Samstag, 14. März 2009

Neues von Elli

Die Siegerin der zweiten DSDS-Staffel veröffentlich am 15. Mai ihr neues Album "Human". Bereits am 24. April erscheint die Single "Shadows".

Elli über ihr neues Album:

„Meine bisher kreativste und persönlichste Platte“ - so charakterisiert Elli ihr neues Album „HUMAN“, das im Frühjahr 2009 auf den Markt kommen wird. Mit diesem Album realisiert sich die 30-jährige Künstlerin vor allem ihre Unabhängigkeit. Ende 2008 gründete Elli ihr eigenes Label-1773 Records und konnte so in Zusammenarbeit mit ihrem Produzententeam aus
Florence / Alabama neue Wege gehen.

„Ich wollte nicht mehr nur an einer Albumproduktion teilnehmen, ich wollte mein Album selbst machen. Ich wollte, dass es hundertfünfzig Prozent ich ist!“ Und so zeigt HUMAN vor allem den Menschen Elli. Die meisten Songs sind selbst geschrieben und erzählen ihre Geschichten. Viele Instrumente (Gitarre, Klavier, Mundharmonika, Akkordeon) hat Elli selbst eingespielt. Musikalisch findet Elli mit HUMAN ihre ganz eigene Handschrift. Weg vom Überproduzierten besticht die Platte durch Ecken und Kanten, durch ihre Vielseitigkeit und durch den amerikanischen Folk-Pop Sound.

Der hörbare Nashville -Touch entstand nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit namhaften amerikanischen Songwritern. So schrieb Elli gemeinsam mit Kristen Hall („Let it Rain“) den Song „Run Away“. „Die Arbeit mit Kristen war eine große Ehre für mich, weil ich durch „Let it rain“
zum Musikmachen gekommen bin. Und dann sitzt der Mensch, der das durch seine Musik geschafft hat neben dir und schreibt mit dir einen Song, einfach weil er an dein Potential glaubt.“

Ähnliche Erfahrungen machte die Sängerin mit dem US Publikum bei Live-Auftritten: unvoreingenommen und begeistert. Deswegen sind für dieses Jahr weitere Auftritte in den USA geplant.
„Letztes Jahr war ich oft in den USA, um mit meinen Produzenten und Musikern an den Songs zu arbeiten. Die wertvollste Erfahrung dabei war, dass ich durch diese Menschen und die unabhängige Arbeit am Album meine Leidenschaft für die Musik wieder gefunden habe.“
Nothing but the Music- das ist HUMAN, das ist Elli...

Ein paar bewegte Bilder zu den Albumaufnahmen und erste Hörproben gibt´s hier:

Human


Um die Wartezeit auf das neue Album noch etwas zu verkürzen, hier ein paar bisher veröffentlichte Songs von Elli:





Schaut man dagegen Videos aus der Anfangszeit (nach dem Sieg bei DSDS) sieht man schon eine deutliche Veränderung (und ich mein nicht nur die Haarfarbe)





Sieht man einen Sänger oder eine Sängerin eine längere Zeit nicht in dem Medien, entsteht schnell oft der Eindruck, dass der oder die keine Musik mehr macht und in der Versenkung verschwunden ist. Schön, dass das auf Elli nicht zutrifft. Bin mal gespannt, was da noch alles kommt ...

Mehr Infos gibt´s hier:

http://www.elli-e.de/

http://www.myspace.com/elliband

http://my.sputnik.de/elli-e

Freitag, 13. März 2009

Andy McKee




















http://www.myspace.com/andymckee2

Ergebnisse der Testfahrten in Barcelona/Formel 1 News

Die Brawn-GP-Show geht weiter

Brawn GP hat den Top-Teams bei den Testfahrten in Barcelona erneut die Show gestohlen. Rubens Barrichello erzielte einen Tag nach Teamkollege Jenson Button die Tagesbestzeit auf dem Circuit de Catalunya: 1:18,926 Minuten bedeutete Rundenrekord mit einem 2009er Auto. Die Konkurrenz hatte nicht den Hauch einer Chance. Mehr als 0,8 Sekunden fehlten dem Zweitplatzierten, Williams-Pilot Nico Rosberg auf die Top-Zeit.

