Gleiche wie Mosleys Budgetlimit. Wir würden in Stufen am Ende bei den Ausgaben ankommen, wie sie sich Mosley wünscht", sagte Brawn-GP-Besitzer Ross Brawn zu 'ams'. "Für neue Teams wäre es eine attraktive Basis, in die Formel 1 einzusteigen. Das Ganze würde nur anders heißen."

Bislang hat sich über ein halbes Dutzend neuer Kandidaten bei der FIA für 2010 eingeschrieben. Angesichts der großen Zahl von Interessenten hat Mosley ein Druckmittel gegenüber den etablierten Teams. Zudem ist Ferrari angeblich bis 2012 vertraglich zu einem Formel-1-Start verpflichtet.

Da die Fronten zwischen den beiden Konfliktparteien vollkommen verhärtet sind, kann nach Ansicht von Red-Bull-Teamchef Christian Horner nur noch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone eine Einigung erreichen, um die drohende Spaltung zu verhindern. "Wenn einer die FIA und uns noch zusammenbringen kann, dann Bernie", sagte er. "Es ist ja auch in seinem Interesse, dass die Formel 1 auf dem Standard bleibt, auf dem sie ist."

Donnerstag, 4. Juni 2009

Formel 1 News

Deutscher bringt Brabham zurück in die F1

Deutscher bringt Brabham zurück in die F1
Und täglich grüßt ein neues Team: Neben sechs anderen neuen Rennställen hat sich auch Brabham für die Saison 2010 eingeschrieben. "Das Brabham Grand Prix Team freut sich, seine Nennung als 'Budget Formel-1-Team' für die FIA Formel 1 Weltmeisterschaft 2010 bekanntzugeben", hieß es in einem Statement.

Drahtzieher hinter dem Traditionsrennstall ist Franz Hilmer. Der Deutsche betreibt einen Auto-Zuliefererbetrieb und hat die Konkursmasse des 2008 pleite gegangenen Super-Aguri-Rennstalls gekauft haben. Jetzt will er mit den ehemaligen Super-Aguri-Mitarbeitern in die F1.

"Wir begrüßen die FIA-Regeln für Budget-Teams, sind überzeugt, dass die Budget-Limitierung eine zeitgemäße Verpflichtung ist und sie die Formel 1 Weltmeisterschaft wiederbeleben wird. Wir würden uns freuen, die Formel 1 als Budget-Team zu bestreiten und diese Herausforderung unter den neuen Regeln anzunehmen."

Hilmer sicherte sich die Namensrechte an dem 1961 von Jack Brabham gegründeten und bis 1992 in der Formel 1 aktiven Rennstall. Zwischen 1973 bis 1987 gehörte das Team dem heutigen F1-Chef Bernie Ecclestone. Der Australier Brabham gewann 1966 in seinem eigenen Auto den WM-Titel, sein Landsmann Denis Hulme war 1967 erfolgreich, der Brasilianer Nelson Piquet holte 1981 und 1983 die Weltmeisterschaft.

Technikdirektor des Teams soll Mark Preston werden. Die Zentrale des Rennstalls soll in Leafield in den ehemaligen Super-Aguri-Gebäuden liegen. Die wichtigsten Sponsorenvereinbarungen für eine Teilnahme von 2010 bis 2012 sind laut Teamangaben schon vorhanden.

Heidfeld denkt an Ausstieg aus der Formel 1

Heidfeld denkt an Ausstieg aus der Formel 1
Nick Heidfeld hat als zweiter Fahrer nach dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso für den Fall einer unbefriedigenden Lösung im Regelstreit einen Ausstieg aus der Formel 1 angedeutet. "Wenn es zu einer Formel 3 mutieren würde, wäre es nicht unbedingt etwas, wo man dabei bleiben wollte", sagte der BMW-Sauber-Pilot am Rande des Türkei-GP in Istanbul: "Die letzten Monate waren extrem. Und in der jetzigen Situation ist es unvorhersehbar, was passiert. Niemand weiß genau, wie es weitergeht. Deshalb macht man sich schon Sorgen und Gedanken."

Eigentlich, so betonte der 32-Jährige, "will ich hier bleiben". Doch mit seinen Gedanken an Alternativen sei er nicht der einzige. "Wir sind alle hier, weil die Formel 1 die beste Serie der Welt ist, und nicht nur, weil sie Formel 1 heißt", sagt er: "Wenn die Formel 1 nicht mehr das darstellen würde, was sie jetzt darstellt - also, wenn es nicht mehr die Serie der besten Teams und der besten Fahrer der Welt und damit die Spitze des Motorsports wäre - würde sich der eine oder andere sicher überlegen, ob er nicht woanders hingeht."

