Sonntag, 9. August 2009

Ersatz für BMW Sauber gesucht

FIA sucht Ersatz für BMW Sauber

FIA sucht Ersatz für BMW Sauber
Der Automobil-Weltverband FIA hat seine Suche nach einem Ersatz für den Rennstall BMW Sauber intensiviert. FIA-Präsident Max Mosley habe sieben Reserve-Kandidaten per Brief informiert, dass diese sich erneut um den offenen Startplatz für die kommende Saison bewerben können, berichtete das Fachmagazin 'Autosport'. Bislang stehen zwölf Teams als Teilnehmer für die Weltmeisterschaft 2010 fest. Der Autobauer BMW hatte seinen Ausstieg aus der Formel 1 zum Jahresende erklärt. Offen ist, ob das Team um Nick Heidfeld mit frischem Geld auch im kommenden Jahr starten kann oder ein Neueinsteiger den Startplatz übernimmt.

Der frühere Teamchef Peter Sauber war mit seinem ersten Versuch gescheitert, seinen früheren Rennstall vor dem Aus zu bewahren. Dennoch soll der Schweizer weiterhin an einem Rettungspaket arbeiten. Die FIA will Sauber den Platz so lange es geht frei halten, sich allerdings auch andere Optionen offen halten und lud daher die Teams zur Bewerbung ein, denen der Verband zuvor noch einen Einstieg in die Königsklasse verweigert hatte. Zumindest der spanische Rennstall Epsilon-Euskadi und das britische Prodrive-Projekt sollen bereits Interesse signalisiert haben.

Drei Neulinge haben schon jetzt ihren Platz im Starterfeld für 2010 sicher. Das britische Team Manor GP, Campos aus Spanien und das amerikanische Projekt USF1 erhielten von der FIA den Zuschlag. Das Trio hat inzwischen wie die neun etablierten Rennställe den neuen Formel-1-Grundlagenvertrag unterzeichnet und sich damit zur Teilnahme bis 2012 verpflichtet. Auch der Nachfolger des BMW-Sauber-Teams müsste sich den Bedingungen des Concorde Agreements unterwerfen.

Mein Kommentar:

Es ist schade, dass BMW die Formel 1 verlässt. So wie es aussieht gibt es genügend Teams, die noch nachrücken könnten. Ich bin mal gespannt, ob Peter Sauber doch noch eine Lösung einfällt bzw. er Unterstützung bekommt.

BVB - Köln 1:0

1:0 - BVB startet verdient mit drei Punkten
in die Saison - Eigentor bringt die Erlösung

[8.08.] Borussia Dortmund ist mit einem Sieg in die Bundesligasaison 2009/2010 gestartet! Am 1. Spieltag schlug der BVB im 101. Westderby den 1. FC Köln mit 1:0 (0:0). Die Schwarzgelben waren über weite Strecken das überlegene Team mit besten Möglichkeiten, wurden aber erst durch ein Eigentor von Matip im zweiten Durchgang erlöst.

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Es berichtet Johannes Vorspohl

78.200 Zuschauer erlebten eine verhaltene, torlose erste Halbzeit, mit einem optisch überlegenen BVB. Ein Eigentor von Matip, das zur Hälfte auf das Konto von Tinga ging, brachte den BVB in Führung (75.). Das 1:0 bedeutete zugleich das Endergebnis.

Ausgangslage:
Beide Teams hatten ihre Aufgaben im DFB-Pokal mit einigen Anlaufschwierigkeiten gelöst: Köln siegte 3:0 bei Kickers Emden, Borussia mit 3:1 bei der SpVgg. Weiden. In der Saisonvorbereitung war der BVB ohne Niederlage geblieben.

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Vertrat wieder Dede: Schmelzer.
Personalien:
Santana wurde ebenso rechtzeitig fit wie Weidenfeller, der am Donnerstag einen Härtetest bestanden hatte. Erneut verzichten musste Jürgen Klopp auf die verletzten Kehl und Dede. Der BVB-Cheftrainer schickte die gleiche Elf wie in der vergangenen Woche im DFB-Pokal gegen Weiden auf den Platz. Köln reiste ohne seinen verletzten Superstar Podolski sowie Torjäger Novakovic und Abwehrchef Geromel an.

