Donnerstag, 10. September 2009

Nelson Piquet jr. packt aus

Unfall-Skandal: Nelson Piquet jr. packt aus

Unfall-Skandal: Nelson Piquet jr. packt aus
Der Betrugsverdacht gegen das Formel-1-Team Renault hat sich erhärtet. Der inzwischen entlassene Pilot Nelson Piquet Jr. tritt Medienberichten zufolge als Kronzeuge gegen den Rennstall auf. Der Brasilianer soll dem Internationalen Automobilverband FIA bestätigt haben, dass er auf Anweisung der Teamleitung beim Großen Preis von Singapur im vergangenen Jahr absichtlich einen Unfall verursacht hat. Das berichten die Londoner Tageszeitung 'The Times' und das Fachmagazin 'Autosport' auf seiner Internetseite.

Piquets damaliger Renault-Teamgefährte Fernando Alonso hatte von dem Crash profitiert und war danach zum Sieg gefahren. Der zweimalige Weltmeister selbst soll aber nicht in die Verschwörung eingeweiht gewesen sein. „Das kommt überraschend für mich. Ich kommentiere das nicht“, sagte der Spanier am Donnerstag in Monza. Die FIA hat für den 21. September eine Anhörung des Motorsport-Weltrats in Paris einberufen, um die schweren Anschuldigungen zu prüfen.

Vor dem Großen Preis von Italien an diesem Wochenende wurde das Thema heiß diskutiert. „Wir haben damals direkt nach dem Rennen intern gesagt, dass das etwas komisch aussah“, sagte BMW-Pilot Nick Heidfeld. Sein Williams-Kollege Nico Rosberg hegte indes Zweifel an einem schmutzigen Spiel: „Es wäre extrem, wenn das Absicht gewesen wäre. Ich kann mir das nicht vorstellen.“ Allerdings sei nach dem Grand Prix Entsprechendes gemunkelt worden. „Der Alonso-Sieg war schon ein großer Zufall“, fügte er an.

Am Donnerstag tauchten pikante Details aus den bisherigen Untersuchungen des Dachverbands auf. Sollte die FIA Renault auf dieser Basis für schuldig befinden, droht dem Team neben einer hohen Geldbuße auch der Ausschluss aus der WM. Für diesen Fall wird befürchtet, dass sich der französische Autobauer komplett aus der Formel 1 zurückzieht.

Rosberg bei Disqualifikation der Sieger


Bei einem Treffen mit Piquet und Renault-Teamchef Flavio Briatore soll Chefingenieur Pat Symonds den Rennfahrer vor dem Nachtrennen in Singapur aufgefordert haben, in Runde 13 oder 14 einen Unfall in einer bestimmten Kurve zu verursachen. An dieser Stelle konnte das Auto nicht schnell von der Piste entfernt werden, eine Safety-Car- Phase war unvermeidbar. So konnte Alonso, der früher als alle seine Rivalen nachgetankt hatte, ungehindert an die Spitze fahren, weil alle anderen Piloten während der Safety-Car-Phase an die Box mussten.

Briatore bestritt die Vorwürfe. Er sei das Opfer einer „Erpressung“, sagte der Italiener. Symonds erklärte den Medienberichten zufolge, dass Piquet selbst bei dem Treffen die Idee eines absichtlichen Unfalls vorgebracht hätte.

Rosberg und Heidfeld versicherten, sie würden eine derartige Aktion, sollte es denn so gewesen sein, weder auf Anweisung noch aus persönlichem Entschluss machen. Möglich halten beide einen perfekt inszenierten Unfall, ohne sich dabei zu verletzen. „Das kriegt man schon hin, in die Mauer zu fahren, ohne dass einem etwas passiert“, sagte der Wiesbadener Rosberg. Der 24-Jährige würde im Fall einer nachträglichen Disqualifikation Alonsos zum Singapur-Sieger erklärt werden. „Ich hoffe, nicht, dass Fernando disqualifiziert wird“, sagte er jedoch. Weder Alonso noch die Renault-Renningenieure sollen dem ersten Untersuchungsbericht zufolge in die Manipulationspläne eingeweiht gewesen sein.