Den Aufbau einer alternativen Serie hält Heidfeld momentan für nicht wahrscheinlich. "Im Moment wäre es sicher schwierig, so etwas aufzubauen. Aber auf lange Sicht könnte sich etwas entwickeln und etablieren", sagte er: "Ich habe mich aber noch nicht konkret damit beschäftigt, weil ich weiterhin auf eine gute und für alle sinnvolle Lösung hoffe."

Wie groß die Chancen auf eine Einigung sind, vermag der 32-Jährige nicht einschätzen. "Man verfolgt die Neuigkeiten natürlich noch aufmerksamer als sonst", sagte er: "Aber es ist auch klar, dass nicht alles nach außen dringt, was hinter verschlossenen Türen besprochen wird."

Seit Monaten streiten der Automobil-Weltverband FIA und die Teamvereinigung FOTA über das Reglement für die WM 2010 und die Einführung einer Budgetobergrenze. Zwar haben sich inzwischen alle Teams für die kommende Saison eingeschrieben, allerdings nur unter Vorbehalt. Nur wenn die FIA bestimmte Bedingungen erfüllt, wollen die Rennställe ein Concorde Agreement für einen Verbleib bis 2012 unterschreiben.

Heidfelds Team gehörte ebenfalls zu den schärfsten Kritikern der FIA. Allerdings ist die größte Sorge von BMW-Sauber, nämlich das Entstehen einer Zwei-Klassen-Gesellschaft durch die Einführung einer freiwilligen Budget-Obergrenze mit Begünstigungen bei deren Einhaltung, inzwischen vom Tisch.

"Es gibt keine Krieger mehr": Villeneuve will zurück

Es gibt keine Krieger mehr: Villeneuve will zurück
Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve liebäugelt drei Jahre nach seinem Abschied mit einer Rückkehr in die Formel 1. "Ich bin nicht zurückgetreten. Ich bin geboren, um Rennautos zu fahren", sagte der 38 Jahre alte Kanadier in einem Interview mit 'Sport´Bild'. "Wenn du einmal Formel 1 gefahren bist, kannst du es immer wieder machen, solange du fit bist." Seiner Meinung nach würde Formel-1-Boss Bernie Ecclestone "einen Jacques Villeneuve bestimmt begrüßen".

Der elfmalige Grand-Prix-Sieger bezeichnete es als ein "Problem", dass es in der Königsklasse "keine Krieger mehr" gebe. Der zweimalige Champion Fernando Alonso sei noch so ein Typ, aber sonst würden die Piloten nur noch "Dinge" wiedergeben, "die zuvor von irgendwelchen PR-Leuten vorgekaut wurden. Es gibt keine Fights mehr, die haben sich alle lieb".

Man habe nicht mehr den Eindruck, "dass sich die Typen hassen, die da um den Sieg kämpfen", sagte Villeneuve. "Das war anders, als ich mit Michael Schumacher oder Eddie Irvine kämpfte. Von Sympathie war da auf der Strecke und auch daneben gar nichts zu spüren." Er habe sich nie untergeordnet.

Die Leistung seines ehemaligen Teamkollegen Jenson Button, der die WM vor dem Großen Preis der Türkei an diesem Wochenende souverän anführt, lobte Villeneuve: "Jenson macht keine Fehler, überhaupt keinen."

Sebastian Vettel kenne er nicht, er möge aber, was er bisher von 21-Jährigen gesehen habe. "Er ist anders. Er gibt erfrischende Interviews. Er ist schnell und scheint sehr stark im Kopf zu sein. Das ist beeindruckend", sagte der während seiner Laufbahn als Exot und Rebell geltende Champion von 1997. Sein Rat an Vettel: "Bleibt Dir immer selbst treu! Lass Dich niemals verbiegen!"

Rosberg auf Cockpitsuche

Rosberg auf Cockpitsuche
Nico Rosberg ist auf Cockpit-Suche für die kommende Formel-1-Saison. "Ich schaue mich um, mein Vertrag endet", sagte der Williams-Pilot in Istanbul. "Aber ich konzentriere mich auch voll auf diese Saison." Am Sonntag bestreitet der 23-Jährige in der Türkei seinen 60. Grand Prix.

Seit längerem kursieren Gerüchte, Rosberg werde 2010 für McLaren-Mercedes fahren. Das britisch-deutsche Team wollte ihn bereits Ende 2007 als Nachfolger des im Streit geschiedenen zweifachen Champions Fernando Alonso verpflichten. Damals verlängerte Rosberg jedoch zu verbesserten Konditionen bei Williams, für die er seit 2006 fährt. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hatte erst vor ein paar Tagen erklärt, dass Rosberg ein "interessanter Fahrer" sei.

