In der New Play Control-Reihe von Nintendo werden GameCube-Klassiker für die Wii neu überarbeitet. Den Anfang macht Pikmin, welches bereits erhältlich ist.
Zur Story Captain Olimar war ein galaktischer Navigator, der in allen Konstellationen für seine harte Arbeit bekannt war. Er schuftete Tag für Tag, um Waren von Planet zu Planet zu befördern - er war immer pünktlich und verlässlich.
Aber eines schicksalsträchtigen Tages krachte ein rasender Asteroid in Olimars treues Raumschiff, die Dolphin, und brachte es vom Kurs ab. Die Dolphin wurde zwar fast zerstört, aber sie konnte noch eine letzte Lieferung absetzen: nämlich Captain Olimar, wohlauf, aber auf einem fremden Planeten.
Olimar wachte auf und sah die Überreste seines Wunderschiffs - in Einzelteile zerbrochen und kaum noch zu erkennen. Die gute Nachricht ist, dachte er, dass er noch am Leben war. Die Lebenserhaltungssysteme in seinem Raumanzug zeigten ihm die schlechte Nachricht: Die Luft des Planeten war giftig und sein Anzug hatte nur genug Energie, um ihn für 30 Tage zu schützen.
Als er auf dem Planeten nach Hilfe suchte, fand Olimar schnell heraus, dass er nicht alleine war. Am ersten Tag entdeckte er eine Pflanzen-Tier-Kreuzung, die er Pikmin nannte. Diese Wesen folgten allen Anweisungen Olimars, so dass er sie komplett kontrollieren konnte. Als der Commander und seine Gehilfen die Gegend durchsuchten, fanden sie ein Teil der Dolphin. Jetzt müssen sie den Planeten nach den restlichen Teilen absuchen.
Die Aufgabe ist enorm: 30 Schiffsteile in 30 Tagen finden, die auf dem ganzen Planeten verteilt sind - voller Tiere mit Appetit auf Pikmin, die jeden Tag gefährlicher werden. Wird der Commander alle Teile finden, um die Dolphin wieder zusammenzubauen?
Es ist Zeit, an die Arbeit zu gehen.
Die Pikmin
Bei seinen ersten Schritten auf dem Planeten entdeckte Olimar eine merkwürdige Kapsel, die einer Zwiebel auf Hocotate ähnlich sah. Diese 'Zwiebel' spuckte einen Samen in die Luft, aus dem ein rot leuchtender Spross wuchs. Olimar pflückte ihn aus dem Boden und entdeckte so ein Wesen, das er 'Pikmin' nannte.
Pikmin übernehmen viele Aufgaben für Olimar: z.B. Sprengmeister, Arbeiter und Soldat. Sie folgen allen seinen Anweisungen und lassen sich sogar von ihm durch die Luft schleudern. Man kann mehr Pikmin entstehen lassen, indem man Kreaturen und Futterkugeln zur Zwiebel bringt. Auf diesem Planeten gibt es drei Arten von Pikmin, die alle verschieden sind und dem Captain treu dienen.
Andere Farbe, andere Talente Beim Spiel gilt es vor allen Dingen, die unterschiedlichen Fähigkeiten der Pikmin zu nutzen: Die blauen Pikmin lieben das Wasser und sind somit die einzigen, die durchs Wasser laufen können, ohne zu sterben. Die gelben Pikmin können Steinbomben tragen und sehr hoch geworfen werden. Die roten Pikmin halten sehr hohe Temperaturen aus und kennen sehr wirkungsvolle Attacken.
Fazit Pikmin gehört zu den Spielen, wo einfach alles stimmt: Story, Steuerung, Sound, Spielspaß. Einziger Nachteil ist höchstens, dass, wenn man mit Captain Olimar mit bis zu 100 Pikmin unterwegs ist, es oft schwierig ist, alle zusammen zu halten. Denn es gibt oft welche, die auch mal gerne irgendwo stehen bleiben oder irgendwo hin laufen, wo sie nicht hin sollen.
Im Rahmen der "New Play Control"-Reihe wird ebenfalls Pikmin 2 erscheinen. Einen dritten Teil soll ebenfalls für die Wii geben.
