Sonntag, 3. Mai 2009

FCR nutzt Chance im Titelkampf

30.04.2009 12:17 Frauen-Bundesliga

Lira Bajramaj und der Traum vom perfekten Abschied

Fatmire Bajramaj will mit Duisburg Meister werden  © Harder
Fatmire Bajramaj will mit Duisburg Meister werden

Lira Bajramaj redet erst gar nicht lange herum. Die 27-malige Nationalspielerin vom FCR 2001 Duisburg, wählt deutliche Worte, wenn sie über die Zielsetzung für das Spitzenspiel in der Frauen-Bundesliga gegen den 1. FFC Frankfurt spricht, das am Sonntag, ab 11 Uhr steigt. „Das ist unsere letzte Chance“, sagt die quirlige Offensivspielerin. „Wir müssen gewinnen.“ Sonst werde es wohl nichts mehr mit der Deutschen Meisterschaft für den FCR 2001 Duisburg. Vier Punkte trennen die Duisburgerinnen derzeit vom Tabellenführer Bayern, einen Fehltritt darf sich die Mannschaft von Trainerin Martina Voss nicht mehr erlauben. Um überhaupt noch Chancen auf den Titel zu haben, ist das Team ohnehin darauf angewiesen, dass die Bayern ihrerseits noch Punkte liegen lassen.

Lira Bajramaj weiß das. Und sie ist sich auch darüber bewusst, dass die letzten vier Ligaspiele für den FCR 2001 Duisburg vor ihr liegen. „Es wird immer weniger, das geht jetzt ganz schnell.“ Ab der neuen Saison spielt die 21-Jährige für den 1. FFC Turbine Potsdam und damit jenem Verein, der nicht nur in der Meisterschaft direkt vor den Duisburgerinnen platziert ist, sondern der dem Team auch im DFB-Pokalfinale, am 30. Mai gegenüberstehen wird. „Das war eine ganz schwere Entscheidung für mich“, blickt Lira Bajramaj zurück, „mir lagen einige Angebote vor, am Ende habe ich zwischen Potsdam und Duisburg geschwankt.“ Die Entscheidung pro Potsdam fiel dann zwar knapp aus, wurde von ihr aber aus vollster Überzeugung getroffen.

„Wir sind gut drauf“

Fatmire Bajramaj: „Wir müssen gewinnen“  © Harder
Fatmire Bajramaj: „Wir müssen gewinnen“

Gleichwohl fällt der Abschied aus Duisburg nach fünf Jahren nicht leicht. Hier reifte sie zur Nationalspielerin, wurde 2007 Weltmeisterin. Deshalb träumt Lira Bajramaj auch vom perfekten Abschied. Mit einem Triple zu gehen – es wäre ein traumhafter Abgang. „Aber das wird sehr schwer. Wenigstens einen Titel will ich aber mitnehmen“, sagt Lira Bajramaj, die selbstbewusst ins Spiel gegen Frankfurt geht. „Wir sind momentan gut drauf“, bekräftigt sie. Dass Spielführerin Inka Grings wegen einer Verletzung aller Voraussicht nach nicht dabei sein kann, sei zwar schade, „aber wir sind stark genug, es ohne Inka zu schaffen.“ Den 1. FFC Frankfurt stuft sie zwar als unberechenbar ein, glaubt aber auch, dass der Ausfall von Birgit Prinz schwer wiegt: „Das wird sie treffen.“

Drei Mal spielte der FCR 2001 Duisburg in dieser Saison schon gegen die Frankfurterinnen – drei Mal gab es deutliche Siege. Im Hinspiel in Duisburg ein 5:0, in den beiden Viertelfinalspielen des UEFA-Cups ein 3:1 und 2:0. Dass es auch beim vierten Aufeinandertreffen den Sieger Duisburg geben wird – Lira Bajramaj glaubt fest daran. „Ich habe ein gute Gefühl“, sagt sie.