Taktik:
Borussia Dortmund trat im gewohnten 4-4-2-System mit "Raute" im Mittelfeld an. Im Gegensatz zum Pokalspiel in Weiden agierte Sahin gegen Köln als "Sechser" vor der Abwehr, Tinga dafür im linken Mittelfeld. Die Gäste aus Köln begannen in einer 4-2-3-1-Grundordnung, in der Freis als einzige Spitze vor einer offensiven Dreierkette (Sanou, Maniche und Chihi) auftrat.

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Sorgte für viel Wirbel in der Kölner Defensive: BVB-Neuzugang Lucas Barrios.
Spielverlauf & Analyse:
Die Zuschauer erlebten eine insgesamt eher verhaltene Anfangsphase, in der Borussia Dortmund das aktivere Team war. Die Schwarzgelben hatten nicht nur mehr Ballbesitz und mehr Ecken, sondern auch die erste Chance des Spiels durch den Welttorjäger zu verzeichnen: Von Valdez in Szene gesetzt, setzte sich Barrios gegen seinen Bewacher Mohamad durch und zwang Mondragon zur Parade.

Köln zog sich tief in der eigenen Hälfte zurück und lauerte auf Konter. Der BVB kam gegen die gut organisierten Gäste in dieser Phase fast nur über Standardsituationen zu Möglichkeiten. Die meisten Zuschauer hatten den Torschrei nach einer Ecke von Hajnal schon auf den Lippen, doch der wachsame Mondragon konnte den Kopfball von Subotic auf der Torlinie unter sich begraben (15.). Vier Minuten später probierte es Dortmunds torgefährlicher Innenverteidiger erneut, dieses Mal mit einem Freistoßhammer (117 km/h) aus rund 30 Metern, den Kölns Keeper zur Ecke abblockte.

Der Rest der ersten Halbzeit ist schnell erzählt: Ein optisch überlegener BVB tat sich gegen kompakte Kölner schwer, aus dem Spiel heraus zu Torchancen zu gelangen - das letzte Quäntchen Spielwitz fehlte. Ausnahme war eine Flanke von Owomoyela, die sich bedrohlich auf das Tor der Gäste senkte, von Mondragon jedoch im letzten Moment über die Latte gelenkt werden konnte.

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War wie immer mit vollem Einsatz dabei: Nelson Valdez.
In der Halbzeit schien Jürgen Klopp die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Borussen begannen den zweiten Durchgang mit viel mehr Tempo und setzten die Kölner Defensive enorm unter Druck. Chancen ergaben sich im Minutentakt. Die bis dato größte Möglichkeit vergab Barrios, als er nach einer Flanke von Kuba den Ball knapp über das Tor köpfte (49.). Erneut der Argentinier (52.) sowie Sahin und Valdez (beide 54.) scheiterten am wachsamen Kölner Keeper.

Dem spielerisch überlegenen BVB konnte man in dieser Phase nur einen Vorwurf machen: Selbst beste Torchancen blieben ungenutzt. Kuba scheiterte mit einem Schussversuch an Mondragon, Santana wuchtete die anschließende Ecke per Kopf gegen die Querlatte (62.). Die Dortmunder Führung war längst überfällig. Wie aus dem Nichts kam Köln zu zwei guten Möglichkeiten: Erst verpasste Maniche eine Hereingabe nur knapp am rechten Pfosten, dann köpfte Ehret das Leder über das Tor (64. und 65.).

Jürgen Klopp versuchte mit einem Doppelwechsel neue Impulse in der Offensive zu setzen: Großkreutz und Zidan kamen für Kuba und Valdez (70.). Was aus dem Spiel heraus nicht gelang, klappte nun per Standard. Hajnal brachte einen Freistoß fast von der Eckfahne in den Kölner Strafraum, dort köpfte Tinga den Ball in Richtung Tor von Mondragon. Das Leder klatschte auf den Oberschenkel des eingewechselten Matip und sprang unhaltbar ins rechte Ecke - das erlösende 1:0 für den BVB (75.). Obwohl die Dortmunder Spieler Tinga feierten, war es wohl ein Eigentor von Matip.

Die Borussen versuchten nachzusetzen. Tinga hätte fast erneut jubeln dürfen, doch Ehret holte einen Kopfball des Brasilianers aus dem Winkel (84.). Zidan probierte es mit einem wuchtigen Distanzschuss, doch Mondragon konnte das Leder zur Ecke abblocken (86.). Der BVB hatte noch einige gute Möglichkeiten, bevor Schiedsrichter Stark die Partie beendete. Ein verdienter Sieg für den BVB.