Das wird kein Zuckerschlecken

Vettel: Sieg in Monza wird kein Zuckerschlecken

Vettel: Sieg in Monza wird kein Zuckerschlecken
Mit einer rasanten Aufholjagd will Sebastian Vettel Spitzenreiter Jenson Button im WM-Endspurt noch überholen. "Es wird kein Zuckerschlecken, aber ich habe Vertrauen in das Team und mich selbst", sagte 22-Jährige vor dem Großen Preis von Italien. Der Red-Bull-Pilot hofft, an diesem Wochenende den 19-Punkte-Rückstand auf den britischen BrawnGP-Rivalen weiter verringern zu können: "Wir haben in Monza sehr gute Chancen." Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs hatte Vettel im Vorjahr im unterlegenen Toro Rosso mit der Pole Position und seinem sensationellen Sieg als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte für Furore gesorgt.

Vettels Optimismus basiert auf der Schwäche der einst bärenstarken 'Brawnies' und dem Aufwärtstrend von Red Bull. "Man hat in Spa gesehen, dass unser Auto extrem schnell ist", sagte er. Dies ist auch im 5,793 Kilometer langen Autodromo Nazionale di Monza ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Zudem befindet sich der einstige Überflieger Button, der nach sechs Siegen in den ersten sieben Grands Prix schon wie der sichere Weltmeister aussah, seit Wochen auf einer rasanten Talfahrt: Nur elf Punkte in den zurückliegenden fünf Rennen und zuletzt der erste Saisonausfall in Belgien.

"Es stimmt, die letzten Rennen sind nicht so gut für ihn gelaufen", konstatierte Vettel. "Uns hilft das natürlich." Gerade deshalb bedauert der Gesamtdritte seine fünf 'Nuller', ohne die er an Button sicher dran wäre, besonders: "Wir sind jetzt aber drauf und dran, diese Lücke zu schließen." Zudem sieht der 22 Jahre alte Hesse den psychologischen Vorteil auf seiner Seite. "Wir müssen aufholen, sind in der Position der Verfolger, und deswegen üben wir automatisch Druck bei denen aus, die vor uns sind", sagte er. Außer Button (72 Punkte) liegt auch dessen brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello (56) vor Vettel (53).

Erinnerungen werden wach: "Ich hatte Gänsehaut"

Obwohl Vettel bezüglich seiner WM-Chancen zuversichtlich ist ("Meine Titelchancen sind intakt"), hat er kein Geld auf sich als Champion gesetzt. "Ich habe nicht gewettet", sagte er. Dabei könnte sich der Jung-Millionär angesichts einer Verfünffachung seines bisherigen Gehaltes auf angeblich 13 Millionen Euro pro Saison nach der Vertragsverlängerung bis 2011 einen Tipp locker leisten.

Mit der Frage, welchem der drei anderen WM-Anwärter - Button, Barrichello und seinem australischen Teamkollegen Mark Webber - er die größten Chancen einräume, sofern es für ihn nicht zum Titel reichen sollte, beschäftigt sich Vettel nicht. "Daran denke ich nicht!", versicherte der Jungspund.

Dafür denkt Vettel vor dem Europa-Finale am Sonntag (14.00 Uhr/RTL) gern an seinen Triumph im Königlichen Park vor einem Jahr zurück. "Es ist mein erster Formel-1-Sieg - und deswegen was ganz besonderes", versicherte er. Nie werde er den Augenblick vergessen, als er über die Ziellinie fuhr. "Ich wusste nicht, was ich denken oder fühlen sollte oder was ich meinem Team per Funk sagen sollte. Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper."

Fisichella wird gefeiert

Gefeierter Volkskeld Fisichella will auf dem Boden bleiben

Gefeierter Volkskeld Fisichella will auf dem Boden bleiben
Er ist noch keinen einzigen Meter mit der 'Roten Göttin' gefahren - dennoch hat Giancarlo Fisichella die Herzen der Italiener im Sturm erobert. Schon auf der Fahrt nach Monza durch kleine Dörfer und triste Vororte der Metropole Mailand herrscht Alarmstufe Rot.

Ferrari-Fahnen hängen aus den Fenstern der alten Häuser, Kinder tragen 'Fisico'-T-Shirts. "Fisichella ist einer von uns. Wir sind sehr stolz, dass wieder ein Italiener in Monza einen Ferrari fährt", sagt der 64-jährige Eduardo, Restaurantbesitzer in Medolago in der Nähe Bergamos.

Nicht auszudenken, wenn Fisichella in seinem ersten Rennen für Ferrari am Sonntag (14 Uhr/live bei RTL) beim Großen Preis von Italien auf dem Podest stehen sollte. Die rote Party wäre wohl einzigartig, denn Ferrari ist hier mehr als ein Formel-1-Team, die Scuderia ist der Stolz eines ganzen Landes.