03.05.2009 12:55 Frauen-Bundesliga DFB.DE EXKLUSIV

FCR Duisburg wahrt letzte Chance im Titelkampf

Jubel bei Simone Laudehr und Fatmire Bajramaj  © Harder
Jubel bei Simone Laudehr und Fatmire Bajramaj

Der Kampf um die Meisterschaft in der Frauen-Bundesliga bleibt weiter spannend. Während Tabellenführer Bayern München 7:0 (5:0) gegen Herford gewann, setzte sich der FCR Duisburg im Verfolgerduell beim 1. FFC Frankfurt 2:1 (2:0) durch und wahrte damit seine Titelchancen. Für den FC Bayern trafen Nina Aigner (13./55.), Mandy Islacker (22.), Julia Simic (26.), Vanessa Bürki (32./90.) und Tanja Wörle (44.) gegen den abstiegsbedrohten Herforder SV. Durch den Sieg festigten die Süddeutschen ihre Spitzenposition.

Im Frankfurter Stadion am Brentanobad sahen die 2830 Zuschauer eine spannende Begegnung. Die Gäste aus Duisburg gingen durch einen Doppelschlag der beiden Nationalspielerinnen Inka Grings (23.) und Simone Laudehr (26.) in der ersten Halbzeit in Führung. Titelverteidiger Frankfurt drängte auf den Anschluss, dieser fiel jedoch erst in der 71. Minute. Verteidigerin Sarah Günther verkürzte für die Hessinnen. Der Ausgleich sollte jedoch nicht mehr fallen.

Während Duisburg weiterhin vier Punkte hinter dem FC Bayern liegt, dürfte Frankfurt bei neun Punkten Rückstand auf die Spitze kaum noch Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung haben. DFB-TV zeigt ab 18.30 Uhr eine Zusammenfassung der Begegnung.

Ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf ist dem USV Jena gelungen. Die Thüringerinnen setzten sich am Sonntag 2:1 (2:1) gegen den SC Freiburg durch. Während Genoveva Anonma (11./37.) zweimal für die Gastgeberinnen traf, hatte Myriam Krüger (29.) für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Potsdam zu Favoritenschreck Essen-Schönebeck

Potsdam will bei Essen-Schönebeck jubeln  © Bongarts/GettyImages
Potsdam will bei Essen-Schönebeck jubeln

Ab 14 Uhr greift der 1. FFC Turbine Potsdam ins Geschehen ein. Der Tabellenzweite reist mit viel Respekt zur SG Essen-Schönebeck, war es doch die Mannschaft von Trainer Ralf Agolli, die Spitzenreiter Bayern München kurz nach der Winterpause ein Unentschieden abtrotzte – nach einer 2:0-Führung der Bayern. Zudem erreichte das Team gegen den 1. FFC Frankfurt ein Unentschieden und schlug im Hinspiel den FCR 2001 Duisburg. Vom Nachbarn aus Duisburg wechselt übrigens Vanessa Martini zur neuen Saison nach Essen. Die 19-jährige Schülerin unterschrieb einen Zweijahresvertrag. „Vanessa wird die an sie gestellten Erwartungen mit Sicherheit erfüllen. Sie ist eine aggressive und schnelle Spielerin, die taktisch versiert ist und sich in unserem Kader der nächsten Saison auf jeden Fall durchsetzen wird“, glaubt Ralf Agolli.

Im Kellerduell stehen sich der SC Bad Neuenahr und der TSV Crailsheim ab 14 Uhr gegenüber. Während Crailsheim schon für die 2. Liga plant, will sich Bad Neuenahr endlich ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen. Den Anschluss ans obere Tabellenmittelfeld möchte dagegen der VfL Wolfsburg halten, der im Nordderby ab 14 Uhr auf den Hamburger SV trifft.


Frankfurt - BVB 0:2

2:0 - Klopps Elf stellt Vereinsrekord ein:
Borussia feiert den sechsten Sieg in Serie

[2.05.] Borussia Dortmund reitet weiterhin auf der Welle des Erfolgs: Mit einem 2:0 (0:0)-Auswärtssieg bei der Frankfurter Eintracht feierte der BVB den sechsten Sieg in Serie und stellte damit den Vereinsrekord aus der Meistersaison 2001/2002 ein. "Der BVB ist wieder da!", skandierten die mehr als 10.000 BVB-Fans in der Commerzbank Arena und feierten ihre Mannschaft und den Torschützen Zidan noch lange nach dem Schlusspfiff.