Ausblick:
Am kommenden Samstag (15.08., Anstoß 15.30 Uhr) tritt Borussia Dortmund beim Hamburger SV an.

Mein Kommentar:

Ja, ja, das Runde muss irgendwie in das Eckige. Der BVB hat vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit gut gespielt. Es fehlten aber die Tore - Chancen waren auf jeden Fall genug da. Aber das wichtigste ist, dass drei Punkte auf dem Konto sind.

Der BVB hat seit acht Jahren wieder am ersten Spieltag ein Heimspiel gewonnen, damals wurde der BVB am Saisonende Meister.

Ergebnisse des 1. Spieltages

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 2:0
Borussia Dortmund - 1. FC Köln 1:0
1. FC Nürnberg - Schalke 04 1:2
Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 2:3
Hertha BSC - Hannover 96 1:0
FSV Mainz 05 - Bayer Leverkusen 2:2
1899 Hoffenheim - FC Bayern 1:1
VfL Bochum - Bor. M´Gladbach 3:3
SC Freiburg - Hamburger SV 1:1

Jürgen Klopp in Bildern











Samstag, 8. August 2009

Interview mit Lucas Barrios

"Meinen persönlichen Erfolg ordne ich unter" -
Lucas Barrios: Wichtiger als Tore sind ihm Siege

[7.08.] Sein Lächeln ist einnehmend. Der Händedruck fest. "Wie geht´s?", fragt er zur Begrüßung, "alles klar?" Elf Tage vor dem Interview ist Lucas Barrios in Deutschland gelandet. Elf Tage, in denen der Torjäger unendlich viele Eindrücke aufgesogen hat, eine neue Kultur und zahllose Menschen kennengelernt hat, besser kennenzulernen beginnt. Er ist aufgeschlossen, offen - und versucht schon jetzt, sich auch ein wenig auf Deutsch zu verständigen.

"Die ersten Begriffe hat er schon gelernt. Dabei starten wir erst in der nächsten Woche mit dem Deutsch-Unterricht", berichtet Dolmetscher Paulo Rodrigues, der ihn seit der Ankunft in Dortmund betreut.

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Schon jetzt ein Liebling der Fans: Lucas Barrios freut sich auf seine Premiere vor 80.000.
Lucas, welchen ersten Eindruck hast Du von Deutschland, Dortmund und der Borussia gewonnen?
Lucas Barrios: "Ich bin sehr, sehr glücklich, beim BVB zu sein. Mit meinen Teamkameraden komme ich super klar und kann mich auch schon ein bisschen mit ihnen verständigen. Umstellen muss ich mich in erster Linie, was die Spielweise betrifft. In Deutschland wird mit hohem Tempo gespielt, alles ist wesentlich schneller, angefangen beim Passspiel bis hin zum Torschuss. Du hast kaum Zeit. Ich weiß, dass ich viel arbeiten und mich hier verbessern muss."




Was war die bislang größte Überraschung für Dich in Deutschland?
Barrios: "Mir ist aufgefallen, dass Deutschland ein ausgesprochen sauberes, ordentliches und gut organisiertes Land ist. So etwas kannte ich in dieser Form nicht. Das hat mich sehr beeindruckt. Ich habe auch schon gemerkt, dass es hier sehr viele Regeln gibt - und diese auch eingehalten werden."

Das Wetter zeigt sich in diesen Wochen von seiner angenehmen Seite. Bist Du darauf vorbereitet, dass es schon in ein paar Wochen kalt, windig und nass wird?
Barrios: "Tinga, Santana und Dede haben mir schon gesagt, dass das Wetter in Deutschland nicht immer das schönste ist: sehr, sehr kalt; sehr, sehr viel Schnee. Ich bin der Meinung, dass dies alles eine Anpassungssache ist. Wir sind Profifußballer und müssen eben aufpassen, dass wir uns richtig anziehen und nicht krank werden. Ich denke, dass ich mich an diese Temperaturschwankungen gewöhnen kann.

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Zwei, die sich buchstäblich verstehen: Nelson Valdez und Lucas Barrios.
Auf dem Flug zum und vom Pokalspiel in Weiden hat Dir Nelson Valdez mit der einen oder anderen deutschen Vokabel ausgeholfen, damit Du beispielsweise "Apfelsaft" bestellen konntest. Wie wichtig ist Nelson für Dich als Freund - und als Partner im BVB-Angriff?
Barrios: "Natürlich ist Nelson für mich eine große Unterstützung, sei es auf dem Platz, in der Kabine oder im Privaten. Wir sprechen beide spanisch, das hilft mir sehr. Er erklärt mir im Spiel und im Training, wo ich hinlaufen soll, die Taktik, die Laufwege. Mein Ziel ist es, mich mit allen im Team so gut verständigen zu können und so gut auszukommen wie mit Nelson."