Mittwoch, 3. Juni 2009

E3 - Pressekonferenz von Microsoft

Ahhh, die Electronic Entertainment Expo, kurz E3, beginnt in Los Angeles. Wie ich mir schon gedacht habe, gibts jede Menge Artikel und Videos auf einmal. Um mir mal einen Überblick zu verschaffen, fange ich einfach mal an, ein paar Videos zu posten (weitere Infos werden später ergänzt). Los geht´s mit der Pressekonferenz von Microsoft.

The Beatles: Rock Band



Der Song "All you need ist love" ist exklusiv nur für Xbox Live und alles Geld was damit gemacht wird, wird an Ärzte ohne Grenzen gehen.

Tony Hawk stellt den neuen Skateboard-Controller für Tony Hawk Ride vor.



Modern Warfare 2



Final Fantasy XIII



Splinter Cell: Conviction



Forza Motorsport 3



Halo 3: ODST



Alan Wake



Metal Gear Solid: Rising



Project Natal - E3 Announcement Trailer



Milo Project

Formel 1 News

Mosley lässt Hoffnung auf Formel-1-Frieden platzen

Mosley lässt Hoffnung auf Formel-1-Frieden platzen
Im Formel-1-Machtkampf hat Weltverbandschef Max Mosley die Hoffnung auf einen schnellen Frieden platzen lassen. Die von den Rennställen bis 12. Juni geforderte Unterzeichnung einer neuen 'Formel-1-Verfassung' nannte der Präsident des Internationalen Automobilverbands FIA "unrealistisch".

"Ein Concorde Agreement, dessen Entwurf man erst so spät bekommen hat, kann man nicht bis zum 12. Juni unterschreiben", sagte Mosley dem Fachblatt 'Motorsport aktuell'. Die Teams hatten im Streit um das Reglement für 2010 den schnellen Abschluss eines neuen Concorde Agreements, das unter anderem die Verteilung der Gelder regelt, zur Bedingung für ihren Start im kommenden Jahr gemacht.

Seit Wochen ringen die Rennställe und die FIA um die Zukunft der Königsklasse. Erst in letzter Minute hatten sich die revoltierenden Teams um Protestführer Ferrari am vergangenen Freitag für die neue Saison eingeschrieben, allerdings nur unter Vorbehalt. So fordert die Teamvereinigung FOTA, dass die vom Dachverband beschlossene Budgetgrenze von 45 Millionen Euro zumindest um ein Jahr verschoben wird. Zudem soll die FIA einem bis 2012 gültigen Vorschlag der FOTA für ein Concorde Agreement zustimmen. Verweigert sich der Verband, wollen die verbliebenen FOTA-Mitglieder nicht mehr starten. "Dann sind die Meldungen der neun Teams ungültig", warnte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali.

Mosley: "FIA lässt sich keine Bedingungen diktieren"

Mosley lässt Hoffnung auf Formel-1-Frieden platzen  Mosley: FIA lässt sich keine Bedingungen diktieren
Mosley aber will sich nicht überrumpeln lassen. "Jetzt haben wir den Konflikt, und wir werden sehen, wer sich durchsetzt", sagte der Brite. Die FIA werde sich keine Bedingungen diktieren lassen. "Ich sage: Wenn ihr die Regeln gestalten wollt, dann könnt ihr eure eigene Meisterschaft ausrichten", erklärte der 69-Jährige. "Aber wir haben die Formel-1-WM. Für die machen wir die Regeln. Damit haben wir vor 60 Jahren begonnen, und das werden wir weiter so machen."

Mosley warf der FOTA in dem Disput eine Hinhaltetaktik vor. "Es scheint ziemlich offensichtlich, dass sie versuchen wollten, die Einschreibefrist so lange hinauszuzögern, dass es zu spät für neue Teams wird", sagte der FIA-Chef. Der Verband jedoch hielt an der ursprünglichen Anmeldefrist fest. Am 12. Juni sollen die 13 Teams für die Weltmeisterschaft 2010 bekanntgegeben werden. Neben den zehn aktuellen Formel-1-Rennställen hat sich angeblich mindestens ein halbes Dutzend Neubewerber fristgerecht eingeschrieben. "Ich glaube, wir stehen ganz gut da", befand Mosley.