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Aus Frankfurt berichtet Boris Rupert

51.500 Zuschauer in der ausverkauften Commerzbank Arena sahen ein Spiel, das zunächst arm war an Torszenen. Doch nachdem Valdez mit zwei starken Kopfbällen an Pröll gescheitert war (39./76.) brach der eingewechselte Zidan den Bann und brachte den BVB in der 79. Minute mit einer sehenswerten Aktion in Führung. Fünf Minuten später sorgte Bellaid mit einem Eigentor für die Entscheidung.

Ausgangslage:
17 Punkte trennten vor dem Anpfiff den Tabellenzwölften aus Frankfurt vom Siebten aus Dortmund. Im Heimklassement war die Eintracht Elfter, der BVB reiste als drittbeste Auswärtsmannschaft der Saison an und blickte zudem auf eine positive Bilanz gegen die Eintracht: Borussia hatte nur eins der letzten 13 Duellen verloren und siegte insgesamt neun Mal in Frankfurt (nur beim HSV ein Mal öfter).

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Sah die Gelbe Karte: Felipe Santana.
Personalien:
Mit Amanatidis, Ochs, Fink, Preuß, Vasoski, Inamoto, Köhler, Caio, Tsoumou, Kweuke und Ljubicic mussten die Hessen eine komplette Elf mit teilweise klangvollen Namen ersetzen, während die Westfalen mit Ausnahme von Hummels in Bestbesetzung antreten und zum fünften Mal in Folge die gleiche Elf auf den Rasen schicken konnten.

Taktik:
Was für das Personal zutraf ("Never change a winning team"), galt sinngemäß natürlich auch für die taktische Grundausrichtung. Der BVB blieb dem 4-4-2 mit Mittelfeldraute treu - und überraschenderweise agierten die Hessen aus der gleichen Grundordnung mit Fenin und Korkmaz im Angriff und dem als einzige Spitze erwarteten Liberopoulos als Offensivkopf der Frankfurter Raute, in der der eigentliche Spielmacher Meier die halblinke Seite bekleidete und sich in defensiver Rolle gegen Kuba sah.

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Es war ein hart umkämpftes Spiel. Für Kuba war nach gut einer Stunde Schluss.
Spielverlauf & Analyse:
Es entwickelte sich von Beginn an ein flottes, aber selten hochklassiges Spiel, das sich in den ersten 45 Minuten meist zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Abgesehen von einem durch Kehl klug initiierten Angriff, den Frei mit einem Schuss ans Außennetz abschloss (3.), verlebte Pröll im Eintracht-Tor zunächst einen ruhigen Nachmittag - ähnlich wie Weidenfeller, der ein paar Weitschüsse auf sein Gehäuse zufliegen sah, aber nicht einzugreifen brauchte. Die Hessen besaßen trotz Personalnot ein leichtes optisches Übergewicht. Stark spielte die rechte Achse mit Jung und Mahdavikia, über die die meisten Angriffe der Hessen abliefen.

Die beste Chance im ersten Durchgang besaßen aber dennoch die auswärtsstarken Borussen: Frei setzte sich am rechten Flügel durch, flankte nach innen, Valdez stieg am höchsten, lenkte das Leder mit dem Kopf präzise auf das Eintracht-Tor, doch Pröll konnte den Ball irgendwie noch mit den Füßen abwehren (39.). Die gut 10.000 BVB-Fans auf den Tribünen hatten schon der Torschrei auf den Lippen.

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Nelson Valdez hatte zwei gute Chancen, scheiterte aber am starken Pröll im Frankfurter Tor.
Auch direkt nach Wiederbeginn setzte der BVB ein kleines Ausrufezeichen: Valdez legte im Strafraum zurück zu Hajnal, dessen Direktabnahme zur Ecke abgewehrt wurde. Borussia investierte nun mehr. Angetrieben von eigenen Fans, die sich von der Stimmung her nicht hinter dem Anhang der Gastgeber verstecken mussten, rollte nun Angriff auf Angriff auf das Tor der Hessen. Die bis dahin aussichtsreichste Gelegenheit "verhinderte" allerdings Schiedsrichter Gräfe, der nach Bellaids Foulspiel an Valdez den "Vorteil" (Frei stürmte über den linken Flügel) abpfiff und stattdessen dem Frankfurter die Gelbe Karte zeigte (55.). Das hätte er auch nachholen können...