Finnland die erste Hürde beim diesjährigen Algarve Cup
Zur Standortbestimmung auf höchstem Niveau kommt es für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ab Mittwoch beim stark besetzten Algarve Cup. In Portugal sollen frühzeitig die Weichen für ein erfolgreiches Abschneiden bei der Europameisterschaft in Finnland (23. August bis 10. September) gestellt werden.
Im ersten Spiel der Vorrundengruppe A tritt die Mannschaft von DFB-Trainerin Silvia Neid am Mittwoch (14.15 Uhr, live im ZDF) gegen EM-Gastgeber Finnland an. Nach dem 1:1 zum Auftakt gegen China will der Welt- und Europameister in Albufeira den ersten Sieg des neuen Länderspieljahres landen. Im Vorjahr, als die deutsche Auswahl beim Algarve Cup Vierter wurde, gelang gegen Finnland ein 3:0-Sieg. Die Qualitäten der Skandinavierinnen fasst Silvia Neid mit „kampfstark, robust und kopfballstark“ zusammen.
Unfreiwillig muss Neid bei der 16. Auflage des traditionellen Turniers an der Algarve gleich auf vier Stammkräfte verzichten. Stürmerin Birgit Prinz (Muskelfaserriss in der Kniekehle) sowie die Defensivspielerinen Annike Krahn (Bänderriss), Ariane Hingst (Meniskusverletzung) und Kerstin Stegemann (Teilverrenkung der Kniescheibe) fehlen verletzt. Celia Okoyino da Mbabi, die am Mittwoch in Bielefeld wegen einer schweren Erkältung pausiert hatte, steht in Portugal wieder zur Verfügung.
Insgesamt nimmt Neid 20 Spielerinnen mit, darunter auch Rückkehrerin Inka Grings. Bei ihrem Comeback in der Nationalmannschaft nach über drei Jahren Pause hatte die Stürmerin vom FCR Duisburg gegen China den einzigen deutschen Treffer erzielt.
Neben erfahrenen Kräften wie Grings sind in Portugal aber auch vier Spielerinnen dabei, die im vergangenen Jahr WM-Bronze mit der U 20 gewonnen hatten. Bianca Schmidt und Kim Kulig, die am Mittwoch ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft gegeben hatten, sowie Nicole Banecki und Katharina Baunach sind mit von der Partie. Während Banecki bereits zweimal zum Einsatz kam, darf Baunach auf ihr Debüt im A-Team hoffen. „In Portugal kommen alle zum Einsatz“, versichert Silvia Neid, die das Turnier zu Testzwecken nutzen will.
Wiedersehen mit China
In der nächsten Begegnung der Vorrunde spielt der Olympiadritte von Peking am Freitag (14.15 Uhr) zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit gegen China. Erneut ist Albufeira der Austragungsort. „China ist spielstark, in der Abwehr diszipliniert und wendig", erläutert Silvia Neid. Danach geht es am Montag, 9. März, wieder ab 14.15 Uhr in Faro zum Abschluss der Vorrunde gegen Schweden. Für Silvia Neid ein weiterer starker Gegner: "Diese Mannschaft ist spielerisch stark, hat ein starkes Offensivtrio und ist zudem sehr zweikampfstark. Da ist vor allem unsere Abwehr sehr gefordert." Alle Partien werden live im ZDF ausgestrahlt.
In der Gruppe B messen sich beim Algarve Cup Olympiasieger USA, Dänemark, Norwegen sowie Island. In Gruppe C stehen sich Gastgeber Portugal, Polen, Wales und Österreich gegenüber.
DFB-Trainerin Silvia Neid
Um den Titel, den Deutschland im Jahr 2006 zum einzigen Mal gewonnen hat, spielen am Mittwoch, 11. März, die Sieger der Gruppen A und B. Platz drei machen die zweitplatzierten Mannschaften dieser Gruppen unter sich aus, Rang fünf die drittplatzierten. Sollte die DFB-Auswahl die Gruppenphase auf Platz vier beenden, geht es im letzten Turnierspiel um Platz sieben oder neun.
Nach dem Algarve Cup steht für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ein besonderes Länderspiel auf dem Programm. In Frankfurt am Main kommt es am 22. April ab 18.15 Uhr in der Neuauflage des WM-Finales von 2007 zum Duell mit dem Olympiazweiten Brasilien.
