Dienstag, 9. Februar 2010

Schalgzeilen für Schumi - Pokale für Vettel

Schlagzeilen für Schumi - Pokale für Vettel

09.02.2010, 10:15 Uhr
Sebastian Vettel freut sich auf die Rückkehr von Michael Schumacher. Allerdings hat der 22-Jährige dabei einen Hintergedanken: Schlagzeilen für ihn - Punkte für mich! Der Hype um Schumi sei ein Vorteil, sagte Vettel zu 'Motorsport aktuell', "weil ich mich dann voll und ganz auf mein Auto konzentrieren kann", so der Red-Bull-Pilot. "Wenn er die meisten Berichte hat, ich aber die meisten Pokale, soll mir das recht sein." Natürlich sei es etwas Besonderes, dass Michael nun zurück ist. "Aber auf der Strecke ist jeder ein Konkurrent und zu schlagen, egal welchen Namen er trägt oder welcher Nationalität er ist", sagte Vettel.

Nachdem die Konkurrenz bereits in der vergangenen Woche die ersten Testfahrten in Valencia bestritten hat, greift der Vizeweltmeister erst zum Ende der Woche in Jerez erstmals ins Lenkrad. "Ich sehe es nicht als Nachteil, weniger Testtage auf meinem Konto zu haben", versicherte Vettel. Schließlich sei der neue RB6 lediglich eine Evolution und somit dem Vorjahresmodell sehr ähnlich. "Deswegen haben wir uns schon im letzten Jahr dafür entschieden, bei dem ersten Test in Valencia nicht dabei zu sein." Vom neuen Auto hofft er, "dass es schneller ist als alle anderen". Für einen Kommentar zu den Kräfteverhältnissen sei es aber noch zu früh. "Schwer einzuschätzen, weil alle Teams erst am Anfang sind. Aufgrund der Spritmengen sind die bisherigen Ergebnisse der Tests schwer lesbar."

Force India enthüllt VJM03 rein virtuell

Force India enthüllt VJM03 rein virtuell

.., : Uhr
Adrian Sutils neuer Renner hat das Licht der Welt erblickt. Force India ging dabei den gleichen Weg wie Virgin und präsentierte den VJM03 der Fangemeinde ausschließlich im Internet. "Es ist das erste Mal, dass wir komplett im Zeitplan liegen, ich fühle daher, dass es die erste Saison sein wird, in der ich vom Anfang bis zum Ende zeigen kann, was mit dem Auto möglich ist und was ich kann", sagte Sutil. "2010 ist eine wirklich wichtige Saison", betonte er, "und wir sind optimistisch, dass sie gut wird."

Dazu haben die Designer und Ingenieure den neuen Wagen des indischen Rennstalls von Teamchef und Mitbesitzer Vijay Mallya auf Grundlage des Vorjahreswagens entwickelt. Mit diesem hatte Giancarlo Fisichella in Spa-Francorchamps als Zweiter den ersten Podestplatz des Teams in der Formel 1 eingefahren. Der Italiener war später zu Ferrari gewechselt, in dieser Saison setzt Force India auf Sutil und Vitantonio Liuzzi. "So oft wie möglich in die Punkte fahren", gab der Italiener als Ziel aus. "Wir haben bislang einen Podiumsplatz, aber ich hoffe, dass ich zur gleichen Zeit in einem Jahr von mehr Punkten und Podestplätzen reden kann", sagte Mallya.

Der VJM03 feiert bei den Testfahrten in Jerez seine Asphaltpremiere. Wegen der Schlagzeilen über eine mögliche Schließung des Rennstalls macht sich Sutil keine Sorgen. "Mein Manager hat sich beim Team über die Situation erkundigt. Wir gehen davon aus, dass sie alle Auflagen fristgerecht erfüllen", so Sutil. "Ich ziehe mein Programm durch und freue mich auf den ersten richtigen Test in Jerez."

Das Team muss noch einen Finanzreport für 2008 beim zuständigen Companies House in England einreichen. Die eigentliche Frist wurde auf Anfrage des Rennstalls noch einmal verlängert, sie endet nach Aussagen von Force-India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer am 25. Februar. Die Buchhalter hätten versichert, dass sie nicht länger bräuchten, wurde Szafnauer im 'Daily Telegraph' jüngst zitiert. Mallya hatte bei 'autosport' gesagt, dass man alle notwendigen Schritte unternehmen werde, um den Report bis zur neuen Frist vorzulegen.