Frankfurts Trainer Funkel reagierte auf das Übergewicht der Borussen, brachte mit Bajramovic einen Mittelfeldspieler für einen Angreifer (Korkmaz). Liberopoulos ging stattdessen nach vorn - und die Uhr tickte unbarmherzig gegen die Gäste, die nach Bellaids Einsteigen gegen Hajnal (70.) gerne einen Elfmeter bekommen hätten und über den eingewechselten Zidan zu einer weiteren Großchance kamen: Valdez flog in dessen Flanke, doch Pröll konnte den Kopfball mit einer Glanzparade aus dem rechten, unteren Eck fischen (76.).

Doch drei Minuten später war auch er geschlagen: Owomoyela setzte sich auf dem rechten Flügel durch, Hajnals Direktabnahme konnte von Rust zwar noch abgeblockt werden, doch Zidan schaltete am schnellsten, drehte sich blitzschnell mit dem Leder am Fuß um die eigene Achse und jagte es unhaltbar ins Netz - der Bann war gebrochen (79.). In der 84. Minute nahm Bellaid den Borussen sogar die Arbeit ab und beförderte Hajnals Hereingabe ins eigene Netz. Wie schon im Hinspiel war der Ungar auch heute an allen Toren seiner Mannschaft beteiligt.

Auf der anderen Seite hielt Weidenfeller gegen den allein auf ihn zulaufenden Fenin das "zu Null" fest (90.).

Ausblick:
Am nächsten Samstag (9. April, 15.30 Uhr) trifft der BVB im Signal Iduna Park auf den Karlsruher SC. Für diese Partie stehen noch knapp 5.000 Eintrittskarten zur Verfügung, die sie auch bequem online bestellen können.

Samstag, 2. Mai 2009

Batman (1966) Folge 1 Teil 2 und Folge 2

Sich die alten Batman-Folgen anzuschauen, hat richtig Spaß gemacht. Damit die erste Folge hier nicht so alleine steht und zu dieser Folge ja noch der zweite Teil gehört, folgt hier nun:

Rätselhafter Rätselkönig 2

Teil 1


Teil 2


Teil 3


Weiter gehts mit Folge 2

Teil 1


Teil 2


Teil 3


Teil 4


Teil 5


Teil 6

Formel 1 auch ohne Ferrari?

Mosley: Formel 1 auch ohne Ferrari

Max Mosley lässt die Kritik von Ferrari an der Budget-Obergrenze an sich abprallen. Für den FIA-Präsidenten kann die Formel 1 auch ohne die Scuderia weitergehen. "Der Sport kann ohne Ferrari überleben", sagte Mosley der 'Financial Times'. Dennoch wäre es "sehr, sehr traurig Ferrari zu verlieren. Es ist das italienische Nationalteam." Für den 69-Jährigen sind die Beschwerden unverständlich: "Wenn die anderen Teams mit 40 Millionen Pfund auskommen, warum könnt ihr das nicht?" Zuvor hatte die FIA beschlossen, ab 2010 die Budget-Obergrenze auf 44 Millionen Euro festzusetzen.

Mosley sieht für die meckernden 'Ferraristi' ein besonderes Problem: "Es gibt Leute bei den derzeitigen Teams, die meinen, dass die Teams und nicht mehr die FIA oder Bernie Ecclestone die Formel 1 betreiben sollten. Das Letzte, was diese Leute wollen, sind neue Teams, die ihnen etwas davon wegnehmen könnten, was sie bisher erreicht haben. Das ist es, was momentan im Hintergrund läuft: ein Machtkampf darum, wer die Formel 1 führt. Ich würde gerne sicherstellen, dass ich das bin."