Glock: "Zur Not wieder Gerüstbauer"

Glock: Zur Not wieder Gerüstbauer
Eine beispielloser Absturz nach hoffnungsvollem Saisonstart und nicht abreißende Gerüchte um den möglichen Ausstieg seines Arbeitgebers Toyota: Timo Glock macht in der Formel-1-WM derzeit keine leichte Phase durch. Nach dem Debakel von Monaco, als er als Letzter des Qualifyings aus der Boxengasse startete und bereits im zweiten Rennen in Folge überrundet wurde, gibt sich der 26-Jährige vor dem siebten WM-Lauf am Sonntag in Istanbul allerdings kämpferisch.

"Ich komme sehr entschlossen in die Türkei", sagte der gebürtige Odenwälder: "Das Monaco-Wochenende hat wehgetan, aber es motiviert uns auch. Wir wollen zurück in die Punkte, aber in Wahrheit sind unsere Ziele ja ganz andere. Unterm Strich wollen wir um Podestplätze fahren, und ich hoffe, in der Türkei wieder vorne mitzukämpfen."

Zu Saisonbeginn war für Glock und Toyota noch alles in bester Ordnung. Das Jahr begann mit zwei Podestplatzierungen (jeweils Rang drei) in Australien und Malaysia, und im vierten Rennen in Bahrain belegten Glock als Zweiter und sein italienischer Teamkollege Jarno Trulli auf der Pole Position die erste Startreihe.

Nur vier Wochen später in Monaco hatte sich das Bild komplett gedreht: Trulli und Glock belegten im Qualifying die letzten beiden Plätze. Ein dramatischer und eigentlich unerklärlicher Leistungseinbruch, die Plätze 10 (Glock) und 13 (Trulli) im Rennen waren keine echte Schadensbegrenzung. Auch wenn Glock sich damit tröstete, "dass wir noch das bestmögliche Resultat erzielt haben, das realistisch drin war". Trulli sprach von "Updates am Auto, die anscheinend nicht gut funktioniert haben".

Toyotas Motorsportpräsident John Howett stufte das Wochenende im Fürstentum als "inakzeptabel" ein. Man habe seither "rastlos gearbeitet, um die Gründe dafür zu verstehen". Probleme mit der Traktion vermute man, und man habe gesehen, dass man in langsamen Kurven nicht gut genug sei. Ansonsten bleibt nur der Trost: "Die Türkei ist anders als Monaco. Ich bin optimistisch."

"Wieder in der Firma des Vaters anfangen"

Glock: Zur Not wieder Gerüstbauer Wieder in der Firma des Vaters anfangen
In den letzten Wochen schien der Kampf auf der Strecke bei Toyota ohnehin in den Hintergrund gerückt zu sein. Gemeinsam mit Ferrari war Toyota Vorreiter der Rebellen-Fraktion, die im Budget- und Regelstreit mit Ausstieg drohte. Manche Quellen berichteten gar, der Ausstieg sei längst beschlossen, und das japanische Werk, das Jahr für Jahr den höchsten Etat der Formel 1 bewilligt, suche nur nach einem Vorwand. Howett bezeichnete dies als "absichtlich in die Welt gesetztes Störgeräusch".

Am Team ist die Diskussion offenbar nicht spurlos vorbeigegangen, wie die jüngsten Ergebnisse zeigen. Glock macht sich nach eigenen Angaben aber keine Sorgen um seine Zukunft. Sein Manager Hans-Bernd Kamps teilte mit, man sei "absolut sicher, dass Toyota gemeinsam mit Timo 2010 ganz normal am Start stehen wird. Daran gibt es keinen Zweifel."

Und über die Weltwirtschaftskrise will Glock ohnehin nicht jammern. "Es ist nicht meine Art, zu leiden und zu sagen: Das ist ja alles so schlecht", sagte er: "Wenn ich mich damit befasse, dass es mit der Formel 1 bald vorbei ist, dann bin ich nicht frei genug im Kopf, nicht wach genug für den Job, den ich zu machen habe."

Und bräche das gesamte System zusammen, wüsste Glock auch schon, was er macht. "Wenn es im nächsten Jahr keine Formel 1 mehr geben würde, dann würde ich wieder in der Firma meines Vaters als Gerüstbauer anfangen", meinte er: "Ich habe damit kein Problem, was soll ich denn machen? Mich hinsetzen und Däumchen drehen? Davon wird's auch nicht besser."

GIGA täglich für diese Woche

Dienstag, 02. Juni 2009



GIGA daily - at home - E3 Microsoft PK Audiokommentar



The Daily G - Outtakes



Mittwoch, 03. Juni 2009



Donnerstag, 04. Juni 2009



Freitag, 05. Juni 2009

Montag, 1. Juni 2009