Das Länderspiel der Frauen-Nationalmannschaft am 25. Februar gegen China in Bielefeld endete mit einem 1:1.
Ich habe mich riesig über die Nachricht gefreut, dass Inka Grings wieder in der Nationalmannschaft spielt, zumal Birgit Prinz momentan verletzt ist (Muskelfaserriss in der Kniekehle) und auch am Algarve Cup nicht teilnehmen kann.
Spielbericht
Nicht einmal zwei Minuten brauchte Inka Grings, um beim 1:1 (1:1) im Testspiel gegen China ihren Wert für die deutschen Fußball-Frauen zu untermauern.
Exakt 100 Sekunden brauchte die 30-Jährige vom FCR Duisburg um nach über dreijähriger Länderspielpause gleich bei ihrem Comeback für die DFB-Auswahl zu treffen. Ihr bislang letztes Länderspiel bestritt Grings am 20. Oktober 2005 beim WM-Qualifikationsspiel gegen Schottland. In der 57. Minute war das erfolgreiche Comeback für Grings beendet, für sie wurde Fatmire Bajramaj eingewechselt.
"Ich bin sehr zufrieden. Die junge Mannschaft hat das hervorragend gelöst und mit viel Leidenschaft gespielt. Das hat mir sehr gut gefallen", sagte DFB-Trainerin Silvia Neid und Torschützin Grings ergänzte: "Wenn man den Spielverlauf gesehen hat, hätten wir das Spiel gewinnen müssen."
Couragierter Start ins EM-Jahr
Die Weltmeisterinnen begann das Spiel in Bielefeld gegen die Chinesinnen engagiert und druckvoll. Schon kurz nach Anpfifff setze sich Rückkehrerin Grings vor 17.236 Besuchern gegen zwei Chinesinnen im Strafraum durch und traf mit einem gezielten Rechtsschuss zur Führung. Die Chinesinnen erholten sich jedoch relativ schnell von dem Rückschlag und beteiligten sich fortan an dem von beiden Seiten offensiv geführten Spiel, wobei die deutsche Auswahl leichte Feld-Vorteile hatte. Nach einer Viertelstunde flankte Kerstin Garefrekes auf Linda Bresonik, die den Ball über die Latte köpfte.
Die kalte Dusche folgte auf der Gegenseite. Eine Linksflanke von Xu Yuan senkte sich über die Frankfurter Torhüterin Nadine Angerer hinweg und prallte vom Pfosten an die Wade von Angerer, die den Ball ins eigene Tor abfälschte (20.). Im Gegenzug verfehlte Garefrekes mit einem Linksschuss von der Strafraumgrenze das Tor nur knapp. Kurz vor der Pause hatten Grings, deren Flachschuss von Torhüterin Yanru entschärft wurde, Garefrekes und Melanie Behringer die erneute Führung für die deutsche Mannschaft auf dem Fuß.
Länderspiel-Debüt für Kulig und Schmidt
In der Halbzeit wechselte Bundestrainerin Silvia Neid kräftig durch. Bianca Schmidt von Turbine Potsdam und Kim Kulig vom Hamburger SV kamen zu ihrem Debüt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Nach der Pause ebenfalls neu im Spiel war Lena Goeßling vom SC 07 Bad Neuenahr. Die Wechsel brachten den Spielfluss nicht durcheinander. Wie in der ersten Halbzeit begannen die DFB-Frauen druckvoll und hatten weitere gute Möglichkeiten.
So scheiterte Garefrekes nach einer flach hereingebrachten Ecke (65.). Nur zwei Minuten später hatte Martina Müller die große Möglichkeit zur Führung, ihr Flugkopfball landete am Pfosten. Vom Pech verfolgt war Müller auch kurz vor dem Spielende, als ihr Schuss von der Strafraumgrenze wieder nur am Aluminium des chinesischen Gehäuses landete (84.).
Chancen waren auf jeden Fall viele da. Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen. Auf jeden Fall macht das Spiel Lust auf mehr.
"Die höchste Ebene des Kampfes ist es, nicht zu kämpfen."
Martin und ich waren am 27. Februar in der Westfalenhalle 3A in Dortmung, wo die Show "Die Rückkehr der Shaolin - Die Kung Fu Show über das Leben der Shaolin Mönche" stattfand. Die Show begann um 20.00 Uhr und wie saßen Parkett links, Reihe 16, Platz 13 und 14. Die Bühne konnten wir ganz gut sehen.