Montezemolo vs. Mosley

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hatte das freiwillige Etatlimit von rund 44 Millionen Euro nach Informationen des Fachmagazins 'auto, motor und sport' mit einem Brandbrief zu verhindern versucht. In dem an FIA-Präsident Max Mosley adressierten Schreiben drohte Ferrari demnach, die Neuregelung mit einem Veto zu blockieren.

Trotz der Drohung der Scuderia hatte die FIA entschieden, von der kommenden Saison an Rennställe mit einem Mini-Budget zu belohnen. Teams, die dann mit maximal 44 Millionen Euro Jahresetat auskommen, erhalten große Freiheiten bei der Aerodynamik und der Motorenleistung ihrer Autos. Dagegen bleiben Rennställen, die weiterhin mehr investieren wollen, diese Vorteile verwehrt. Vor allem die in der Formel 1 engagierten großen Auto-Konzerne hatte der FIA-Vorstoß brüskiert. Privatteams wie Williams indes befürworteten das neue Regelwerk.

FIA-Chef Mosley warf vor seinem Interview mit der 'Financial Times' di Montezemolo in einem Antwortbrief vor, die Existenz der Formel 1 in Gefahr zu bringen. "Wir können nicht auf bessere Zeiten hoffen", schrieb der Brite. Um einen Kollaps der Königsklasse inmitten der weltweiten Wirtschaftskrise zu verhindern, müssten neue Teams angelockt werden. "Die Angelegenheit ist dringlich und duldet keinen Aufschub", warnte Mosley.

BVB - Hamburg 2:0

Huch, hätte ich fast vergessen zu posten!

2:0 - Die Siegesserie bleibt auch gegen Hamburg
bestehen - Kehl und Frei treffen für den BVB

[25.04.] Borussia Dortmund ist im Moment einfach nicht zu stoppen! Am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga bezwang der BVB den Hamburger SV mit 2:0 (1:0) und feierte den fünften Sieg in Serie. Da auch Schalke in München gewann, bleiben die Schwarzgelben vorerst auf dem siebten Tabellenplatz.

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Es berichtet Johannes Vorspohl

Vor 80.552 Zuschauern im ausverkauften SIGNAL IDUNA PARK brachte Kapitän Kehl den BVB in Führung (30.). Per Elfmeter sorgte Frei kurz vor Schluss für die endgültige Entscheidung (90.).

Ausgangslage:
Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV - der Tabellensiebte (46 Punkte) traf auf den Dritten (54). Der BVB hoffte gegen die Hanseaten auf den fünften Sieg in Serie und den Sprung auf Platz sechs in der Tabelle - die punktgleichen Schalker traten zeitgleich beim FC Bayern München an. Der HSV, am Mittwoch im DFB-Pokal-Halbfinale an Werder Bremen gescheitert, wollte im mittlerweile 84. Aufeinandertreffen beider Klubs in der Bundesliga seine Chancen auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft wahren.

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Roman Weidenfeller
Personalien:
Während beim BVB nur der Langzeitverletzte Hummels und Sadrijaj fehlten, traten die Norddeutschen die Reise ins Ruhrgebiet ohne den Ex-Borussen Petric sowie Jansen, Atouba und Reinhardt an. Trotz eines großen personellen Angebots schickte Jürgen Klopp zum vierten Mal in Folge die gleiche (siegreiche) Startelf auf den Platz.

Taktik:
Borussia trat im gewohnten 4-4-2-System mit Mittelfeldraute an. Die Gäste begannen in einer 4-2-3-1-Grundordnung, also mit zwei Defensiven vor der Abwehr und drei offensiven Mittelfeldspielern, aber nur einer echten Sturmspitze (Guerrero). Pitroipa interpretierte seinen Part sehr offensiv, rückte immer wieder zu Guerrero in die Spitze. Mindestens so wichtig wie taktische Vorgaben war Klopp die mentale Einstellung seiner Spieler: "Wir müssen gierig bleiben und Leidenschaft zeigen", hatte der BVB-Coach vor der Partie betont.

