Freitag, 15. Januar 2010

Termine für Team-Präsentationen stehen fest

Termine für Team-Präsentationen stehen fest


Häppchen für Häppchen bekommen die Formel-1-Fans in diesen Tagen Neuigkeiten von ihren favorisierten Teams serviert. Umso erfreulicher ist es, dass nun immer mehr Rennställe fixe Termine für die Team-Präsentationen bekannt geben:

Laut einem Bericht der 'auto, motor und sport' haben mittlerweile sieben Teams einen Tag für die Vorstellung der Fahrer und der Boliden gefunden. Demnach macht Mercedes GP am 25. Januar den Auftakt.

Ferrari hat seine Show für den 28. Januar angekündigt, einen Tag später zieht McLaren am 29. Januar mit der Präsentation seines neuen Piloten-Duos Hamilton/Buttton und des Motors MP4-25 nach.

Am 31. Januar wollen zwei Teams ihre Flitzer der Öffentlichkeit vorführen: Renault (in Valencia) und Sauber. Toro Rosso wird den ersten Testtag am 1. Februar nutzen, um seine Geheimnisse zu lüften.

Wesentlich später, am 12. Februar, möchte Lotus sein Team vorstellen - knapp eine Woche vor den offiziellen Testfahrten, die am 17. Feburar im spanischen Jerez beginnen. Die Präsentationstermine der übrigen sechs Teams stehen derzeit noch nicht fest.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Schumi peilt den Titel an

Schumi peilt den Titel an


Michael Schumacher hat für sein Engagement bei Mercedes präzise Vorstellungen. "In unserer langfristigen Planung haben wir ein klares Ziel: Ich will mit Mercedes GP Weltmeister werden. Vielleicht klappt das nicht im ersten Jahr, aber auf drei Jahre gesehen, ist das realistisch", sagte Schumi der 'Bild'-Zeitung.

Mit der Fitness hat der mit 41 Jahren älteste Fahrer keine Probleme: "Ich trainiere jetzt sogar eher etwas weniger als früher. Dafür effektiver und gezielter."

Schumacher lüftete zudem ein Geheimnis. Dass er nach der dreijährigen Formel-1-Pause immer noch so fit sei als wäre er nie weggewesen, habe er vor allem der guten Pflege seiner Ehefrau Corinna zu verdanken: "Sie hält mich jung und fit. Irgendwie habe ich es bis jetzt scheinbar geschafft, meine Altersgesetze etwas nach hinten zu verschieben. Wahrscheinlich habe ich gute Gene."

Ecclestone in Vorfreude auf die neue Saison
F1-Boss Bernie Ecclestone kann das Comeback von Schumi jedenfalls kaum erwarten. Der Brite rechnet 2010 mit der spannendsten Saison aller Zeiten. "Dass Michael zurückkehrt, ist einfach wundervoll", sagte Ecclestone und wollte ausnahmsweise keinen WM-Tipp abgeben: "Wir haben vier Weltmeister am Start. Ich kann mich kaum erinnern, wann es das zum letzten Mal gegeben hat. Es gibt große Konkurrenz zwischen den Teams und innerhalb der Teams. Deshalb ist eine Prognose diesmal unmöglich."

Im Vorjahr hatte sich der 79-Jährige auf den Brasilianer Felipe Massa als Weltmeister festgelegt. Der Ferrari-Pilot wurde am Ende nur Elfter, hatte nach seinem schweren Unfall in Budapest allerdings die zweite Saisonhälfte verpasst.

Schumi fährt Marathon-Distanz

Schumi fährt Marathon-Distanz


Michael Schumacher hat zum Abschluss der Testfahrten in Jerez noch mal richtig reingeklotzt. Am letzten der drei Testtage in Südspanien spulte der siebenmalige Weltmeister die Marathon-Distanz von 575 km ab. Nachdem Schumi den GP2-Boliden abgestellt hatte, war er hochzufrieden und zog ein durchweg positives Fazit: "Zum Abschluss des Tests heute konnte ich viel fahren und es lief wirklich perfekt. Ich bin sehr zufrieden damit, wie der Test in Jerez gelaufen ist: Wir haben gut gearbeitet, die Zeiten und die Konstanz waren gut, wir konnten alles machen, was wir geplant hatten", freute sich der Mercedes-GP-Pilot auf seiner Homepage.

Der Rekord-Weltmeister drehte 130 Runden und quetschte dabei Topzeiten aus dem Auto. Er hat nichts verlernt - und auch der Nacken hielt und bereitete - wie schon an den beiden ersten Tagen - keine Probleme. "Ich fühle mich fit, ich habe mich im Auto sofort wieder wohl gefühlt - hey, es kann wieder losgehen", sagte Schumacher, dessen erster Comeback-Versuch im August 2009 noch wegen anhaltender Nackenbeschwerden gescheitert war.