In Weiden gab es eine Szene, in der Du alleine aufs Tor zuliefst, Deinen zweiten Treffer in diesem Spiel hättest erzielen können, aber gewartet hast, bis Nelson frei vor dem Tor war. Wolltest Du ihm einen Treffer "schenken" und Dich damit bei ihm für die bisherige Unterstützung bedanken?
Barrios: "Nein, das sollte kein spezielles Dankeschön sein. Meine Spielweise ist immer so, dass ich abspiele, wenn ein Kollege meiner Meinung nach besser postiert ist und eine größere Chance hat, das Tor zu erzielen. Nelson war mitgelaufen, also habe ich ihm den Ball zugespielt. Leider kam noch ein Abwehrspieler dazwischen und konnte ihm den Ball vom Fuß spitzeln."

Welche Teamkollegen kanntest Du schon vor Deinem Wechsel zum BVB?
Barrios: "Persönlich kannte ich noch niemanden. Aber aus dem Fernsehen bekannt waren mir die drei Brasilianer und Nelson Valdez."

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Rasant: Lucas Barrios nimmt Fahrt auf. „An das hohe Tempo muss ich mich noch gewöhnen.“
Und was war Dir von Borussia Dortmund bekannt?
Barrios: "Schon vor dem ersten Kontakt mit Borussia hatte ich schon einige Spiele des Klubs gesehen, weil Diego Klimowicz hier gespielt hat. Die Bundesliga wird in Südamerika ohnehin sehr intensiv verfolgt, und der BVB spielt da eine wichtige Rolle."

Du hast in jedem Spiel für Borussia bislang ein Tor geschossen. Geht das so weiter!?
Barrios: "Es wäre schön, aber es ist unrealistisch, dass es so weitergeht. Wichtig ist in erster Linie der Erfolg der Mannschaft, der Erfolg des Vereins. Meinen persönlichen Erfolg ordne ich unter. Ich werde alles dafür tun, dass wir als Mannschaft möglichst viele Siege feiern können - ob ich die Tore schieße oder ein anderer, ist egal."

Du wirst begleitet von diesen sagenhaften 37 Toren in 38 Spielen, und viele Experten fragen sich, ist Lucas Barrios so gut oder ist die chilenische Liga so schwach?

Barrios: "Darüber mache ich mir wenig Gedanken. Ich kenne meine Qualitäten - und Borussia Dortmund kennt sie auch. Ich habe auch in der Copa Libertadores (südamerikanisches Pendant zur Champions League, d. Red.) in fünf Spielen drei Tore geschossen. Ich arbeite für den Erfolg, und was dabei herauskommt, wird man am Ende einer langen, harten Saison sehen."

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Jubelpose: Zwei Mal spielte Barrios bislang für den BVB – und traf in beiden Partien.
Am Samstag spielst Du das erste Mal vor 80.000 Zuschauern. Bist Du darauf vorbereitet, in einem so großen Stadion zu spielen?
Barrios: "Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich Samstag wird, um das erste Mal in meinem Leben vor 80.000 Zuschauern zu spielen und zu erleben, ob die Stimmung wirklich so sagenhaft ist, wie es meine Kollegen erzählen."

Wenn in einigen Wochen etwas Ruhe einkehrt in Dein Leben, womit wirst Du Dich außerhalb des Fußballs beschäftigen?
Barrios: "Ich spreche auch jetzt täglich mit meiner Familie und mit meinem Sohn, der in Argentinien lebt. Später werde ich mich intensiv mit der Stadt und dem Land, in dem ich jetzt lebe, beschäftigen - mit der Kultur, mit der Tradition. Zunächst aber hoffe ich, dass das ehemalige Haus von Alexander Frei schnell frei wird und ich dort einziehen kann, damit mein Sohn zumindest eine Zeit lang bei mir wohnen kann."