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Kommt vor Guerrero an den Ball: Dortmunds Nelson Valdez (l.).
Spielverlauf & Analyse:
Im schwarzgelben Fahnenmeer SIGNAL IDUNA PARK waren die Hamburger in den ersten Minuten das aktivere Team. Der BVB tat sich in dieser Phase schwer. Doch die Angriffswellen der Hanseaten ebbten spätestens an der Dortmunder Strafraumgrenze ab. Die Defensive vor BVB-Keeper Weidenfeller agierte aufmerksam und konnte den HSV in den entscheidenden Momenten immer wieder stören.

Bis zur ersten Dortmunder Chance dauerte es rund 15 Minuten. Nach einem Schuss von Hajnal stocherte Valdez den Ball ins Tor. Doch Schiedsrichter Kempter erkannte den Treffer nicht an. Zu Recht: Drei Dortmunder Spieler standen beim Schuss von Hajnal im Abseits. Doch der nicht gegebene Treffer gab den Borussen Auftrieb. Langsam fanden sie zu einem geordneten und vor allem zielstrebigeren Spielaufbau.

Zwar störten immer noch kleinere Fehler das Spiel beider Teams, doch die Schwarzgelben erarbeiteten sich nun Tormöglichkeiten. Erst donnerte Subotic einen Distanzschuss aus rund 30 Metern auf die Latte (22.), dann setzte Valdez einen Seitfallzieher nur knapp neben das Tor (30.). Hamburg stand nun kompakt in der eigenen Hälfte.

Der BVB suchte und fand die Lücke. Sahin setzte Kehl mit einer gefühlvollen Flanke im Hamburger Strafraum in Szene. Der Kapitän blieb cool und schob Rost den Ball durch die Beine - 1:0 für den BVB (32.). Mit seinem dritten Saisontor schoss Kehl sein Team in Führung. Hamburg versuchte zu reagieren, agierte offensiv aber oft zu ideenlos.

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Schoss sein Team in Führung: Kapitän Sebastian Kehl.
Der zweite Durchgang begann mit einer Schrecksekunde: Jarolim hielt bei einem Zweikampf mit Kehl den Fuß drauf. Der BVB-Kapitän musste minutenlang behandelt werden, konnte zum Glück aber weiterspielen. Das Spiel fand nun überwiegend im Mittelfeld statt. Der BVB stand in einer kompakten Ordnung und hoffte auf schnelle Gegenstöße. Hamburg hatte zwar mehr Spielanteile, schaffte es aber nicht, die Schwarzgelben entscheidend unter Druck zu setzen. Eine Kopfballchance von Guerrero bildete die Ausnahme (57.). Der Peruaner hatte sich gegen Subotic durchgesetzt.

Die Zuschauer sahen in dieser Phase kein gutes Spiel. Der BVB stand defensiv zwar sicher, konnte aber offensiv kaum Akzente setzen. Zu oft misslang der finale Pass. Hamburg war um Ballbesitz und Dominanz in der Spieleröffnung bemüht, wirkte nach dem anstrengenden Programm der letzten Wochen aber weder körperlich noch mental frisch.

Wie aus heiterem Himmel kamen beide Teams plötzlich zu zwei Riesenchancen. Der eingewechselte Tinga lief auf Rost zu, erreichte mit seinem Pass aber den freien Valdez nicht (78.). Eine Minute später klärte Weidenfeller einen Ball zu kurz aus dem eigenen Strafraum. Olic probierte es mit einem Schuss aus dem Halbfeld, Streit verlängerte, das Leder sprang unter die Latte und konnte von dort geklärt werden. Riesenglück für den BVB: Es war der 17. Aluminiumtreffer der Hamburger in dieser Saison - Ligarekord.

Das Spiel wurde nun lebendiger. Der eingewechselte Boateng legte Tinga per Hacke auf. Doch Tinga verzog seinen Schussversuch (87.). Eine Minute später fiel die Entscheidung: Gravgaard holte Boateng im Strafraum von den Beinen, Schiedsrichter Kempter zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Frei trat an und blieb wie gewohnt eiskalt. Mit seinem 11. Saisontreffer brachte der Schweizer den fünften Sieg in Serie unter Dach und Fach (90.).