Die Show war einfach nur der Hammer. Das eine oder andere kannte man schon aus Fernsehshows. Aber es ist noch mal etwas anderes, so etwas live zu sehen. Wer Kung Fu Filme mag, sollte sich die Show auf jeden Fall einmal ansehen. Ein Sprecher erzählte etwas zu der Geschichte der Shaolin und zwischendurch wurden immer wieder Kämpfe gezeigt, Akrobatikeinlagen und die verschiedenen Tierkampfstile.
Hier ein Auszug aus dem Programmheft:
Das Shaolin Kloster Auf Befehl des damaligen Kaisers Hsiaowen wurde das Kloster im Jahre 495 zu Ehren des indischen Mönches Batuo erbaut. Es diente als Zufluchtsort buddhistischer Mönche und geriet aufgrund seiner versteckten Lage bald in Vergessenheit.
Das Kloster ist von dichten Wäldern umgeben. Diese Lage bestimmte den Namen. Shaolin bedeutet "Bewaldeter Hügel": "Shao" ist der Name des Berges und "Lin" bedeutet im Henan-Dialekt "Wald".
Shaolin ist nicht nur die Wiege der Kampfkünste, sondern ein ganz besonderer Ort der Religion, Philosophie und Wissenschaft. Das Shaolin Kloster hat viele berühmte Persönlichkeiten hervorgebracht und zu allen Zeiten war der Einfluss auf das politische und kulturelle Leben in China spürbar. Ein hohes Ausbildungsniveau (nicht nur im Bereich der Kampfkunst) und ein Höchstmaß an moralischer Integrität machen die Shaolin einmalig.
Bodhi-Dharma Bodhia-Dharma ("Bodhi" übersetzt: erleuchteter Geist, "Dharma" übersetzt: großerer Lehrer), ein buddhistischer Mönch, kam vor etwa 1.500 Jahren aus Indien nach China, um im Shaolin Kloster die buddhistische Lehre vom Chan Buddhismus weiter zu entwickeln. Er lehrte die Verschmelzung von Körper und Geist durch Meditation.
Eines Tages zog sich Bodhi-Dharma in eine Höhle zurück und dort meditierte er neun Jahre lang, als er aufstand, hinterließ er einen Schatten an der Wand. Alle Shaolin Schüler sind davon überzeugt, dass von diesem Ort eine besondere spirituelle Kraft ausgeht.
Bodhi-Dharma unterwies die im Kloster lebenden Mönche in einer nicht auf das Töten ausgerichteten Form der Selbstverteidigung. Somit legten die Mönche das Gelübde der Friedfertigkeit ab und durften nicht töten, selbst wenn das Shaolin Kloster durch Feinde bedroht war.
Um die Mönche körperlich zu kräften, entwickelte er die Grundlagen des "Wu-Shu", Oberbegriff für alle Formen des Kung Fu.
Das im Shaolin Kloster gelehrte Kung Fu war jedoch eine Art Meditation in Bewegung und ermöglichte es den Mönchen, sich gegen Eindringlinge zu verteidigen, ohne ihr Gelübde zu brechen.
Feuer und Schwert Als Feuer und Schwert das Reich der Mitte regierten, blieben selbst die Mönche nicht verschont. Sie lernten, ihre Körper auf faszinierende Weise zu beherrschen und den härtesten Kampf zur höchsten Kunstform zu entwickeln - Kung Fu!
Die durch Bodhi-Dharma vermittelten Lehren und Körperübungen bildeten die Grundlage aller asiatischen Kampfkünste. Von dem buddhistischen Kloster in Henan aus trat das Shaolin Kung Fu seinen Siegeszug um die Welt an.
Aus der Geschichte wurde Legende, aus der Legende entstand der Mythos. Ein Mythos, der sich in zahlreichen Spielfilmen wiederspiegelt. Das harte Regiment, das die Shaolin Kung Fu Kämpfer erleiden, ist weltberühmt geworden.
Mythos Shaolin Feinde nennen ihren Namen mit erfürchtigem Respekt "Shaolin". 13 dieser Kampfmönche, so die Legende, können es mit ganzen Armeen aufnehmen.