Du engagierst Dich für behinderte Menschen. Warum?
Barrios: "Eine meiner Schwestern leidet am Down-Syndrom. Sie ist ein wunderbarer Mensch. Ich liebe und bewundere sie dafür, wie sehr sie trotzdem das Leben liebt. Wenn auch auf ihre ganz eigene Art. Mir ist bewusst, dass ich als Fußballprofi privilegiert bin. Deshalb unterstütze ich seit einigen Jahren verschiedene Organisationen, die sich vornehmlich um kranke Kinder kümmern."

Du hast eine große Familie - Dedes Clan ist fast ständig in Dortmund. Wird das bei Dir auch so sein?
Barrios: "Ich habe drei Schwestern und vier Brüder. Zwischendurch wird immer mal wieder jemand hier sein, aber nur ein paar Tage. Es ist nicht geplant, dass jemand ständig hier wohnt."
Interview: Boris Rupert

Mein Kommentar:

Sehr sympatisch, der Lucas. Nicht nur im Verein, sondern auch in seinem neuen Zuhause muss man sich wohlfühlen. Ich stelle mir das alles nicht so einfach vor: neue Leute, neue Sprache, anderes Essen, anderes Wetter - ich hoffe, dass es Lucas schafft sich einzugewöhnen.

Mit Nelson scheint er sich ja wirklich gut zu verstehen. Mal schauen, ob Nelson und Lucas das neue Stümerduo der Bundesliga werden.

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So jubelt Lucas Barrios...

Interview mit Michael Zorc

"Wir haben einen weiteren Schritt nach vorn gemacht"
Zorc über die Zwänge, mit begrenztem Budget die Qualität zu steigern
[7.08.] Die Einschätzung aller Experten darf Michael Zorc als Bestätigung seiner Arbeit ansehen: Obwohl das Budget für die Lizenzspieler um zwei Millionen Euro gekürzt werden musste, sei es dem BVB-Sportdirektor mit einer "intelligenten Transferpolitik" (kicker) gelungen, die Klasse im Kader nicht nur zu halten, sondern zu stärken. Zorc nickt zustimmend: "Wir glauben, hinsichtlich der fußballerischen Substanz und der Qualität des Kaders einen Schritt nach vorn gemacht zu haben."
Sie gehen in Ihre zwölfte Saison als Sportmanager bzw. Sportdirektor von Borussia Dortmund. Verlief die Sommerpause vergleichsweise ruhig?
Michael Zorc: "Wir haben klare Strukturen im Klub. Die verantwortlichen Personen harmonieren gut und arbeiten konstruktiv miteinander. Demzufolge schien es von außen betrachtet so, dass es recht ruhig war, insbesondere mit Blick auf
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BVB-Sportdirektor Michael Zorc
andere Klubs, wo größere personelle Veränderungen auf wichtigen Positionen im Trainer- und Managementbereich vorgenommen worden sind. Nichtsdestotrotz haben wir in dieser Zeit unsere Hausaufgaben gemacht, sehr intensiv gearbeitet und einige Transfers abgewickelt."

Eine Fußball-Mannschaft ist ein lebendiges Gebilde, das immer wieder Veränderungen unterliegt und bei Borussia Dortmund weiterhin auch wirtschaftlichen Zwängen unterworfen ist. Angesichts dieser Rahmenbedingungen: Wie nah kommt die aktuelle Mannschaft Ihren Idealvorstellungen?
Zorc: "Wir sind mit dem Umbau der Mannschaft in den letzten Jahren zufrieden. Gleichwohl sind auch wir von der allgemeinen Wirtschaftskrise betroffen und mussten das Budget gegenüber der letzten Saison reduzieren. Dennoch glauben wir, hinsichtlich der fußballerischen Substanz und der Qualität des Kaders einen Schritt nach vorn gemacht zu haben."

Mit Dimitar Rangelov, Markus Feulner und Lucas Barrios sind drei gestandene Profis neu hinzu gekommen, zudem machten mit Yasin Öztekin und Kevin Großkreutz zwei Youngster in der Vorbereitung nachhaltig auf sich aufmerksam. Sie standen auch beim Pokalspiel in Weiden im Kader - und erhöhen so den Druck auf die Etablierten.
Zorc: "Wir sind nicht in der Lage, Transfers im zweistelligen Millionenbereich zu tätigen. Demzufolge ist das primäre Ziel, junge, hungrige Leute zu holen, sie weiterzuentwickeln und dann den Konkurrenzdruck im Kader zu steigern, die Positionen doppelt besetzt zu haben, um auch im Fall von Verletzungen oder Sperren gerüstet zu sein."