"Ein Sieg in Monza wäre ein Lebenshöhepunkt", sagt Fisichella etwas verlegen. Man merkt, dass der riesige Rummel dem 36-Jährigen irgendwie etwas peinlich ist. Der Römer, der beim Force-India-Team bislang eher ruhige Tage verlebte, ist über Nacht in seiner Heimat zum Star geworden.

Fisico hier, Fisico da, Fisico überall. Fünf Rennen darf der neue Liebling der Tifosi im Mittelpunkt stehen, dann soll er wieder das rote Cockpit räumen - für den dann vielleicht wiedergenesenen Felipe Massa (Brasilien) oder den neuen Ferrari-Trumpf Fernando Alonso (Spanien).

Fisichella versucht, kühlen Kopf zu behalten und sich von dem Ferrari-Fieber nicht anstecken zu lassen. "Ich bleibe auf dem Boden, egal, was passiert. Mein Ziel ist, so viele Punkte wie möglich zu holen und dem Team dadurch zu helfen, Platz drei zu verteidigen", sagt er bescheiden. Dabei blickt er auf die Erfahrung von 225 Grands Prix zurück. Von den aktuellen Piloten hat nur der ewige Rubens Barrichello (Brasilien/280) mehr Rennen auf dem Buckel.

Letzter Ferrari-Triumph in Monza 43 Jahre her

Dass Fisichella ein Formel-1-Auto schnell bewegen kann, hat er beim letzten Rennen in Spa bewiesen, wo er hinter seinem künftigen Teamkollegen Kimi Räikkönen (Finnland) den zweiten Platz belegte. Bei Ferrari löst er Michael Schumachers erfolglosen 'Fahrschüler' Luca Badoer ab. Der ist zwar auch Italiener, doch wer zweimal so hoffnungslos in einem Ferrari hinterherfährt wie Badoer, der hat schnell jeglichen Kredit bei den rennverrückten Tifosi verspielt.

Fisichella betont, dass er seine Karriere als Rennfahrer nach dem Saisonfinale am 1. November in Abu Dhabi beenden wird. Danach will er nur noch als Ersatzfahrer für den Traditionsrennstall aus Maranello arbeiten. Sollte er allerdings nur ein einziges Rennen, vielleicht sogar das in Monza gewinnen, ist nicht auszuschließen, dass 'Fisico' noch ein Jahr dranhängen muss. Die Aufgabe ist knifflig, vorbereitet hat sich Fisichella nämlich nur mit einer Serie von Tests im Simulator.

Der letzte Italiener, der das Heimrennen in Monza im Ferrari bestritt, war Ivan Capelli 1992, er schied damals aber aus. Der letzte Ferrari-Triumph eines Italieners in Monza liegt bereits 43 Jahre zurück: Am 4. September 1966 siegte ein gewisser Ludovico Scarfiotti. Zuvor war dieses Kunststück nur dem legendären Alberto Ascari 1951 und 1952 gelungen.

McLaren und Mercedes vor Trennung

McLaren-Mercedes: Zeichen stehen auf Trennung

McLaren-Mercedes: Zeichen stehen auf Trennung
Die Spekulationen um einen Einstieg von Mercedes beim Formel-1-Team Brawn GP sind neu entfacht. Laut einem Bericht des Fachmagazins 'auto, motor und sport' will Mercedes innerhalb der nächsten drei Jahre die Mehrheit bei Brawn GP übernehmen. Bis 2012 soll der deutsche Autobauer 75 Prozent an dem Rennstall von Ross Brawn halten. Die mündlichen Absprachen seien abgeschlossen, die Vertragsunterzeichnung solle kurz bevor stehen, berichtet das Magazin in seiner neuesten Ausgabe.

In dieser Saison liefert Mercedes bereits Motoren an Brawn. In der WM-Wertung führt Brawn-GP-Pilot Jenson Button vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello.

Noch ist Mercedes aber bis Ende 2011 exklusiv an McLaren gebunden. Dieses Problem wolle der Konzern mit Hilfe seines Großaktionärs Aabar Investment aus Abu Dhabi lösen. Da sich die McLaren-Chefs Ron Dennis und Martin Whitmarsh gegen einen sofortigen Wechsel sperren, soll laut 'auto, motor und sport' der Staatsfonds, der 9,1 Prozent an Daimler und dessen Premiummarke Mercedes hält, die Anteile bei Brawn übernehmen, bis Mercedes aus seinen Vertragsverpflichtungen frei kommt.