Im Jahr 620 unserer Zeitrechnung bedroht ein abtrünniger Kriegsherr den zukünftigen Kaiser. Der sendet einen Hilferuf an das Shaolin Kloster.
Der Legende nach eilten 13 Mönche des Klosters dem designierten Kaiser zur Hilfe - 13 gegen zehntausende!
Die Mönche schlagen die übermächtige Armee in die Flucht und werden reich belohnt. Der Kaiser schenkt ihnen das Areal des heutigen Klosters. Das wechselvolle Schicksal des Klosters und der Bewohner nimmt seinen Lauf. Durch die Jahrhunderte hindurch erlebt das Shaolin Kloster ein ständies Auf und Nieder. Immer wieder wird der Tempel zerstört und wieder aufgebaut.
Obwohl die kriegerische Selbstverteidigung ein Teil der Geschichte der Shaolin darstellt, ist die Ideologie der Mönche friedlich.
Während der ming-Zeit blüht das Shaolin Kloster auf und beherbergt um die 1.500 Mönche, 500 davon waren Kämpfer: Jederzeit waren diese Kampfmönche bereit, das Kloster unter Einsatz ihres Lebens zu verteidigen.
In der Ming-Zeit wird den Mönchen eine neue wichtige Aufgabe übertragen: Sie sollen die Armee bei der Landesverteidigung unterstützen. Fortan ziehen sie gegen marodierende Mongolen und Piraten in den Kampf, als soldatische Einheit, deren Ruf bald Angst und Schrecken bei den Feinden Chinas auslöst.
Allein schon durch das Schwenken der Shaolin-Fahnen auf dem Schlachtfeld erkannten die Feinde die Anwesenheit der Shaolin-Kampfmönche und wurden in Angst und Schrecken versetzt.
Die Tierstile Einer Legende nach beobachtete Bodhi-Dharma eines Tages den Kampf zwischen einer Schlange und einem Kranich und entdeckte dabei das Grundprinzip des Tai Chi. Er sah, wie die Schlange den harten, schnellen Stößen des Kranichschnabels immer wieder geschickt auswich, bis der Kranich schließlich erschöpft aufgab.
Aus dem Angriffs- und Verteidigungsverhalten von Drachen, Tigern, Schlangen, Leoparden und Kranichen wurden die eindrucksvollen Körperbewegungen abgeleitet, heute bekannt als die klassischen fünf Tierstile der Shaolin.
Daraus leitete Bodhi-Dharma das Prinzip des wichen Kämpfens mit innerer Kraft ab. Als oberstes Gebot galt es, die unübertrefflichen Technicken ausschließlich als Mönche des Ordens weiterzugeben.
Im Laufe der Zeit wurden andere Kampftechniken aus den Bewegungsformen von weiteren Tieren nachempfunden, wie Affe, Skorpion, Löwe und Gottesanbeterin. Jede Bewegung innerhalb der Tierstile ist von Bedeutung. Nicht die kleinste Änderung der Fußstellung oder Handbewegung ist überflüssig.
Tai Chi Chuan Im Tai Chi folgt eine Bewegung der anderen in ununterbrochenen rhytmischer Harmonie. Die Bewegungsabläufe sind überwiegend langsam. Manche aber auch ernergisch und schnell. Als Kampfkunst ist Tai Chi der Bewegungsmeditative Ansatz mit dem Ziel, Harmonie zwischen Körper und Geist zu erreichen.
Tai Chi heißt der Kreis in dem Ying und Yang sich ausgleichen. Er repräsentiert die Vereinigung der Gegensätze, die höchste Harmonie. Dieser Kreis spiegelt sich in den Energiebahnen wieder, in denen "Qi" durch den Körper fließt.
Ying und Yang, die Balance von Schwäche und wahrer Kraft, die Shaolin Kampfmönche bei der Meditation und im Klosterleben zu halten lernen, wird im Ying und Yang Prinzip repräsentiert. Dieses Prinzip besagt, dass in der Schwäche auch Stärke liegt und in der Stärke Schwäche.
Im Shaolin Kung Fu und im Bugghismus geht es um das dynamische Gleichgewicht von Kräften und Gegenkräften. Ying und Yang können auch für das Wechselspiel von Ursache und Wirkung der Aktion und Reaktion gesehen werden.