Drei weitere schnelle Runden von Barrichello hätten gereicht, um vor Rosberg zu bleiben. Dem Drittplatzierten, Toyota-Pilot Timo Glock, fehlten bereits 1,165 Sekunden, Red-Bull-Mann Sebastian Vettel war schon 1,650 Sekunden langsamer. Eine erneut enttäuschende Leistung zeigte McLaren-Mercedes. Lewis Hamilton war im neuen MP4-24 fast 2 Sekunden langsamer als Barrichello im Brawn GP, der ebenfalls von einem McLaren-Motor angetrieben wird.

Massa: Keine Chance gegen Brawn GP

Große Rückstände hatten jedoch auch Renault-Mann Fernando Alonso (+1,738), Felipe Massa (+1,751) im Ferrari sowie BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica (+1,814) auf den Positionen fünf bis sieben. Massa, der heute unter anderem einen neuen Heckflügel ausprobierte, musste eingestehen, dass er nicht in der Lage war, die Barrichello-Zeit zu knacken. "Ich glaube, das hätte niemand hingekriegt", sagte der Vizeweltmeister. "Brawn ist momentan viel schneller als alle anderen."

Dagegen hinkt McLaren-Mercedes auch den anderen Top-Teams weit hinterher. "Ich habe McLaren in all den Jahren noch nie so weit hinten gesehen", stellte Massa überrascht fest. Zum Abschluss der Tests in Barcelona waren nur Sebastien Buemi (+2,087) im Toro Rosso, Force-India-Fahrer Giancarlo Fisichella (+2,119) und Sebastien Bourdais im zweiten Toro Rosso langsamer als Silberpfeil-Pilot Hamilton.

Mindestens vier Rennen nicht konkurrenzfähig

Was für ein Absturz! Bei den Testfahrten in Barcelona eierte der McLaren-Mercdes MP4-24 der Konkurrenz nur hinterher. Selbst Weltmeister Lewis Hamilton gelingt es nicht die Defizite des neuen Silberpfeils auch nur annähernd auszugleichen. Und offenbar ist alles noch viel schlimmer, als von den Experten vermutet. "Wird der MP4-24 am 29. März so schnell sein wie wir wollen? Wohl nicht", räumte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh jetzt ein.

Mindestens bei den vier Übersee-Rennen zu Beginn der Saison müsste sich der erfolgsverwöhnte Rennstall mit der Rolle des Hinterherfahrers begnügen, deutete Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug an. "Wir haben noch viel Arbeit vor uns und müssen unser technisches Paket deutlich verbessern. Dieser Prozess benötigt Zeit, er kann bis zum Beginn der Europa-Saison dauern, vielleicht sogar länger", urteilte Haug.

Silber-Probleme machen Hamilton zum Crash-König

Die Gesichter der Techniker und Ingenieure bei den Testfahrten in Barcelona sprachen Bände. Champion Hamilton versucht immer wieder, sein Glück zu erzwingen und riskiert Unfälle. Der Brite ist der Crashkönig des Testwinters. Die Probleme seien "eine Kombination von Faktoren", verriet Whitmarsh. Vor allem im Aerodynamik-Bereich sieht der Brite großen Nachholbedarf. Dagegen sei der von Mercedes-Benz gelieferte Motor stark, betonte Whitmarsh.

Einen Schuldigen für die Schwierigkeiten wollte die Teamführung nicht benennen. "Die Entwicklung eines Autos ist Teamarbeit, zu der viele Personen beitragen. Wir lasten keine Fehler einzelnen an", sagte Haug. Offensichtlich hat die Konstruktionsabteilung auf zu konservative Lösungen im Aerodynamikbereich gesetzt. Das wird insbesondere beim Diffusor deutlich: Während Brawn GP mit einem geschwungenen Diffusor experimenierte und nun der Konkurrenz auf und davon fährt, setzten die McLaren-Ingenieure auf die bewährte Kante. Wegen der Beschneidung der Flügelflächen im Heckbereich hat der MP4-24 nun ein massives Abtriebsproblem.