Was verbirgt sich hinter dem Projekt "Nachwuchs-Akademie", das der BVB vorgestellt hat und auf dem Trainingsgelände in Brackel realisiert werden soll?
Zorc: "Unsere Strategie ist es, mit perspektivisch hoch veranlagten Spielern zu arbeiten, diese weiterzuentwickeln, zu formen und an den Profibereich heranzuführen. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass dies ein lohnenswertes Ziel ist. Auf dem Weg dort hin war der Sprung von den A-Junioren zu den Profis ein sehr großer. Wir wollen die jungen Leute in unserer Akademie fordern und
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Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc bilden ein perfektes Gespann.
fördern. Sie sollen sich den ganzen Tag mit Fußball beschäftigen, um so besser auf den dann folgenden Schritt Fußball-Profi vorbereitet zu sein. Außerdem können sich unsere Fans gerade mit Leuten aus dem eigenen Nachwuchs bestens identifizieren, und mit Jürgen Klopp haben wir einen Trainer, der auch auf diesem Gebiet große Stärken hat."

Die Mannschaft hat in der letzten Saison einen Sprung von Rang 13 auf sechs geschafft. In diesem Tempo kann es natürlich nicht weitergehen. Was erwarten Sie von der Mannschaft - völlig losgelöst von Platzierungen?
Zorc: "Wenn man sieht, was um uns herum passiert, wie viel Geld der Hamburger SV investiert oder der VfB Stuttgart und Werder Bremen, die die Millionen aus den Transfers von Mario Gomez und Diego zur Verfügung haben, wenn man beobachtet, in welchen Dimensionen Hoffenheim nochmals nachgerüstet hat, wird es für uns schwer genug, mit der gleichen Leistung diesen sechsten Platz überhaupt zu halten. Unser Ziel ist es, uns zu steigern. Wir haben neue Spieler hinzu bekommen, die der Mannschaft noch mehr Substanz geben."

Wie bewerten Sie die Ausgangsposition?
Zorc: "Wir starten immerhin von einem höheren Niveau als im August 2008. Zum einen hat der aktuelle Kader fußballerisch mehr Substanz. Ich sehe die Mannschaft aufgrund der einjährigen Zusammenarbeit mit Jürgen Klopp in ihrem Leistungsniveau deutlich weiter als vor zwölf Monaten."

Zum Pflichtspielauftakt gab es einen 3:1-Sieg bei der SpVgg. Weiden im DFB-Pokal. Wie bewerten Sie den Auftritt der Mannschaft?
Zorc: "Wir haben 3:1 gewonnen und sind eine Runde weiter, haben unsere Pflichtaufgabe erledigt. Unser Spiel lief ähnlich wie die meisten der anderen 31 Erstrundenpartien auch: Die Favoriten haben sich fast ausnahmslos durchgesetzt, aber kaum mit einem deutlichen Resultat. Auch bei uns gibt es noch genug Leistungssteigerungspotenzial."

Zum Auftakt der neuen Saison gastiert heute mit dem 1. FC Köln einer jener Klubs im SIGNAL IDUNA PARK, die in der Sommerpause mit spektakulären Transfers aufhorchen ließen. Wie schwer wird die Aufgabe?
Zorc: "Für uns ist es wichtig, das erste Heimspiel zu gewinnen. Das Stadion wird ausverkauft sein - beide Mannschaften werden von ihren Fans auf einer Welle der Euphorie getragen. Wir sind der Favorit in diesem Spiel, und es wäre schön, wenn wir mit einem Dreier in die Saison starten könnten."

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Nah an den Spielern: Zorc im Gespräch mit Tamas Hajnal.
Auf die Fans wartet ja ohnehin ein atemberaubendes Auftaktprogramm im SIGNAL IDUNA PARK: Eingebettet in das Westderby gegen Köln und in das Derby gegen Schalke trifft der BVB in den nächsten Heimspielen auf die Nummer drei und Nummer zwei der vergangenen Saison, den VfB Stuttgart und Bayern München.
Zorc: "Es ist ein ähnlich hartes Startprogramm wie im letzten Jahr. Mir gefällt das, weil man dann sofort weiß, wo man steht. Das hat uns in der vergangenen Saison auch gut getan. Wenn ich es hätte wählen können, würde ich mir als Fan allerdings eher wünschen, dass die beiden Heimspiele gegen Bayern München und Schalke 04, die für uns die Highlights der Saison abbilden, nicht unmittelbar hintereinander stattfinden."