Stärke muss durch Schwäche gemäßigt, Schwäche durch Stärke abgefangen werden. Shaolin Mönche kennen diese Zusammenhänge und suchen die Basis, die ihrem Leben Ausgewogenheit und Harmonie geben kann.
Das Geheimnis heißt "Qi" "Der Morgen der Mönche der Shaolin beginnt mit dem "Ba Duan Jin", den acht Schätzen des Qi Gong."
Das Geheimnis der Leidensfähigkeit der buddhistischen Kampfmönche heißt "Qi". Dieses "Qi" ist die Lebensenergie, die durch jahrelange Übungen so trainiert wird, dass keine Schmerzen empfunden werden.
Nur der Geist ist fähig, diese Kraft zu steuern. Durch die Meditation erkennt der Geist seine eigene vollkommene Natur und lernt das "Qi" zu kontrollieren. Das eigentliche Ziel ist es, durch das jahrelange übermenschliche Training dem Buddha der Erleuchtung nahe zu kommen.
Kung Fu ist nur ein Mittel zu geistigen Vervollkommnung. Alles in der Natur strebt nach vollkommener Harmonie. Wenn Körper und Geist in Harmonie sind, entsteht höchste Kraft.
Ehrwürdige Shaolin-Großmeister und die besten Shaolin-Kämpfer demonstrieren, wie die Atemübungen bei der Meditation ihre Körper zu Stahl werden lassen.
Der Kraft des "Qi" kann selbst Eisen nicht Stand halten. Die Shaolin-Kämpfer glauben, dass die Energie des "Qi" nicht aus dem Kämpfer selbst kommt, sie fließt aus der Natur in den Kämpfer hinein und durch ihn hindurch.
"Dein Geist kann den Körper beherrschen". Kung Fu, so schreibt es die Lehre Tamos vor, dient ausschließlich der Verteidigung.
Wie sind diese außergewöhnlichen Übungen überhaupt möglich? Wissenschaftler erklären das Phänomen mit einer Selbsthypnose, in die sich die Mönche versetzen. In Trance werden sie schmerz unempfindlich und so rasch in den Bewegungen, dass das Auge ihnen kaum folgen kann.
Qi Gong "Die Qi-Energie ist die Basis der Kraft, die den Körper agieren lässt."
Qi Gong bezeichnet Meditations- und Bewegungsübungen aus der traditionellen chinesischen Medizin, zur Anregung des Energieflusses in den körpereigenen Leitungsbahnen der Meridianen.
Der Begriff stammt aus den chinesischen Wörtern Qi = Lebensenergie und Gong = Fähigkeit, Übung, Arbeit. Dem Qi Gong entsprechende Übungen wurden in China bereits vor mehr als 2000 Jahren ausgeführt.
Klostertradition Nach Jahrhunderten treffen die Shaolin auf einen Feind, gegen den sie keine Chance haben: 1928 führt Generalissimus Tschiang Kai-Schek Krieg, um die Macht der Provinzfürsten zu brechen.
Gegen Maschinengewehre richten Schwerter und Fäuste der Shaolin nichts aus. Das Shaolin-Kloster wird zerstört, sämtliche Aufzeichnungen und Lehrbücher werden vernichtet. Die meisten Mönche flüchten vor den Gewehren Tschiangs.
Eine jahrhundertlange Tradition ist jäh zu Ende. Die Tradition des Kung Fu droht in Vergessenheit zu geraten. Viele Meister leben nicht mehr. Nur wenige Alte können noch von ihr berichten und führen die Tradition des Shaolin Klosters fort. Über Jahrhunderte hinweg bewahrten die Meister das Geheimnis des Kung Fu. Nach der Aufnahme in den Tempelorden gilt nur noch das Wort des Großmeisters.
Die Waffengattungen des Shaolin Kung Fu Jede der von den Shaolin Mönchen eingesetzte Waffe hat ihr eigenes Chi. Die Kampfmönche lernen durch lebenslanges Training diese Waffen mit der notwendigen Präzision einzusetzen. Jede Waffe wird als Verlängerung des Arms betrachtet und muss in absoluter Harmonie zwischen Körper und Geist geführt werden.
In den Händen der Shaolin Kampfmönche kann jeder Gegenstand des täglichen Gebrauchs zu einer effektiven Verteidigungswaffe eingesetzt werden.