Anfang Februar darf Schumacher dann endlich in sein neues Dienstfahrzeug mit dem Stern steigen. Vom 1. bis 3. Februar werden in Valencia die ersten offiziellen Tests in den neuen Formel-1-Autos stattfinden.

Alonso schwört Ferrari ewige Treue

Alonso schwört Ferrari ewige Treue


Anders als Michael Schumacher will Fernando Alonso seine Formel-1-Karriere definitiv bei Ferrari beenden. "Dies ist hundertprozentig mein letztes Team", sagte der Spanier beim traditionellen Saisonauftakt des italienischen Rennstalls in Madonna di Campiglio. Bei seinem ersten offiziellen Auftritt als Ferrari-Pilot betonte Alonso, dass er für das Duell mit seinem Vorgänger bereit sei. "Ich bin auf diese große Herausforderung vorbereitet. Ferrari ist in der ganzen Welt berühmt. Wir müssen gewinnen", forderte der 28-Jährige.

Der Spanier traut sich sogar den WM-Sieg gegen den Deutschen zu. Dessen Rekord von sieben Weltmeistertiteln glaubt er jedoch nicht brechen zu können. "Ich denke, dass in der heutigen Formel 1 sieben Titel nicht mehr möglich sind", sagte der zweimalige Weltmeister. Gleichzeitig versicherte Alonso den Tifosi jedoch, "in den nächsten Jahren so viele Titel wie nur eben möglich zu gewinnen".

Während die Ferrari-Fans Schumachers Wechsel zu Mercedes mit gemischten Gefühlen betrachten, freut sich Alonso auf die Neuauflage seines Zweikampfs mit dem Deutschen: "Sein Comeback hat nur Gutes. Es ist eine positive Sache für die Formel 1."

Mit seinem Teamkollegen Felipe Massa werde er ein harmonisches Team bilden, versicherte der Neuzugang. "Ich habe nie verlangt, als Nummer eins behandelt zu werden", betonte der ehemalige Renault-Pilot. Mit seinem Wechsel zu den 'Roten' sei für ihn ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. "Es ist wunderschön in dieser Mannschaft zu sein, weil sie wie eine Familie ist", beteuerte Alonso. So eine Atmosphäre herrsche bei keinem anderen Formel-1-Rennstall.

Ecclestone will Fahrern Abkürzungen erlauben

Ecclestone will Fahrern Abkürzungen erlauben


Bernie Ecclestone lässt wieder einmal mit einer kuriosen Idee aufhorchen. "Ich stelle mir auf jeder Strecke eine Abkürzung vor, die jeder Fahrer pro Rennen fünfmal verwenden darf", sagte der F1-Boss. Dadurch soll den stärkeren Fahrern das Überholen erleichtert werden. "Dann würde niemand mehr hinter langsameren Autos feststecken. Das wäre auch gut für das Fernsehen", sagte der 79-Jährige. Im Vorjahr wollte der Brite statt des Punktesystems eine Medaillenvergabe durchsetzen.

Die von der FIA beschlossene Änderung des Punktesystems (Der Sieger erhält künftig 25 statt wie bisher 10 Punkte) gefällt Ecclestone nicht. "Beim Punktesystem waren wir ganz clever", spottete er: "Es macht keinen Unterschied zu dem, was wir vorher hatten. Meiner Meinung nach sollte der Abstand zwischen dem Ersten und dem Zweiten sowie dem Zweiten und Dritten vergrößert werden, um einen Anreiz zum Überholen zu geben."

Über das Comeback von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher ist er dagegen hocherfreut. Dieses Jahr erwartet er die spannendste Saison aller Zeiten. "Dass Michael zurückkehrt, ist einfach wundervoll", sagte der Brite. "Wir haben vier Weltmeister am Start. Ich kann mich kaum erinnern, wann es das zum letzten Mal gegeben hat. Es gibt große Konkurrenz zwischen den Teams und innerhalb der Teams. Deshalb ist eine Prognose diesmal unmöglich."