Die Euphorie ist in diesem Sommer förmlich mit Händen greifbar...
Zorc: "Ich finde es bemerkenswert, dass unsere Fans in einer Zeit großer wirtschaftlicher Unsicherheit Dauerkarten gekauft haben wie noch nie. Mit 50.675 haben wir unsere Bestmarke aus der Saison 2007/2008 nochmals um knapp 200 Jahreskarten übertroffen und einen neuen Bundesliga-Allzeitrekord aufgestellt. Unsere Fans sind einfach fantastisch. Das war schon zu meiner aktiven Zeit so, und dafür kann man sich gar nicht genug bedanken."

In elf Tagen, am 19. August, wartet noch ein weiteres Highlight auf die Mannschaft und auf die Fans, wenn Real Madrid in Dortmund gastiert. Welchen Stellenwert besitzt diese Begegnung?

Zorc: "Für Real ist es das letzte Vorbereitungsspiel vor dem Ligastart in Spanien. Es hat damit für unseren Gegner einen ganz besonderen Charakter. Dank unseres Vermarkters SPORTFIVE, der als Veranstalter auftritt, ist es uns gelungen, dieses Spiel zu realisieren. Namen wir Kaka oder Cristiano Ronaldo sind absolute Zugpferde, was sich auch im Vorverkauf für dieses Spiel widerspiegelt: Über 65.000 Eintrittskarten sind bereits vergriffen. Das Spiel gegen Real ist ein absolutes Highlight. Unserem 100. Geburtstag ist es angemessen, gegen den größten Klub der Welt zu spielen."

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Pokalsieger, UEFA-Cup-Finalist, zwei Mal Deutscher Meister, Champions-League- und Weltpokal-Sieger - Zorcs Erfolgsliste als Spieler ist lang.
Sehen Sie eine Gefahr darin, dass die Mannschaft dieses Spiel auch als absolutes Highlight ansehen könnte, dass ein gewonnenes Laufduell gegen Kaka oder ein Beinschuss gegen Ronaldo wichtiger werden könnte als die Konzentration auf das dann nur drei Tage später folgende Punktspiel gegen Stuttgart?
Zorc: "Der Trainerstab wird der Mannschaft sehr deutlich machen, worauf der Fokus zu legen ist."

Die Winterpause wird in dieser Saison um zwei Wochen verkürzt. Die Rückrunde beginnt bereits Mitte Januar - wenn sich die meisten Klubs bisher noch unter südlicher Sonne vorbereitet haben. Entfällt künftig das Winter-Trainingslager?
Zorc: "Nein, wir werden weiterhin ein Trainingslager beziehen, aber den Zeitpunkt nach vorne verschieben, wahrscheinlich auf den 3. Januar 2010. Die Pause für die Spieler wird kürzer, was gleichzeitig den Vorteil hat, dass im konditionellen Bereich nicht so viel aufgearbeitet werden muss. Es besteht dort die Möglichkeit, mehr im spieltaktischen Bereich zu arbeiten. Auf unserem eigenen Trainingsgelände haben wir mittlerweile zwar auch erstklassige Möglichkeiten, können aber das Wetter nicht beeinflussen. Wenn man intensiv mit einer so großen Gruppe arbeiten möchte, ist es wichtig, dass auch die äußeren Bedingungen stimmen."
Interview: Boris Rupert

Freitag, 7. August 2009

Doch Testfahrten für Schumi im F60?

Trick 17 - So kann Schumi das Testverbot umgehen

Trick 17 - So kann Schumi das Testverbot umgehen
Testfahrt im alten F2007, Muskelaufbautraining und Kart-Fahren: Auch wenn das Comeback von Michael Schumacher wegen seiner Nackenprobleme noch nicht endgültig gesichert ist, lässt der Rekordweltmeister keine Gelegenheit aus, sich fieberhaft auf seine Rückkehr in die 'Königsklasse' des Motorsports vorzubereiten. Dabei wurden ihm bislang einige Steine in den Weg gelegt.

Williams hatte genauso wie Red Bull und Toro Rosso seine Zustimmung für die Testfahrt-Sondergenehmigung verweigert. Laut Reglement sind Testfahrten im aktuellen Auto während der gesamten Saison verboten. Allerdings gibt es im Reglement einige Schlupflöcher, die Schumi trotz des Verbots eine Fahrt im aktuellen Ferrari F60 ermöglichen - und das noch vor dem Europa-GP in Valencia.