Die Einzelheiten sollen bei einem Treffen am Nürburgring zwischen den Mercedes-Verantwortlichen und den Partnern aus dem Mittleren Osten besprochen worden sein. Angeblich sollen die Autos von Brawn GP aber schon in der nächsten Saison in Silber fahren und den Stern auf der Motorabdeckung tragen. Daimler-Chef Dieter Zetsche deutete im Gespräch mit dem Magazin an, dass sich Großaktionär Abu Dhabi in der Formel 1 engagieren will.

Lange hatte Mercedes versucht, bei McLaren eine Mehrheit zu übernehmen. Derzeit sind die Deutschen mit 40 Prozent an McLaren beteiligt. Die Mehrheitsübernahme bei Brawn GP verhilft Mercedes nicht nur zu einem eigenen Rennstall, sondern reduziert zudem die Kosten.

Zuvor hatte die britische Zeitung 'Daily Telegraph' von einer Teilübernahme des in der WM-Wertung führenden Brawn-GP-Teams berichtet. Mercedes gab bislang keine Stellungnahme zu dem möglichen Brawn-Deal ab. "Wir kommentieren grundsätzlich keine Gerüchte", sagte ein Mercedes-Sprecher dem 'Daily Telegraph' und betonte, "dass wir einen langfristigen Vertrag mit McLaren haben".

Jüngste Äußerungen von Brawn-Geschäftsführer Nick Fry lassen jedoch auf weit gediehene Gespräche schließen. "Wir haben einige nette Verträge abgeschlossen", sagte Fry. Diese würden jedoch erst bei der Vorstellung des neuen Autos im nächsten Jahr enthüllt. Für die kommenden drei Jahre sei die Teilnahme von Brawn an der Königsklasse des Motorsports gesichert, so Fry. Brawn-Insider bestätigten bereits, dass der Deal mit Mercedes so gut wie sicher sei.

Mittwoch, 9. September 2009

Es spricht für Sebastian Vettel ...

Vettel-Sieg in Monza programmiert

Vettel-Sieg in Monza programmiert
Beim Großen Preis von Italien am kommenden Wochenende beginnt für Sebastian Vettel der Endspurt auf die Weltmeisterschaft. In Monza soll der erste von fünf Streichen folgen. Der 22-Jährige hatte sich mit der Vorgabe 50 Punkte in den fünf verbleibenden Rennen ein sehr eifriges Ziel gesetzt. Am Sonntag (ab 12.45 Uhr im Live-Stream bei RTL.de) soll der erste '10er' her. Und die Aussichten sind alles andere als schlecht. Für einen Vettel-Triumph spricht einiges - für eine erneute Pleite des zuletzt schwächelnden WM-Leaders Jenson Button mindestens genauso viel. Die Gründe, warum Vettel in Monza die Nase vorn haben wird:

1.) Vettel im Aufschwung
Mit einer fahrerischen Meisterleistung meldete sich der Red-Bull-Pilot in Belgien (Platz 3) eindrucksvoll im WM-Kampf zurück. Zuvor war Vettel in Budapest und Valencia jeweils leer ausgegangen - nun hat der Shooting-Star wieder Blut geleckt: "Meine Chancen auf den Titel sind nach wir vor intakt. Ich habe das Ziel, Weltmeister zu werden."

2.) Button in der Krise
Jenson Button ist total außer Form. Nach den ersten sieben GPs sah der Brawn-GP-Pilot schon wie der sichere Weltmeister aus, als er bereits 61 Zähler auf dem Konto hatte. In den darauffolgenden fünf Rennen sammelte er lediglich 11 mickrige Pünktchen. Noch hat Button 19 Punkte Vorsprung auf Vettel, aber nicht nur er selbst, auch sein Boss bekommt langsam kalte Füße. "Fahrer, die in der Meisterschaft führen, fangen plötzlich an, sich Gedanken zu machen", sagte Teamchef Ross Brawn.

3.) Der Autodromo Nazionale
Der 5,793 km lange Hochgeschwindigkeitskurs von Monza ist die schnellste Strecke im GP-Kalender und damit wie gemacht für Red Bull. Vor allem die hohen Randsteine stellen die Boliden vor besondere aerodynamische Herausforderungen. Da hat das Red-Bull-Racing-Team um Aerodynamik-Genie Adrian Newey klare Vorteile im Vergleich zu den Brawn-Autos.