McLaren-Mercedes vor schwieriger Saison

Der Wechsel an der Teamspitze habe keine Rolle gespielt, versicherte Whitmarsh, der Anfang März das Amt von Ron Dennis übernommen hatte. Vor dem Saisonstart am 29. März stehen noch weitere vier Testtage für McLaren-Mercedes in der kommenden Woche in Jerez an, um den silbernen Boliden in Topform zu bringen. "Diese müssen wir zur Verbesserung unserer Leistungsfähigkeit nutzen", forderte Haug. Denn danach sind Testfahrten untersagt, große Veränderungen können nur noch an den Freitagen vor den Rennen der praktischen Erprobung unterzogen werden. McLaren-Mercedes steht ein ganz schwieriges Jahr bevor.

Schumi studiert McLaren ganz genau

Michael Schumacher war unter der Woche in Barcelona an der Strecke, um Ferrari bei den Testfahrten beratend zur Seite zu stehen. Dabei half Schumi nicht nur mit seinem Know-How, sondern auch mit seinen Qualitäten als 'Spion'. Der siebenmalige Weltmeister hat sich beim derzeit lahmenden Silberpfeil ganz genau umgesehen.

Als McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton am 4. Testtag mit seinem Boliden von der Strecke abkam und abgeschleppt werden musste, fuhr Schumi kurzerhand mit seinem Alfa Romeo vor und beobachtete aus nächster Nähe, wie das Auto von Weltmeister Hamilton abgedeckt und auf den Abschleppwagen verladen wurde.

Vor allem die Unterseite des Silberpfeils weckte großes Interesse bei Schumacher, der seine gewonnenen Erkenntnisse daraufhin der Scuderia mitgeteilt haben dürfte. Bei der noch fehlenden Form von Mercedes ist allerdings fraglich, ob Ferrari Schumis Neuigkeiten wirklich weiterhelfen werden. Die Silberpfeile kommen derzeit einfach nicht vom Fleck. "Wir setzen alles daran, wieder vorne mitzufahren. Das weiß auch unser alter Rivale Michael Schumacher“, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug der 'Bild'.

Brawn GP wie Phoenix aus der Asche

Die Transporter weiß, die Autos weiß und die Fahrer-Overalls ohne Sponsorensticker. Nur zwei dezente gelb- grüne Streifen bringen etwas Farbe in das jüngste Team der Formel 1. Doch gleich beim ersten Auftritt sorgte Brawn GP für eine faustdicke Überraschung. Jenson Button drehte bei den Testfahrten in Barcelona auf Anhieb 82 Runden und mischte mit den Spitzenteams mit. Bis auf eine kleine Getriebepanne lief alles nach Plan. Am zweiten Tag bestätigte Rubens Barrichello den guten Eindruck mit der drittschnellsten Zeit und stellte erfreut fest: «Dieses Auto ist wirklich gut. Kein Vergleich zum Vorjahr, als ich nie Vertrauen in mein Auto fand.» Und am dritten Tag legte Button dann sogar die Bestzeit hin, während sich Weltmeister Lewis Hamilton im McLaren- Mercedes am Ende des Trainingsfeldes einreihen musste.

25 Tage vor dem Saisonstart hatte der Vorstand von Honda dem Fortbestand seines Rennstalls im englischen Brackley seinen Segen gegeben. Zwei Tage später wurden in der Fabrik feierlich die Schlüssel übergeben. Damit endete auch offiziell die dritte Ära von Honda in der Formel 1. Neuer Besitzer ist Ross Brawn, der als Benetton- und Ferrari-Technikchef mit Michael Schumacher sieben WM- Titel feierte. Honda hatte den Engländer im letzten Jahr als Wunderheiler an Bord geholt.

In Barcelona spekulierte die Konkurrenz bereits, dass die Rundenzeiten mit wenig Benzin im Tank erzielt worden seien. «Wenn die Leute wüssten, wieviel Benzin wir an Bord hatten, würden sie sich wundern. Selbst bei unserem Motorenpartner Mercedes wollten sie es erst nicht glauben, als wir ihnen den Tankinhalt erzählt haben», meinte aber Brawn. Nicht einmal abwegig erscheint, dass Brawn GP in Melbourne das stärkste Mercedes-Team am Start sein wird: Auf dem Circuit de Catalunya jedenfalls gaben Button und Barrichello im Brawn-Boliden eine bessere Figur ab als die anderen Mercedes-Partner McLaren und Force India.