Ausblick:
Am kommenden Samstag (2. Mai, Anstoß 15.30 Uhr) tritt der BVB bei Eintracht Frankfurt an. Das nächste Heimspiel findet eine Woche darauf statt (9. Mai, Anstoß 15.30 Uhr). Vorletzter Heimgegner der Bundesliga-Saison 2008/2009 im SIGNAL IDUNA PARK ist dann der Karlsruher SC.

Zocker sind die besseren Menschen

Zocker sind die besseren Menschen - Die Vorteile von Gaming

Gamer sind kreativ, intelligent und sehen besser als andere - das sind die positiven Effekte von Gaming.

Gamer sind geil - das weiß nicht nur Jan Hegenberg, sondern mittlerweile auch die Wissenschaft. Während einige "Experten" eifrig auf Computer- und Videospielen als Wurzel allen Übels herumhacken, tauchen immer häufiger Studien auf, die das Gegenteil belegen. Demnach sind wir Gamer intelligent, kreativ und überhaupt ganz toll. Was die Wissenschaft alles schon über unser Lieblingshobby heraus gefunden hat, erfahrt ihr in diesem Special. Manchmal muss man sich auch mal selbst lobend auf die Schulter klopfen!

Zur Einstimmung gibt es erst mal Jan Hegenberg mit "Gamer sind geil":

Anmerkung von mir: Das Video mitsamt dem Song gibts bei YouTube. Das Video hab ich weggelassen, da wegen nicht so toll.

Gamer sehen besser

Der scharfe Blick eines Gamers

US-Forscher haben heraus gefunden, dass Spiele von Shootern und anderen Actiongames die Kontrastempfindlichkeit des menschlichen Auges verbessern. Die Probanden, die regelmäßig zocken, können Grauschattierungen deutlich besser erkennen. Das ist beispielsweise nachts beim Autofahren extrem vorteilhaft. Und das Beste: Der Effekt stellt sich ziemlich zügig ein. Die Ergebnisse nicht zockender Probanden verbesserten sich erheblich, nachdem sie wenige Wochen lang regelmäßig gezockt hatten. Das Ganze gilt allerdings nur für Actiongames.

Gamer-Kinder sind sozialer

Spielen Kinder häufig Videospiele, üben sie damit gleichzeitig soziales Verhalten ein. Okay, hier müssen wir fairer weise dazu sagen, dass das nicht grundsätzlich gilt. Sozialer werden Gamer-Kids nur, wenn sie auch entsprechende Spiele spielen. Also Titel, in den soziales Verhalten eingeübt wird. Geht es nur darum auf Moorhühner zu ballern, funktioniert das nicht mehr.

Gamer können Probleme besser bewältigen

Resident Evil 5 - ein harter Knochen

Nikolaos Kyriakidis fand durch seine Magisterarbeit "Fun Anyone!? Jugendliche Sozialisation und die Faszinationskraft von Video- und Computerspielen" heraus, dass Gamer besser mit Problemen umgehen können. Außerdem lernen Zocker laut Kyriakidis, mit Misserfolgen klar zu kommen und sich Lösungsstrategien auszudenken. Wer von euch weiß nicht wie es ist zum gefühlt zehntausendsten Mal im Bossfight verloren zu haben? Und geben wir auf? Nein! Immer wieder stellen wir uns dem fiesen Obermotz, bis wir endlich seine Schwachstelle finden und ihn besiegen.

Gamer sind kreativer

Kreativ-Schmiede Little Big Planet

Laut einer amerikanischen Studie macht Zocken kreativ. An der Pennsylvania State University untersuchten Forscher den unmittelbaren Effekt von Spielen. Die Probanden mussten also direkt nach dem Spielen kreative Aufgaben lösen. Hatten sie ein Spiel gespielt, das sie "unter Strom gesetzt" hatte, sprudelten die Ideen nur so aus ihnen heraus. Selbst wenn sie schlecht gelaunt waren. Keinen Kreativ-Push bekommt ihr allerdings, wenn ihr nach dem Zocken wütend oder total entspannt seid.