Mittwoch, 13. Januar 2010

Schumi dreht "hartnäckig" seine Runden

Schumi dreht 'hartnäckig' seine Runden


Michael Schumacher lässt sich seine ersten Comeback-Kilometer auch von Regengüssen und Muskelkater nicht vermiesen. "Ein generell positives Gefühl" verspüre er bei den exklusiven Testfahrten in Jerez, beteuerte der Formel-1- Rekordweltmeister. Niesel und Pfützen erschwerten dem Mercedes- Neuzugang am Mittwoch auch den zweiten Trainingstag im GP2-Rennwagen. Nur mittags konnte er für einige Stunden auf Trockenreifen wechseln, ehe das nächste Regengebiet aufzog. Prompt reihte er ohne Pause Runde um Runde aneinander, wollte keine Minute verschwenden. "Alles in allem ist natürlich jeder Meter hilfreich", sagte der 41-Jährige, der mit 345 Kilometern mehr als eine Renn-Distanz schaffte.

"Das war doch schon mal ein großer Fortschritt heute, immerhin konnten wir bestimmt 90 Prozent der Zeit doch im Trockenen fahren", sagte Schumi am Abend nach Abschluss des zweiten Testtages. Die Tage hier in Jerez würden sich lohnen, "denn selbst wenn ich mal nicht fahren konnte, habe ich doch die Zeit für Gespräche mit Ingenieuren, Abstimmungsarbeiten und gemeinsamer Vorbereitung auf die Saison nutzen können."

Unter besonderer Beobachtung steht auf dem Circuito de Jerez vor allem die Nackenpartie des Superstars. "Es gibt immer noch so kleine Muskelkater-Ansätze, die man danach hat, aber das ist völlig normal", erklärte Schumacher. Mithilfe einer Spezialmaschine trainiert er längst wieder für die enormen Belastungen in der Formel 1. Die dreitägigen Probefahrten in Südspanien sollen weiteren Aufschluss darüber geben, ob die schwere Verletzung nach einem Motorrad-Unfall im vergangenen Februar wirklich völlig ausgeheilt ist. Noch im vergangenen August war ein Nothilfe-Einsatz bei Ferrari an seinem zu schwer lädierten Nacken gescheitert.

Der Scuderia dient der 'verlorene Sohn' nun als Motivationshilfe. "Michaels Rückkehr spornt unser Team an. Wir wollen auch ihm beweisen, dass wir die Stärkeren sind", sagte Teamchef Stefano Domenicali am Mittwoch bei den Ferrari-Medientagen im italienischen Ski-Ort Madonna di Campiglio. Schumachers Wechsel zu Mercedes habe bei Ferrari "emotionale Wunden" hinterlassen, bekannte Domenicali. Schumacher stand insgesamt 14 Jahre in Diensten der Italiener, gewann mit dem Team fünf WM-Titel und war zuletzt als Berater tätig.

Letzte Rest-Zweifel an seiner Comeback-Fitness aber wird auch nach Ansicht des siebenmaligen Champions erst sein Test-Debüt im neuen Formel-1-Auto von Mercedes Anfang Februar in Valencia ausräumen können. "Es wird eine Eingewöhnungsphase geben müssen", meinte Schumacher. Der Rennwagen des GP2-Teams Super Nova, den er in Jerez fährt, kann die Belastungen eines Grand Prix nur in Ansätzen simulieren.

"Trotzdem bringt es mir viel, hier zu sein, denn auch wenn man in punkto Fliehkräfte nicht an die Formel 1 herankommt, kann man doch die Kommunikation mit den Ingenieuren und die Sensibilität im Grenzbereich trainieren", sagte Schumacher. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug reagierte erfreut auf den Arbeitseifer des Neuzugangs. "Michael hat Lust an dem, was er tut - aber das ist ja nicht neu. Er geht die Themen akribisch an, und der Jerez GP2-Test ist Teil seiner präzisen Vorbereitung nach so langer Abstinenz", sagte Haug.

Der Rekord-Weltmeister wird auch in Jerez seinem Ruf als Perfektionist gerecht. Akribisch analysiert er immer wieder seine Runden und das Fahrverhalten des Autos, prüft das Zusammenspiel mit seinen beiden Mercedes-Ingenieuren Andrew Shovlin und Peter Bonnington. "Wie reagiere ich auf verschiedene Veränderungen, wie kommuniziere ich, wie stelle ich gewisse Probleme dar - da können sich meine Jungs jetzt schon ein gewisses Bild machen", beschrieb Schumacher die Routine-Arbeit auf der Rennstrecke.

Nach mehr als drei Jahren Formel-1-Pause holt sich der 91-malige Grand-Prix-Sieger Meter um Meter das Gespür für seinen Sport zurück. "Ich kann die generellen Parameter und Gefühlsbarometer wieder ein bisschen aktivieren und gucken: Funktioniert noch alles?", sagte der Deutsche. "Es geht darum, wieder reinzukommen und einen gewissen Trainingseffekt zu erzielen." Schwer fiel ihm der Schritt zurück ins Cockpit nicht. "Ich habe mich sofort wohl gefühlt."