Erfolg kommt nicht von ungefähr

Der rasante Einstieg hat eine Vorgeschichte. Kein anderes Team startete die Entwicklung des 2009er so früh wie die Brawn-Truppe. Ab April 2008 lenkte der Chef mehr als 50 Prozent des Entwicklungsaufwandes auf das neue Auto. Der Rückzieher von Honda änderte nur wenig an dem Fahrplan. Brawn: «Zu diesem Zeitpunkt war das Auto fertig entwickelt.»

Moderne Simulationstechnik machte es möglich, das Potenzial des Brawn BGP001 abzuschätzen, ohne dass sich ein Rad gedreht hatte. «Anhand unserer Datenanalyse wussten wir, welche Rundenzeiten unser Auto auf den Winter-Teststrecken erzielen würde. Als wir dann sahen, welche Zeiten die Konkurrenz tatsächlich fuhr, waren wir überrascht, dass sie nicht schneller unterwegs waren», erzählt Brawn.

Die guten Prognosen waren auch der Grund, warum der Brite Button dem Team treublieb, obwohl er keine Sicherheiten hatte, ob und wie es weitergehen würde: «Ich wollte dieses und kein anderes Auto fahren. Alle Optionen wären schlechter gewesen.» Der 29-Jährige war in sich gegangen, als er mit der Nachricht des Rückzugs von Honda konfrontiert wurde: «Von einem Tag auf den anderen musste ich mich damit anfreunden, möglicherweise Rentner zu sein. Das bringt dich auf den Boden der Tatsachen zurück.» Flucht kam nicht infrage: «Ich glaube an dieses Team, und ich wusste, was in dem neue Auto steckt.»

Im Überlebenskampf setzte Button ein Zeichen. Er verzichtet auf die Hälfte seines vereinbarten Gehalts. Auch sein Kollege Barrichello akzeptierte einen Preisabschlag. Der Rekordteilnehmer der Formel 1 geht 2009 in seine 17. Formel-1-Saison. «Rubens ist motivierter denn je. Und er war noch nie so leicht», lobt Brawn den Brasilianer, den er von Ferrari her gut kennt. Bruno Senna sei nie eine Alternative gewesen, auch wenn der Neffe des 1994 tödlich verunglückten Ayrton Senna dies öffentlich glauben ließ.

Dank der Abfindung von Honda und dem Anteil aus Bernie Ecclestones Topf hat Brawn GP ein gesundes Budget. «Wir müssen uns nicht einschränken», sagt der neue Teamchef. Trotzdem steht er vor einer schweren Aufgabe. «Wir haben ein Jahr Zeit, Sponsoren oder neue Partner in unser Boot zu bringen. Dafür müssen wir Ergebnisse liefern.» Auf kleiner Flamme will Brawn 2010 nicht weiterkochen. «Es war nie mein Anspruch, nur dabeizusein.»

Meine neue Tastatur

Ich hab mir heute eine neue Tastatur gekauft:

So ne riesiege Tastatur mit wer-weiß-wie-vielen-Tasten, die ich sowieso nicht benutze, brauch ich gar nicht. Und die Tasten klackern so schön beim Schreiben ...

Donnerstag, 12. März 2009

Interview mit Garefrekes und Behringer

Vom Algarve Cup zum Spitzenspiel: Garefrekes trifft Behringer

Kerstin Garefrekes (l.) und Melanie Behringer  © Harder
Kerstin Garefrekes (l.) und Melanie Behringer

Knapp zwei Wochen trainierten und spielten Kerstin Garefrekes und Melanie Behringer mit der Frauen-Nationalmannschaft Seite an Seite während des Algarve Cups. Die beiden Mittelfeldspielerinnen, die im Team von Silvia Neid auf der rechten, beziehungsweise linken Seite gesetzt sind, gelten als laufstark, torgefährlich und zuverlässig.

Am Sonntag (ab 11 Uhr, Stadion am Brentanobad) stehen sich die beiden im Spitzenspiel der Frauen-Bundesliga gegenüber. Wenn der 1. FFC Frankfurt gegen Tabellenführer Bayern München antritt, sind Kerstin Garefrekes (Frankfurt) und Melanie Behringer (München) wieder Gegnerinnen.

Im exklusiven DFB.de-Doppelinterview mit Redakteurin Annette Seitz erzählen die 103-malige Nationalspielerin Kerstin Garefrekes und Melanie Behringer, die 46 Länderspiele absolviert hat, wie sie in das Spitzenspiel gehen, was sie an der jeweils anderen schätzen und wie sie die Chancen ihrer Mannschaft im Kampf um die Meisterschaft beurteilen.