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4.) Nur gute Erinnerungen an Monza
Vor einem Jahr triumphierte Vettel sensationell beim Italien-GP und machte seinen 1. GP-Sieg in der Formel 1 perfekt. Ganz nebenbei bescherte er den Fans damals im unterlegenen Toro Rosso den 1. deutschen Triumph seit Michael Schumacher 2006. Mit seinem Husarenritt für die 'kleine Scuderia' eroberte er zudem die Herzen der italienischen Anhänger, die ihm wohl auch an diesem Wochenende die Daumen drücken werden. "Ich will in Monza gewinnen", sagt Vettel selbstbewusst. Wenn es optimal läuft, berträgt sein Rückstand auf Button am Sonntag nur noch 9 Punkte.

5.) Bedingungen in Monza
Neben den Vorteilen auf der Strecke könnten auch die Wetter-Bedingungen Vettel in die Karten spielen. Für den Rennsonntag sind Niederschläge nicht ausgeschlossen (->Wetter in Monza). Unbeständiges Wetter wirkt sich auf die 'Brawnies' wie Gift aus. Vettel hat sein Talent als 'Regen-König' bereits mehrere Male unter Beweis gestellt - zumal sein Red Bull problemlos mit dem nassen Asphalt zurechtkommt. Nun gilt es bloß noch zu hoffen, dass auch der Motor durchhält...

Schumacher-News

Willkommen im Klub, Giancarlo!

Willkommen im Klub, Giancarlo!
Rekordweltmeister Michael Schumacher hat Giancarlo Fisichella den Rücken für dessen Ferrari-Debüt in Monza gestärkt. "Wir kennen uns schon so lange und wir spielen ja noch immer so oft in der Mannschaft der Nazionale Piloti gemeinsam Fußball, dass ich mir gut vorstellen kann, was es für ihn bedeutet, jetzt ein Ferrari-Fahrer zu sein. Also: willkommen im Klub, Giancarlo", schrieb Schumacher auf seiner Internetseite.

Der siebenmalige Champion wird als Ferrari-Berater zum Großen Preis von Italien am Sonntag (14.00 Uhr live bei RTL und RTL.de) reisen. Fisichella bestreitet in Monza sein erstes Rennen als Vertreter des verletzten Scuderia-Piloten Felipe Massa. "Wenn ich einen Rat brauche, werde ich nicht zögern, ihn zu fragen. Und ich bin sicher, dass er weiß, wie er mir helfen kann", sagte der Italiener.

Schumacher hatte im August sein Comeback als Massa-Ersatz wegen einer schweren Nackenverletzung absagen müssen. Stattdessen durfte Testpilot Luca Badoer in Valencia und Spa-Francorchamps den Ferrari steuern, wurde aber nach enttäuschenden Leistungen gegen Fisichella ausgetauscht. Nun drückt Schumacher 'Fisico' die Daumen: "Ich wünsche ihm natürlich auch für Monza alles Gute."

Motorrad-Schumi kann es nicht lassen

Motorrad-Schumi kann es nicht lassen
27 Tage nach der Absage des Formel-1-Comebacks schwingt sich Michael Schumacher wieder aufs Motorrad. Auf dem Circuit de Bresse in Ostfrankreich absolvierte der 40-Jährige mit dem Holzhauser-Team Geheimtests mit seinem Superbike, wie der 'Express' berichtet.

Eine gefährliche PS-Jagd auf seiner Honda Fireblade (193 PS, 292 km/h Spitze), schließlich musste der Kerpener wegen der Nachwirkungen eines Schädelbruchs vom Motorradsturz aus dem Februar seinen Start beim Formel-1-Rennen in Valencia absagen.

Schumi bastelt weiter am Renn-Comeback

„Michael ist sehr fit momentan und hat auf dem Motorrad ohnehin keine Beschwerden“, beschwichtigte Sprecherin Sabine Kehm: „Alles lief gut, er ist mit seiner Leistungsfähigkeit sehr zufrieden.“

Deshalb bastelt Schumi weiter an seinem Renn-Comeback. Für das Superbike-IDM-Finale dieses Wochenende in Hockenheim sagte er wegen Verpflichtungen beim Ferrari-Heimspiel ab Freitag in Monza ab. Dafür könnten die österreichischen Staatsmeisterschaften in Brünn (25.-27. September) durchaus ein Thema für den PS-Junkie sein…