Fotos

Montag, 8. Februar 2010

Tricks, Spionage, Regelchaos

Alles beim Alten: Tricks, Spionage, Regelchaos

08.02.2010, 11:52 Uhr
Was wäre die Formel 1 nur ohne endlose Regeldiskussionen, Tricksereien und Spionage? Eine stinknormale Rennserie! Aber weil die Formel 1 nun einmal die Formel 1 ist, tobt schon vor dem Saisonstart der erste Zoff ums Reglement. Dabei geht es - wie schon im vergangenen Jahr - um die Diffusoren, das Heck der F1-Autos.

2009 hatte Brawn GP mit dem umstrittenen Doppel-Diffusor den Weg zu beiden WM-Titeln geebnet - einen ähnlichen Coup traut die Konkurrenz 'Superhirn' Ross Brawn erneut zu, dementsprechend belagerten bei den Tests in Valencia hunderte Fotografen die Mercedes-Box. Für Nahaufnamen des Boliden, insbesondere vom Heck, sollen einige Teams Unsummen geboten haben.

Formel 1: Angst vor Spionage

Doch nicht nur Mercedes fürchtet sich vor Spionage. In Valencia sah man auch den Renault mit einer neongrünen Abdeckung vor dem Diffusor, um ja keinen Blick auf das Bauteil zu ermöglichen. Die Heimlichtuerei hat einen guten Grund, da die FIA die erlaubte Bauweise nur sehr schwammig vorgegeben hat.

"Leider lässt das Reglement viel Spielraum für Interpretationen", sagte Ferrari-Technikchef Aldo Costa der 'Gazzetta dello Sport'. Er fürchtet, dass in den kommenden Wochen erneut ein Streit um die Diffusoren losbrechen könnte. Costa hält den Diffusor eines Konkurrenten für "arg am Limit". Sein Williams-Kollege Sam Michael hat dagegen bislang keinen Diffusor gesehen, der die Regeln anders interpretiert. "Es gibt einige extreme Lösungen, aber die verfolgen das gleiche Prinzip wie im Vorjahr", sagte Michael.

Campos & USF1 werden drei Rennen auslassen

Campos & USF1 werden drei Rennen auslassen

08.02.2010, 12:43 Uhr
Bernie Ecclestone hat die großen Probleme der Teams Campos und USF1 bestätigt. In den ersten Rennen werde man "Campos nicht sehen und die Amerikaner auch nicht", sagte Ecclestone dem 'Daily Express'. "Sie werden darum bitten, drei Rennen auslassen zu dürfen", so Ecclestone. Laut dem neuen Concorde Agreement sei es erlaubt, "drei Rennen auszulassen", erläuterte der Brite. Erst wenn Campos und USF1 auch beim vierten Saisonrennen in China nicht antreten können, dürfte ihnen die Startlizenz entzogen werden.

Es ist kein Geheimnis, dass Ecclestone anstelle von Campos, das in dem umstrittenen Ex-A1GP-Boss Tony Teixeira einen neuen Hoffnungsträger hat, lieber Stefan GP in der Königsklasse sehen würde. Im Gegensatz zu Campos ist Geld ist bei dem Rennstall von Teamchef Zoran Stefanovic (Milliardär aus der Rüstungsindustrie) kein Thema. "Das Geld kommt von der Regierung. Ich habe mit dem Premierminister gesprochen", sagte Ecclestone und fügte an: "Die übernehmen Toyota komplett, samt Motorhomes."

Ecclestone: Lieber Stefan GP statt Campos

Obwohl sein Team über keinen Startplatz verfügt, hat Stefanovic bereits einen Container voll mit Equipment für den Saisonstart nach Bahrain geschickt. Am 25. Februar soll das Auto präsentiert werden, gefolgt von dreitägigen Testfahrten in Portimao. "Sie sind bereit", weiß Ecclestone. In Bahrain können die Serben aber nur an den Start gehen, wenn Campos oder USF1 sich freiwillig zurückziehen.

Sonntag, 7. Februar 2010

Making it all work by David Allen

Stuttgart - BVB 4:1

1:4 - drei VfB-Tore in den letzten 13 Minuten beenden im 13. Spiel die BVB-Serie

[31.01.] Im verflixten 13. Spiel riss die Serie: Nach zuvor zwölf aufeinander folgenden Spielen ohne Niederlage ging Borussia Dortmund erstmals seit dem 26. September 2009 als Verlierer vom Rasen. Der BVB unterlag am 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 1:4 (0:1) beim VfB Stuttgart, behält aber weiterhin Rang vier. Schwarzgelb war im zweiten Durchgang das bessere Team, kam durch Barrios zum Ausgleich, doch in den Schlussminuten schoss der VfB einen klaren Heimsieg heraus.