Frage: Sie waren nun fast zwei Wochen gemeinsam mit der Frauen-Nationalmannschaft beim Algarve Cup. Wie schwer fällt das Umschalten auf die Bundesliga?

Kerstin Garefrekes: Wir erleben die Situation ja öfter, dass wir unter der Woche bei der Nationalmannschaft sind. Natürlich war das in Portugal eine relativ lange Zeit. Aber dennoch denke ich, dass das nicht entscheidend sein wird für das Spiel am Sonntag.

Melanie Behringer: Das denke ich auch. Die größte Umstellung wird für uns wohl das Wetter sein. In Deutschland ist es ja derzeit wesentlich kälter als in Portugal.

Frage: Der FC Bayern München führt die Tabelle mit 32 Punkten an. Der 1. FFC Frankfurt liegt derzeit mit vier Zählern Rückstand auf Rang drei. Was bedeutet das für das Spitzenspiel?

Garefrekes: Eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft, wie vielleicht viele meinen, ist dieses Spiel bestimmt nicht. Der Saisonverlauf zeigt, dass die Bundesliga ausgeglichener geworden ist und bis zum letzten Spieltag noch viel passieren kann. Natürlich ist das ein sehr wichtiges Spiel, und es wäre für uns optimal, drei Punkte in Frankfurt zu behalten.

Behringer: Wir wären sicher schon mit einem Punkt zufrieden. Wir spielen auswärts beim 1. FFC Frankfurt - das war immer sehr schwer.

Frage: Bayern München muss – ähnlich wie der 1. FFC Frankfurt – längere Zeit auf einige verletzte Stammspielerinnen verzichten. Wie sehr wird das denn Titelkampf beeinflussen?

Garefrekes: Wir haben ja auch einige Verletzte. Die Bayern werden mit Sicherheit elf Spielerinnen auf den Platz bringen, die alle Fußball spielen können und motiviert sein werden. Von daher ist es ganz egal, welche Namen da auflaufen. Wir müssen unser Spiel durchziehen.

Behringer: Genau das wollen wir auch versuchen. Jetzt müssen auch die Jüngeren bei uns zeigen, was sie können. Klar wird es für uns jetzt schwieriger, aber trotzdem werden wir alles geben, um in Frankfurt zumindest einen Punkt zu holen.

Frage: In der Nationalmannschaft bilden Sie im Mittelfeld eine sehr effektive Flügelzange. Wie fällt Ihre Einschätzung über die fußballerischen Qualitäten der jeweils anderen aus?

Behringer: Tja, von Kerstin weiß man ja, dass sie ohne Ende rennen kann. Und sie ist immer für ein Tor gut. Besonders, wenn sie gegen mich spielt.

Garefrekes: Wirklich?

Behringer: Ja. Als ich noch beim SC Freiburg gespielt habe, hast Du immer eins gemacht.

Kerstin Garefrekes beim Algarve Cup  © Harder
Kerstin Garefrekes beim Algarve Cup

Garefrekes: Daran kann ich mich gar nicht dran erinnern (lacht). Im Ernst: Jeder weiß, dass Mel einen starken Schuss hat, auch aus der Distanz immer ein Tor machen kann und brandgefährlich ist. Außerdem ist sie eine sehr gute Vorbereiterin.

Frage: Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Behringer: Frankfurt will auf jeden Fall eine gute Rückrunde spielen. Sie wollen unbedingt Meister werden. Das ist schließlich der letzte Titel, den sie noch holen können. Wenn wir das nicht schaffen, ist es eher nicht so dramatisch. Für uns ist es schon ein Erfolg, überhaupt da oben mitzumischen.

Garefrekes: Die Bayern haben eine sehr gute Vorrunde gespielt. Als Tabellenführer hat man auch ein gutes Selbstbewusstsein. Da wächst man schneller über sich hinaus, wenn man die eigenen Erwartungen so übertroffen hat.

Behringer: Also ich denke, es wird ein spannendes Spiel.

Garefrekes: Stimmt, das denke ich auch. Es wird spannend, ausgeglichen - und es wird viele Torraumszenen geben.