Gamer sind schlauer

Hat Einstein auch gezockt? (Szene aus IQ)
Hat Einstein auch gezockt? (Szene aus IQ)
Zukunftsforscher Mathias Horx aus Wien hält viel von Videospielen. Demnach machen sie Menschen intelligenter und sind für die moderne Wissensgesellschaft unerlässlich. Sie "unterweisen uns in den zentralen Kulturtechniken der Zukunft: vernetztes Denken, Kooperation und Evolutionsmentalität." Dabei gilt: je komplexer das Spiel desto besser.

Gamer altern erfolgreicher

Rentner führen ein aktives Leben
Rentner führen ein aktives Leben
Kein Scherz - Spiele helfen Menschen beim Altern. Das findet zumindest der schon erwähnte Forscher Mathias Horx aus Wien. Seiner Meinung nach ist der klassische Lebensentwurf veraltet, bei dem der Ruhestand durch viel Passivität und - wer hätte es gedacht - Ruhe gekennzeichnet ist. Statt dessen spielen Reise, Kultur, Weiterbildung und Aktivität eine größere Rolle. Und genau diese stärkere Aktivität finden Pensionäre in Videospielen.

Gamer sind entspannter

Enspannung bei der PES-League
Enspannung bei der PES-League
Spiele sorgen für Spaß, Abwechslung und Entspannung. Das gilt nicht nur für die große Multiplayer-Session nach Feierabend, sondern auch für die kleinen Games zwischendurch. Laut einer Studie der Hamburg Media School verringern Minispiele wie Mahjong oder Tetris deutlich den Stress am Arbeitsplatz. Setzen Arbeitnehmer diese kleinen Zock-Einheiten gezielt ein, können sie seine Leistung deutlich steigern. Also wenn der Chef euch nächstes Mal beim zocken erwischt, sagt ihm einfach ihr steigert gerade eure Produktivität!

Gamer sind geselliger

Die Cynamite-Redaktion geht mit gutem Beispiel voran
Die Cynamite-Redaktion geht mit gutem Beispiel voran
Hatten Gamer lange das Image des einsam im Keller sitzenden Außenseiter, zeigt die "Internetagenda 2015" das genaue Gegenteil. Demnach sind Zocker sogar sehr gesellig und bilden eine eigene Gemeinschaft. Online-Rollenspiele und Online-Multiplayer-Matches werden immer beliebter. Das führt zwangsläufig dazu, dass Spieler untereinander Kontakte knüpfen und sich in Gilden bzw. "Cliquen" zusammenschließen, um miteinander gegen andere zu kämpfen. Über Chats, Foren und Teamspeak tauschen sich die Spieler miteinander aus und treten auch in der Realität miteinander in Kontakt. Stichwort Gildentreffen!

Gamer sind konzentrierter und besser in der Schule

Wie man sich in der Schule benimmt zeigt uns Bully
Wie man sich in der Schule benimmt zeigt uns Bully
Die Schulbehörde "Learning and Teaching Scotland" hat herausgefunden, dass Computerspiele die Konzentration verbessern und Schüler bessere Noten bekommen. An der Studie haben 600 Schüler aus 32 Schulen teilgenommen. Test-Game war - wen überrascht es - Dr. Kawashimas Gehirnjogging. Jeden Morgen mussten die Kinder 20 Minuten damit spielen. Dadurch konnten sie ihre schulische Leistung um satte 50 Prozent steigern - und zwar nicht nur in Mathe.

Gamer kommen besser mit dem Leben klar

Praktische Lebenshilfe: Die Sims
Praktische Lebenshilfe: Die Sims
Das ultimative Totschlag-Argument ergab eine Studie in der Community von Autodesk, in der sich vor allem Designer, Entwickler und Studenten aufhalten: Gamer kommen einfach besser mit dem Leben klar! Demnach waren 84 Prozent der Meinung, Videospiele helfen ihnen in ihrem täglichen Leben. Noch satte 37 Prozent sagten, dass Videospiele ihnen bei ihren Karrieren geholfen haben und 25 Prozent sahen Hilfen für ihre Ausbildung. Auch soziale Fähigkeiten werden gestärkt, finden immerhin noch 22 Prozent der Befragten.

Quelle: cynamite.de