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Aus Stuttgart berichten
Boris Rupert und Johannes Vorspohl

Vor 42.000 Besuchern in der ausverkauften Baustelle "Mercedes-Benz-Arena" ging der VfB nach einer Viertelstunde durch einen kuriosen Treffer, der in keinem Saisonrückblick fehlen wird, in Führung. Mit Pogrebnyak und Santana wurden zwei Torschützen genannt; ebenso diskussionswürdig, ob der Treffer regulär war. Schiedsrichter-Beobachter Manfred Amarell: "Der eigene Mann hat Ziegler behindert." TV-Kommentator Hansi Küpper: "Ziegler wird im Fünfmeter behindert. Das muss man abpfeifen." Aufregung auch im zweiten Durchgang: Marica verschoss einen Foulelfmeter (48.), Barrios glich sieben Minuten später aus. Doch Kuzmanovic verwandelte in der 77. Minute einen Freistoß zum 2:1, Marica und Träsch machten in den letzten vier Minuten alles klar. Für den BVB war es zugleich die erste Auswärtsniederlage seit August 2009.

Ausgangslage:
Dreizehnter gegen Vierter hieß es vor dem Sonntagspiel. Mit drei Siegen (und einem Remis) unter dem neuen Trainer Christian Gross hatte der VfB bereits einmal häufiger gewonnen als in allen 15 Partien zuvor unter Markus Babbel und sich ins Mittelfeld vorgearbeitet. Der BVB hatte neun der letzten zwölf Partien gewonnen (dazu drei Unentschieden) und sich damit von Rang 15 auf vier katapultiert. Von den letzten vier Gastspielen in Stuttgart hatte Schwarzgelb nur eins verloren.

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Felipe Santana
Personalien:
Mit Ausnahme von Delpierre (Zehenbruch) und Cacau (Adduktorenprobleme) konnte der VfB in Bestbesetzung antreten. Beim BVB erhöhte Bender (entzündete Gelenkkapsel im Knie) die Zahl der Fehlenden auf neun, denn Jürgen Klopp musste weiterhin auf Weidenfeller, Kehl, Zidan, Tinga, Feulner, Rangelov und Öztekin verzichten. Für den erkrankten Höttecke saß Focher als zweiter Keeper auf der Bank, Santana rückte für Bender in die Mannschaft.

Taktik:
Auf Benders Ausfall reagierte Klopp mit einer Rochade: Santana rein (zu Subotic in die Innenverteidigung), Hummels vor ins defensive Mittelfeld (neben Sahin). Am System (4-2-3-1-) wurde nicht gerüttelt. Stuttgart trat aus einer 4-4-2-Grundordnung mit offensiven Außen im Mittelfeld (Hleb, Hilbert) an, die primär von den Außenverteidigern Owomoyela und Schmelzer übernommen wurden. Diese aber waren dabei nicht allein: Der BVB attackierte den Ball führenden Stuttgarter immer zu zweit, agierte abermals mit einer überragenden Laufleistung. Nach Kubas frühem, verletzungsbedingtem Ausfall tauschten Großkreutz (zunächst links) und der eingewechselte Le Tallec die Seiten.

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Mats Hummels spielte in der 55. Minute den Traumpass...
Spielverlauf & Analyse:
Der BVB begann die Partie wie so oft in den vergangenen Wochen: kompakt in der eigenen Hälfte, nach vorne auf schnelle Gegenstöße lauernd. Stuttgart agierte offensiver und versuchte, Druck auf das Tor der Schwarzgelben aufzubauen. Es waren aber die Gäste, die die erste Chance des Spiels verzeichneten. Nach einem Sahin-Freistoß behinderte Stuttgarts Innenverteidiger Niedermeier seinen Keeper Lehmann bei der Ballannahme, das Leder trudelte zu Subotic, der die sich bietende Chance aus rund zehn Metern aber nicht nutzen konnte (8.).

Stuttgarts Angriffe wurden nun präziser, der BVB fand noch nicht richtig ins Spiel. In der elften Minute konnte Ziegler Schlimmeres verhindern, als er bei einem Stuttgarter Angriff aufgepasst und rechtzeitig vor den gegnerischen Stürmern herausgeeilt war. Vier Minuten später war jedoch auch der Keeper machtlos. Nach einem unnötigen Ballverlust der Borussen im Mittelfeld setzte sich Molinaro über links durch und flankte vor das Tor. Dort konnten Schmelzer und Ziegler Marica noch beim Abschluss stören, den Abpraller jedoch stocherten Pogrebnyak und Santana unglücklich über die Linie (15.) - 0:1. Auch aus den TV-Bildern wurde nicht ersichtlich, ob der Dortmunder Verteidiger oder doch der Stuttgarter Stürmer zuletzt den Ball berührt hatte. Wegen Torhüter-Behinderung hätte man dem Treffer durchaus die Anerkennung verweigern können.