Mittwoch, 11. März 2009

Kim Kulig im Portrait

Neid: "Kim Kulig ist die Gewinnerin des Turniers"

Kim Kulig (r.) im Spiel gegen China  © Bongarts/GettyImages
Kim Kulig (r.) im Spiel gegen China

Sie ist zweifellos die Entdeckung des Algarve Cups: Kim Kulig. Die erst 18 Jahre alte Mittelfeldspielerin vom Hamburger SV sorgt beim traditionsreichen Turnier in Portugal für Furore.

Nach ihrem Debüt für die Frauen-Nationalmannschaft gegen China in Bielefeld, gelang ihr beim Algarve Cup in ihrem dritten Länderspiel, ebenfalls gegen China, ein Traumtor, und auch bei ihrem vierten Auftritt für die DFB-Auswahl gegen Schweden am Montag traf die 18-Jährige. Auch im Spiel um Platz drei in Faro gegen Dänemark (0:1) gehörte sie zur Startelf.

Ballsicherheit und technisches Vermögen

Nicht nur wegen ihrer Torgefährlichkeit kommt DFB-Trainerin Silvia Neid zu dem Schluss: "Kim Kulig ist die Gewinnerin des Turniers." Überzeugend trat die zentrale Mittelfeldspielerin bislang in allen vier Länderspielen auf, gefiel durch Ballsicherheit, technisches Vermögen und ihr mutiges Spiel nach vorne. Gerade ihr unbekümmertes Auftreten imponierte.

Die zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit trägt die 18-Jährige, die vor dieser Saison vom Zweitligisten VfL Sindelfingen zum Hamburger SV wechselte, mit erstaunlicher Gelassenheit. "Ich spüre keinen Druck", sagt die groß gewachsene Mittelfeldspielerin. "Es macht einfach nur riesigen Spaß, hier dabei zu sein und von Trainerin Silvia Neid das Vertrauen geschenkt zu bekommen."

"Sie ist für ihr Alter schon sehr weit"

Silvia Neid betrachtet Kim Kulig als ein großes Talent mit ausgeprägtem technischen Vermögen und taktischem Verständnis: "Sie ist zweikampfstark, hat eine sehr gute Kopfballtechnik und Dynamik und versucht immer alles direkt umzusetzen, was wir ihr an taktischen Vorgaben geben. Kim ist sehr lernwillig und für ihr Alter schon sehr weit." Die DFB-Trainerin setzt Kulig auf der zentralen Mittelfeld-Position ein - dort war sie bislang beim Algarve Cup eine feste Größe und spielte neben Linda Bresonik oder Lena Goeßling.

Diese taktisch anspruchsvolle Position liegt der spielintelligenten Kim Kulig. Gleichwohl ist sich die 18-Jährige darüber im Klaren, dass ihre Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. "Ich weiß, dass ich noch viel lernen muss. Es ist auf jeden Fall so, dass das Tempo viel höher ist, als bei der U 20-WM." Bei der Juniorinnen-Weltmeisterschaft 2008 in Chile holte Kim Kulig die Bronzemedaille.

Kim Kulig  © Bongarts/GettyImages
Kim Kulig

Eine der jungen Wilden

Dass sie bei ihrem Debüt in der Frauen-Nationalmannschaft mit Katharina Baunach, Nicole Banecki und Bianca Schmidt, die mit ihr die U 20-WM bestritten, gemeinsam in einem Team spielt, habe die Eingewöhnung einfacher gemacht, erläutert sie: "Es hat sicher geholfen, dass wir vier uns schon von der U 20 kannten. Grundsätzlich ist es so, dass wir jungen Spielerinnen uns hier sehr wohl fühlen. Die Erfahrenen haben uns sehr gut aufgenommen und unterstützen uns. Ich denke, wir sind gut integriert im Team."

Bei aller Freude darüber, dass in Kim Kulig eine weitere Alternative für die wichtige Position im zentralen Mittelfeld heranwächst, warnt Silvia Neid vor zu hohen Erwartungen an ihre junge Spielerin: "Wir dürfen nicht vergessen, dass Kim noch in einer Entwicklung ist. Es wird auch Rückschläge geben. Das ist ganz normal bei einer so jungen Spielerin." Auch Kim Kulig ist sich dessen bewusst. "Aber auch daraus werde ich lernen", bekräftigt sie.