1. Option für Schumi: Der Aerodynamiktest

Jedes Formel-1-Team darf pro Jahr acht eintägige Aerodynamiktests absolvieren. Dies ist auch im aktuellen Boliden - also bei Ferrari der F60 - möglich. Allerdings erlaubt der Weltverband FIA diesen Test nur auf genehmigten Geradeausstrecken wie zum Beispiel Flugfeldern. Heißt konkret: Schumi könnte nächste Woche endlich den F60 von innen kennenlernen, aber fahren darf er ihn nur nur geradeaus - ohne zu lenken. Außerdem muss die FIA über diesen Test informiert werden.

2. Option für Schumi: Testfahrt aus PR-Zwecken

Offiziell sind seit dieser Saison vor dem ersten Rennen und dem 31. Dezember eines Kalenderjahres Testfahrten generell verboten. Aber Demonstrationsfahrten aus PR-Zwecken sind ein Mal pro Jahr für jedes Team gestattet. Ferrari hat seinen PR-Tag in dieser Saison noch nicht veranstaltet.

Solche Show-Fahrten sind durchaus üblich und keine Seltenheit. Erst vor knapp drei Wochen begeisterten Williams, Red Bull und McLaren-Mercedes mehrere tausend Zuschauer in Moskau, als Heikki Kovalainen & Co. in ihren aktuellen Boliden auf einem provisorischen Straßenkurs in der Innenstadt düsten. Solch ein Event könnte Ferrari auch organisieren und somit Schumacher ein Probefahren im F60 ermöglichen. Das Gute dabei wäre, dass der Rekordchamp dann auch lenken dürfte. Das Auto dürfte dann laut Reglement 100 km lang bewegt werden.

Noch ein Test im alten Ferrari?

Nicht auszuschließen ist außerdem, dass Schumacher einen weiteren Testtag im alten Ferrari F2007 absolviert. Dafür müsste der 40-Jährige ledglich noch einmal nach Mugello. In dem kleinen Ort in der Toskana darf Schumi so viel fahren, wie er will. Zwar müsste er auf den F60 verzichten, aber der Test wäre eine weitere Trainingseinheit für seinen 'Problem-Nacken'.

Williams machte Schumi Strich durch die Rechnung

Das Williams-Team hatte am Dienstag argumentiert, man könne keinen Unterschied erkennen zwischen Schumachers Comeback und dem Debüt des 19-jährigen Jaime Alguersuari im Toro Rosso. Der Spanier hatte beim Großen Preis von Ungarn sein Debüt gegeben und den Boliden zuvor nur bei einem Geschwindigkeitstest über eine gerade Strecke bewegen dürfen.

Ferrari stellte klar: "Nur um das festzuhalten: Ferrari hatte seine Zustimmung zu einem Alguersuari-Test gegeben, aber scheinbar musste man sich auch in jenem Fall wort-wörtlich an das Reglement halten." Nun könnte die Scuderia mit einigen Tricks den Veto-Teams Williams & Co. doch noch einen auswischen und Schumi in den F60 setzen - ganz legal.

Schumi wieder zu Hause

Schumi wieder zu Hause
Nach seinem zweitägigen Kart-Training in Lonato setzt Michael Schumacher seine Vorbereitung auf sein Formel-1-Comeback zunächst zu Hause im Schweizer Ort Gland fort. "Michael arbeitet in seinem Fitness-Studio mit seinen Physiotherapeuten", sagte seine Sprecherin Sabine Kehm.

In einem Interview mit 'La Stampa' sprach Schumi über seine bisherige Karriere in der Formel 1. "In einer gewissen Hinsicht bin ich für die Popularität der Formel 1 Deutschland verantwortlich. Die Formel 1 war nicht so bekannt, als ich begonnen habe. Wir hatten keine Tradition und nicht einmal Erfolge in diesem Bereich. Natürlich hatten wir einen starken Automarkt und als wir in der Formel 1 Erfolge geerntet haben, haben sich die Leute dafür interessiert", meinte Schumacher.
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"Früher waren nicht einmal Kart-Rennen wirklich verbreitet, jetzt gibt es große Gesellschaften, die die besten Talente unterstützen, indem sie die Kart-Autos sponsorn. Red Bull ist ein gutes Beispiel. Man kann sehen, was sie aus Sebastian Vettel gemacht haben", sagte Schumacher.