Wenn die Borussen mal vor das Tor der Gastgeber kamen, wurde es brandgefährlich. Erst köpfte Owomoyela eine Freistoß-Flanke von Sahin nur Zentimeter über das Gehäuse von Lehmann (20.), dann ging ein wuchtiger Schuss von Valdez knapp am linken Pfosten vorbei (24.). Solche Situationen ergaben sich insgesamt jedoch zu selten, da sich der BVB gegen die Defensive der Schwaben sehr schwer tat und viele Bälle schon im Mittelfeld verloren gingen.

Lange Zeit geschah in der ersten Halbzeit vor den Toren wenig, unmittelbar vor dem Pausenpfiff zogen die Schwarzgelben das Tempo noch einmal an. Nach einem schönen Angriff flankte Owomoyela in den Strafraum, dort verfehlte Großkreutz das Leder nur um wenige Millimeter (45.). Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen, da sich die Stuttgarter nach der aus ihrer Sicht glücklichen Führung vorrangig aufs Verteidigen beschränkt hatten.

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... den Lucas Barrios letztlich zum 1:1 ins Stuttgarter Tor schoss.
Der BVB, als einziger Klub in jedem Auswärtsspiel mindestens ein Tor geschossen hatte, schleppte damit eine große Hypothek in den zweiten Durchgang. Nach einem Rückstand hatte er noch nie in Stuttgart gewonnen, der VfB wiederum in dieser Saison fünf seiner bis dato sieben 1:0-Führungen mit drei Punkten vergoldet.

Durchgang zwei begann mit einer abermals kniffligen Szene für Schiedsrichter Gagelmann: Owomoyela klärte im Strafraum mit gestrecktem gegen Marica, Gagelmann zeigte auf den "Punkt", doch Marica nagelte den Strafstoß an die Querlatte (48.).

Und es ging turbulent weiter: Vor Hummels´ Traumpass in den Lauf von Großkreutz wollte das Stuttgarter Publikum ein Foulspiel gesehen haben, die VfB-Abwehr zögerte, Großkreutz lief allein auf Lehmann zu, traute sich den Abschluss aber offenbar nicht zu, drehte sich, sah aber den mitgelaufenen Barrios und der schoss aus 16 Metern "unhaltbar" für einen auf der Torlinie lauernden VfB-Abwehrspieler ein. Das zehnte Saisontor des "Panthers" brachte nach 55 Minuten den verdienten 1:1-Ausgleich.

9:3 Torschüsse zählten die Statistiker Mitte des zweiten Durchgangs für den ersatzgeschwächten BVB, der das Spiel im Griff hatte, sich weniger Fehler im Aufbau leistete als noch in der ersten Halbzeit. 20 Minuten vor Schluss klärte Lehmann vor dem einschussbereiten Valdez, und im Stadion hörte man nur noch den schwarzgelben Anhang.

Pogrebnyaks Solo an drei Borussen vorbei beendete Schmelzer mit einem Foulspiel an der Strafraumkante. Der BVB formierte eine Neun-Mann-Mauer, doch Kuzmanovic fand die Lücke und jagte den Ball zur neuerlichen VfB-Führung in die Maschen (77.), kurz darauf traf Marica mit einem Kopfball die Querlatte (81.), dann verhinderte Ziegler den endgültigen Knock-Out (83.).

Auf der anderen Seite zog Valdez aus halbrechter Position ab, doch Lehmann bekam noch die Fäuste an den Ball, rettete das 2:1 (83.). Als Klopp mit einem Doppelwechsel in der 85. Minute alles auf eine Karte setzte, schlug der VfB noch zwei Mal zu, schraubte durch Marica (86.) nach einem Missverständnis zwischen Sahin und Schmelzer sowie Träsch (89.), der aus der Distanz traf, das Ergebnis in unverdiente Höhen.

Ausblick:
Nächste Woche Sonntag erwartet Borussia Dortmund die Frankfurter Eintracht im Signal Iduna Park. Anstoß ist um 17.30 Uhr. Karten gibt es noch in allen Kategorien, die Sie bequem online bestellen können.

Quelle

Ergebnisse des 20. Spieltages

Schalke - Hoffenheim 2:0
Stuttgart - Dortmund 4:1
Bayern München - Mainz 05 3:0
Hannover - Nürnberg 1:3
Frankfurt - 1. FC Köln 1:2
Leverkusen - Freiburg 3:1
Hertha - Bochum 0:0
Hamburg - Wolfsburg 1:1
Möchengladbach - Bremen 4:3